Erdbeben !!!!
-
Hallo allerseits
Jetzt muß ich doch auch mal meinen "Senf" zu einigen Dingen abgeben,die mir persönlich nicht ganz klar sind.
Es ist sicherlich für Menschen,die das ganze Außmaß nicht selbst miterlebt haben unvorstellbar.Sowas wünsche ich nicht mal meinem schlimmsten Feind.Das was täglich an Filmmaterial in den Medien gezeigt wird,ist sicherlich für "Aussenstehende" nur ein Bruchteil dessen,was da unten wirklich passiert ist.
Mir ist trotzdem etwas unklar,weshalb zu 70% "nur" über Thailand berichtet wird,obwohl es andere Länder viel schlimmer getroffen hat,wie z.B. Indonesien.Ich kann mir das eventuell dadurch etwas erklären,dass von den betroffenen Ländern gerade Thailand das meistbereiste Ziel der Deutschen ist.Eventuell auch,weil es über Thailand am meisten Filmmaterial gibt.Keine Ahnung.
Ebenfalls sieht man jetzt immer öfter im TV wie sich die Leute beschweren,dass der Tourismus gerade in Thailand wieder "schleppend" anläuft.Also dass sich die Urlauber schon wieder in der Sonne aalen,während 5 Meter hinter ihnen gebaggert wird.
Andererseits werden wir aber höflich aufgefordert,diesen Ländern nicht den Rücken zu kehren,da diese ausschließlich vom Tourismus leben.Das passt doch nicht.Wenn Leute jetzt schon wieder dort hin fliegen und ja dadurch auch Geld ausgeben oder auch die,die geblieben sind,kann man doch nicht erwarten,dass diese Urlauber sich in den Hotels einschließen.In einigen Berichten habe ich eben gesehen,wie die Touris "feierten" oder am Strand Bier tranken.Darüber hatte man sich tierisch mokiert.Gerade in der Region von Phuket haben doch die Thailänder ihre Bars auch wieder eröffnet.Müssen sie ja auch.Zumindest diese,die noch die Möglichkeit haben.So blöd wie sich das jetzt anhören mag,trotzdem muß das Leben doch weitergehen.Mal abgesehen von Khao Lak wurden in anderen Regionen um Phuket die Strände doch schnellstmöglichst wieder "Urlaubsreif" gemacht.
Wo mein Verständnis allerdings komplett ausbleibt,betrifft die sogenannten Katastrophentouristen.Wie kann man so drauf sein und sich in den Flieger setzen nur um das Außmaß der Katastrophe hautnah mit zu erleben.Mit Kamera bewaffnet durch die Trümmerberge klettern aber keinen Finger krumm machen.Nur gaffen und den Daumen ständig auf der Aufnahmetaste der Videokamera.Auf diese Urlauber kann man pfeifen.Vorallem wenn diese dann zuhause ihr Filmmaterial noch zu Geld machen wollen.Da hört bei mir jegliche Vorstellungskraft auf.Sowas gehört verboten.Gruß Silke
-
Hallo Silke,
solange es Sender gibt, die auf der einen Seite über diese Art Tourismus berichten und auf der anderen Seite deren ´Filme oder Fotos ´teuer bezahlen, um es aufbereitet dem Puplikum zu präsentieren, solange wird es diese Touristen auch geben.
Ein erbärmlicher Zweig unserer Gesellschaft!
Charly -
Hallo,
am 25.12.04 habe ich die Hotelbewertung des Palm Andaman in Khao Lak geschrieben (wurde übrigends gar nicht mehr veröffentlicht) und einen Tag später diese Katastrophe. Mein Seelenzustand ist dem entsprechend.
Natürlich haben wir inzwischen gespendet. An einen Thailändischen Verein vor Ort. Wir hoffen, daß die Gelder dort ohne großen Verwaltungsaufwand ankommen. Auch an den Verein von Frau Schultz-Fademrecht in Srilanka werde ich spenden.
Ich kann die Skeptiker in Sachen Spenden wohl verstehen, aber soll man angesichts dieser Not nichts tun? Selbst wenn nur die Hälfte ankommt, für die Betroffenen ist es noch viel.
Was die Reiseleiter der Veranstalter betrifft, so sollte man die Latte nicht zu hoch hängen. Diese werden von den Chefs angehalten, in erster Linie Ausflüge zu verkaufen. Alles andere ist zweitrangig. Wenn so jemand über sich hinaus wächst und sich engagiert für seine Gäste einsetzt, so ist das ein großes Glück, aber nicht ohne weiteres zu erwarten. Würde jeder Kritiker von sich behaupten können, daß er alles besser gemacht hätte? Menschen sind halt Menschen.
Natürlich ist man froh zu sehen, daß vielenTouristen geholfen werden konnte. Und man konnte den Leuten die zurückkehrten den Schock noch ansehen. Aber die vielen Einheimischen, denen es genauso ergangen ist, die Freunde und Verwandte verloren haben, können nicht in ihren "sicheren Hafen" zurückkehren. Die hat es noch viel mehr getroffen. Auf unsere emails haben wir jedenfalls noch keine Antwort erhalten.
Gruß Eckes -
...diesen "erbärmlichen Zweig" unserer Gesellschaft sollte man dann aber m.M. nach auch um die leider nicht geringe Zahl armseliger Mitbürger erweitern, die sich solche Filmchen dann auch noch ansehen.
Ich will keinesfalls "einige Medien" gutreden, aber wo sich kein Markt ergibt, weil sich der Konsument verweigert, da verschwinden solche Filmchen auch mit der Zeit. Sind nicht "wir selbst" die wahren Schuldigen an so manchem Medienhype?2 Beispiele:
Die schrecklichen Hinrichtungs-Videos von El-Kaida und anderen Tieren erreichen immerwieder Rekord-clicks. Letztendlich werden die somit durch verbraucherunterstützte Medienpräsenz sogar popularisiert und bekommen immer wieder eine arstellungsplattform.
Erinnert ihr euch noch an den Tod von Lady Di? Die wurde (eine der Theorien) von Fotografen "in den Tod gehetzt". Völlige Entrüstung weltweit über ein solches Vorgehen und eine Riesendiskussion über die Arbeit solcher Fotografen und von "Klatschreportern". Wer aber erreichte in genau dieser Zeit, teilweise bis heute nicht wieder erreichte, Rekordauflage- und -umsatzzahlen? Richtig, die lieben "Klatschblätter"!
Aber zurück zum Thema "Urlauber in den Katastrophengebieten".
-Hut ab vor jedem, der dort bleibt und mit anpackt!
-Hut ab vor jedem, der dort bleibt -zwar nichts tut- aber auch niemandem im Weg steht oder Opfer "verhöhnt".
-Hut ab vor jedem, der seinen bevorstehenden (oftmals hart erarbeiteten und mühsam ersparten) Urlaub nicht storniert und dorthin fliegt.All diese Leute tun dort vor Ort, denke ich, letztlich (wenn auch auf ganz andere Weise) "genauso viel" wie die vielen Helfer und ungezählten Geldspender.
Traurig aber, das nicht wenige Urlauber dort bleiben und schon vor Ort mit ihrem Veranstalter über Schadenersatz verhandeln.
Entweder, man bleibt dort, akzeptiert die Situation bzw. arrangiert sich mit der Lage und nimmt "schlechteren Service" hin, oder man fliegt heim!
Kein Veranstalter kann etwas für diese unbeschreibliche Katastrophe!!!Nochmal etwas zum Thema "Spenden".
In einem früheren Beitrag hatte ich nach Hilfe reicher arabischer Staaten gefragt. Lt. meinen Kenntnissen hat sich Saudi-Arabien (der weltgrößte Erdölproduzent!) dann mittlerweile mal "bereit erklärt" 30 Mio. Dollar zu zahlen und die Arabischen Emirate geben "immerhin" 20 Mio Dollar....über Privatspenden ist bisher nichts bekannt! kopfschüttel
Dazu einmal 2 Vergleiche:
Australien hat eine Spendenzusage von über 700 Mio. Dollar gegeben, Japan rd. 500 Mio, USA rd. 350 Mio + Logistik, Deutschland rd. 500 Mio Euro + Logistik + weitere rd. 150 Mio. Euro an privaten Spendengeldern.
Vor ca. 1 Jahr gab es in Saudi-Arabien eine Gala mit einem Ergebnis von 220 Mio Dollar...für die hinterbliebenen Angehörigen von palästinensischen Selbstmortattentätern!!!
Ein erbärmliches Bild - und das obwohl z.B. Indonesien eins der größten moslemisch geprägten Länder weltweit ist!
Nicht nur hier wird teilweise über evtl. "Hintergedanken"/Gründe von großen US-amerikanischen Spenden "debattiert" (die mögen auch durchaus vorhanden sein) - liegt die wirkliche Erbärmlichkeit nicht woanders?Sehr nachdenklich, Holger
-
@Sohn vom kleinen Prinzen
Hallo Holger,
hast du eine Quelle über das arabische Spendenaufkommen? Gibt es irgendwo eine Übersicht, welches Land wieviel zur Verfügung stellt?
Viele Grüße vom Bulgarienfan
-
Hallo Bulgarienfan!
Natürlich sind diese Zahlen nicht einfach nur aus der Luft gegriffen. Sie stammen aus dem TV-Ticker von N24 und einem online-Beitrag auf n-tv am Dienstag - dieser wiederum gibt u.a. auch interessante Aussagen von Waleed al-Nusif, dem Chefredakteur der "Al Qabas", einer recht großen kuwaitischen Zeitung wider.
Auf CNN waren ebenfalls entsprechende Zahlen zu vernehmen.
Eine komplette, aktuelle Liste habe ich im www noch nicht gesehen.
Viele Grüße, Holger
-
@ Sohn v. kleinen Prinz
Deinem oberen Beitrag hab ich nichts mehr hinzu zu fügen.Hast schon alles erklärt,wie ich auch denke.
Verstehe allerdings auch nicht,wie Urlauber,die gerade da vor Ort waren, zuhause nach Schadensersatz schreien.Da hört es für mich auf.Die sollen froh sein,dass sie mit nem "blauen Auge" davon gekommen sind.Schon wenn man bedenkt,was für ein Leid die richtig Betroffenen haben.Da ist so ne Schadensersatzforderung doch wirklich nicht erwähnenswert.Leider gibt es solche Leute auch.
Bin persönlich auch dafür,dass man auch jetzt schon wieder in diese Regionen fliegen sollte,die wieder halbwegs instand sind.Die Orte,die zu stark betroffen sind,wurden doch momentan sowiso aus den Programmen genommen.Hätte ich jetzt einen Urlaub dorthin geplant,ich würd gehen.Vielleicht mit etwas gemischten Gefühlen,gehen würd ich aber.
Die Menschen,die in der Touristenbranche tätig sind,brauchen Urlauber.Auch jetzt schon.Nicht erst in Monaten.Dass man jetzt mancherorts eventuell, was den kompletten Service betrifft,Abstriche mit einplanen sollte,bringt doch niemand um.Auch wenn man dementsprechend dafür bezahlt hat.Oder man bucht in eine andere Region um.Wird ja kostenlos von den Reisebüros angeboten.
So seh ich es eben.
Grüßchen -
@Bulgarienfan
Nachstehendes stand heute in der BILD-Zeitung: Diese Länder haben den Flutopfern gespendetBundesregierung mit
1. Deutschland: 500 Mio. Euro
Abstand am großzügigsten
2. Japan: 370 Mio. Euro
3. Australien: 290 Mio. Euro, zusätzlich Kredite in gleicher Höhe
4. USA: 257 Mio. Euro
5. Weltbank: 183,5 Mio. Euro
6. Norwegen: 135 Mio. Euro
7. Frankreich: 78 Mio. Euro
8. Großbritannien: 69,8 Mio. Euro
9. Dänemark: 56 Mio. Euro
10. Schweden: 55,4 Mio. Euro
11. Spanien: 50 Mio. Euro
12. Kanada: 49,1 Mio. Euro
13. China: 44 Mio. Euro
14. Südkorea: 37,2 Mio. Euro
15. Taiwan: 37,2 Mio. Euro
16. Australien: 34,3 Mio. Euro
17. EU-Kommission: 33 Mio. Euro
18. Niederlande: 27 Mio. Euro
19. Schweiz: 17,3 Mio. Euro
20. Österreich: 16 Mio. Euro
21. Finnland: 14,5 Mio. Euro
22. Portugal: 8,1 Mio. Euro
23. Katar: 7,3 Mio. Euro
24. Saudi-Arabien: 7,3 Mio. Euro
25. Kuwait: 7,3 Mio. Euro
26. Luxemburg: 5 Mio. Euro
27. Singapur: 2,6 Mio. Euro
28. Neuseeland: 2,6 Mio. Euro
29. Vereinigte Arabische Emirate: 1,5 Mio. Euro
30. Irland: 1 Mio. Euro
31. Italien: 950 000 Euro
32. Türkei: 920 000 Euro
33. Ungarn: 890 000 Euro
34. Tschechien: 550 600 Euro
35. Iran: 463 200 Euro
36. Griechenland: 291 460 Euro
37. Monaco: 97 640 Euro
38. Mexiko: 73 400 Euro
39. Nepal: 73 400 Euro
40. Estland: 30 830 Euro
>
Was jetzt die arabischen Länder betrifft, weichen diese Zahlen schon ziemlich von Holgers Angaben ab. Wie dem auch sei, das Verhalten dieser Regierungen ist ein Trauerspiel!
Grüsse,
Klaus -
Das wir als wohl als mit das reichste Land der Welt 500 Millionen Spenden ist ja ok. Nur das sich manche jetzt an so einer Tabelle aufgeilen und meinen "sind wir jetzt Weltmeister oder doch nur Vize Weltmeister im Spenden" find ich jetzt nicht so klasse. Ich hatte schon anfang der Woche den Anschein, das das für einige Medien wohl mit das wichtigste ist.
-
Wir alle sind erschüttert über die Katastrophe die geschehen ist, sie hat uns tief berührt und wird uns noch lange berühren.
Wir alle sind geschockt über die horrende Zahl der Toten, der Verletzten, Vermissten und über die Möglichkeit von Folgeepidemien.
Wir alle haben den intensiven Wunsch zu helfen und jeder tut es auf seine Weise.Heute habe ich in der Zeitung gelesen:
Alle 4 Tage findet ein "Tsunami" dieses Ausmasses weltweit statt!
Alle 4 Tage sterben 150000 Menschen an Hunger.
Das ist der stille Tod ohne Lobby!Ich bin sehr nachdenklich geworden.
Ich habe für die Flutopfer gespendet und werde auch weiterhin meinen Beitrag leisten.
Aber ich werde auch die vielen Menschen bedenken, die den Regierungen dieser Welt anscheinend relativ egal sind. -
Die Tabelle hat mit Aufgeilen nichts zu tun. Interessant finde ich schon, welche Länder viel und welche relativ wenig geben. Genauso wie ich es interessant finde, wer hier eigentlich die größten Probleme damit hat, selbst zu spenden. Und geradezu widerlich finde ich es, wenn einige (nicht unbedingt hier bei HC) den Geberländern in erster Linie populistische Motive unterstellen.
Viele Grüße vom Bulgarienfan
-
-
Hallo Klaus!
In der Übersetzung des Artikels der "Al Qabas" stand, das die Spendenbeträge nach massivem (soweit in diesen Ländern möglich) Protesten einiger bekannter Politiker, Schriftsteller, Journalisten etc. erhöht wurden.
Dort wurde von dieser Seite auch die beschämende Wirklichkeit der Spendenaktion für die Selbstmordattentäter angeprangert.
Desweiteren wurde u.a. dargestellt, das z.B. Kuwait für das Jahr 2004 einen Haushaltsüberschuss von ca. 10 Mrd. Dollar errechnet hat und "mal eben" 700 Mio. Dollar an die eigene Bevölkerung abgibt.An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, das es mir fernliegt, pro-westliche/-amerikanische/-christliche oder gar anti-arabische/-moslemische Stimmung zu machen.
Ich denke, beide "Seiten" sollten endlich mal anfangen, sich gegenseitig zu akzep- und respektieren und lernen, das es nur miteinander geht...und vielleicht verlieren dann ja auch endlich die "schwarzen Schafe" (beider Seiten!) an Wirkungskraft.Auch möchte ich hier keinen "Spenden-Weltmeister" küren!
Mir ging/geht es einzig und allein um die Darstellung einer gewissen Disbalance - ich erachte auch die Spendenhöhe einiger westlicher Staaten (gerade wenn mal mal ihre "Ansprüche" in gewissen Regionen betrachtet) als deutlich zu gering.
Viele Grüße, Holger
-
Es ist festzustellen, daß der nun einsetzende Spendenfetischismus, der zum Beispiel in Spendentabellen seinen Niederschlag findet, mehr und mehr den Sinn für die Realität trübt.
Fakt ist z.B., daß zumindest Indonesien ebenso wie Indien, das auf ausländische Spendengelder ganz verzichtet, seine durch die Flutkatastrophe entstandenen Probleme aufgrund seiner Wirtschaftskraft selber lösen kann.
Die internationale Politik hat auch hier wieder einmal völlig versagt!
Um solche Katastrophen wie geschehen zu verhindern, wäre ein kompletter Politikwechsel hin zu den Bedürfnissen der überwiegend armen Bevölkerungsschichten in den Anrainerstaaten dringend erforderlich. Das kann nur geschehen, indem die Welt-Staatengemeinschaft entsprechenden Druck auf diese Regierungen ausübt. Die herrschende Clique von Superreichen hat offenbar überhaupt kein Interesse daran, die miserablen Lebensbedingungen der überwiegend armen Bevölkerungsschichten zu lindern. Wir hier oben, ihr da unten!
Wie anders ist es beispielsweise zu erklären, daß in den betroffenen Anrainerstaaten kein Frühwarnsysten installiert wurde, obschon die Kosten dafür mit nur US$ 10-20 Millionen geradezu lächerlich gering gewesen wäre.Die Geldspenden lindern die größte Not und setzen Hilfstruppen in die Lage, ihre Arbeit effektiv zu verrichten. Und jeder, der spendet, hat höchsten Dank verdient. Auch ich gehöre zu diesen Spendern. Im Grunde genommen sind die Geldspenden aber nur "Therapie", an die Ursache der Krankheit dringt man damit nicht vor.
-
Sohn vom Kleinen Prinz wrote:
Mir ging/geht es einzig und allein um die Darstellung einer gewissen Disbalance - ich erachte auch die Spendenhöhe einiger westlicher Staaten (gerade wenn mal mal ihre "Ansprüche" in gewissen Regionen betrachtet) als deutlich zu gering.
Angesichts der Liste bin ich nun aber auch platt. Das reiche Luxusburg spendet so wenig??? Und Belgien taucht gar nicht auf??? Wenigstens sammeln hier die Privatleute, und in den Supermärkten stehen Sammelboxen an den Kassen. Wenn es schon die Regierung nicht hinkriegt...
-
Vorausgesetzt, die BILD-Liste ist einigermassen realistisch, fragt man sich doch, z.B.:
Saudi-Arabien, Kuweit, Katar jeweils 7,3 Mio, VAE 1,5 Mio.
Michael Schumacher als Privatmann hält mit 7,5 Mio dagegen. Rechnerisch gesehen, sind das für ihn 2 Monatsgehälter. Wer spendet schon zwei Monatsgehälter? Die von der politischen Ebene, oder die Redakteure verschiedener Provinzzeitungen, welche süffisant bemerken, dass Schumacher als Steuerflüchtling diese Summe aus der linken Tasche bezahlt.? Die Gebrüder Albrecht (ALDI) bewegen sich hier als Multi-Milliardäre in einem eher bescheidenen Rahmen (500.000€ insgesamt).
Wie dem auch sei, die Schlagzeilen bzgl. der Flutkatastrophe werden immer kleiner, back to normal ist angesagt. Wer erinnert sich denn heute noch an Bangladesh:
1970: 300.000 Tote durch Sturmflut
1991: 140.000 Tote durch einen Zyklon mit 10 Mio. Obdachlosen.Gut, nicht so interessant, ist ja auch keine Urlaubsregion!
Grüsse,
Klaus -
Sorry, mit dem aufgeilen und Spenden-Weltmeister küren hab ich jetzt nimand hier im Forum gemeint, sondern eigentlich nur die Medien, wie die senationelle Bildzeitung oder auch die Privatsender. Bei denen war ich der auffasung das es so ein Ziel für Deutschland sein müsste ümbedingt an Nr.1 zu stehen.
Gestern hab ich von einem Augenzeuge (Bekanntenkreis) der zum Unglückszeitpunkt in Patong war und sich auf das Hoteldach retten konnte persönlich erzählen lassen wie was abgelaufen ist. Sie wurden nach der Flut von Einheimischen in die Berge gebracht und wurden dort 3 Tage versorgt. Von den anderen aus dem Hotel und Reisegruppe haben sie nichts mehr gehört oder gesehen. Sie erzählte mir das die einheimischen Helfer nach dem Unglück zu ihnen gesagt hatten, das sie nach dem Erdbeben genau gewusst haben und auch mitgeteilt bekommen haben, das sich eine Flutwelle nähert. Aber um die Touristen nicht zu erschrecken und aus Angst das sie alle abhauen würden, durften sie die Info nicht weitergeben.
Das schockt mich jetzt noch.gruss Bere
-
Salvamor41 schrieb:
> Fakt ist z.B., daß zumindest Indonesien ebenso wie Indien, das auf ausländische Spendengelder ganz verzichtet, seine durch die Flutkatastrophe entstandenen Probleme aufgrund seiner Wirtschaftskraft selber lösen kann.<
>
Die Wirtschaftskraft eines Landes wird an seinem Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemessen. Nachstehend das BIP pro Kopf in USD:Luxemburg 43673
Deutschland 38300
USA 36260
Thailand 2209
Sri Lanka 908
Indonesien 867
>
Illusorisch, auch nur im Ansatz zu glauben, dass die Wirtschaftskraft Indonesiens ausreicht, um die Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe aus eigener Kraft zu bewältigen. Internationale Hilfe incl. Spenden steht hier ausser Frage.Grüsse,
Klaus -
@ Klaus 43
Deine Argumentationskette steht auf tönernen Füßen.
Indonesien hat einen BIP($) pro Kopf von 1.030 (Angabe der Bayrischen Landesbank) und steht im Gegensatz zu Indien, das einen BIP($) pro Kopf von nur 454 hat, sehr gut da.
Indien leistet sich trotz des geringen BIP ein milliardenschweres Atomtest- und - ausbauprogramm und hat zumindest bisher auf Geldzuwendungen aus Spenden völlig verzichtet.
Das zeigt, daß die Reparation der Flutschäden nicht nur etwas mit dem BIP zu tuen hat.Beginnst Du, zu ahnen?
Gruß salvamor
-
salvamor41 schrieb:
@ Klaus 43
Deine Argumentationskette steht auf tönernen Füßen.
Indonesien hat einen BIP($) pro Kopf von 1.030 (Angabe der Bayrischen Landesbank) und steht im Gegensatz zu Indien, das einen BIP($) pro Kopf von nur 454 hat, sehr gut da.
Indien leistet sich trotz des geringen BIP ein milliardenschweres Atomtest- und - ausbauprogramm und hat zumindest bisher auf Geldzuwendungen aus Spenden völlig verzichtet.
Das zeigt, daß die Reparation der Flutschäden nicht nur etwas mit dem BIP zu tuen hat.Beginnst Du, zu ahnen?
Gruß salvamor
Indien habe ich absichtlich nicht erwähnt. Ein Land, das sich ein milliardenschweres Atomwaffenprogramm leistet, aus welchen Mitteln auch immer, ist nicht unbedingt auf fremde Hilfe angewiesen.
Nun, ob 867 oder 1030 BIP, das spielt doch wohl keine grosse Rolle. Mit diesen Werten kann kein Land ohne internationalen Support eine derartige Katastrophe bewältigen. Was ich bei Deiner Argumentation vermisse, ist eine fundierte Aussage Deinerseits, wie sich das Deiner Ansicht nach so finanzstarke Indonesien selbst helfen kann.Grüsse,
Klaus