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Archiviert
Volker (46-50)
Alleinreisendim Januar 2015für 1-3 Tage

Klotziges Haus nahe des Flusses - wenig Komfort

4,0/6
Ein ziemlich großes Hotel, von außen recht schmucklos. Das WIFI ist kostenlos, ebenfalls das Frühstück. Die Gäste bestehen aus internationalen Geschäftsreisenden, Flugzeugbesatzungen und Privatreisenden. Die drei direkt sichtbaren Aufzüge in der Haupthalle bringen einen in die Stockwerke 12 bis 22. Will man auf niedriger gelegene Stockwerke, muss man sich rechts halten und die anderen drei eher schmucklosen Auszüge wählen.

Lage & Umgebung5,0
Die Lage in Vila Nova de Gaia ist günstig, allerding befindet sich im näheren Umfeld kaum eine vernünftige Einkaufsmöglihckeit. In 5 Minuten erreicht man ein Postamt. Zu Fuß kann man in 20 bis 25 Minuten hinunter zum Fluss (Douro) laufen, wo sich die Portweinfabriken befinden. Der Weg ist teilweise recht steil, vor allem nahe des Flusstals, so dass es einige Fitness braucht, um denselben Weg wieder zurückzugehen. Von höheren Stockwerken hat man einen sehr schönen Ausblick auf die Stadt und das Meer und kann auch einen schönen Sonnenuntergang betrachten.

Zimmer3,0
Das Zimmer war eine "Suite" mit separatem Schlaf- und Wohnraum. Vom Eingang führte ein längerer ziemlich kahler Flur in den Wohnraum, rechts davon waren Bad und weiter hinten Schlafraum. Die Heizung funktionierte offenbar nur im Schlafraum, her wurde es schnell angenehm warm. Im Wohnraum und im Badezimmer blieb es leider unangenehm kalt. Der Wohnraum verfügte über eine große Schrankwand mit dunklen Holztüren, dahinter verbarg sich eine Pantry-Küche. Das Ganze machte eher einen klapprigen Eindruck.

Im Wohnzimmer wie im Schlafzimmer befanden sich ältere Röhren-Fernsehgeräte, die bei vielen Kanälen völlig verschneites Bild boten, also kein überwältigender TV-Genuss.

Die Steckdosen am Schreibtisch schalteten sich ab, wenn man die Schlüsselkarte aus dem Hauptschalter zog, wenn man z.B. den Laptop eingeschaltet und online lassen wollte während der Abwesenheit, musste man eine andere Karte einstecken. Leider klappt es in den meisten Hotels nicht, eine Steckodose als "Permanent-Stromversorgung" einzurichten.

Das Bettzeug war so wie man es häufig in Südeuropa findet: eine kratzige Acryl- oder Wolldecke, die von oben und unten mit einem schlichten Laken "umhüllt" wird, am Fußende unter die Matratze geschlagen - also eher "amerikanisch". Sehr ungemütlich, ziemlich schwer, denn damit es einigermaßen warm hält, muss man die Überdecke benutzen oder eine zweite Reserve-Acryldecke aus dem Kleiderschrank. Ein Duvet (Daunendecke) wäre deutlich besser und sollte als Standard auch in Südeuropa Einzug halten.

Unter dem Strich fand ich das Zimmer / Suite eher wenig einladend und eintönig. Der Wohnraum war eher leer für seine Größe.
Zimmertyp:Suite
Zimmerkategorie:Standard
Ausblick:zur Stadt

Service5,0
Das Rezeptionspersonal sprach fließend englisch und war sehr freundlich. Aufgrund der Kürze des Aufenthaltes hatte ich keine andere Service-Begegnung.

Sport & Unterhaltung3,0
Das Fitness-Center war klein und wenig einladend, da könnte man deutlich mehr tun, zumal die Aussicht von ganz oben sehr schön ist.

Hotel4,0

Tipps & Empfehlung
Wenn man in Porto ist, sollte man Portwein einkaufen. Die Destillerien wie Calem oder Sandemann oder Grahams bieten Führungen durch ihre Weinkeller und auch Weinverkostungen. In den eigenen Geschäften werden die Erzeugnisse der jeweiligen Destillerie verkauft. Wer mit einem Blick das Gesamtsortiment sehen möchte, muss sich natürlich an eine gute Weinhandlung wenden, von denen es im Stadtzentrum natürlich reichlich gibt.

Wer noch nie einen weißen Port probierte, sollte dies unbedingt tun, prima als Aperetif vor dem Essen, gekühlt und auch gern mit Eis genossen. Es gibt die weißen in sehr süß (Tränentropfen genannt), Medium Dry und Very Dry bzw. Extra Dry. Auch "sehr trocken" hat Port immer noch viel Restsüße, was mit dem Produktionsprozess zusammenhängt, wobei die Gärung mit Aufspritung durch 77% Alkohol auf gesamt 19 bis 22% unterbrochen wird.

"Ruby" sehr dunkelrot, sehr süß und fruchtig, nach dem Öffnen nicht lange haltbar. Tawny (der "Lohfarbene"), länger im Fass gelagert, also oxidiert, lange haltbar auch nach dem Öffnen der Flasche und mit fein-würzigen Aromen nach Holz, Trockenfrucht, Gewürzen, ideal NACH dem Essen.

Wenn man Glück hat, findet man seinen Geburtsjahrgang unter Vintage, also Jahrgangsweinen, die lange im Fass gelagert und zum Höhepunkt ihrer Geschmacksentwicklung auf Flaschen gezogen wurden. Für einen Wein mit ca. 50 Jahren sind gut 200 EUR fällig. Der älteste Wein, den ich jemals in einem Geschäft in Porto sah, war von 1937 und kostete um die 750 EUR.

Wenn man Weinflaschen vernünftig packt, kann man einige davon im Koffer unterbringen - man achte auf das Gewicht, sonst wird's evtl. doch noch teuer beim Abflug - am besten Platz und Gewicht berücksichtigen schon bei der Abreise von zu Haus und eine kleine Kofferwaage mitbringen. Zwei Weinflaschen kann man z.B. sehr gut in ein Paar Jeans einwickeln, jeweils eine Flasche pro Hosenbein: rechte Flasche mit Hals nach rechts, linke mit Hals nach links, aufrollen und mit dem Rumpfteil der Hose zusammenpacken. Die Flaschen müssen lediglich gesichert sein gegen Aneinanderschlagen und direkte Berührung der Kofferwandung - am besten Hartschale benutzen. So habe ich schon 8 Flaschen in EINEM Koffer nach Haus gebracht, ohne dass es Scherben gab.

Vor dem Abflug vom Flughafen OPO bitte ausreichend Zeit mitbringen, denn man kann am Flughafen hervorragend im Weinsortiment des Duty-Free-Geschäfts stöbern und findet einen sehr guten Querschnitt durch das gesamte Spektrum. Die Preisvorteile sind immens: ein guter Tawny, den ich am Flughafen OPO für 20 EUR sah, kostete in deutschem Feinkosthandel locker 36 EUR. Die Basisqualitäten findet man durchaus schon für 6 bis 8 EUR auch in den Supermärkten Portos, während sich der Duty Free am Flughafen schon auf etwas gehobenere Qualitäten konzentriert. Dennoch wird für jedes Budget etwas Leckeres dabei sein, und natürlich bekommt man hier Marken und Sorten, die man in Deutschland wirklich vergebens sucht.

Hotel wirkt schlechter als angegebene Hotelsterne
Preis-Leistungs-Verhältnis: Angemessen
Infos zur Reise
Verreist als:Alleinreisend
Kinder:Keine Kinder
Dauer:1-3 Tage im Januar 2015
Reisegrund:Arbeit
Infos zum Bewerter
Vorname:Volker
Alter:46-50
Bewertungen:298
NaNHilfreich