• Pesche
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    geschrieben 1467556470000

    In den HC Foren haben exotische Länder und Destinationen in Fernost, Fernwest und Fernsüd Hochkonjunktur. Tag für Tag neue, zugegeben, vielmals interessante und hilfreiche Informationen und Erlebnisberichte. Mit grossem Bedauern nehme ich allerdings zur Kenntnis, Frankreich fristet weit abgeschlagen ein Stiefmütterchen Dasein und ich stelle etwas ketzerisch die Frage:

    Welches Ferienland ist das schönste der Welt?

    Die Meinungen betreffend diese Frage gehen diametral auseinander, wenn ich so die Statements der HC Foren Community konsumiere. Als ehemaligen beruflich rund um die Kugel tätigen Projektingenieur, der geschäftlich und privat rund 80 Länder bereist hat, hat jedes Land seine Reize und man findet abseits der überlaufenen Touri“ Destinationen mit AI Angeboten bis zum geht nicht mehr, auch immer wieder kleine Perlen.

    Aber Frankreich ist aus meiner Perspektive nun mal ohne wenn und aber, das schönste Ferienland der Welt. Das fängt bereits mit der Sprache an, weiter über Speis & Trank der Spitzenklasse, die kulinrische Geniesser immer wieder aufs Neue begeistern bis zu der von den Franzosen gepflegten französischen Lebensart „le savoir-vivre“!

    Mein Tipp: Via das Burgund, schon wegen den weltweit bekannten herrlichen Tropfen eine Reise wert, weiter via Orleans an den Atlantik. Die Normandie und die Bretagne muss man einfach bereisen. Am besten immer wieder! Ich verzichte auf eine Auflistung der unzähligen sehenswerten Orte zwischen Le Havre und St. Malo. Wir fahren einfach los und legen dort, wo es uns gefällt, einen Stopp ein. Nicht selten wird dann aus einem eintägigen Stopp ohne jegliche Vorwarnung plötzlich eine Woche. Der Ehrlichkeitshalben muss ich allerdings gestehen -- Schuld ist auch die exzellente regionale Küche und der Apfelsaft, respektive ein mindestens 10 jähriger Calvados!

    Weiter geht es dann in die Bretagne. Hier gilt dasselbe wie in der Normandie. Ich verzichte auf eine Aufzählung der Orte zwischen St. Malo und St. Nazaire. Entlang der Küste und/oder dem Landesinnern, jede Route hat ihren Reiz. Und die kulinarischen Köstlichkeiten in den Herbergen und in den Restaurants, nebst Fisch und Meeresfrüchten -- oh, la, la!

    Anschliessend geht es dann weiter via das pittoreske Hafenstädtchen Les Sables D’Ollon, Richtung Bordeaux. Wie schon im Burgund, allein schon dank den Chateau-Weinen immer wieder eine Reise wert. Jetzt noch kurz einen Abstecher nach Arcachon mit den einmaligen Austernzuchten und den weltbekannten Dünen von Pilat. Bei meiner Frau und mir kommt jetzt in der Regel Sehnsucht nach den wärmeren Mittelmeerregionen auf. Also, nach einem letzten Schluck “Bordeaux”, weiter an den Golfe du Lion in unser Lieblingsstädtchen Agde.

    Anschliessend ist die traumhafte Camargue angesagt. Mit Übernachtungen in den obligaten Pferde-Hotels in der Nähe von Stes-Maries de-la-Mer. Anstelle der 1 PS Transportmittel kann auch der Pkw für Expeditionen in die nähere und weitere Umgebung benutzt werden! Unbedingt den regionalen Sandwein “vin de sable” ausprobieren.

    Jetzt steht noch als Höhepunkt die Côte d’Azur auf dem Programm. Via Marseille und dem kleinen Fischerstädtchen Sanary, unweit von Toulon, hinein in die Provence. Auch hier gilt,dieses Fleckchen Erde ist fast zu schön um wahr zu sein -- nur nicht während den Touristen-Invasionen im Juli/August! Mein Tipp: St-Tropez & Co besucht man im Winter! Zum Abschluss einer Frankreichreise noch eine herrliche “Bouillabaisse“, begleitet mit einem süffigen Côtes de Provence und dann über die kurvige Route Napoleon via Sisteron und Grenoble heimwärts. Ist die Urlaubskasse noch nicht völlig geplündert, kann noch ein Stopp in meinem CH-„Heimatländli“ eingelegt werden. Aber Vorsicht: Viele Schweizer können sich in unserem „Ländli“ keine Ferien mehr leisten und weichen deshalb zähneknirschend in die Karibik & Co aus!

    Viel Vergnügen auf diesem „Reisli“, für das wir als nicht mehr im Berufsleben stehende "Gruftis", auch schon mehrere Wochen eingeplant haben!

    Pesche

    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!
  • Malini
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    Verwarnt
    geschrieben 1467560851000

    Warum benutzt du nicht diesen Thread weiter Hommage an Frankreich! :?

    Stay hungry. Stay foolish. (Steve Jobs)
  • Starliner
    Dabei seit: 1170720000000
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    geschrieben 1467564953000

    @pesche

    und den Franzosen drücke ich heute Abend beim Fussballspiel auch noch die Daumen!!!

    Ist ja schon beinahe "ungehörig"... ;)

    Grüsse aus Berlin

    Don`t worry - be happy...!
  • Pesche
    Dabei seit: 1096588800000
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    geschrieben 1467636102000

    @Starliner

    Auch ich habe gestern den Franzosen mit Erfolg den Daumen gedrückt. Das nicht ganz unwesentliche Problem ist nur, soll ich am Donnerstag nun den Franzosen oder den Deutschen den Daumen drücken. Mein Herz schlägt für Frankreich, mein Familienverstand für Deutschland. Unser Schwiegersohn, ein begeisterter Fussballfan aus deutschen Landen, wird dieses Spiel in unserer Sommerresidenz am See, sprich Villa auf Rädern, also Mobilhome verfolgen und ist wie ich auch ein wenig frustriert, dass ein EM Finalspiel zwischen Deutschland und der „Fussballgrossmacht!“ Schweiz, respektive Suisse, einmal mehr ein Traum bleiben wird! :(  

    Pesche

    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!
  • Starliner
    Dabei seit: 1170720000000
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    geschrieben 1467932655000

    Allez les bleus!!!!

    Jeder selbsternannte deutsche  "Experte" WUSSTE ja schon wie hoch Deutschland  (wieder mal) gewinnt....Hommage an Frankreich und Gratulation den Franzosen!!!!

    Grüße vom Niederrhein

    Don`t worry - be happy...!
  • Kourion
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    geschrieben 1467970404000

    Eng verbunden mit beiden Ländern saß ich gestern recht entspannt vor dem Fernseher. Ich hab's beiden gegönnt - also... möge der Glücklichere oder Bessere gewinnen.

    Nun sind es die Gastgeber, und ja, ich habe mich für sie gefreut.

    Und ich drücke ihnen auch fürs Finale ganz fest die Daumen.

    Ansonsten... ich war im letzten Dezember nach vielen Jahren wieder einmal im Gers - einem "vergessenen" Teil des Landes. Von der Landwirtschaft geprägt, lange Zeit verkehrstechnisch doch recht abgeschnitten, hatte man früher das Gefühl, dass die Zeit dort stehengeblieben war / stehenblieb.

    Nun stellte ich letztes Jahr fest, dass sich nicht nur in der einzigen "großen" Stadt des Gers (Auch) so einiges verändert hatte sondern auch in einigen kleinen Örtchen / Dörfern - südlich von Auch, Richtung Pyrenäen.

    Und da das Mikroklima uns Sonne und Wärme auch im Dezember bescherte, haben wir dort eine sehr schöne Woche verbracht. (Geflogen wurde bis Toulouse, mit Eurowings. Diese Airline bedient die Strecke sehr regelmäßig z. B. ab Hamburg.)

    Es lohnt sich übrigens auch, ab Auch die D929 südlich Richtung Pyrenäen zu fahren - über Seissan, Castelnau-Magnoac, Lannemezan, Barthe-de-Neste, Saint-Lary (schon in den Pyrenäen / Skistation), Aragnouet und dann über die D173 durch den Tunnel d'Aragnouet kurz nach Spanien. ;)

    Möchte man nicht durch die Pyrenäen / über Saint Lary fahren, kann man z. B. ab Lannemezan die A64 westlich nach Tarbes, Pau, usw. nehmen. Auch nett. Ist aber ein wenig schade, da gerade die Strecke durch die Pyrenäen auf der frz. Seite eine sehr schöne ist.

    Ok, der Gers ist kein touristisches Highlight, ist auch nicht touristisch ausgerichtet - abgesehen von den Ski-Stationen in den Pyrenäen, darunter Saint Lary.

    Der Gers ist die Heimat des d'Artagnan (sieht man in Auch). Weiterhin des foie gras, des Armagnac, des Floc de Gascogne - die dortigen Märkte sind vielversprechend (viel Hausgemachtes / frisch vom Hof ).

    Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)
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