Strandurlaub
Diese versteckten Strände zeigen Fuerteventura von seiner schönsten Seite
Fuerteventura ist bekannt für lange Sandstrände, perfekte Surfspots und sonnenreiche Wintermonate. Doch jenseits der bekannten Urlaubsorte wie Corralejo, Costa Calma oder Morro Jable verstecken sich Strände, die einsamer, ursprünglicher und oft nur mit etwas Abenteuerlust erreichbar sind. Ob wilde Atlantikküste oder ruhige Badebucht – diese acht Strandperlen zeigen Dir Fuerteventuras stillere Seite. Mit dabei: Infos zu Anfahrt, Parken und was Du vor Ort erwarten kannst.
Fuerteventura: Meistgebuchte Strandhotels
Alle anzeigenPlaya de Esquinzo (Westküste, bei El Cotillo)
Weite, Wind und Wellen
Nur wenige Minuten südlich von El Cotillo beginnt eine Reihe rauer Naturstrände. Einer davon ist die Playa de Esquinzo. Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Strand im Süden! Hier an der Westküste findest Du ein langgezogenes Küstenstück mit hellem Sand, dunklen Felsen und kräftigem Wellengang. Die Zufahrt erfolgt über eine Schotterpiste, ein robuster Mietwagen ist empfehlenswert. Parken kannst Du am Straßenrand auf der Klippe, von dort führt ein kurzer Pfad hinunter zum Strand. Infrastruktur gibt es keine – dafür viel Platz, selbst in der Hauptsaison. Besonders beliebt bei SurferInnen und allen, die sich nach Weite und Wildheit sehnen.
Playa de Jarugo
Unberührt und fast vergessen
Playa de Jarugo liegt westlich von Tindaya – ein wenig bekannter Strand, der selbst in der Hochsaison oft menschenleer bleibt. Die Anfahrt führt über eine staubige Piste, ein Allradfahrzeug ist nicht zwingend nötig, aber hilfreich. Geparkt wird direkt hinter dem Strand, der von dunklen Felsen eingerahmt wird und durch seinen feinen, goldgelben Sand überrascht. Es gibt keine Infrastruktur, keine Schattenplätze – also gut vorbereiten und alles Nötige mitbringen. Wegen starker Strömungen ist Schwimmen nur bei ruhigem Meer ratsam. Dafür ist Jarugo ein idealer Ort zum Abschalten, mit einem Panorama, an das Du Dich noch lange erinnern wirst.
Playa del Águila (auch Playa de Garcey)
Holprige Anfahrt, wilde Brandung
An der wilden Westküste, südlich von La Pared, liegt der Playa del Águila – auch bekannt als Playa de Garcey. Bekannt wurde der Ort durch das Schiffswrack der „American Star“, das hier einst strandete. Heute erinnert nur noch die Geschichte daran. Der Strand selbst ist weitläufig, einsam und umgeben von karger Landschaft. Die Piste zur Bucht ist teils holprig, parken kannst Du direkt oberhalb. Hinunter geht’s über einen schmalen Weg. Es gibt keine Versorgung vor Ort, aber viel Platz und raue Schönheit. Wegen der Brandung ist der Strand eher etwas zum Spazieren und Schauen als zum Baden.
Playa de los Ojos (bei Cofete)
Klein, schwer zugänglich – und eindrucksvoll
Wer schon mal an den spektakulären Strand von Cofete gefahren ist, weiß: Die Anreise ist abenteuerlich. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, landet bei Playa de los Ojos – einer winzigen Bucht unterhalb der Steilküste. Vom Parkplatz am Mirador del Barranco de los Canarios führt ein steiler, aber machbarer Pfad hinunter zur Bucht. Der Sand ist hell, das Wasser klar, und in den Fels eingelassen findest Du eine kleine Höhle. Du bist hier oft allein – keine Infrastruktur, nur das Meer und der Wind. Bitte beachte: Oft hast Du hier aufgrund der abgeschiedenen Lage auch keinen Handyempfang. Baden solltest Du unbedingt nur bei ruhigem Wasser, bei Wellengang kann es schnell gefährlich werden.
Playa de la Solapa
Wellenkino mit schwarzem Sand
Etwa 20 Minuten südlich von La Pared liegt Playa de la Solapa: ein dunkler, breiter Naturstrand, umrahmt von Klippen und fast immer mit kräftiger Brandung. Die Schotterstraße ist relativ gut befahrbar, Parkmöglichkeiten gibt es oberhalb des Strands. Eine Treppe führt hinunter. Unten angekommen, erwartet Dich schwarzer Sand, oft durchzogen von hellen Muschelschichten – ein faszinierendes Farbspiel. Infrastruktur? Fehlanzeige. Auch das Baden ist aufgrund der Strömungen und der kräftigen Wellen hier nicht empfohlen und kann schnell gefährlich werden. Dafür aber findest Du einen echten Kraftort mit dramatischer Kulisse. Wer einfach nur sitzen und aufs Meer schauen will, findet hier den passenden Platz und ganz viel Ruhe.
Fuerteventura mit dem Mietwagen erleben


Caleta de la Madera (bei Majanicho)
Ruhepol für Individualisten
Zwischen Corralejo und El Cotillo liegt das winzige Fischerdorf Majanicho – ein Ort, der aussieht, als sei die Zeit stehen geblieben. Von hier führt eine Piste entlang der Nordküste zu mehreren kleinen Buchten, darunter die Caleta de la Madera. Der Strand selbst ist eine Mischung aus Sand, Kies und Fels – keine Badewanne, aber perfekt zum Sonnen, Lesen und Durchatmen. Parken kannst Du direkt oberhalb, viel los ist selten. Auch hier findest Du keine Infrastruktur und keine Restaurants. Denke also an Proviant, Sonnenhut und Sonnencreme, damit Du die Zeit an diesem außergewöhnlichen Ort so richtig genießen kannst.
Playa del Viejo Rey
Bekannt, aber nie überlaufen
Der Playa del Viejo Rey bei La Pared ist vielleicht der bekannteste Strand in dieser Liste – aber durch seine Größe und die kräftige Atlantikbrandung bleibt er angenehm unberührt. Vom Ort aus erreichst Du den Strand über eine kurze Stichstraße. Es gibt ein paar Parkplätze und in der Nähe eine Surfschule mit kleiner Bar – das war’s. Ansonsten: viel Sand, viel Platz und perfekte Wellenkulisse. Gerade abends ist der Spot spektakulär, wenn die Sonne im Meer versinkt. Ein Lieblingsplatz für viele und doch nie überfüllt. Wie fast überall an der rauen Westküste gilt: Bitte nicht schwimmen! Wegen der starken Unterströmung ist das viel zu gefährlich.
Playa de Pozo Negro
Authentisch, abgeschieden – und anders
Im Südosten der Insel, abseits der Touristenpfade, liegt der kleine Fischerort Pozo Negro. Schon die Anfahrt fühlt sich wie ein Zeitensprung an: Eine schmale Straße schlängelt sich durch eine schwarze Vulkanlandschaft, dann tauchen ein paar weiß getünchte Häuser auf – und direkt davor ein Strand, wie man ihn kaum noch findet. Statt feinem Sand erwartet Dich hier ein Mix aus dunklen Kieselsteinen und Lavafelsen, eingerahmt von einem kleinen Fischerhafen. Parken kannst Du direkt im Ort, es gibt eine Handvoll Lokale, die einfache, frische Küche servieren. Der Strand selbst ist ruhig, das Wasser meist klar, aber der Einstieg etwas steinig – Badeschuhe sind sinnvoll. Wer keinen Wert auf Postkartenkulisse legt, sondern Fuerteventuras rauere Seele spüren will, ist hier genau richtig.