Nach 2005 als 2 Familien waren wir nun diesmal als 2 Paare wieder hier und unsere Erwartungen sind sogar noch übertroffen worden. Der gesamte Club und die Anlage ist weiterhin sehr schön, viel grün, sehr freundliches Personal (auch vor entsprechendem Trinkgeld), schöne Zimmer und gutes Essen. Überall sind ständig Reinigungskräfte unterwegs, den Dreck der Urlauber aufzuräumen oder wegzuwischen. Zu unserer Zeit waren hauptsächlich Deutsche, daneben auch Urlauber aus vielen anderen Ländern. "Gefürchtete" Russen sind uns nicht aufgefallen. Von Baby bis Senioren älteren Semesters waren auch alle Altersgruppen vertreten. WLAN gibt es gegen Gebühr zu Stunden- und Tagestarifen, die Empfangsqualität hängt aber auch vom eingesetzten Gerät ab. Für 7 Tage zahlt man 12 Euro, für 14 Tage 20 Euro. An der Strandbar und am Strand selbst hat man auch Empfang. Gläser sind zum Glück nur in den Restaurants erlaubt (aber einige Urlaubertrottel sieht man dennoch, die Gläser mit an den Pool nehmen; selbst Eltern kleiner Kinder sind darunter). Dieses Problem ist aber nicht dem Club anzukreiden, sondern den Unvernünftigen. Für den Poolbereich gibt es Mehrwegbecher, am Strand Einwegbecher, aber auch Tabletts, wenn man mehrere Getränke für mehrere Personen holen will. Zum Strand kann man in ca. 5 min. durch die schöne Gartenanlage mit vielen Palmen laufen oder sich von einem Shuttle fahren lassen. An den Strandbars (ca. 100m vom Strand) befinden sich sehr saubere Toiletten, was manchen Eltern aber wohl zu weit ist, die ihre Kleinen an die Palmen am Strand pinkeln lassen, selbst wenn andere Urlauber in der Nähe liegen. Wem die WLAN-Kosten zu teuer sind, sollte sich vor dem Urlaub um einen Auslands-Daten-Roaming-Tarif bemühen. Ansonsten fallen für Datenroaming € 0,59 je 50 KB(!) plus € 0,49 je Tag an. Wer nicht auf Somer-Schulferien angewiesen ist, sollte bis Ende Juni seinen Urlaub hier verbringen, da sind die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit noch erträglich mit 33-35°C, das Wasser angenehm erfrischend. Zudem geht dann zumindest am Strand noch Wind, mal wenig, mal etwas mehr, eineinhalb Tage lang in unserem Fall auch stark. Wer eine hat, sollte ein Taucherbrille mitnehmen, eventuell auch einen Schnorchel. Um die Felsen herum im Meer (ab 30m vom Strand) findet man bereits in 1,50m Wassertiefe hübsch anzuschauende Fische (ca. 10-15 cm groß) außer den kleinen Fischchen, die bis an den Strand heran schwimmen. Einige Urlauber waren bis an die Schwimmergrenze schnorcheln. In der Clubanlage gibt es einen kleinen Laden, ebenso vor dem Club in dem Bazar Läden mit Luftmatratzen, Taucherbrillen etc..
Wir hatten zu zweit ein Standard-Zimmer mit Doppelbett und Sofa/Gästecouch. Es befand sich eine Mini-Bar darin, die täglich aufgefüllt wurde (inklusive). Die Matratzen waren gut bis sehr gut, die Kissen etwas zu dick und zu "hart". Das Bad war sehr geräumig mit begehbarer Dusche und Sitzbank, Regendusche und Handbrause. Einzig die Beleuchtung war für das Nassrasieren nicht perfekt, aber ausreichend. Es gab genügend Platz in den Kommoden mit Schubladen und im Schrank mit Ablagefächern und dem Schranktresor. Zum Glück hatten wir noch aus Erfahrung eigene Kleiderbügel mit eingepackt, denn hiervon waren wie in fast allen Hotels einfach zu wenig. Aber ich bin mir sicher, dass wir noch welche bekommen hätten, wenn wir danach gefragt hätten. Das Zimmer selbst gab keinen Grund zur Beanstandung. Nutzt man jedoch nicht die Klimaanlage nicht und schläft mit offenen Balkontüren, muss man täglich um 04:30 dem Muezzin der nahegelegenen Moschee fürs Wecken danken oder um 06:00 der Müllabfuhr, die zweimal während unserer 8 Tage lange und lautstark gewerkt hat. Es befand sich zudem noch ein Wasserkocher mit löslichem Kaffee oder Tee auf dem Zimmer, für den ersten Schluck vor dem Fertigmachen. Ansonsten befand sich noch ein großer Wandspiegel und ein Flatscreen über der Kommode. Die Wände schienen dick genug zu sein, um von Nachbarn nicht gestört zu werden, jedoch ist die Zimmertür zum Flur dagegen sehr hellhörig. Ein Ganzkörperspiegel befand sich bei uns an der Toilettentür (innen), also genau der Toilette gegenüber. Wir waren in Block 16 schräg vor dem Hauptrestaurant mit Blick auf den Pool und oberhalb der Tischtennisplatte. Wer zum Hauptweg hin sein Zimmer hat, dürfte sich nachts über die an- und abreisenden Urlauber freuen.
Neben dem Hauptrestaurant konnte man an den Strandbars essen; ob es auch in der Amazon Water World und an der Poolbar Essen gab, kann ich mangels Inanspruchname bzw. Sicht nicht beurteilen. Wir waren hauptsächlich am Strand und nur zweimal nachmittags in der Amazonas Water World. Für unsere Ansprüche war das Essen ausreichend abwechslungsreich und überwiegend lecker; wer nicht auf annähernd Landestypisches steht, fand zumindest auch immer Pommes und Spaghetti vor sowie Geflügelfleisch oder Hackbällchen und Fisch. Die Salate waren immer frisch, ebenso das Gemüse und die kleinen Leckereien und sonstigen Nachspeisen. Die Speisen waren auch immer ausreichend vorhanden. Zum Frühstück gab es verschiedene Sorten leckeres, wohl selbst gebackenes Brot und Brötchen. Um nicht alles aufzählen zu müssen, fasse ich mich kurz: es gab für jeden von uns 4 Reisenden immer ausreichend Abwechslung bei allen Mahlzeiten; sicherlich ist nicht alles zu 100% dem individuellen Geschmack entsprechend, aber das kann man notfalls ja auch auf dem Teller liegen lassen. Ich persönlich bin immer gut damit gefahren, wenn ich mir zur Mahlzeit von Allem, was ich gerne essen würde, nur ein Löffelchen auf den Teller gemacht habe; dieser war am Ende der Auswahl trotzdem voll und wenn es mal "zu wenig" war, konnte man sich ja etwas nachholen. In den Restaurants und Bars war es wie grundsätzlich in der gesamten Anlage sehr sauber. Die Atmosphäre war auch immer gediegen, wo Familien Urlaub machen, weiß man auch, dass es kleine Kinder gibt, die hin und wieder quängeln, vor Müdigkeit oder aus sonstigen Gründen schreien. Den Kopf schütteln muss man eigentlich nur über das Verhalten einzelner erwachsener Urlauber. Man konnte auch gegen Bezahlung eine Flasche Sekt für 24 Euro oder internationale Alkoholika für relativ viel Geld (Cuba Libre oder mit Johnny Walker 10 Euro) bestellen. Allerdings sind Alkoholika in der Türkei ohnehin sehr teuer. Eine 0,7l-Flasche Yeni Raki kostet in den Supermärkten auch 21 Euro (zum Vergleich mit deutschen Preisen). Das Personal ist auch ohne Trinkgeld freundlich; natürlich freuen sie sich aber auch über ein Tip in die Hand oder in die überall befindlichen Tip-Boxen.. Selten musste man auch länger warten, bis man nach einem weiteren Getränk gefragt wurde. Je nachdem, welcher Kellner zuständig war, kam auch unaufgefordert Nachschub.
Wir zumindest haben keine schlechten Erfahrungen gemacht; unsere Kellner und alle anderen Angestellten, die uns begegnet sind, waren sehr freundlich. Spätestens wenn man zuerst gelächelt oder ein paar Worte türkisch gesprochen hat, hat auch der letzte gelächelt. Man muss halt auch bedenken, dass sie bei 35° C (und nach uns noch mehr) viele Stunden arbeiten müssen, wären wir uns bedienen lassen. Da könnten auch wir mal vergessen, Gäste anzulächeln. Und wie man in den Wald hinein schreit, so schallt es zurück. Wenn man also ein paar Wörter türkisch lernt oder auch auf deutsch einfach nur freundlich ist, bekommt man es auch mit einem besonderen Lächeln gedankt. Manch einer unterhält sich auch gerne öfter mit einem, wenn es Zeit und Arbeit gerade zulassen. Deutsch wurde überall verstanden, zumindest je nach Funktion die wichtigsten Wörter. Die Zimmer waren auch immer sehr sauber. Einzig, wenn man an der Rezeption zu einem besonderen Anlass auch Blumen bestellt und gerne einen Esstisch etwas zu dem besonderen Anlass reservieren und dekorieren lassen möchte, war "schwieriger". Die Blumen konnte man dort bestellen und direkt bezahlen und für den Tisch und die Dekoration wurde man an das Restaurant verwiesen. Die Dekoration fiel dann leider etwas dürftig aus (angeblich war der zuständige Mitarbeiter an diesem Abend erkrankt) und die Blumen wurden dann auch erst arrangiert, als wir schon zur vereinbarten Zeit Platz genommen hatten, obwohl wir auch im Restaurant darauf hingewiesen hatten, dass wir Blumen bestellt hatten. Unser Glück schien jedoch gewesen zu sein, dass es selbst dem Hotel etwas peinlich gewesen ist, nachdem wir für den Abend wegen Ausbuchung auch kein à la carte-Restaurant bekommen konnten und erst 2 Tage später dort waren. Dort gab man sich offensichtlich mit einer kleinen Überraschung und deutlich mehr Service-Leistung als für die sonst anwesenden Gäste besondere Mühe, scheinbar etwas wieder gut zu machen, was wir selbst gar nicht reklamiert hatten.
Der Club befindet sich in Colakli, einem Vorort von Side. Zum Laufen nach Side ist es zu weit entfernt; entweder man fährt mit dem Dolmus (aktueller Preis ist mir nicht bekannt) oder dem Taxi (Letzteres kostet 18 Euro nach Side, zurück ebenso). In der Nachbarschaft liegen ein paar Geschäfte mit unterschiedlicher Qualität der Ware, auch ein paar Bars, in denen man auch Fussball schauen könnte. Insgesamt ist der Bereich aber recht überschaubar; hier lohnt sich eine Tour nach Side oder Manavgat; in Side sind auch die alten Ruinen natürlich einen Besuch oder Spaziergang wert. Entweder war es persönliches Pech oder in der Region gibt es keine gutschmeckenden Cocktails. Meine waren alle nur zuckersüß; frische Säfte würden den Unterschied ausmachen. Zuweilen sind die Zuckerwässer auch recht teuer (Vorsicht in Side bei der Pegases-Bar; sie ist sehr teuer, die Cocktails sind dafür sehr klein und der Ausgangs-Umrechnungskurs entspricht nicht dem Kurs beim Bezahlen (Euro-Falle); besser in der Wechselstube tauschen und in TL zahlen. Der Clubstrand ist sehr sauber, aber im Wasser lauern in ca. 30-40m Entfernung teilweise Felsen, die bei stärkerer Brandung verdeckt sind und sehr weh tun können. Nach Westen hin wird der Strand nach zwei bis drei weiteren Hotels ungepflegter und dreckiger, in Richtung Osten nach Side hin ist er insgesamt sehr sauber, wird aber auch voller. Liegen und Auflagen waren ausreichend vorhanden, selbst nach 10 Uhr findet man immer noch ein überdachtes Plätzchen und man liegt ausreichend vom Nachbarn auseinander. Papierkörbe und Aschenbecher sind ausreichend vorhanden und werden mehrmals täglich vom Strandboy geleert. Rechts vom Strand befindet sich eine Wassersport-Gelegenheit, um Kanu oder Tretbot zu fahren, Parasailing (Falschirmfliegen) oder Bananaboot und Wasserski oder im Sessel zu fahren bzw. gezogen zu werden. Die einstündige Jetboottour nach Side und zu den Wasserschildkröten mit kurzer Schwimmgelegenheit unmittelbar bei Side war mit 20 Euro pro Person nicht nur preiswert, sondern auch sehr zu empfehlen. Die Leute von Water Sport Bey waren sehr freundlich, gut gelaunt und haben mit kräftiger Diskomusik während der Fahrt für ordentlich Stimmung gesorgt, die Sitzgelegenheiten ordentlich gepolstert. Der Transfer dauerte ca. eine Stunde und Minuten. Für mein Empfinden könnte der Shoppingbereich größer sein, daher nur 5 Sterne für die Lage.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Am Pool waren wir nur am Abreisetag. Mir persönlich war es dort zu voll; teilweise standen die Liegen press aneinander oder die Urlauber legten sich mitten in den Durchgang. In der Amazon Water World standen die Liegen vereinzelt auf den Wiesen. Folglich schien es dort besser gewesen zu sein. Wir haben sie aber nur zweimal in unseren 8 Tagen Aufenthalt besucht, ohne Liegeplätze ausgesucht zu haben. Aber man kann sich dieses Terrain nicht entgehen lassen, wenn man schon mal in dem Club ist. Die Animation war am Strand unaufdringlich; nur gelegentlich ging mal jemand durch die Reihen und hat angekündigt, was gerade für die Strandbesucher geeignet erschien. Die Disco haben wir nicht aufgesucht, Kinderanimation mangels mitgeführten Kindern nicht benötigt haben. Liegen und Auflagen waren am Strand ausreichend vorhanden und wir hatten keine defekte Liege. Der Strand war sehr sauber; einzig der Weg von den Duschen an den Strand war durch das Gefälle und die glatten Steine im nassen Zustand rutschig.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Juni 2014 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Martin |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 14 |


