Eine Mücke sitzt auf einem Blatt.
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Ratgeber

Chikungunya im Urlaub: Das solltest Du über Mückenschutz, Übertragung und Symptome wissen

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Tropische Hitze und eine üppige Vegetation – viele Fernreiseziele sind bei Reisenden insbesondere wegen ihres warmen Klimas beliebt. Allerdings fühlen sich dort auch viele Mückenarten wohl, die bestimmte Krankheiten, wie Chikungunya, übertragen können. Chikungunya ist eine Virusinfektion, die besonders bei Reisen in tropische und subtropische Gebiete auftreten kann (1). Bei der Reiseplanung auch an den eigenen Gesundheitsschutz zu denken, ist daher wichtig. Hier erfährst Du, was Chikungunya ist und welche Präventionsmaßnahmen wichtig sind.

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Eine Mücke sitzt auf einem Blatt.
Eine Aedes-Mücke auf einem Blatt © stock.adobe.com - Milton Buzon

Was ist Chikungunya?

Das Chikungunya-Virus wird durch Stiche infizierter tagaktiver Aedes-Mücken (Gelbfiebermücke und Asiatische Tigermücke) übertragen. Typische Symptome sind plötzliches Fieber, Gelenkschmerzen, Muskel- und Kopfschmerzen, Müdigkeit sowie Hautausschlag. In der Regel treten die Symptome ein bis 12 Tage nach dem Stich einer infizierten Mücke auf und klingen nach ein paar Tagen wieder ab. Starke Gelenkschmerzen können jedoch auch Monate bis Jahre anhalten. Sehr junge und ältere Menschen, speziell Personen mit Vorerkrankungen, haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf (1,2).

Wichtig für Deine Reiseplanung: Die übertragenden Mücken stechen vor allem tagsüber.

In diesem Klima fühlen sich auch Mücken wohl © stock.adobe.com - Paulo H. Pigozzi

Wo kommt Chikungunya vor?

Letztes Jahr (Stand Oktober 2025) wurden weltweit etwa 445.000 Chikungunya-Fälle aus 40 Ländern gemeldet. Chikungunya-Virusübertragungen wurden bislang aus 119 Ländern und Gebieten gemeldet, darunter Teile Afrikas, Süd- und Südostasiens, des Indischen Ozeans, der Karibik sowie Mittel- und Südamerikas. Zu den beliebten Urlaubszielen, in denen Chikungunya gehäuft vorkommt, zählen beispielsweise Thailand, Indonesien, Sri Lanka, die Malediven, Mauritius, die Dominikanische Republik, Mexiko und Brasilien (1). 

Aufgrund des Klimawandels und der zunehmenden Ausbreitung der Überträgermücken gab es bereits in Italien und Frankreich lokale Chikungunya-Ausbrüche. Hier ist die Asiatische Tigermücke inzwischen ebenfalls etabliert. Dies trifft auch auf einige Teile Deutschlands zu, obgleich es hierzulande bislang keine lokalen Übertragungen gab (1,3,4).

Für Reisende bedeutet das: Das individuelle Risiko hängt vom konkreten Reiseziel, der Reisezeit und der aktuellen epidemiologischen Situation vor Ort ab. Daher empfiehlt es sich, vor der Reise aktuelle Gesundheits- und Reisehinweise zu prüfen, etwa die des Auswärtigen Amtes (5).

Ein Paar läuft Hand in Hand am Strand entlang. Sie tragen langärmelige Kleidung.
Lange, leichte und helle Kleidung hilft gegen Mückenstiche © stock.adobe.com - pressmaster

Prävention

So vermeidest Du Mückenstiche auf Reisen

Neben Chikungunya können die Gelbfiebermücke und Asiatische Tigermücke auch weitere Tropenkrankheiten wie Gelbfieber, Dengue oder Zika übertragen. Das Vermeiden von Mückenstichen ist daher besonders wichtig. Da diese Mücken tagaktiv sind, ist tagsüber besondere Aufmerksamkeit gefragt (1,6,7).

⁠Das Auswärtige Amt empfiehlt folgende Schutzmaßnahmen (8):

Trage möglichst helle, lange Kleidung, nutze ein geeignetes Mückenschutzmittel regelmäßig und achte darauf, auch Knöchel, Füße und andere freie Hautstellen einzubeziehen. Kleidung und Moskitonetze, wenn auch tagsüber geschlafen wird, können ebenfalls mit dafür vorgesehenen Insektenabwehrmitteln imprägniert werden.

Zimmer mit Klimaanlage und Fliegengittern an Fenstern und Türen oder ein Moskitonetz können helfen, Stiche zu vermeiden, wenn der Tag auch mal im Zimmer verbracht wird. Moskitonetze sollen sorgfältig befestigt und nach Lücken abgesucht werden. 

Gibt es Impf-Optionen?

Als weitere Maßnahme zur Prävention einer Chikungunya-Infektion stehen mittlerweile verschiedene Impfstoffe zur Verfügung (1). Ob und welcher Impfstoff im Einzelfall geeignet ist, sollte in einem persönlichen Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt oder in einer reisemedizinischen Beratung geklärt werden (9).

Eine Ärztin zeigt einer Patientin etwas auf einem Tablet.
Ein Arztgespräch hilft bei der Reisevorbereitung in tropische Länder © stock.adobe.com - Felix/peopleimages.com

Warum eine reisemedizinische Beratung sinnvoll ist

Eine reisemedizinische Beratung unterstützt dabei, Dein persönliches Risiko besser einzuschätzen. Das Auswärtige Amt informiert: "Vorsorgemaßnahmen richten sich nach Reiseziel, Jahreszeit im Reiseland, Reisedauer und Reisestil sowie nach individuellen Bedürfnissen und besonderen Aktivitäten während der Reise." (9)

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Das Wichtigste auf einen Blick
  • Chikungunya wird durch infizierte Gelbfiebermücken und Asiatische Tigermücken übertragen, die vor allem tagsüber stechen (1).
  • Die Erkrankung kommt besonders in tropischen und subtropischen Regionen vor und kann Fieber, Hautausschlag sowie starke Gelenkschmerzen verursachen (1). 

  • Wer konsequent auf Mückenschutzmittel, passende Kleidung, Moskitonetze, Fliegengitter und klimatisierte Räume achtet, kann das Risiko für Stiche verringern (8).

  • Vor Reisen in betroffene Regionen ist eine frühzeitige reisemedizinische Beratung sinnvoll. Zusätzlich sollten Reisehinweise des Auswärtigen Amtes berücksichtigt werden (9).

Literaturverzeichnis:

1. World Health Organization. Disease Outbreak News: Chikungunya virus disease. 2025. Hier verfügbar: https://www.who.int/emergencies/disease-outbreak-news/item/2025-DON581. Zuletzt aufgerufen: 06/2026.

2. European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC). Factsheet for health professionals about chikungunya virus disease (28.04.2026). Hier verfügbar: https://www.ecdc.europa.eu/en/chikungunya/facts/factsheet. Zuletzt aufgerufen: 07/2026.

3. European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC). Twelve-month Chikungunya virus disease case notification rate per 100.000 population, March 2025 to February 2026. Hier verfügbar: https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/twelve-month-chikungunya-virus-disease-case-notification-rate-100-000-4. Zuletzt aufgerufen: 06/2026.

4. European Centre for Disease Prevention and Control. Aedes albopictus - current known distribution: June 2025. Hier verfügbar: https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/aedes-albopictus-current-known-distribution-june-2025. Zuletzt aufgerufen: 06/2026.

5. Auswärtiges Amt. Aktuelle reisemedizinische Hinweise. Hier verfügbar: https://www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/reise-gesundheit/reisemedizinische-hinweise Zuletzt aufgerufen: 06/2026

6. European Centre for Disease Prevention and Control. Aedes aegypti - Factsheet for experts. Hier verfügbar: https://www.ecdc.europa.eu/en/disease-vectors/facts/mosquito-factsheets/aedes-aegypti. Zuletzt aufgerufen: 06/2026.

7. European Centre for Disease Prevention and Control. Aedes albopictus - Factsheet for experts. Hier verfügbar: https://www.ecdc.europa.eu/en/disease-vectors/facts/mosquito-factsheets/aedes-albopictus. Zuletzt aufgerufen: 06/2026.

8. Auswärtiges Amt. Schutz vor Insekten (30.03.2026). Hier verfügbar: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-gesundheit/schutz-vor-insekten/2564658. Zuletzt aufgerufen: 06/2026.

9. Auswärtiges Amt. Reisemedizinische Vorsorge (12.10.2023). Hier verfügbar: https://www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/reise-gesundheit/03-vorsorge. Zuletzt aufgerufen: 06/2026.

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