Panik!
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Ich glaube, "Schnauze runter" müsste hierfür genauer qualifiziert werden.
"Runter" (im Sinne negatives Gefälle in Flugrichtung bzw. in Relation zum Steigungswinkel) geht sie beim Start jedenfalls nicht!Den Ängsten und ihrer Bekämpfung dienen jedoch derlei Details nur sehr bedingt ... daher will ich das auch nich weiter "vertiefen".

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Erika1 wrote:
Doch, auch während des Steig- oder Sinkfluges geht die "Schnauze" runter oder hoch.
Die Flughäfen bzw. deren Fluglotsen schreiben vor, wie ein Flugzeug zu steigen bzw. zu sinken hat, oft geschieht das "treppchenweise". Der Anstiegs- oder Sinkwinkel wird vorgeschrieben.Ich denke mal nicht das fitchy1233 das gemeint hat.
Der Pilot bekommt vom Lotsen die Freigabe eine bestimmte Höhe zu erreichen, oft treppchenweise, das ist richtig. Die Lotsen bestimmen aber nicht in welchen Winkel der Pilot zu fliegen hat, weder bei Start noch bei der Landung.Auch während des Reisefluges kann man den Eindruck gewinnen, dass die "Schnauze" nach unten geht, absackt. Die Erde ist rund - würde das Flugzeug ständig gerade aus fliegen, würde es sich irgendwann im Weltraum bewegen. Es muss seine Flughöhe über Grund behalten - und die, die ihm von den Grundlotsen bestimmt ist.
Das macht es auch, es fliegt gerade aus und hält seine Höhe. Die wird ja nicht korregiert. Fliegt er auf 30000 Fuss bleibt das auch so, es sein denn der Pilot fordert eine Freigabe auf eine andere Flughöhe an. Aber dass die "Schnauze" während es Fluges nach unten geht ist mir noch nie aufgefallen. Es sein denn es geht in den Sinkflug. Steigen auf eine andere Flughöhe tut er irgendwann um Kerosin zu sparen.
Aber ich denke das kann iamsiggi viel viel besser beantworten
**Gruss** -
Würde das in Sachen Aerophobie irgendwas nutzen, könnt ich da jetzt auch noch einiges dazu sagen - allerdings war mein Einwand nicht sonderlich ernst gemeint und sollte hier auch nicht endlos für Gesprächsstoff sorgen.

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also deine Flugmanöver möchte ich nicht so ohne weiteres mitmachen, das würde nicht lange gut gehen. Oder wollte dich da jemand auf die "Schippe" nehmen?:
Zitat:
"1.) Doch, auch während des Steig- oder Sinkfluges geht die "Schnauze" runter oder hoch.
Die Flughäfen bzw. deren Fluglotsen schreiben vor, wie ein Flugzeug zu steigen bzw. zu sinken hat, oft geschieht das "treppchenweise". Der Anstiegs- oder Sinkwinkel wird vorgeschrieben.2.) Auch während des Reisefluges kann man den Eindruck gewinnen, dass die "Schnauze" nach unten geht, absackt. Die Erde ist rund - würde das Flugzeug ständig gerade aus fliegen, würde es sich irgendwann im Weltraum bewegen. Es muss seine Flughöhe über Grund behalten - und die, die ihm von den Grundlotsen bestimmt ist.
3.)Etwa in Höhe der Reiseflughöhe geht die Flugzeugnase eh´ nach unten, ist kerosinsparender."
Zitat EndeZu 1.
Während des Steigfluges ist die Längsachse des Flugzeuges gegenüber der Horizontalen vorne nach oben geneigt und ist nur abhängig vom Steigwinkel. Dieser ist begrenzt durch die Leistung der Triebwerke, der Geschwindigkeit und das Strömungsprofil an den Tragflächen, damit es keinen überzogenen Flugzustand geben kann. Beim Sinkflug ist es genau umgekehrt entsprechend der Sinkgeschwindigkeit. Den Sonderfall des parallel zu sich selbst Sinkens mittels reduzierter Antriebsleistung einmal außer acht gelassen. Die Fluglotsen schreiben nur die Flugebenen, also Höhen, vor, nicht die Art und Weise wie sie erreicht werden! Das wurde ja hier schon gesagt. Beim Landeanflug ist der Gleitwinkel sogar durch entsprechende Gleitfunkfeuer vorgegeben.Zu 2. Das ist wohl nicht ernst gemeint oder es ist Haarspalterei! Das Flugzeug liegt mit seiner Längsachse fast, bis auf ein paar Bogenminuten vorne nach oben angehoben, horizontal zur Erdoberfläche. Ich will doch stark annehmen, dass es dabei geradeaus fliegt! Sicherlich meintest du auch horizontal statt geradeaus! Eben, es muß seine konstante Höhe über der Erdoberfläche beibehalten. Nur in einem extraterristischen Koordinatensystem würde es tatsächlich vorne ständig zum Erdmittelpunkt hin geneigt sein. Wenn du diese Neigung wahrnimmst, dann befändest du dich nicht im Gravitationsfeld der Erde und müßtest die Neigung auf einige Stellen hinter dem Komma als Winkel in Grad oder Bogenmaß empfinden können! Und das wage ich sehr stark zu bezweifeln!
Es muß nur parallel zur Erdoberfläche, also in horizontaler Fluglage, bleiben und ihr durch die Anziehungskraft in gleicher Höhe folgen.Zu 3. In der Reiseflughöhe hat auch dort die horizontale Längsachse, bei gleichen Flugbedingungen, einen ganz ganz kleinen Winkelbetrag nach oben und geht nicht nach unten. Das ist der Winkel, der den Höhenabfall durch die Gravitation kompensiert. Ebenso wie die Triebwerke einen recht beachtlichen Anstellwinkel vorne nach oben weisen. D. h. der Abgasstrahl geht nach hinten unter die Horizontale. Mit Treibstoffersparnis hat das absolut nichts zu tun!
Gruß Dieter
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Ich bin sehr zufrieden mit Dieter!

Vielleicht war das sogar so gut erklärt, dass es einem Flugangstkandidaten doch hilft.
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vonschmeling wrote:
Abgesehen von Kollisionen (auch mit kleinen Gegenständen) sind die Risiken beim Start eher geringer, als bei der Landung, die jedoch von den meisten Aerophobikern als weniger "bedrohlich" empfunden wird.
Veto,Ich glaub es ist genau umgekehrt: Die Leute fürchten die Landung mehr als den Start.
Aber vom Gefahrenpotential ist definitiv der Start der heikelste Teil des Fluges und nicht die Landung.
.....ausser ich mach sie
(..aber bis jetzt habe ich zumindest im Fullfly Sim immer getroffen ....)Siegfried.
.. morge wieder mit einer privat gecharterten B737-800 und vielen vielen Mitreisenden
in Neapel und Umgebung unterwegs
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Oh Siggi ist morgen beim OS Tagesflug nach Neapel dabei :-)))
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Noch ein bisschen Statistik zur "Risikoeinschätzung":
51% der Flugunfälle fielen in die Phasen final approachund landing, nur17% jedoch in die Phasentake offund initial climb. 12% der Unfälle ereigneten sich in der cruise Phase.

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"Aber vom Gefahrenpotential ist definitiv der Start der heikelste Teil des Fluges und nicht die Landung."
Das vermag ich nicht ganz einzusehen! Wo liegt die Begründung für diese Aussage?
Nehmen wir einmal an, ein Start und eine Landung sollen aus dem/bis zum Stillstand des Flugzeuges ausschließlich manuell durchgeführt werden; z. B. bis auf/aus 5000 ft Höhe, ohne jeden Eingriff und Hilfe eines automatischen Regelkreises! Dann ist es doch wohl unzweifelhaft so, dass während des Anfluges und der Landung weit mehr manuelle Aktionen und Eingriffe erforderlich sein werden und durchgeführt werden müssen als beim Start.
Nun wird aber bei jeder Prozessteuerung allgemein gelehrt, das die Anzahl der erforderlichen relevanten Tätigkeiten auch gleichsam als Maß für den Schwierigkeitsgrad gewertet werden muß. Er ist ihm sogar proportional! Da der Schwierigkeitsgrad oder die Komplexität eines solchen Vorganges wiederum mit dem Gefahrenrisiko eng gekoppelt ist, ergibt sich hier doch das Resultat der Gefährdung aus diesem Vorgang logischerweise ganz von alleine!
Zumal sich doch das Gerät im Landevorgang über endliche Zeit in einem zumindest indifferenten Flugzustand befindet. Das trifft für den Startvorgang in keiner Phase zu.
Ich gebe zu, dass, wenn es beim Startvorgang kurz vor und nach dem Abheben, einen rapiden Leistungseinbruch oder -Abfall gibt, dann eine äußerst kritische Situation bzw. kritische Phase entsteht. Beinahe eben so schlimm ist allerdings auch ein Verlust der Triebwerksleistung in der Endphase vor dem Aufsetzen.Oder habe ich da irgendwo geschlafen als das in der Prozessdynamik und -Steuerung von Systemen abgehandelt wurde?
Deswegen verstehe ich die obige Aussage überhaupt nicht!
Auf Fachchinesisch habe ich hier bewußt verzichtet!Gruß Dieter
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Ich will ja nicht unken, aber vielleicht sollten wir im Interesse des Themas auf die Aufzählung von Flugunfällen verzichten?
Zur Angstbewältigung ist das wohl wenig dienlich ... :?Ich gebe zu, dass meine statistischen Zahlen auch nicht gerade beruhigend wirken, da sie jedoch eine falsche Behauptung relativierten, hab ich sie trotzdem gepostet.
Nur, wenn wir so fortfahren, erreicht der Titel "Panik" eine neue Dimension:
Bis vor der Lektüre unserer Posts war noch alles in Ordnung ... aber danach??
Abgesehen davon liebe ich den Hinweis "die Erde ist rund".
Kann man denn auf dem Avatar tatsächlich meine Haarfarbe erkennen???


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[quote=]@ hallo vonschmeling
Aber verdammt noch einmal, wem oder was hilft es, wenn wir andauernd alles verdrängen und drum herum reden was uns unbequem ist?
Ich ging immer davon aus, dass hier schon mehrfach festgestellt wurde es sei besser etwas mehr Informationen zu haben und nicht plötzlich von den Ereignissen kalt erwischt zu werden! Das ist jeder ohnehin, aber er weiß dann in groben Zügen worum es sich handelt!
So manche Kabinendurchsage z. B. über einen zu erwartenden unruhigen Flug, und sei sie auch noch so vorsichtig und gefühlvoll formuliert, löst doch bei vielen schon größte inneren Unruhen und Unbehagen aus. Woran liegt das? Teilweise doch daran, das sie überhaupt nichts mit einem "unruhigen Flug" anfangen können! Daher ist es für viele wirklich besser kalt und ohne Vorankündigung überrascht zu werden. Damit bleibt ihnen keine Zeit innerlich eine Panikattacke nach der anderen aufzubauen; sie verhalten sich so als seien sie augenblicklich durch das Geschehen paralysiert. Das habe ich schon mehrfach erlebt. Für die Betroffenen und das Umfeld ist das oftmals viel besser, denn es ist ein ziemlich wirksamer Selbstschutz gegen Panik.
Wären sie aber etwas aufgeklärter, wüßten sie mit einer solchen Situation, und sei sie auch noch so unverständlich, viel gefasster und besser umzugehen.Also was soll dieses andauernde "Kneifen" eine mögliche Realität klar aus- und anzusprechen? Dadurch wird sie nicht anders oder gar besser!
Nur es muß sachlich, ohne Emotionen oder Übertreibungen geschehen; und das ist nur möglich wenn man weiß was geschehen wird oder kann, ohne eigene "Wenns und Aber"! Solche "Patienten" sind in solchen Situationen höchst sensibilisiert!
Ich jedenfall gebe Auskunft und werde es immer tun, wenn mich mein/e Sitznachbar/in danach fragt was eigentlich mit der Kabinendurchsage gemeint ist, was mit dem Flugzeug augenblicklich geschieht, wie was funktioniert und warum, usw. nach bestem Wissen und Gewissen. Das hat schon manchmal zu ganz positiven und erstaunlichen Ergebnissen geführt. Und das Fragen nahm auch im Nachhinein, nach dieser vermeintlich angekündigten Situation, kein Ende! Ein richtiger AHA-Effekt war ausgelöst worden.Womit wir wieder bei Anfang wären!
Gruß Dieter
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Jetzt muss ich dazu doch auch noch meine persönliche Meinung posten.
Nachdem mein Posting mit der "Schnauze unten" ja schon etwas diskutiert worden ist muss ich sagen dass ich mir generell fast nie große Gedanken im Flugzeug mache. Fast nie.
Ich war einmal in der Situation bei OS das die Ansage kam das Fahrwerk einer Dash lasse sich nicht ausfahren, die Situation in der Kabine möchte ich nicht näher schildern. Ich hatte damals weder Angst um mein Leben noch sonstiges, habe aber eine gehörige Portion Egoismus entwickelt (ich muss als erster raus etc.). Na ja nach ein paar Zusatzrunden in der Luft sind die Radln dann doch rausgegangen und die Welt war in Ordnung.
Ich muss auch sagen dass ich mir mal (weiß gar nicht ob das legal ist) die ganzen Flight Safety und sonstigen Manuals von OS und VO besorgt und gründlich studiert habe. Seitdem fühle ich mich noch sicherer weil ich weiß wie gut Crews ausgebildet sind.
lg andi
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Also als erstes kam die Air Hostess blass wie eine Wand aus dem Cockpit, dann kam ne Ansage vom Captain, und dann haben sie gesagt wie wir uns verhalten müssen. Also Brilen etc. weg, diese komische Kopfhaltung, auf welches Signal wir hören müssen usw....

