Air France Maschine vermisst
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Also ich bin der Meinung, man sollte sich selbst nicht zu viele Gedanken um diesen Absturz machen. Man macht sich nur selbst verrückt.
Wie bei jedem Verkehrsmittel, gibt es ein Restrisiko, das man nicht ausschließen kann, egal was man technisch und menschlich tut.
Natürlich ist es schrecklich und ich möchte mir garnicht vorstellen, was die Angehörigen jetzt durchstehen müssen. Das schlimmste ist wohl die Ungewissheit.

Aber man sollte sich durch die Hysterie, die sehr durch die Medien geschürrt wird, nicht anstecken lassen. Denn was bringt es denn?
Solange die Flugschreiber nicht gefunden wurden, solange sind alle Theorien reine Spekulation.
Ich für meinen Teil, werde weiterhin ohne Angst in ein Flugzeug der in Europa zugelassenen Airlines steigen.
Denn da ist das Risiko minimal und lässt sich wohl auch kaum noch senken.Und sind wir ehrlich, das Risiko im Haushalt nen tödlichen Unfall zu haben ist bedeutend größer, als bei einem Flugzeugunglück zu sterben.
Das ist meine Meinung und ich gönne jedem die seine.

Manuel
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@wecman und @pursche
ja, stimmt wohl...
allerdings steigst Du ja nicht jeden Tag in ein Flugzeug. Im einem Haus bist Du ja so gut wie jeden Tag.
Also wenn ein die selbe Person jeden Tag fliegen würde und nicht im Haus wäre, dann wäre die Wahrscheinlichkeit vielleicht etwas anders verteilt.
So sind halt Statistiken, reine Glaubenssache
@Marco L.
Wenn man den Flugschreiber nicht bergen könnte, wäre das natürlich sehr schade. Vielleicht enthält er ja aufschlußreiche Daten, die dazu verwendet werden können für die Zukunft das Fliegen noch sicherer zu machen. Dann hätte diese Katastrophe wenigstens noch irgendetwas Gutes (wobei mir in dem Zusammenhang das Wort "gut" wirklich schwer fällt zu schreiben, aber Ihr wißt, wie ichs meine).Gruß
Roland
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Da hast du Recht...

Was ich damit eigentlich sagen wollte, dass man nie sicher ist. Egal ob daheim oder in einem Flugzeug. Es kann einem überall etwas zustoßen.
Also man sollte sich nicht durch die wilden Spekulationen verrückt machen.
Das Flugzeug ist neben der Bahn das sicherste Verkehrsmittel.
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Vor allem für die Angehörigen ist gerade die Unerklärbarkeit eines Unglückes neben dem Tod des Nahestehenden die schlimmste Angelegenheit überhaupt. Ich stelle mir nichts furchtbarer vor als die Frages des "Warum?", die du nie beantwortet kriegst

Marco L. wrote:
Habe gelesen, das man nach größter Wahrscheinlichkeit die Flugschreiber nicht bergen kann.Also bleibt vielleicht die Frage nach dem Warum und das wäre schlecht.
Gruss
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Ich bin sehr betroffen und möchte an dieser Stelle allen Angehörigen mein tief empfundenes Mitgefühl ausdrücken. Der ganze Vorfall kommt mir äußerst suspekt vor. Ich glaube nicht an ein wetterbedingtes Unglück. Insofern denke ich, dass der Absturz sehr, sehr schnell passiert ist. Nicht mal die Crew hat noch einen Notruf absetzen können. Die Passagiere werden (hoffentlich!) ebenfalls völlig überrascht worden sein.
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pursche wrote:
@RolandJa, aber ich steige täglich ins Auto...Und ich glaube, wenn ich täglich fliegen würde, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass mir was passiert, immer noch bedeutend niedriger als mit dem Auto.
Gruß
Da hast du vermutlich völlig Recht. Ich glaube, wenn man das Risiko einer Autofahrt realistisch einschätzen könnte, würden sich viele Leute gar nicht in ein Auto setzen. Aber im Auto hat man eben das (ungerechtfertigte) Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Man sitzt ja selbst am Steuer. Obwohl man vermutlich nie so gut Auto fahren wird können wie die Profis im Cockpit fliegen können (nach langer und immer wiederkehrender Ausbildung).
Beim Auto kommt zusätzlich noch dazu, dass ein Ausfall notwendiger Systeme (z.B. Motor, Lichtmaschine...) eben nicht zu einem "Absturz" führt, sondern man gute Chancen hat, einfach anzuhalten und auszusteigen, man ist ja am Boden. Passiert im Flugzeug etwas, was das Flugzeug am weiterfliegen hindert, und man ist z.B. über offener See, sieht es dagegen übel aus. Man hat Angst, den Absturz mitzubekommen. Das und der oben erwähnte Kontrollverlust sind es wohl, die uns ein Flugzeug evtl. unsicher oder unheimlich erscheinen lassen.
Man sollte sich eines bewußt machen: Der Mensch ist nicht zum Fliegen geschaffen. Um dies tun zu können, sind große Maschinen und Kräfte vonnöten. Wer es trotzdem tut, setzt sich eben einem Risiko aus.
Aber: Der Mensch ist auch nicht dafür geschaffen, mit 180 Sachen über die Autobahn zu rasen. Das sind Geschwindigkeiten, für die unser Körper einfach nicht ausgelegt ist und das bekommen wir bei einem Unfall deutlich gemacht. Wer trotzdem Auto fährt, setzt sich ebenso einem Risiko aus.
Das Leben ist leider voller Risiken.
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Zitat entfernt, da dieses bei einer direkten Antwort/Kommentierung entbehrlich ist.
Vollkommen richtig, sehr gut erkannt !
Stephan
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@seventh_son
Mit Deinem ersten Absatz findest Du bei mir Unterstützung. Ich gehe aber noch einen Schritt weiter:
Die meisten Leute machen heutzutage ihren Führerschein , wenn sie volljährig werden oder zumindest wenige Jahre danach. Sobald sie den FS haben, dürfen sie jeden PKW fahren und werden nicht nur nicht überprüft, ob sie auch jeden PKW fahren können, sondern sie werden auch später nie mehr überprüft, ob sie denn gesundheitlich in der Lage sind, ein Fahrzeug zu führen. Niemand überprüft mehr die Sehfähigkeit, es erfolgt kein grundsätzlicher Gesundheits-Checkup (zur Erhaltung der Fahrtüchtigkeit), niemand wird überprüft, ob er Drogen nimmt.
Da ist es mit dem Auto schon etwas besser, das wir wenigstens alle zwei Jahre vom TÜV überprüft.
Wir setzen uns alle in Autos, deren technischen Zustand wir nicht kennen, wir setzen uns zu Fahrern ins Auto ohne Kenntnis der Sehfähigkeit oder evtl. anderer gesundheitlicher Probleme, wissen auch nicht, ob der Fahrer vielleicht gerade noch Drogen genommen hat oder noch Restalkohol im Blut hat.Der Beruf des Piloten ist der einzige Beruf, in dem man was für die Erhaltung der Fluglizenz, also für die Erhaltung seiner Berufsausübung tun muss: Man wird mehrfach jedes Jahr auf seine Gesundheit, Sehfähigkeit und auch Drogen überprüft, man wird mehrfach im Jahr auf seine fliegerische Fähigkeit in sehr schwierigen Simulator-Checks überprüft. Weiterhin sitzt gelegentlich hinter jedem Pilot mal ein Check-Kapitän, der während eines normalen Linien-Fluges den Piloten (über-)prüft.
Passt es mit der Gesundheit oder Sehfähigkeit nicht, wird der Pilot solange aus dem Flugdienst herausgenommen, bis die Gesundheit wieder hergestellt ist oder die Sehfähigkeit durch geeignete Mittel (Keine Laser-OP !) wieder hergestellt ist. Und Drogen gehen gar nicht !
Sowas alles gibt es in keinem anderen Beruf. Mir ist auch kein anderer Beruf bekannt, in dem bereits vor Beginn der Ausbildung eine zweitägige gründliche psychologische Überprüfung durchgeführt wird. Besteht der Prüfling zwar alle anderen Prüfungsaufgaben, aber nicht die psychologische Prüfung, wird er erst gar nicht zur Ausbildung zugelassen und hat auch nie mehr die Chance, diesen Beruf ergreifen zu können.Mit Deinem zweiten Absatz habe ich etwas Schwierigkeiten.
Es ist richtig, dass der Ausfall einer Lichtmaschine für den Autofahrer keine lebensbedrohende Situation darstellt. Darum braucht ein Auto auch keine zwei- bzw. dreifache Absicherung von wichtigen Dingen, wie ein Flugzeug.
In einem Flugzeug, z.B. in einem Airbus, sind wichtige Dinge, wie Hydraulik und Elektronik dreifach vorhanden, und zwar unabhängig voneinander. Ausserdem bewachen sich diese Dinge gegenseitig, sodass man bei bestimmten Sachen sogar von einer fünffachen Absicherung sprechen kann.
Den kompletten Ausfall aller dieser mehrfach abgesicherten Dinge kann man praktisch ausschließen, die Chance, dass ein solcher Fall eintritt, geht gegen Null.
Fällt z.B. ein Triebwerk aus, kann ein Flugzeug ohne Probleme mit nur einem Triebwerk weiterfliegen, und zwar genauso weit, wie mit zwei Triebwerken.
Fällt ein Hydrauliksystem aus, welches das Leitwerk und die Klappen steuert, übernimmt das zweite Hydrauliksystem die Steuerung. Fallen wegen eines kompletten Stromausfalls (es gibt beim Airbus drei unabhängig voneinander wirkende Stromkreise) auch alle Hydrauliksysteme aus, wird durch ein Gerät an den Tragfläche Strom erzeugt, so dass ein Hydrauliksystem normalerweise wieder arbeiten kann.
Die Presse spricht immer sofort von einer Notlandung, wenn ein Flugzeug wegen eines Triebwerkausfalls vorzeitig landet. Es ist aber keine Notlandung, sondern eine außerplanmäßige Sicherheitslandung. Eine etablierte Airline läßt ihre Flugzeuge immer außerplanmäßig landen, wenn z.B. ein Triebwerk oder ein Hydrauliksystem ausfällt. Das hat was mit Verantwortungsbewusstsein zu tun, aber nicht mit einer Notsituation.Mit Deinem nächsten Absatz schürrst Du unbewusst die Flugangst vieler Menschen. Leider haben die meisten Passagieren keine oder nur unvollständige Kenntnis, wie man Pilot wird und was man alles wie oft tun muss, um diesen Beruf Jahr für Jahr ausüben zu können und warum ein Flugzeug fliegen kann und warum es ein mittlerweile sehr sicheres Fortbewegungsmittel ist. Die Flugzeuge wurden auch so sicher, wie sie heute sind, weil man Erkenntnisse aus Unfällen gezogen und Dinge verändert hat. Sowohl an den Flugzeugen, als auch an der Ausbildung der Piloten. Auch das war und wird immer ein Grund sein, warum die Untersuchungen von Flugunfällen immer sehr akribisch durchgeführt werden.
Weil Du die offene See ansprichst - soweit man überhaupt von einer "Regel" sprechen kann, passieren Unfälle in der Regel beim Start oder bei der Landung. Die Häufigkeit von Flugunfällen über dem Meer geht gegen Null.
Mir ist der Ausbildungsweg eines Piloten sehr gut bekannt, auch sind mir viele Dinge, die mit einem Flugzeug (insbesondere Airbus) zusammenhängen, sehr gut bekannt. Das ist der Grund, warum ich weiterhin ohne jedes Zögern und ohne jede Ängste in ein Flugzeug einer etablierten Airline einsteigen werde. Da bin ich erheblich wählerischer, wenn es um die Frage geht, zu wem ich mich in welches Auto setze.
Hardy
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@ seventh son
stimme dir auch vollkommen zu.
sehe ich genau so
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nur zwei Anmerkungen:
Fahrer von Gefahrguttransporten müssen auch regelmässig
zu Schulungen und ab Sept. 2009 alle LKW Fahrer.Wenn jemanden im Auto bei hoher Geschwindigkeit ein Reifen platzt, fliegt
man mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ab und hat keine Chance...z. T. zurück.
Ich werde weiterhin sehr gerne in den Flieger steigen und mich nicht verrückt
machen lassen von irgendwelchen Spekulationen und warte ab was die
Auswertungen bringen werden.LG Ralle
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Ich glaube,ich werde den Beitrag von Hardy mal meinem Freund zeigen,der in 3 Wochen zum 1.Mal in seinem Leben fliegen soll und gestern schon vorsichtig meinte,ob man den Flug nicht doch eventuell rückgängig machen könne...
Als Kind machst du dir ja eigentlich keine Gedanken,ob die Maschine abstürzt,aber als Erwachsener grübelst du glaub ich mehr,grade nach so einem schlimmen Unglück wie mit der Air France....
Gott sei dank war ich bei meinem 1 Flug noch so klein,dass ich mir keine Gedanken gemacht habe...Meine Eltern haben auch nie was über Abstürzen o.ä. erzählt.....
Und ich bin auch der Meinung,dass Autofahren viel gefährlicher ist,da du nur alle paar Jahre zum Tüv fährst und das wars dann erstmal...Aber so ne Maschine wird ja vor jedem Flug überprüft und auch die Piloten werden halt immer "überprüft "....
Allerdings ist es mir noch immer ein Rätsel,dass ein Sturm so ne Maschine abstürzen lassen kann...
Dann hätte ich schon was Angst,wenn ich nach Süd Amerika mal fliegen würde....Wenn das so Tropen Stürme sind 
Die gibts hier ja nicht..... -
Hardy01 wrote:
Mit Deinem nächsten Absatz schürrst Du unbewusst die Flugangst vieler Menschen.Das war natürlich nicht meine Absicht. Ich wollte einfach nur darauf hinweisen, dass man mit einer gewissen "Demut" (wenn man es so nennen will) in ein Flugzeug steigen sollte. Im Bewußtsein, dass Fliegen für den Menschen nicht sein natürliches Fortbewegungsmittel ist, sondern dass ein hoher Aufwand an Technik, Energie und Können notwendig ist, damit man dies in Anspruch nehmen kann.
Aber genauso sollte man sich bewußt sein, dass man in einem Auto ebenso von einer Maschine sowie den Fähigkeiten von Menschen (seinen eigenen und die der anderen Verkehrsteilnehmer) abhängig ist und die hohen Geschwindigkeiten ebenso "unnatürlich" für einen Menschen sind.
Hardy01 wrote:
Weil Du die offene See ansprichst - soweit man überhaupt von einer "Regel" sprechen kann, passieren Unfälle in der Regel beim Start oder bei der Landung. Die Häufigkeit von Flugunfällen über dem Meer geht gegen Null.Das weiß ich natürlich. Aber der Mensch fühlt halt nicht in Zahlen und Wahrscheinlichkeiten. Vielen Leuten dürfte es mulmig zu Mute sein, wenn sie überlegen, dass sie sich grade 1000 km weit vom nächsten Festland entfernt, irgendwo über dem 4 km tiefen Atlantik befinden. Das ist eben kein "normaler" Zustand für einen Menschen.
Beim Autofahren sind sich die selben Menschen aber wahrscheinlich nicht wirklich bewußt, dass sie ebenfalls ein Risiko bzw. eine für Menschen nicht natürliche Situation eingehen. Liegt wohl einfach an der Gewöhnung. Im Flugzeug sitzen die meisten Menschen eben nicht so oft wie im Auto.
Mehr möchte ich gar nicht sagen. Wenn man sich dieser Dinge bewußt ist, kann man auch mit so einem Unglück (wenn es einen nicht persönlich betrifft) besser klar kommen.
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Danke für deine Ausführlichen Erklärungen.
Gibt es eigentlich eine Seite auf Deutsch wo man sich über die Fliegerei (Technik, Funktion, Sicherheit) grundlegend belesen kann?Danke !
Stephan
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seventh_son wrote:
Vielen Leuten dürfte es mulmig zu Mute sein, wenn sie überlegen, dass sie sich grade 1000 km weit vom nächsten Festland entfernt, irgendwo über dem 4 km tiefen Atlantik befinden. Das ist eben kein "normaler" Zustand für einen Menschen.Das kannst du aber laut sagen! Wir fliegen heuer in die Karibik aber über die Tiefe des Atlantik hab ich mir bis vorgestern nicht wirklich Gedanken gemacht

