Gerade um diese Jahreszeit tauchen sie wieder, die Billigangebote an Reisen, mit Besuchen von  Schmuck/Teppich- und Lederfabriken.Organisierte Ausflüge oder Rundreisen können so rasch zu völlig verplemperten Urlaubstagen werden.

Für die angekündigten Sehenswürdigkeiten bleibt oft nur wenig Zeit--dafür umso mehr für die angeblichen Abstecher in die "Einkaufsparadiese".

Dazu sollte man auch ein paar Hintergrund-Infos kennen. Für manche von Euch sicher ein alter Hut, keine Frage.

Diese Infos gelten natürlich besonders für die Türkei, an der wir die folgenden Beispiele auch festmachen.

Die angeblichen Leder- und Teppichfabriken, wie "Schmuckpaläste" zahlen den Tourorganisatoren- meist sind das vor Ort ansässige Unternehmen-- pro Kopf Prämien, für jeden Besucher der mitgebracht wird.. Nicht selten liegen diese Prämien bei 50,- in der Spitze sogar bis zu 100 Euro. Pro Besucher, wohlbemerkt!

Da muss natürlich einiges verkauft werden.

Hinzu kommt, dass die Tourveranstalter a u c h noch am jeweiligen Verkaufs-Umsatz beteiligt werden.

Wie mir Insider zudem vertraulich mitgeteilt haben, liegt diese "Beteiligung" bei 20 % des bezahlten Kaufpreises. Das wird sehr elegant gemacht, vor Ort fliesst natürlich kein Geld, sondern es läuft via Scheck oder Überweisung, direkt an den Touren-Veranstalter.. Also sehr diskret. ;)

Das sind alles nicht meine Zahlen, sie stammen aus vertrauenswürdigen Quellen/ Insiderkreisen.

Hinzu kommt, dass z.B. die Teppiche oft aus ganz anderen Ecken des Landes stammen und eben nicht in der angeschlossenen Show-Knüpfabteilung hergestellt werden.Lasst Euch nicht täuschen.

Ähnlich verhält es sich bei Leder und Schmuck.

Beachtet bitte auch - dass die Reisefreimengen eigehalten werden.Sonst kann es böse und sehr teuere Überraschungen bei der Einreise in Deutschland geben.

Zollbestimmungen

Und noch ein Hinweis, der für viele auch nichts Neues sein mag. Ich bringe ihn trotzdem nochmals:

Es gibt keinen "Türkei-Goldpreis"--der ist weltweit identisch.

Gerade bei diesem Thema wird vor auch gerne Ort geflunkert.

Lediglich die Arbeitskosten bei der Herstellung sind deutlich günstiger als bei uns.

Aber seid sicher: Davon profitieren natürlich am ehesten die Händler-- und nicht der Kunde.. Die Umsatzbeteiligungen und "Pro-Kopf Prämien" müssen zudem ja auch irgendwie reinkommen/verdient werden. ;)