• SeeteufelX
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    geschrieben 1251391623000

    Neulich im TAGESSPIEGEL gelesen:

    Hotels haben kein Geld für Renovierung

    Der Tourismus in Brandenburg hat mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Besonders die Regionen Fläming, Havelland und Potsdam gehören zu den Verlierern.

    Potsdam - Der Brandenburger Tourismus wird in diesem Jahr nicht an die 2008 erreichte Rekordzahl von rund zehn Millionen Übernachtungen in Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen anknüpfen können und stattdessen auf das Niveau von 2007 zurückfallen. Nach dem am Mittwoch vom Ostdeutschen Sparkassenverband vorgestellten Tourismusbarometer mussten die Betriebe in den ersten fünf Monaten wegen der Krise einen Rückgang an Übernachtungen um 2,8 Prozent hinnehmen. Das ist Platz sechs aller Bundesländer. Zulegen konnten dagegen Thüringen (plus 1,7 Prozent), Berlin (ein Prozent) sowie minimal auch Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg

    Viele Betriebe spüren die Zurückhaltung vieler Unternehmen bei Tagungen. Leidtragende sind laut Tourismusbarometer vor allem das am südwestlichen Berliner Stadtrand gelegene Reisegebiet Fläming, wo die Übernachtungszahlen zwischen Januar und Mai um 12 Prozent zurückgingen. Auch das Havelland (minus 9,6 Prozent) und Potsdam (minus 6,2 Prozent) gehören zu den Verlierern. Die hier ansässigen Hotels leiden insbesondere unter der starken Konkurrenz aus Berlin. „Viele Firmen und auch Privatpersonen hantieren mit den niedrigen Hotelpreisen der Großstadt“, erzählte der Chef eines Potsdamer Hotels. „Die stehen dann auf dem Standpunkt, dass es außerhalb Berlins noch billiger sein müsse. Sie kämen ja schließlich extra deswegen nach Brandenburg.“

    Auf „dramatische“ Folgen dieser Entwicklung machte einer der Autoren der Studie, Manfred Zeiner, aufmerksam. „Die Umsatzrendite in der Brandenburger Gastronomie ist auf wirtschaftlich kaum tragfähige 3,8 Prozent gefallen, notwendig wären 13 Prozent.“ Viele Betriebe würden deshalb rote Zahlen schreiben und kein Geld für Investitionen mehr haben. „Im Schnitt stecken Restaurants und Hotels pro Jahr hierzulande nur 2500 Euro in die Renovierung – in Mecklenburg-Vorpommern ist es das Doppelte“, sagte Zeiner.

    Doch auch am Personal müssen immer mehr Betriebe sparen. „Eine gut ausgebildete Vollzeitkraft wird durch mehrere Teilzeitkräfte auf 400-Euro-Basis ersetzt, was zu erheblichen Qualitätseinbußen führt“, meinte der Fachmann. Vor allem ausländische Gäste, deren Zahl um rund ein Fünftel zurückging, suchten aber oft eine gehobene Gastronomie. Doch gerade einmal 26 Restaurants gehören zur gehobenen Gastronomie, das sind 0,5 Prozent aller Betriebe.

    Die Gewinner des Tourismusjahres kommen aus dem südöstlich an Berlin grenzenden Dahme-Seengebiet (plus sieben Prozent), der Uckermark (plus vier) und dem Oder-Spree-Seengebiet (0,1). Hier schätzen die Touristen die vielen Angebote rund ums Wasser und für Radfahrer. Claus-Dieter Steyer 

    (Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 20.08.2009)

  • Holzmichel
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    geschrieben 1251400193000

    Hallo,

    sicher, die Lage ist durch die Krise nicht besser geworden.

    Viele Unternehmen halten sich bei Tagungen zurück bzw. wählen die Hotels gezielter aus.

    Und genauso ist es bei den privaten Touris, meist ja Kurzzeitaufenthalte.

    Da sucht man sich eben Regionen, die alles beinhalten zum guten Preis.

    Und leider hat da z.B. der Fläming - so schön er auch ist - gerade in Verbindung mit der Seenlandschaft weniger zu bieten.

    Die Hotelerie in den betroffenen Gebieten muss neue Ideen entwickeln, wie sie wieder mehr Gäste anzieht. Besonders attraktiv sehe ich z.B. das Holen der Wochenendurlauber aus Berlin heraus. Also raus aus der Stadt.

    Etwas irritiert bin ich im Beitrag von der Aussage, dass die Berliner Konkurrenz mit Billigpreisen die Kunden abzieht.

    Ich kann das nicht erkennen, dass man z.B. in einem Berliner Hotel billiger kommt, als in einem vergleichbaren Hotel beispielsweise in Beelitz ????

    Mögen Einzelfälle sein, aber generell sehe ich das nicht als das Problem des Umsatzeinbruches der genannten Gebiete, denn wer direkt in der Mitte Berlin ein Hotel nimmt, der will die Stadt erleben, aber nicht die Natur drumherum.

    Heisst also, dass dieser Touri sowieso nicht im Fläming gebucht hätte, wenn er Berlin erleben will !! 

    Trotzdem, schwierige Lage für die Hotellerie und Gastronomie in diesen genannten Regionen.

    Wird deshalb Zeit, dass wir selbst wieder mal in diese Gebiete fahren.

    mit Gruss

    Erwin

  • SeeteufelX
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    geschrieben 1251413754000

    Dieses Wochenende im Angebot: "****** bei Nacht" und "Rund um Lenin". Mehr dazu auf der Tourismusseite: http://www.reiseregion-flaeming.de/

    Gute Fremdenverkehrswerbung sieht anders aus. 

  • Holzmichel
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    geschrieben 1251416380000

    @SeeteufelX sagte:

    Gute Fremdenverkehrswerbung sieht anders aus. 

     

    Da stimme ich Dir voll zu !

    Mit solchen Aktionen zieht man vielleicht einige "Freaks" (zähle mich da auch etwas dazu, die ****** hätten mich schon interessiert - nur von meiner Frau bekäme ich da aber gleich zwei rote Karten ! :laughing: ).

    Aber den gut zahlenden Kurzurlauber, z.B. wanderfähige Rentnerpärchen oder Familien mit Kindern, die mal eine Woche Radfahren wollen, auf einen Ponyhof oder sonstwas oder eben die stressgeplagten Grossstädter, die in ruhiger Natur mit etwas schönem Wellness einfach mal abschalten wollen, die holt man mit solchen Angeboten nicht aus Berlin raus.

    Nee, so wird das natürlich nix - zumal es in Berlin auch tolle Bunkertouren gibt !

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