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Archiviert
Wilfried (71+)
Verreist als Paarim Januar 2015für 3 Wochen

Corona Roja - drastischer Abstieg in 7 Monaten

3,7/6
Das Aparthotel Corona Roja (Rote Krone) ist mit 16 Etagen (incl. Sockelgeschoß unter dem eigentlichen EG) zur Zeit das höchste Gebäude von Playa del Ingles. In den Etagen vom Sockelgeschoß bis zum 15. Stock sind unterschiedlich große und sehr unterschiedlich ausgestattete Zimmer angeordnet.
Sowohl das Hotel wie auch die Zimmeraustattung sind stark verschlissen. Die öffentlich zugänglichen Räume werden täglich gereinigt, in den Zimmern stellten wir sehr unterschiedliche Gründlichkeit bei der Reinigung fest.
Der Personenaufzug (Schindler), in dem wir bereits im Juni 2014 zwischen zwei Stockwerken steckenblieben, versagte in den drei Wochen unseres Aufenthalts - glücklicherweise ohne uns - nur einmal.
Die Fassade des Gebäudes ist z.T. bereits schwer geschädigt, millionenschwere Schäden, wie Risse, Abplatzungen und vom Rosttreiben bereits gespaltene Betonteile fallen bei näherem Hinsehen auf.

Wir haben erstmalig im Leben All-Inklusiv-Leistungen ("häppchenweise" über den Tag verteilt von 8:00 Uhr bis 23:00 Uhr) gebucht, können das jedoch für dieses Hotel wegen der hoteleigenen Auslegung dieses Begriffs nicht weiter empfehlen.
Das Passwort für etwas schwachen WLAN-Empfang im Bereich der Rezeption kann, so beschreibt es das Angebot einiger Reiseveranstalter, bei der Rezeption angefordert werden.
Die Gäste im Januar 2015 waren - der Jahreszeit entsprechend - überwiegend im "reiferen Alter", d.h. über 55 Jahre. Über die kurzzeitige Anwesenheit einiger weniger, erfrischender Kinder haben wir uns besonders gefreut.
Die Urlauber kamen zum überwiegenden Teil aus Deutschland, den Niederlanden, Skandinavien, Großbritanien, selten aus Rußland und Polen.

Markant waren zwei Dinge:

Im Gegensatz zu der Situation im Juni 2014 verhielten sich die Mitarbeiter im Servicebereich wegen angeblich ständiger Videoüberwachung und recht harter Reglementierung durch die Direktion sichtbar eingeschüchtert und verwiesen mehrfach auf Sparmaßnahmen im Hotel, wenn es Gründe zur Beanstandung gab.

Eine nicht unbeträchtliche Zahl von Urlaubern klagte über die undurchsichtige Zimmervergabe. Einigen Urlaubern schien durch die "Einweisung" in unerwünschte bzw. angeblich nicht vereinbarte Zimmer der Urlaub von Anfag an verdorben zu sein.

Lage & Umgebung5,0
Vom Flughafen sind es etwa 20 Minuten.
Der Strand unterhalb des C.C. Tropical ist durch den Hinterausgang des Hotels in wenigen Minuten zu erreichen.

Lauffaule Urlauber sollten wissen, dass das Corona Roja im Nordosten mit einigen weiteren Hotels den optischen Abschluß von Playa del Ingles bildet. Zur Kasbah sind es etwa 20 Minuten. Geschäfte aller Art sind jedoch in der Nähe, ein kleiner Supermarkt für den Grundbedarf (Wasser, aber auch Serrano-Schinken) im Erdgeschoß.

Etwa 100 m vom Hotel entfernt befindet sich der "Busbahnhof" an der Haltestelle Parque Tropical, der allerdings nicht von allen Linien angefahren wird.
Eine Art Schnellstraße führt am Hotel vorbei. In den unteren Etagen ist das deutlich zu hören, vor allem in den Zimmern mit der Nr. 1 (201, 301 etc.) am Ende.

Zimmer4,0
Das Appartement 1508 hat ein Wohnzimmer, zwei Schlafzimmer, Bad mit WC und Duschkabine sowie einem geräumigen Balkon.
Infolge der Lage und Höhe, die Wohnungstür zeigt nach Nordosten, trat teilweise recht hohe und laute (bis 78 dB im Flur) Windbelastung auf.

Das Wohnzimmer ist ausreichend groß, verfügt jedoch über keinen (!!!) Stuhl, sondern lediglich über vier Barhocker.
Eine klappbare Liege und ein klappbarer Liegesessel sind, wie uns aus Zimmer 611 des Hotels schon bekannt war, lediglich mit sehr weichen, also dünnen Schaumstoffmatten belegt und können als Sitzgelegenheiten auch von normalgewichtigen Personen praktisch nicht benutzt werden. (Man würde dabei auf den Latten sitzen.)

Die Schlafzimmer sind noch ausreichend groß, die Schränke insgesamt ebenso, Die Anzahl der Kleiderbügel reicht allerdings nur für 1bis zwei Junggesellen, die drei Tage dieselben Sachen tragen.

Das Schlafzimmer auf der Südwestseite - zum Balkon - konnten wir nicht benutzen. Das Corona Roja hat zwar nur Nichtraucherzimmer. Dieses Schlafzimmer stank trotzdem nach Rauch.

Die sonstige Ausstattung entspricht einfachem spanischen Standard, d.h. Töpfe, zur Kaffeezubereitung ein Plastik-Filter, ein später repariertes Telefon, keine Heizung, keine Klimaanlage, jedoch ein Kühlschrank und ein durch uns nicht benutztes Kochfeld.

Die Duschkabine war für uns ungewohnt schmal. Auch mit meiner Größe 48 konte ich die nicht mit der "Breitseite" betreten.

Auf dem Fußboden des Bads befanden sich neben der etwas dunkleren Schicht außerhalb der zwei häufig begangenen "Straßen" gelegentlich lange schwarze Haare. Meine Haare sind 30 mm lang, die meiner Frau "rojo intenso" (von Mercadona).

Woher mögen die schwarzen Haare bloß herkommen?

Die vier Sonnen aber nur, weil wir "spanische Ausstattung" schon in allen Sterne-Kategorien erlebt haben, wegen der mildernden Umstände.

Zimmertyp:Appartement
Zimmerkategorie:Standard
Ausblick:zur Stadt

Service3,0
Wir wurden zu später Stunde (23:00 Uhr) im Hotel freundlich empfangen, wurden als All-Inklusiv-Urlauber mit den ungewohnten Armbändern "beringt", brachten unsere Koffer in das per Email erbetene Appartement 1508 im 15. Stockwerk und wurden (ohne irgendeinen Zwischenaufenthalt) 23:05 Uhr im Restaurant darüber aufgeklärt, daß es nicht einmal etwas zu trinken gibt.
Eine neben dem Hotel befindliche menschenleere Gaststätte half uns über das Problem hinweg.
Das Problem ist m.E. sowohl die oberflächliche, maximal Geld sparende Organisation durch den Reiseveranstalter Thomas Cook Austria wie die bürokratische Arbeitsweise der Direktion des Hotels, denen es beim Vertrag bzw. beim Verfassen von strengen, per Video kontrollierten Regeln einfach egal ist, ob Gäste in der Nacht anreisen, auch wenn sie All- Inklusiv gebucht haben.

Die Freundlichkeit des Empfangs durch die Mitarbeiterinnen des Restaurants, die wir im Juni 2014 bereits kennengelernt hatten, hätte die ersten Probleme sicher überlagert, wenn dort nicht noch ein neuer unhöflicher bis flegelhafter Mitarbeiter (Antonio) aufgetaucht wäre.
Als All-Inklusiv-Urlauber hatte man seine Getränke an der Bar abzuholen. Das taten wir und baten stets höflich, möglichst auf Spanisch um die Getränke, bekamen sie wortlos hingestellt bzw. "hingeknallt", worauf wir uns mit unserem "gracias" wieder auf unseren Platz begeben durften.
Man könnte denken, daß der Mann in einer HO-Gaststätte der DDR ausgebildet worden ist.

Sprachliche Schwierigkeiten gab es gelegentlich, weil auch unser Englisch nicht von jedem verstanden wurde.

Beschwerden (bei Service, Rezeption und Reiseleitung) über die grobe Unhöflichkeit sowie über den Schwindel beim Ausschank der Getränke, wie zeitweise niederländisches Amstel-Bier als lokales Getränk Tropical, Rosewein aus Rot- und Weißwein zusammengeschüttet o.ä. wurden sowohl vom Service wie auch von der Reiseleitung "weg gebügelt".



Gastronomie3,0
Zum Hotel gehört ein Restaurant mit Bar im Untergeschoß des Hauses, das aus einer großen Halle mit Schwimmbecken, einem kleineren Raum für Bufett und etwa 20 Plätze sowie einer etwas zugigen Veranda auf der Ostseite des Gebäudes besteht.

Von den im Bufett angeordneten Speisen waren manche, u.a. auch Orangen (obwohl diese zur Zeit für 0,48 € pro Kilo erhältlich waren), in kurzer Zeit abgeräumt. Der sog. Snack zur Mittagszeit war bis auf etwa eine Ausnahme wirklich nur ein Notessen, bestehend aus Pizza, Nudeln, Sauce und hart gewalzten 5mm-Industrie-Burger.
Das Frühstück der ersten Woche (ab 11.01.2015) war deutlich fachkundiger bzw. besser zubereitet als in den letzten zwei Wochen des Januar, wo die Küche zum Frühstück mehrfach bittere, matschig gekochte, statt gegrillte Paprikaschoten ins Bufett stellte.
Das manchmal am Bufett beschriebene, im Treppenhaus per Aushang bekannt gegebene Essen war nicht immer gelungen und enthielt z.T. nicht verbrauchte Bestandteile der vorangegangenen Mahlzeit. Mit Gewürzen (z.B. Petersilie u.a.) wurde auch bei typisch regionaler Küche recht häufig gespart.

Leider brachten zwei Fernsehempfänger im Restaurant mit Sportprogrammen (Afrikanische Fußballmeisterschaften, Wintersport etc.) und ein gelegentlich brüllender Kellner viel Unruhe ins Restaurant.

Wie im Sommer 2014 traten an mehreren Tagen Musiker auf, die zeitweise Schwierigkeiten hatten, sich gegen laut debattierende, essende Gäste durchzusetzen.
Drei von den Musikern waren richtig gute Künstler, die unter diesen Umständen ihre "Perlen vor die S.... schütteten".



Sport & Unterhaltung4,0
Der Pool hatte am 13.01.2015 eine Temperatur von 13,4 ° Celsius. Da er ab Nachmittag nicht mehr von der Sonne erreicht wurde und in den Nächten die Temperatur auf 15 und 13 ° Celsius sank, konnte der Pool praktisch nicht genutzt werden.
Die Liegen wurden teils gut genutzt, ein großer Teil wurde erst vor kurzer Zeit gekauft.
Weiterhin vorhanden: ein Tennisplatz und einige sehr einfache, bzw. zu kleine Sportgeräte.
Das abendliche Unterhaltungsprogramm von Mittwoch bis Sonnabend ist zu 50 Prozent recht hochwertig, findet allerdings zum falschen Zeitpunkt statt.
Einen sog. Künstler, einen Karaoke-Veranstalter, mußten wir uns allerdings mit ein und demselben Frank-Sinatra-Fan und den gleichen Titeln dreimal anhören.

Hotel3,0

Tipps & Empfehlung
Im Bereich von Playa del Ingles wird WLAN bzw. WiFi im 1a-Netz angeboten. Mehrere Urlauber hatten damit Probleme, weil der Wechsel von einer Zelle zur anderen (evtl. wegen unterschiedlicher Passwörter) nicht funktioniert.
Die besten Zeiten scheinen für Gran Canaria immer noch Juni und Oktober zu sein, das Preis/Leistungsverhältnis ist im Juni am besten.
Längere Nordwindperioden hatten wir im Januar recht häufig, das ist dann wie ein Ostseeurlaub im Oktober.

Hotelsterne sind berechtigt
Hotel ist schlechter als in der Katalogbeschreibung
Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher schlecht
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:3 Wochen im Januar 2015
Reisegrund:Wandern und Wellness
Infos zum Bewerter
Vorname:Wilfried
Alter:71+
Bewertungen:34
NaNHilfreich