Strandurlaub
Karibik? Nein, Sardinien: Diese Traumstrände bei Cagliari musst Du gesehen haben
Stadt, Hafen und Badeziel: Cagliari ist die Hauptstadt Sardiniens – und gleichzeitig einer der besten Ausgangspunkte für einen Strandurlaub im Süden der Insel. Wer die Region erkundet, findet innerhalb weniger Kilometer Stadtstrände, geschützte Felsbuchten, weiße Sandflächen und Lagunen mit Flamingos. Unser Überblick zeigt, was die einzelnen Strände ausmacht, mit Infos zu Anfahrt und Atmosphäre.
Poetto Beach – Sardiniens längster Stadtstrand
Der Poetto ist das Wohnzimmer der Stadt – acht Kilometer feiner Sand, der sich vom Felsmassiv der Sella del Diavolo bis nach Quartu Sant'Elena zieht. Mit dem Bus vom Zentrum dauert es 15 Minuten. Die Fahrt mit dem Rad dauert knapp eine halbe Stunde, aber die Strecke entlang der Salinen ist beeindruckend.
Am Morgen gehört der Strand denen die gerne Joggen oder früh schwimmen wollen. Später wird es voller: Liegen rücken zusammen und die Bars an der Promenade füllen sich – der Poetto ist Treffpunkt, Freizeitgelände und Abendprogramm in einem. Wenn Du weniger Trubel willst, fährst Du einfach weiter Richtung Quartu, dort ist es deutlich ruhiger.
Für wen geeignet: Ideal für Familien, alle, die gerne Wassersport treiben oder am Strand joggen; und die einen lebhaften Stadtstrand mit Promenade, Strandbars und Restaurants suchen.
Calamosca – versteckte Badebucht mit echtem Karibikflair
Calamosca ist das Gegenteil von Poetto: nur 120 Meter lang, von Felsen eingerahmt, ruhig und weniger überlaufen. Direkt dahinter erhebt sich die Sella del Diavolo – der markante Fels, der das Meer überragt und von dem aus ein Wanderweg entlang der Klippen startet. Das Wasser ist klarer als am Stadtstrand, ideal zum Schnorcheln.
Mit dem Bus erreichst Du die Bucht vom Zentrum aus in rund 20 Minuten, mit dem Auto geht es noch schneller. Der Strand besteht aus grobem Sand und Kies, Badeschuhe sind sinnvoll. Es gibt einen kleinen Kiosk. Direkt daneben ist der berühmte Teufelssattel, ein Felsvorsprung, der seinen Namen einer Legende verdankt: Luzifer soll hier um die Bucht gekämpft haben. Erzengel Michael warf ihn aus dem Sattel, der zu Stein wurde und seither Sella del Diavolo heißt. Unter Dir erstreckt sich der sogenannte Golf der Engel.
Für wen geeignet: Optimal für alle, die eine ruhige, geschützte Badebucht mit kristallklarem Wasser suchen – perfekt zum Schwimmen, Schnorcheln und Entspannen fernab des Trubels.
Cala Fighera – Natur pur statt Liegestuhl
Cala Fighera ist eine Art wilde Nachbarin von Calamosca. Du erreichst die Bucht zu Fuß über einen Pfad. Das dauert nur knapp fünf Minuten, doch festes Schuhwerk ist dabei Pflicht. Du musst auch wissen, dass es hier weder Liegen noch Strandbar oder Kiosk gibt. Der Strand ist gerade mal 80 Meter lang, besteht aus Steinen und glattem Fels. Das Meer fällt steil ab. Gut zum Schnorcheln, jedoch nichts für Kleinkinder oder unsichere SchwimmerInnen.
Cala Fighera ist bei FKK-Fans aufgrund der Abgeschiedenheit beliebt. Unbedingt Trinkwasser und Sonnenschutz mitnehmen.
Für wen geeignet: Perfekt für alle, die abgelegene Buchten, spektakuläre Felslandschaften und glasklares Wasser lieben – toll zum Schnorcheln, Sonnen auf den Felsen und für einen ruhigen Badetag inmitten der Natur.
Mari Pintau – einer der schönsten Strände Südsardiniens
Klares Wasser an der Küstenstraße
Mari Pintau bedeutet auf Sardisch gemaltes Meer. Wer die Küstenstraße Richtung Villasimius fährt, versteht den Namen sofort, wenn der Strand rund 23 Kilometer östlich von Cagliari auftaucht. Das Wasser wechselt von transparentem Türkis an der Uferlinie zu tiefem Kobaltblau weiter draußen.
Der Strand selbst besteht aus Kieseln und glattem Granit – Badeschuhe sind sinnvoll. Das Wasser ist hier besonders klar und der Meeresboden sandig. Hier kannst Du auch schnorcheln. Es gibt einen Kiosk, Liegestühle und Duschen. Ideal für einen kurzen Küstenstopp.
Für wen geeignet: Ideal für alle, die kristallklares, türkisblaues Wasser und eine naturbelassene Kulisse genießen möchten – perfekt zum Schwimmen, Schnorcheln und für einen entspannten Strandtag.
Geremeas – Traumstrand für Groß und Klein
Die Bucht von Geremeas ist drei Kilometer lang und gliedert sich in mehrere Abschnitte mit unterschiedlichen Namen: Kal'e Moru im Westen mit grobem Sand und einem kleinen Riff zum Schnorcheln. Dann Geremeas mit hellem, etwas gröberem Sand und schließlich Baccu Mandara im Osten, ruhiger und feinerer Sand. Das Meer wird hier relativ schnell tief, weshalb sich die Bucht zwar gut zum Schwimmen, aber weniger für kleine Kinder eignet.
Ab Cagliari brauchst Du mit dem Auto rund 35 bis 45 Minuten auf der SP17. Bars, Liegenverleih, Restaurants und Parkplätze sind vorhanden. Wer einen ganzen Tag am Meer plant, ist hier besser aufgehoben als an den kleineren Buchten der Küste – mehr Platz, mehr Schatten durch die Eukalyptusbäume dahinter und mehr Auswahl.
Für wen geeignet: Familien und alle, die einen ruhigen Sandstrand mit flach abfallendem, klarem Wasser suchen, werden hier fündig – perfekt zum Schwimmen, Sonnen und für einen entspannten Strandtag.
Porto Giunco
Heller Sand, Flamingos und Aussichtsturm
Porto Giunco liegt bei Villasimius, rund eine Stunde von Cagliari – zu weit für einen kurzen Stopp, aber ein lohnender Tagesausflug. Der Sand hat einen leichten Rosaton, weil Granitfragmente enthalten sind. Das Wasser bleibt lange flach und klar, dahinter trennt eine schmale Sandlandzunge das offene Meer von der Lagune Stagno di Notteri. Hier leben das ganze Jahr über Flamingos. In der Lagune leben das ganze Jahr über Flamingos. Im Frühsommer kannst Du sie dort mit etwas Glück bei der Aufzucht ihres Nachwuchses beobachten.
Vom Strand führt ein kurzer Pfad hinauf zum Torre di Porto Giunco, einem spanischen Wachturm aus dem 16. Jahrhundert. Von dort siehst Du gleichzeitig das Meer, die Lagune und die Küste – einer der wenigen Aussichtspunkte, wo sich Strand und Landschaft so deutlich überblicken lassen. Achtung: In der Hauptsaison wird es schnell voll, Parkplätze kosten rund zehn Euro.
Punta Molentis – Karibikfeeling zwischen Felsen und türkisblauem Meer
Halbmondbucht mit Granitfelsen: Punta Molentis liegt kurz vor Villasimius, rund eine Stunde von Cagliari. Der Sand ist fein und weiß, das Wasser flach und klar – die Bucht ist von zwei Seiten von Granitfelsen eingefasst und natürlich windgeschützt. Selbst wenn anderswo um Villasimius das Meer aufgewühlt ist, bleibt es hier ruhig. Das macht die Bucht gut zum Schnorcheln an den Felsrändern und zum Stand-up-Paddeln.
Seit 2026 gelten strenge Regeln für den Strand, der als einer der schönsten der Insel gilt: Der Eintritt kostet zehn Euro pro Person, eine Reservierung ist Pflicht. Eigene Sonnenschirme dürfen nur Familien mit Kindern unter zehn Jahren und Personen über 65 aufstellen. Hintergrund ist ein schwerer Waldbrand im Juli 2025, der Strand und Vegetation stark beschädigte. Da sich die Regeln kurzfristig ändern können, prüfe vor Deinem Besuch die Website der Gemeinde Villasimius.
Für wen geeignet: Optimal für alle, die einen der schönsten Strände Sardiniens erleben möchten – schön zum Schwimmen, Schnorcheln und Genießen der spektakulären Landschaft mit weißem Sand, Granitfelsen und türkisblauem Wasser.
Su Giudeu – Sardiniens Bilderbuchstrand
Strand- und Inselglück
Su Giudeu liegt bei Chia an der Südküste, rund eine Stunde von Cagliari. Der Sand ist fein und cremefarben und über 1,2 Kilometer lang. Das Wasser wechselt seine Farbe von Smaragdgrün bis Türkis und der Meeresboden fällt so flach ab, dass Du weit hinauswaten kannst. Nur 100 Meter vom Ufer entfernt liegt das Wahrzeichen: die kleine Felsinsel Su Giudeu. Du kannst sie durch das seichte Wasser zu Fuß erreichen.
Hinter dem Strand breitet sich der Stagno di Spartivento aus – eine Brackwasserlagune mit Schilf, Wacholder und Wasservögeln. Vorne das Meer, hinten die Lagune: Su Giudeu hat zwei Seiten. Im Sommer gibt es hier Strandbars sowie Liegen- und Schirmverleih. Früh kommen lohnt sich, besonders im August.
Für wen geeignet: Wer feinen weißen Sand, kristallklares Wasser und eine spektakuläre Naturkulisse genießen möchten, ist hier richtig – ideal zum Schwimmen, Schnorcheln und für alle, die mit etwas Glück Flamingos in der angrenzenden Lagune beobachten wollen.