Tourismus in der Krise...?
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Aufgrund betrieblicher Vorgaben waren unsere Urlaubspläne für Sommer 2011 sehr eingeschränkt und eine Flugreise war nur mit ca. 11 Tagen machbar. Unser bisheriger "Lieblings-Reiseveranstalter" hatte da aber schon mit Online-Buchbarkeit keine Möglichkeiten mehr - angeblich sind bei so "krummen Reisezeiten" die Flüge schneller ausgebucht. Bei anderen RV geht das aber - ?
also wurde auch dort gebucht, leider nicht ganz so preisgünstig.Ob jetzt eine "Tourismus-Krise" dahinter steckt oder einfach nur andere Geschäftsinteressen des betreffenden RV - ich weiß es nicht. Vielleicht hat man auch auf kleineren Flughäfen die Kapazitäten mächtig nach unten gefahren und setzt lieber auf eine 14tägige Auslastung...
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Mich würde vor allem mal interessieren,wie sich das Reiseverhalten geändert hat. Wenn z.B. die Türkei ein dickes Plus hat,und in Folge Überbuchung dort auch Mallorca,müßte es aber andererseis auch ein Minus geben. Man hat ja im laufe des Jahres immer wieder mal gelesen,das z.B. Griechenland,aber auch die Kanaren nicht so gut laufen.
Gibt es Zahlen auch aufgeschlüsselt nach Destinationen? -
Tja, wie ist das mit den Statistiken ? Sattes Plus bezogen auf welches Jahr ? 2008 ging die Branche extrem positiv in den Ausblick 2009 und wollte die Rezession nicht zur Kenntnis nehmen ( am Urlaub wird zuletzt gespart ), und Krise, welche Krise ?
Es wäre schön, wenn echte Zahlen für 2007/2008/2009/2010 genannt werden. Dann kann jeder sich ein echtes Bild machen.
Gruss Gabriela
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Schwierige Zeiten für Prognosen. Speziell für die Reisebranche, wo ein einziges Ereignis schon den guten Trend umkehren kann. Man darf gar nicht drüber nachdenken, wenn Terrroristen angeblich kurz davor waren, in einem deutschen Urlauberjet für eine Katastrophe zu sorgen ...
Gruß privacy
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@Waldschrat
Das war schon immer so: "Lieblingsdestinationen" kamen und gingen.
@privacy
Was Anschläge betrifft:
In einem derartigen Augenblick würde meine geringste Sorge die Zukunft der Touristenbranche sein.
Derartiges gibt es auch in ganz normalen Zügen, Vorstadtzügen, U-Bahnen, Einkaufszentren, Bürogebäuden, usw. -
die etwas andere Sicht einer Krise
in einer Reisesendung über Marokko war interessantes zu erfahren Händler auf dem Bazar sagten alle ,dass sie zu spühren bekommen haben das die Wirtschaft in Europa harze und sie grosse einbussen hätten
könnte mir auch sehr gut vorstellen das die grossen Reiseanbieter die Hoteliers bis zum geht nicht mehr drücken und nicht verkaufte Kontigente retour geben, mit ein Grund guter Ergebnisse die letzten beissen die Hunde.
Ich habe da noch ein praktisches Beispiel ,Oktober 2006 auf meiner Nilreise hat man stattdem gebuchten Kahn ein anderes Schiff das kleiner war eingesetzt ,einer der Angestellten erzählte mir damals schon das die Gäste keine Souvernirs mehr einkaufen und die Bar um 21.00 Uhr leer ist, so das man auch die früher schliessen musste
Frühjahr 2007 waren wir ein paar Tage in el Gouna ,Abends war der Hafen wie ausgestorben für mich ein Zeichen die Touris verlassen die Hotel nicht mehr ,bei unserem Inder im Restaurant waren wir zwischen 19.00-21.00 Uhr 3 Abende lang die einzigen Gäste.

Das schöne aber ist ja für alle Veranstalter ,dass sie das gar nicht kümmernmuss aber
miesen Service den müssen wir Touristen/Kunden dann doch in Kauf nehmen und das es agressive Händler und schlecht gelauntes Personal gibt leckt auch keine Geiss weg und daran dürften die Reiseanbieter auch mit schuld sein ,aber das kümmert die ja nicht den ihre ZAHLEN sind ja perfekt.
und so ziehen die Reiseveranstalter zur einer Ferien Destination/Hotel/usw.. zur ander immer im Kopf die Rendite, zurück lassen sie aber letztendlich nur noch Service Wüsten und eine Bevölkerung die auf die Nationalitäten sauer sind die sie ihnen eingebrockt hat. -
Zum Beitrag von jordan gebe ich aber zu Bedenken, dass viele der "neuen" Touristendestinationen aus den Fehlern der Vorgänger nichts lernen. Auch gilt hier bei den meisten "Masse statt Klasse". Wenn ich mir anschaue, dass es in Ägypten Hotels in dritter oder vierter Reihe gibt und die auch noch gebucht werden von Urlaubern, die während ihrer zwei Wochen nicht einmal an den Strand gehen (wollen) stellen sich mir die Haare auf. Ich bin 100%ig überzeugt, dass in einigen Jahren in Ägypten ein noch viel größeres Wehklagen herrschen wird, und in den koptischen Kirchen wird man an den Propheten Hesekiel denken, wo es heißt:
"Sie werden über dich wehklagen und von dir sagen: Ach, wie bist du so gar wüst geworden, du berühmte Stadt, die du am Meer lagst und so mächtig warst auf dem Meer samt deinen Einwohnern, daß sich das ganze Land vor dir fürchten mußte!
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chepri wrote:
Zum Beitrag von jordan gebe ich aber zu Bedenken, dass viele der "neuen" Touristendestinationen aus den Fehlern der Vorgänger nichts lernen. Auch gilt hier bei den meisten "Masse statt Klasse". Wenn ich mir anschaue, dass es in Ägypten Hotels in dritter oder vierter Reihe gibt und die auch noch gebucht werden von Urlaubern, die während ihrer zwei Wochen nicht einmal an den Strand gehen (wollen) stellen sich mir die Haare auf. Ich bin 100%ig überzeugt, dass in einigen Jahren in Ägypten ein noch viel größeres Wehklagen herrschen wird, und in den koptischen Kirchen wird man an den Propheten Hesekiel denken, wo es heißt:"Sie werden über dich wehklagen und von dir sagen: Ach, wie bist du so gar wüst geworden, du berühmte Stadt, die du am Meer lagst und so mächtig warst auf dem Meer samt deinen Einwohnern, daß sich das ganze Land vor dir fürchten mußte!
Dieser Tag wird kommen, so sicher wie das Amen in der Kirche.
Und dann werde ich mir die Hände reiben, wenn sie in Ihrer arroganten aufdringlichen anmaßenden geldgierigen Art mit Ihren unbeschreiblichen Bausünden den Bach hinunter gehen. -
@chepri Beitrag unterstreicht es 3 oder 4 Reihe in der Wüste eine 2 Klassen Gesellschaft der Urlauber,dass von der Regierung Investoren und Reiseveranstalter vorangetriebenwurde.
Hotels mit Strand sind exklusiv die Veranstalter reiben sich kurzfristig die Hände (das Personal verdient nicht mehr )wer es sich nicht leisten kann/will wohnt in der Pampas ,dass wäre auch nicht weiter schlimm aber 95% der Urlauberwissen oder können es sich nicht vorstellen was sie dort erwartet ,weiß aber das dies kein nachhaltiger Tourismus sein wird ,wer will schon einen Liegenkrieg mitten in der Wüste. :?
Das einzig positive an der ganzen Geschichte wird sein das die Veranstalter auf kurz oder lang sich gegenseitig überbieten müssen um den Zuschlag des Beach Hotel zu erhalten, den Preisaufschlag wird man durch deutlich besseren Service/Küche/usw rechtfertigen der abererst zu erbringen sein wird ,dass dürfte sich dann auch auf das einheimische Personal positiv auswirken.
@anne49 Beitrag zeigt das Regierungen sich das alles ersparen hätten können der Oman wo ich ein paar mal im Urlaub war ,von der Regierung gelenkt und nicht vom schnöden Mammon getrieben findet man dort noch ursprüngliches, natürlich zu einem höheren Preis.

Die Krise wird erst noch kommen wen die Ressourcen an guten Standorten alle vergeben sind .Die RVs werden härtere Zeiten erleben,bricht dann noch der mittelstand zb CH/D/A immer mehr weg wird sich die Krise wie ich sie glaube zu kennen/wissen so zuschlagen ,dass vielen nur noch die Wahl bleibt , Zelten in Somalia oder Zuhause bleiben

Um noch ein wenig Politisch zu werden ,Griechenland mit seiner Krise hatte dieses Jahr unter fern bleibenden Deutschen Urlauber schon mal darunter gelitten die Türkei wird es freuen andere Länder werden folgen Island Irland Portugal weitere Kandidaten wie Italien/Spanien werden gehandelt die Richtung zeigt wohin es gehen wird/könnte @gabriela maier wird noch eines Tage recht haben ,
Deutsche Terror Warnungen um die Weihnacht Zeit wird ein erster miesmacher werden , alles zusammen gesehen war 2006-Okt.2010 sicher gut aber ganz kann ich den Optimismus für die Zukunft mit den RVs nicht teilen es wird immer politischer dazu kommt der Neid anderer Länder es hat noch nie so wenig Gründe gebraucht um in eine deffinitive Krise zu rutschen
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@anne49
Genau solche Bilder hatte ich im Hinterkopf. Und obwohl ich sehr viel in Spanien bin, gibt es bestimmte Küstenabschnitte, wo ich allerhöchstens möglichst schnell durchfahre und von meinem Grundsatz "Land-und Nebenstrasse statt Autobahn" abweiche. Warum man es aber immer wieder nachmacht, ist mir unverständlich. -
@chepri
Meines E. n. lockt bei allen dran Beteiligten das "schnelle Geld":
Betonburgen werden hochgezogen, ein wenig Infrastruktur aus dem Boden gestampft und schon wird aus einem kleinen Fischerdorf wie das von mir verlinkte Benidorm ein unsäglicher Urlaubsort...
Aber - wie's so schön gesagt wird - "Devisen kommen ins Land"... die Spanien in den 50 / 60ern sehr gut gebrauchen konnte, war damals schließlich bestimmt kein reiches Land.
Richtig Geld aber macht man eben mit Masse.
Und zieht die Masse weiter, weil es auch ihr nicht mehr gefällt oder selbst dort zu teuer wird, muss etwas anderes aus dem Boden gestampft werden und die Geschichte fängt wieder von vorne an.
gastwirt liegt mit Albanien wahrscheinlich gar nicht so falsch.
Ein Trost bleibt: Die Pyramiden in Ägypten werden noch stehen, wenn all die Hotels schon Tourismus-Ruinen sind oder umfunktioniert wurden oder was weiß ich
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anne49 wrote:
@Waldschrat
Das war schon immer so: "Lieblingsdestinationen" kamen und gingen.Nein,so meinte ich das nicht. Auch eine Krise kann sowas verändern,indem die Menschen mit weniger Geld einfach dort Urlaub machen,was sie sich noch leisten können. Und das könnte zum einen mehr Urlauber in Nicht-Euro-Länder locken als vorher,oder aber näher liegende Ziele den Ferneren vorziehen.
Aber über eines staune ich doch: Obwohl Kreuzfahrten teuer sind,scheint dieser Markt immer mehr zu boomen.Immer mehr und größere Schiffe werden in Dienst gestellt, das Geschäft muß ja richtig "brummen".Wäre schön,wenn es auch zu diesem Markt Zahlen gäbe,wie so die Umsatzentwicklung der letzten Jahre ist.