Das zur H10 Gruppe (mit der ich auch schon mal auf Fuerteventura positive Erlebnisse hatte) gehörende Appartement-Hotel verfügt über mehrere Gebäude und laut Veranstalter über 242 Zimmer, Eingangshalle mit Rezeption, Internetcenter (drei Plätze zu je ein Euro für 10 Minuten), Nichtraucherrestaurant, Bar, großzügig gestaltete, subtropisch bepflanzte Gartenanlage mit Wasserfall (der nicht in Betrieb war), 2 Pools (1 beheizt), Sonnenterrasse, Poolbar usw. Keines der Gebäude ist höher als zwei Stockwerke, wie dies auf Lanzarote ja auch üblich ist. Ich zumindest habe keine Touristenbunker mit X Stockwerken gesehen. Ich hatte per Email direkt beim Hotel um ein renoviertes Appartement gebeten, hatte ich doch hier hier gelesen, dass diese nicht mehr mit Teppichboden, sondern mit Fliesen (Allergiker) ausgestattet sind. Habe ich auch problemlos bekommen. Das Hotel hat schon ein paar Tage auf dem Buckel. Von außen war ich deswegen erst mal enttäuscht, aber mein Sohn und ich haben uns dann so wohl gefühlt, dass uns die Abreise wirklich schwer fiel und wir gerne wieder kommen möchten. Es waren viele Familien mit Kindern und die Altersverteilung war richtig gut durchwachsen. Auch waren die Nationalitäten recht gemischt; überwiegend aber wohl Deutsche und Engländer. Man konnte sich mit Deutsch gut verständigen; auch die Zimmermädchen verstanden einen mit einer Mischung aus Deutsch und Englisch, wenn Sie fragten, ob sie sauber machen sollten. Die Sauberkeit im Zimer war denn auch in Ordnung, auch wenn es nicht geblitzt hat. Da ich im Restaurant auch Rollstuhlfahrer sah, nehme ich an, dass es auch mit "Handicap" ein Ort des Wohlfühlens ist. Ich war die letzten Jahre über zum Jahreswechsel meistens in Tunesien und musste dort oft eine Zuschlag für ein "Gala - Diner" an Silvester bezahlen, an dem ich gar nicht teilnehmen wollte. Im Lanzarote Gardens wurde am Silvester - Abend nicht zu viel Aufhebens (und wohl deswegen auch keine extra-Kosten) gemacht. Man konnte sich auch entziehen, wenn man das wollte:) Mir war es letztes Jahr im Januar in Tunesien/Djerba und schon einge Male vorher im Winter zu kalt in Tunesien, weswegen ich heuer auf die Kanaren wollte. Fuerteventura hatte ich auch als windig und kalt im Januar erlebt und Gran Canaria ist wegen der deutschne Biergärten und "Bild" Werbung an den Bushäuschen nicht meine Welt. Lanzarote hingegen hat sich als mein Lieblingsziel in den Weihnachtsferien entwickelt. Wir hatten Traumwetter mit Sonne, angenehmen 22 Grad und Meer, in das wir täglich baden gehen konnten. Allerdings hab ich Angst davor, nächsten Winter wieder dorthin zu fliegen, denn wie heißt es so schön "...darauf gib i dir mei Wort, irgendwann bleib i dann dort...." und ich weiß nicht, ob ich dann noch mal zurück komme.
Unser großzügiges Domizil (Nr. 359) hatte großen Balkon (Landseite, aber mit Blick auf den Kinderspielplatz = praktisch, da man sein Kind von der Terasse aus beaufsichtigen kann), ein Badezimmer, ein Schlafzimmer mit Wandschrank und ein Wohnzimmer mit Essecke und "versteckbarer" Küchenzeile. Wer nur Ü/F buchen möchte findet eine Kaffemaschine, eine Mikrowelle, Herd mit drei Platten und Backrohr vor, so dass man sich wunderbar selber verpflegen kann. Die Möbel sind zwar nicht mehr die Neuesten und zeigen Gebrauchspuren, aber ich persönlich habe mich daran nicht gestört.
Wir haben lediglich das Hauptestuarant zum Frühstück und zum Abendessen benutzt. Zum Frühstück konnte man sich am Buffet immer was finden, wobei ich immer mehr zum Briten wurde, da die Auswahl diesbezüglich am größten war. Beim Abendessen wurden Vater und Sohn immer satt, wenngleich ich mir vorstellen kann, dass es einem in zwei Wochen überdrüssig wird. Was mich gestört hat war die Tatsache, dass man öfter mal das Pech hatte, dass man nur mehr lauwarme Speisen bekamm, auch wenn der Koch hinter der Theke stand und bruzelte, konnte man trotzdem das Pech haben, dass Sachen die schon fertig am Büffet vor dem Koch lagen, "kalt " waren. Im - an den Poolbereich angrenzenden "Cafe" - waren wir nicht, da wir uns viel am Strand und am Meer aufhielten, obwohl der Pool durchaus sauber und wohl temperiert war. Mein 7-jähriger (Nichtschwimmer) Sohn schämte sich aber am Baby- Pool und im warmen Kinder Pool konnte er nicht stehen, während er am Strand weit ins Meer hinein gehen konnte, ohne dass ich Angst haben musste, dass er ertrinkt.
An der Rezeption wurden wir freundlich empfangen, eingecheckt und wirklich zuvorkommend behandelt. All das funktionierte auf Deutsch. Das Zimmermädchen war bemüht und freundlich lächlend. Im Restaurant wurde man eher wortkarg bedient, was aber durchaus auch daran liegen kann, dass ich die Kellner nicht unbedingt täglich zu einem Schwätzchen animiere. Weder ich noch mein Sohn haben das Animationsteam gebraucht, so dass ich nichts über die Qualität der Animation, die wirklich unauffällig war, sagen kann.
Das Hotel in Costa Teguise liegt ungefähr drei Geh-Minuten vom Strand "Playa Cuchara" entfernt, an dem es Toiletten, Rotes Kreuz, Cafe und viele weitere touristische "Annehmlichkeiten" gibt. Ich hatte aber trotzdem nicht den Touri-Infrastuktur-Kollpas (wie z. B auf Gran Canaria). Wollte man in Supermarkt, oder zur Autovermietung oder in den Souvenirshop, musste man nur die Straße (die man gar nicht hört) überqueren und fand Alles vor, was man sich wünscht und was man "braucht". Costa Teguise liegt nicht weit von der Inselhauptstadt Arrecife entfernt und der Flughafen wiederum nicht weit außerhalb von Arrecife, so dass die Transferzeiten zum und vom Hotel bei geschätzten 15- 20 Minuten liegen dürften. Da Lanzarote keine allzu große Insel ist, kann man von Costa Teguise, auch wenn es eher im Norden der Insel liegt, die ganze Insel erkunden. Wir haben uns in der Autovermietung auf der anderen Straßenseite um ca. 09. 30 nach einem Auto für den selben Tag erkundigt, problemlos eins bekommen und haben dann an einem Tag die "Nordtour" gemacht (Jardin de Cactus, Jameos del Agua, Mirador del Rio, Fundacion C. Manrique). Den Rest der Insel habe ich mir extra aufgespart um einen Grund zu haben, wieder zu kommen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gab meines Wissens einen Tennis-Platz, den ich aber nicht gesehen habe. In der Nähe von Costa Teguise gibt es auch einen Golf-Platz. Einige nutzten das Hotel als "Basis-Camp" für ausgedehnte Rad-Touren. In der Hotel Lobby stand ein Billard-Tisch, gleich daneben war die Hotelbar mit Bühne für die Minidisco, die ich aber genausowenig zu sehen bekam, wie die anderen (abendlichen) Shows. Sowas ist einfach nicht mein Ding. Ich habe eher die Ruhe gesucht, viel gelesen oder gelegentlich mal mit meinem Sohn TV gesehen. Es git die "wichitgsten" Deutsch sprachigen Kanäle. Wer sowas mag, kann Baby-Club, Mini-Club, Teenie-Club und Erwachsenen Animation nutzen, die allesamt ein recht reichhaltiges Programm bieten, was ich so auf dem Plan gesehen habe.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 1 Woche im Dezember 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Alfred |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 52 |


