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Jenny (26-30)
Alleinreisendim September 2015für 1 Woche

H Top Olympic - Humor ist erforderlich...

2,5/6
Das H Top Olympic liegt im spanischen Örtchen Calella etwa 400 Meter vom Strand entfernt.

Mit über 500 Zimmern ist das Olympic eine typische Bettenburg und definitiv mit Humor zu genießen...

Ich würde eventuell sogar wieder hinfahren... aber nur für maximal 1/3 des Preises

Lage & Umgebung5,0
Vom Flughafen Barcelona dauert der Transfer ca. 1 Stunde plus minus 20 Minuten. Die Fahrt vergeht jedoch schnell, da man fast die ganze Zeit an der Küste entlang fährt und schon mal den schönen Ausblick genießen kann. (Sowohl aufs Meer als auch auf die rosa bis rot verfärbten Urlauber die sich am Strand braten)

Hat man die Fahrt hinter sich gebracht und der Busfahrer endlich "Olympic" genuschelt so steigt man etwas erhöht, jenseits der Hauptstraße vor einem in die Jahre gekommenen Bettenbunker aus.

Die Lage des Olympics ist nicht schlecht. Zum Strand sind es ca. 400 Meter und der Weg dorthin führt durch eine nette EInkaufsmeile in der auch die ein oder anderen Diskos sind. Auch Supermärkte und zahlreiche Resturantes sind sehr schnell zu erreichen.

Der Strand von Calella ist sehr grobkörnig und ich hatte die ersten Tage extreme Fußschmerzen wenn ich drüber gelaufen war. Auch ist das Baden eine kleine Herausforderung gewesen, da der Strand sehr steil abfällt... rein ins Wasser war nicht das Problem aber wieder raus zu kommen ohne sein Höschen zu verlieren schon da auch die Wellen ziemlich heftig waren und schon einiges an Strömung mit sich brachten. Also wer wie Halle Berry aus dem Wasser waten möchte sollte sich generell einen anderen Urlaubsort aussuchen... ich sah eher aus wie Benjamin Blümchen bei dem Versuch halbwegs angezogen das Meer zu verlassen.


Zimmer2,0
Ich hatte Zimmer 016 im Erdgeschoss.
Die Größe war vollkommen Okay für einen alleine. Auch für 2 Personen noch völlig im Rahmen. Ich hatte eine schöne Terrasse mit Blick auf den Kinderanimationsbereich.

Das Zimmer ist sehr spärlich eingerichtet und sehr in die Jahre gekommen. Die Betten sind sehr hart... es gibt nur dünne Tücher zum zudecken und eine Wolldecke die schon bessere Tage gesehen hat. Ich hab Nachts ziemlich gefroren.

Das ganze Hotel ist sehr hellhörig und viele Leute nehmen keine Rücksicht. Es werden Türen geknallt, laute Telefonate geführt und wahrscheinlich hat der ein oder andere auch Nachts sein Zimmer renoviert (jedenfalls hörte es sich so an)

Der Hellhörigkeit spielt auch ein Fenster im Bad mit ein.... ein Fenster im Bad das keineswegs nach draußen führt sondern ins Bad des Nachbarzimmers. Es ist zwar spärlich mit Holzpaneelen abgedeckt doch hören tut man trotzdem alles. Und ich meine wirklich ALLES.
Ich schwöre bei dem Grab meines Hamsters, dass ich die Wurst des Nachbars ins Klo plumpsen gehört habe.
Der Sinn dieses Fensters blieb mir leider unerschlossen...

Die Klimaanlage lief auf Wunsch und ließ sich im Zimmer regulieren- aber da ich Nachts sowieso Eiszapfen an der Nase hatte (siehe dünne Decke) habe ich sie nicht genutzt.

Es gibt ein Zimmertelefon. Das habe ich nicht genutzt aber weiß, dass es funktioniert (Mein Nachbar telefonierte nämlich gern Nachts stundenlang)

Der TV ist kostenlos. Ich hatte Sat 1 und 1 Plus als deutsche Sender.

Zu der Sauberkeit.... das Zimmer wirkte auf den ersten Blick sauber. Kein Dreck unter den Betten. Der Boden war gewischt. Im Bad zwar die Wanne etwas verrostet und der Duschschlauch hatte bessere Tage gesehen aber es war ganz okay.... dann fand ich die Slipeinlagen im Nachtschrank und fragte mich zuerst warum die Putzfrau die nicht gefunden hatte... erst danach fragte ich mich welche Pottsau eine benutzte Slipeinlage überhaupt in einen Nachtschrank legt...

Zimmertyp:Doppelzimmer
Zimmerkategorie:Economy
Ausblick:zum Innenhof

Service3,0
Also ich bin in diesem Hotel nicht einem unfreundlichen Mitarbeiter begegnet. Ich wurde von einem netten Mann an der Rezeption in Empfang genommen der sogar etwas Deutsch sprach. Ansonsten spreche alle Mitarbeiter eher Englisch. Aber verständigen kann man sich dort mit jedem.

Die Putzfrau war sehr nett... allerdings leider nicht besonders gründlich. Ich bin selber kein Ordnungs oder Sauberkeits Fanatiker und komme mit einer gewissen Anzahl an Bakterien schon zurecht... Benutzte Slipeinlagen meiner Vorgängerinnen in den Nachttischschubladen zu finden gehört allerdings nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen...
Also die Grundsauberkeit des Zimmers lässt zu wünschen übrig. Ansonsten wurde auf Wunsch täglich gefegt und das Bad gereinigt. Das klappte auch ganz gut.

Der Rest des Hotels ist im Großen und Ganzen sauber.

Gastronomie1,0
Ja... mein absolutes Lieblingsthema...

Hier braucht der Reisende auf jeden Fall Humor UND Auktionsverständnis... und Ellenbogen wären vielleicht auch nicht schlecht. (Plus Ringkampf Erfahrung)

Der Kampf beginnt eigentlich schon vor dem einzigen Restaurant des Hotels. Bei jeder Mahlzeit stehen die Leute schon 15 Minuten vorher an um einen Tisch zu kriegen. Und mit anstehen meine ich, dass sie sowohl vor dem Resturant- die Treppe hoch und bis teilweise nach draußen stehen. Man wartet gut und gern 20-30 Minuten bis man überhaupt in die Nähe der Resturanteingangstür kommt.

Ist man an der Tür angelangt und hat nicht vorher schon entnervt aufgegeben und auswärts gegessen (So wie ich oft) kommt das Auktionsverständnis ins Spiel. Die Servicekräfte rufen auf welche Tischzahlen frei sind. So werden Leute die zu 5 oder 6 sind eher einen Tisch kriegen als Leute die zu 3 oder 2 sind. Auch wenn diese weiter hinten in der Schlange stehen....

Hat man sich im bestenfalle mit anderen zusammen getan um einen Gruppentisch zu ergattert geht das Gedränge am Buffet los. Es gibt 3 lange Buffets. Es wird auch immer recht schnell nachgefüllt... doch wenn die Engländer schneller sind als du hast du das nachsehen. Und sie sind es. Engländer sind verdammt schnell wenn es um frisch gebratene Spiegeleier geht... und hauen sich dann schon mal 10 Stück auf den Teller um davon maximal 3 zu essen. Aber haben ist besser als brauchen- das hat die Queen schon gesagt!

Zu der Qualität der Speisen kann ich nur sagen: Geschmäcker sind verschieden.
Für mich gab es jeden Abend Pommes und Salat.
Am spanischen Abend. Am Italienischen Abend... ständig Pommes und Salat.... Weil alles andere undefinierbar war. Zerkocht und kaum gewürzt.
Fleisch habe ich die Tage gar nicht gegessen (Weil wegen undefinierbar!!)... aber hey... ich wollte eh Vegetarierin werden...

Ich muss wirklich sagen. Ich konnte das Essen nicht mehr sehen!!!

Zusätzlich ist zu erwähnen, dass man bei Vollpension keine Getränkekarte für den einzigen Getränkeautomat im ganzen Resturant erhält. Die gibt's nur bei All In.




Sport & Unterhaltung1,0
Es gab wohl Animation. Die habe ich aber nicht genutzt und kann ich somit auch nicht bewerten.

Ich war einmal am großen Pool... Die Musik die dort gespielt wird ist sehr laut und wiederholt sich ständig.

der "große" Pool ist relativ klein und riecht sehr stark nach Chlor.

Hat mir nicht so gefallen...

Hotel3,0

Tipps & Empfehlung
Tipps... Okay... habe ich.

Die beste Investitionen die ich getätigt habe waren

a) Ohrstepsel die ich mir am 2. Tag in der Apotheke gekauft habe. Danach konnte ich wenigstens gut schlafen.

b) Eine Luftmatratze.... die hat meinen Rücken vor dem körnigen Sand geschützt ;)





Hotel wirkt schlechter als angegebene Hotelsterne
Hotel ist schlechter als in der Katalogbeschreibung
Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher schlecht
Infos zur Reise
Verreist als:Alleinreisend
Kinder:Keine Kinder
Dauer:1 Woche im September 2015
Reisegrund:Strand
Infos zum Bewerter
Vorname:Jenny
Alter:26-30
Bewertungen:4
NaNHilfreich