Kenia im August?
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Nach unseren langjährigen Erfahrungen gibt es zwar in Kenia, besonders an der Küste sehr viele Affen, von Bissen weiß ich nur in zwei Fällen und hier waren wirklich die Menschen selbst schuld. Sie gaben einer Affenmutter mit Jungem (grüne Meerkatzen) Süßigkeiten und als nichts mehr da war, wurden sie gebissen. Beide Damen wurden im Diani Hospital gegen Tollwut geimpft, es wurden auch andere Injektionen gegeben, weil sie nach dem Biss täglich ins Hospital mussten.
Meine Empfehlung: Vermeidet den Kontakt mit allen Affen, füttert sie nie und geht nie mit Essbarem, wie Obst, Kekse usw. auf den Balkon oder die Terrasse. Auch an der Strand- bzw. Gartenliege empfiehlt es sich, vorsichtig zu sein beim Essen. An den nachmittäglichen Teestunden ist es schon oft geschehen, dass Affen den Kuchen oder die Crepes vom Teller stehlen, hier sind aber auch vom Hotel Askaris zum Schutz der Gäste abgestellt.
Yeiyo
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Ich war gestern beim Tropenmediziner (einer der eher nach dem Motto "So viel wie möglich" arbeitet, als nach "So viel wie nötig"), als er dann bei Tollwut angekommen war beim Durchsprechen von den Impfungen hab ich die Notbremse eingelegt, das ist meines Erachtens wenn man nicht vorhat höchstpersönlich durch den Busch zu robben und mit den Löwen zu kuscheln eher übertrieben....
Auf diese Argumentation hin hat er mir auch recht gegeben.Zu Doxycyclin:
Wer meint er muss sich im Urlaub präventiv mit Antibiotika vollstopfen, dem sei das gegönnt.
Aber Nebenwirkungen von Antibiotika sind genauso wenig zu verachten, zudem hoffe ich, dass alle Frauen die mit iihrem Mann/Freund im Urlaub sind und das nachmachen und mit der Pille verhüten, dann nicht zu dritt aus dem Urlaub heimkehren.
Memo: Pille und Antibiotika ---> Pille wirkt unter Umständen nicht mehr -
Jambo Honeytrab,
von vollstopfen mit Doxy kann man wohl kaum reden, ob ich täglich Malarone oder Doxy nehme und mit Malarone nur die Malaria absichere, hingegen mit Doxy eine ganze Palette von Infektionen die auch richtig eklig werden können absichere. Mein Doc und Apotheker schwören auf Doxy und unverträglich können Malarone aber auch Antibiotika sein. Man sollte mit der Sonne vorsichtig sein und natürlich mit der Pille aufpassen. Ein weiters Argument ist für mich der Preis 17 Euro für 50 Doxy oder über 50 Euro für 12 Malarone schlau verpackt, die meißten Urlaube gehen 14 Tage, also muß man 24 kaufen.
Jeder soll für sich entscheiden, aber nicht umsonst empfiehlt die WHO und auch das Tropeninstitut Doxy.
LG Gabi2001 ( Franz )
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Jambo,
bei einer eh "nicht günstigen" Reise nach Kenya (oder in andere Malaria Gebiete) sollte man vielleicht nicht grad bei der Gesundheit sparen. Und in den meisten Fällen bekommt man das Geld von der KK zurück!
Lariam und Malarone können zur Notfall-Selbstbehandlung eingesetzt werden - Doxi kann nicht zur Malaria-Selbstbehandlung eingesetzt werden!
Aber jeder so wie er mag...... -
Jambo Dubhe,
lies doch einfach mal bei der WHO nach bevor Du solche Informationen ins Netz stellst, Doxy ist sehr wohl auch zur Notfallbehandung geignet, Malarone und Lari-.... werden von den wenigsten Krankenkassen übernommen, nur die Gelbfieberimpfung wird meißtens bezahlt, alles andere ist für die meißten Kassen Luxus.
Jeder medizinische Laie soll sich von seinem Arzt beraten lassen und dann selbst entscheiden!
Mfg Gabi 2001 ( Franz )
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komisch... dann muss ich hier einen von der DTG getürkten Ausdruck mit eben diesen Informationen vor mir liegen haben..... Sonst kann ich mir das nicht erklären :?
Nun, selbst wenn es von meiner KK nicht mehr übernommen werden sollte, werde ich trotzdem für meine Gesundheit tief in die Tasche greifen! -
Jetzt interessierts mich aber doch genauer... Mein Tropenmediziner meinte nämlich auch Doxy wär Blödsinn und ich habs aber schon öfter gelsen, dass es genommen wird.
Übrigens empfinde ich eine zweiwöchige prophylaktische Einnahme mit einem Medikament so und so als Vollstopfen, egal ob Malarone oder Antibiotikum.
Mir wurde einfach angelernt Antibiotika nur in akuten Situationen zu nehmen und wenns nicht anders geht...
Aber, wozu hat man was zum nachlesen...
"Doxycyclin ist ein Tetracyclinantibiotikum, das nicht nur gegen Bakterien, sondern auch gegen Plasmodien wirkt. Es kann zur Malariaprophylaxe auch in Gebieten mit Chloroquinresistenz alternativ zu Mefloquin (sprich: Lariam) und Atovaquon/ Proguanil (sprich: Malarone) bei Erwachsenen eingesetzt werden."
Daraus les ich: 1. Du hast Recht, prophylaktisch ist es durchaus möglich.
2. Für Kinder nicht geeignet!!
3. Seh ich da noch ein Problem mit der Dosierung ehrlich gesagt... Mich würde interessieren ob die Doxycyclinmedikamente, die zur Malariaprophylaxe zugelassen sind eine andere Dosierung haben als unsere Tabletten. Das wäre auf jeden Fall sicherzustellen. Da würd ich mich auf jeden Fall mal schwer drum bemühen nen FAM- Text (Beipackzettel o. ä.) aus Kenia oder wo auch immer aufzutreiben und das zu vergleichen, bzw gucken ob die schlaue WHO auch gleich ne Dosierungsempfehlung (Wie viel mg wie oft am Tag?) abgegeben hat. Außerdem: bei Nahrungsaufnahme mit Milch, Calcium und Eisenpräparaten wird Doxy vermindert aufgenommen.Aber es geht weiter:
"Doxycyclin allein ist zur Therapie der malaria nicht geeignet (...)."
Da hat Dubhe Recht, als Standby bringt das mal gar nix.
Für mich kommt dann noch die Pillenproblematik zu dem uns angelernten vorsichtigen Umgang mit Antibiotika (würden alle damit vorsichtiger umgehen, würde Antibiotikas oft viel besser anschlagen...). Da geb ich lieber mehr Geld aus (bekomms evtl von der Kasse eh zurück...) und muss mir keine Gedanken über meine Verhütung machen.
Ausserdem sind Tetracycline phototoxisch, "--> keine Sonnenbäder während Tetracyclintherapie!" steht hier. Kontraproduktiv im Keniaurlaub, irgendwie.....Aber wer nicht phototoxisch reagiert, nichts braucht um im Akutfall doch mit Selbstmedikation beginnen zu können und das Problem nicht der Pille nicht als Problem sieht, für den funktioniert Doxy sicherlich.
Quelle übrigens: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, Elsevier Verlag...

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Hi,
Gabi/Franz, du schwoerst halt auf dein Doxy, das sei dir unbenommen.
Ungeachtet dessen sind alle Medikamente heftig, die man "freiwillig" in Bezug auf Malariaabwehr einnimmt (hunderte kleine chem. Prozesse laufen im Koerper ab!) und diese bloede Resistenzbildung mal ausgenommen...Aber: Doxycyclin eignet sich wirklich nicht, als alleiniges Therapie-Mittel.
Es wird im Falle einer Malariainfektion in Kombination mit z.B. Chinin (Antimalariamittel) gegeben, nicht alleine.
siehe auch:
http://www.fit-for-travel.de/Malaria/Medikamente
oder richtige Fachliteratur. -
Den Titel "Kenya im August" hat wohl niemand hier im Kenya-Forum so richtig ernst genommen.
Man fühlte sich hier im "medizinischen Forum" und ist, wenn man alles so richtig durchgelesen hat, so schlau wie vorher.
Ein Glück, daß es auch vernünfige Ärzte gibt, die uns Kenya-Reisewütige und /oder uns "INFIZIERTEN" mit dem Kenya-Virus, fachgerecht Auskunft darüber gibt, was wir vorher, während und nach der Reise zu schlucken haben. Da ist schon manchem Afrika-Touristen im Vorfeld der Reise übel geworden, was das Reisefieber nicht unbedingt schürt.
Schade, daß man soviel einnehmen muß, aber leider geht es nicht anders, wenn man verantwortungsvoll damit umgeht.
Erkläre mir nur einer, was das alles mit dem Thema "Kenya im August" zu tun hat.
12 Monate Kenya- die Medikamente bleiben die gleichen!
Es grüsst Euch alle
Wolf-Dieter (fallerof) -
Jambo Wolf-Dieter,
vielleicht liegt es daran, weil diese Fragen immer mal wieder "dazwischen rutschen"? Vielleicht weil "Neulinge" nicht an das Gesundheits Forum denken? Würd ich, ehrlich gesagt, auch nicht.... :? :?
Kommen wir also wieder zurück zu Kenya im August

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Jambo
genau Dubhe!
Ich finde den August einen sehr guten Reisemonat.
Es hat in 3 Wochen nur zwei volle Tage geregnet und sonst waren es nur Minischauer!
Ich konnte jeden Morgen schön laufen gehen,da es noch nicht zu heiß war.Und abends hat man beim Abendessen auch nicht so geschwitzt.
Echt ideal!Lg Turtle 1994