Die Donaumetropole zählt zu den gefragtesten Destinationen in Europa. © arcady_31/iStock via Getty Images
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Höhere Ortstaxe

Wien-Besuch wird teurer: Ortstaxe steigt auf Rekordniveau

Übernachtungen in der Donaumetropole Wien werden merklich kostspieliger. Die österreichische Hauptstadt erhöht ihre Nächtigungsabgabe – offiziell als Ortstaxe bezeichnet – in zwei Stufen erheblich.

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Plague Column or Trinity Column in Vienna, Austria
Wiener Pestsäule, Altstadt Wien ©getty-802263596

Ortstaxe steigt schrittweise auf acht Prozent

Seit 1. Juli dieses Jahres beträgt der Satz fünf Prozent, ab 1. Juli 2027 steigt er auf acht Prozent. Zuvor lag die Abgabe bei 3,2 Prozent. Die Berechnung erfolgt laut Stadt Wien auf Basis des Entgelts für die Unterkunft, jeweils exklusive Umsatzsteuer und Frühstück – maßgeblich sind somit die reinen Kosten für die Übernachtung.

Anfangs war eine noch drastischere Anhebung im Gespräch: Vorgesehen war ein Anstieg auf 8,5 Prozent bereits ab Dezember 2025. Nach Widerstand aus der Tourismusbranche lud Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) zu Gesprächen mit Wirtschaftskammer und Hotellerie ein. Das Ergebnis ist die nun beschlossene gestaffelte Lösung – zeitlich verzögert, moderater und aufgeteilt in zwei Phasen.

Wien lockt jährlich Millionen von Menschen mit seinen Schlössern und mondänen Parkanlagen. Warst Du schon dort? © iStock via Getty Images/SCStock
Wien lockt jährlich Millionen von Menschen mit seinen Schlössern und mondänen Parkanlagen. Warst Du schon dort? © iStock via Getty Images/SCStock

Warum Wien die Ortstaxe deutlich erhöht

Novak verweist auf steigende Aufwendungen für Infrastruktur und Dienstleistungen. Über 80 Prozent der Nächtigungsgäste stammten aus dem Ausland, daher sei es angemessen, auch Touristen an den Kosten zu beteiligen. Die Stadt verwendet die Einnahmen nach eigenen Aussagen unter anderem für die Gestaltung der Bereiche vor den Unterkünften, Parks und Grünanlagen, den öffentlichen Nahverkehr sowie das kulturelle Angebot und die Infrastruktur als Kongressstadt.

Der finanzielle Bedarf ist gegeben, denn die Donaumetropole verzeichnet einen enormen Zuwachs als Destination. Die jährlichen Nächtigungen kletterten zwischen 2005 und 2025 von etwa 8,8 auf circa 20,1 Millionen. Attraktionen wie Schloss Schönbrunn, der Stephansdom, die traditionellen Kaffeehäuser und klassische Musikveranstaltungen locken ein wachsendes Publikum an.

Die Tourismusbranche und Hotels bewerten die Maßnahme skeptisch. Sie verweisen auf bereits existierende finanzielle Belastungen durch Energiekosten, Löhne und Nahrungsmittel und befürchten, weitere Abgaben könnten die Wettbewerbsfähigkeit der Destination beeinträchtigen. Mit acht Prozent gehört Wien ab 2027 zu den Metropolen mit der höchsten prozentualen Nächtigungsabgabe in Europa – lediglich Amsterdam verlangt mehr (12,5 Prozent).

Auf dem Naschmarkt findest Du Köstlichkeiten aus Wien und aller Welt.  © iStock via Getty Images/travelview
Auf dem Naschmarkt findest Du Köstlichkeiten aus Wien und aller Welt. © iStock via Getty Images/travelview

Auch andere Städte erhöhen die Tourismusabgabe

Mit dieser Maßnahme steht die Hauptstadt nicht isoliert da. Auch weitere österreichische Tourismusorte passen ihre Abgaben nach oben an. Innsbruck erhöhte die Taxe bereits Mitte 2025 auf drei Euro pro Nacht, im Mai 2026 folgte eine weitere Anhebung auf vier Euro. In Salzburg kletterte die Nächtigungsabgabe Anfang 2025 zunächst von 1,70 auf 1,80 Euro und wurde dann zum 1. Mai 2025 auf 3,50 Euro angehoben, beinhaltet seither aber auch eine obligatorische Mobilitätsabgabe. Als Ausgleich dazu: Mit dem inkludierten "Guest Mobility Ticket" steht Gästen während des Aufenthalts die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Salzburger Land offen.

Für TouristInnen bedeutet dies: Ein Blick auf die Zusatzkosten vor der Reservierung wird immer wichtiger. Die Höhe der Abgabe variiert bei prozentualer Kalkulation je nach Zimmerpreis und wird üblicherweise direkt durch die Unterkunft eingehoben.

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Quelle: spot on news