Weiter zum Inhalt
Bei HolidayCheck über 10 Millionen Bewertungen und Bilder für Hotels, Sehenswürdigkeiten und Reiseziele vergleichen und mit Preisvergleich und Tiefpreisgarantie Ihren Urlaub buchen!
  • Einloggen
  1. Startseite
  2. Übersicht
  3. Archiv (nur lesen)
  4. Brasilien (alt)
  5. BRASILIEN - fast niemand reist nur einmal hin
  6. BRASILIEN - fast niemand reist nur einmal hin

BRASILIEN - fast niemand reist nur einmal hin

Geplant Angeheftet Gesperrt Verschoben Brasilien (alt)
46 Beiträge 6 Kommentatoren 23.7k Aufrufe
  • Sortiert nach
  • Älteste zuerst
  • Neuste zuerst
  • Meiste Stimmen
Antworten
  • In einem neuen Thema antworten
Einloggen
Dieses Thema wurde gelöscht. Nur Nutzer mit entsprechenden Rechten können es sehen.
  • giselG Offline
    giselG Offline
    gisel
    schrieb am zuletzt editiert von
    #21

    👋 , zu den sehr gut recherchierten Ausführungen von Salvamore kann ich Folgendes sagen: Wenn man sich an die aller einfachsten Regeln hält, brauchen einem die Berichte über Favelas nicht von einem Brasilienurlaub abzuschrecken. Wir haben insgesamt fast 8 Wochen Urlaub in diesem wunderbaren Land verbracht (verteilt auf 2 Urlaube) und blieben von schlechten Erfahrungen total verschont. Natürlich waren wir in Rio ohne Kamera, Rucksack o.Ä. unterwegs. Und wenn der Reiseleiter sagte, man soll an die Copa ausser einem Handtuch nichts mitnehmen, dann haben wir nichts mit genommen!
    Fairerweise muss ich erwähnen, dass ein junges Ehepaar aus unserer Gruppe 100m vom Hotel überfallen wurde. Ihnen wurde die Videokamera gestohlen. Auf Nachfrage, warum sie denn das Teil mitgenommen hätten, meinten sie völlig aufgelöst, davon sei keine Rede gewesen, nur von Foto's, Rucksäcken usw.!!!
    Also den gesunden Menschenverstand sollte man nicht zu Hause lassen!.
    Wir waren auf jeden Fall tagelang in Rio unterwegs, mit Reisegruppe und ohne, am Tage und in der Nacht - und wir haben die Stadt in ihrer Schönheit genossen!
    Wenn man im Anflug über Rio ist, hat man schon einen ersten Eindruck von der Grösse und Einmaligkeit dieser Stadt! Erläuft man sie sich dann - ist man oft sprachlos über die wunderbaren Ausblicke (und Anblicke!!), die schönen Gebäude, die wunderbaren Strände, die guten Restaurants und und und.......
    Als ich zum ersten Mal oben auf dem Corcovado stand - wobei die Auffahrt mit der Bahn schon phantastische Ausblicke bietet - kamen mir die Tränen. Es ist einfach unbeschreiblich. Jeder Versuch diesen Ausblick in Worte zu fassen muss scheitern.
    Gegessen habe wir tagsüber mit Vorliebe in den sog. Kilo-Restaurants. Dort packt man sich alles auf den Teller was man möchte und am Schluss wird der Teller gewogen und nach Gewicht bezahlt. In den Kilo-Restaurants essen vorwiegend Brasilianer. Wir haben dort wenig Touristen gesehen.
    Die Brasilianer lieben grosse Fleischportionen. Davon kann man sich bei einem Besuch in einer Churrascaria überzeugen. Dort wird von langen Spießen das Fleisch dem Gast direkt auf den Teller geschnitten - und zwar alle Sorten von Fleisch! Auch Kalb und Huhn. Die Beilagen holt man sich an einem Buffet. Wer hier hungrig raus geht, dem ist nicht zu helfen!
    Natürlich ist der Zuckerhut ein MUSS. Aber für die Gondelfahrt sollte man schwindelfrei sein. Einige aus unserer Gruppe blieben auf der Zwischenstation und haben dort auf uns gewartet.
    Die Oper, die Kathedrale ( in die immerhin 20 000 Menschen passen sollen!) und
    unbedingt das über 100 Jahre alte, wunderschöne Cafe'Colombo ansehen!
    Man kann unmöglich alles aufzählen, deshalb mein Tipp: HINFAHREN !!!!!!
    In diesem Sinne, einen schönen Feierabend, Gisela.

    1 Antwort Letzte Antwort
    Antworten Zitieren
    • salvamor41S Offline
      salvamor41S Offline
      salvamor41
      schrieb am zuletzt editiert von
      #22

      Gisela, danke für Deinen wunderbaren Bericht über Rio. Wir waren leider nur 1 Tag dort, können Deine Eindrücke aber nur bestätigen. Rio ist berauschend schön, der Blick vom Corcovado über die Stadt und die Bucht wirklich so beeindruckend, daß einem fast der Atem wegbleibt. Wir konnten uns kaum trennen, unser Fahrer aus Buzios drängte dann aber irgendwann zum Aufbruch, weil wir rechtzeitig im Maracana-Stadion sein wollten. Dort haben wir dann mit 110.000 Zuschauern ein Fußballspiel zwischen Flamengo Rio de Janeiro und dem FC Santos gesehen (0:1), ein Erlebnis, das wir niemals vergessen werden.
      Wir haben Rio, eben so wir Ihr, sehr entspannt erlebt.
      Die kg-Restaurants in Brasilien sind eine ganz famose Sache, manchmal schon habe ich mich gefragt, warum sich das hier bei uns nicht durchsetzt.
      Wir haben auf Empfehlung unseres Fahrers, der sich ein wenig dort auskannte, ein gehobenes Restaurant an der Copacabana mit Terrasse am Meer besucht und waren erstaunt, daß wir dort vorzüglich bedient wurden zu wirklich, im Vergleich zu Deutschland, überaus günstigen Preisen. Also keine Spur von *******! Wir bezahlten dort nicht mehr, trotz der exzellenten Lage, als in einem anderen normalen Restaurant. Für 2x Filet Mignon a 300 g in ausgezeichneter Qualität, serviert mit Reis, Pommes Frites, Bohnen und dem unvermeidlichen Farofa (Maniokmehl), bezahlten wir umgerechnet ganze ca. 10,00 Euro, wobei eine Portion meist für 2 Personen reicht, selbst wenn man strammer Esser ist.
      Es gibt natürlich auch Spitzenrestaurants, die wesentlich teurer sind, aber selbst dort ist es im Vergleich zu Deutschland wesentlich günstiger. Aber gerade in Brasilien braucht man die gar nicht, weil man in den normalen Mittelklasse-Restaurants vorzüglich essen kann. Ein Kilo Filet Mignon kostet beim Metzger übrigens umgerechnet ca. 4,00-5,00 Euro, wie wir jetzt im Januar wieder sehen konnten.
      Allgemein muß man sagen, daß Brasilien für uns Deutsche ein sehr günstiges Reiseland ist. Die Reisezeitschrift "Reise & Preise" stuft Brasilien unter die 10 preisgünstigsten Reiseziele der Welt ein.  
      Es gibt in Brasilien alle erdenklichen Ferienunterkünfte, von ganz einfach bis luxuriös. In den Orten an der Küste, außerhalb der Städte, sind große Hotels eigentlich eher selten anzutreffen, man findet dort fast ausschließlich Pousadas (Pensionen) in allen Schattierungen. Es lohnt sich, bei der Auswahl der Unterkunft sorgfältig auszuwählen. Die ausschließlich von Brasilianern frequentierten Häuser sind in der Regel klein, der Raum sehr beengt, da gibt es sicherlich Unterschiede im Geschmack zwischen Südamerika und Europa. Wenn man sich an von Europäern geführte Anlagen hält, die auch europäische Gäste haben, liegt man richtig, weil unsere Komfortvorstellungen eher auf dem Platzangebot basieren.
      Diese typischen Pauschalreise-Destinationen mit ihren negativen Begleitumständen sind in Brasilien kaum anzutreffen. In Europa gibt es kaum Pauschalangebote für Brasilien, und die "Durchschnitts"-Brasilianer fahren selten länger als 1 Woche weg, sofern sie sich überhaupt eine Urlaubsreise leisten können. Meistens verbringen sie nur die Wochenenden am Strand. Die brasilianische Upper-Class bleibt kaum im Lande, sie machen eher in Florida oder Mexico Urlaub.
      Deutsche bzw. Europäer, die nach Brasilien fahren, sind nach unseren Erfahrungen überwiegend Leute, die über ihren Aufenthalt dort reflektiert haben, Land und Leute kennen lernen wollen und auch ein wenig das Abenteuer suchen.

      ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

      1 Antwort Letzte Antwort
      Antworten Zitieren
      • salvamor41S Offline
        salvamor41S Offline
        salvamor41
        schrieb am zuletzt editiert von
        #23

        Unsere 1. Reise nach Brasilien machten wir im Oktober '99. Das war völlig ungeplant, wir hatten eine winzige Anzeige in der "Welt am Sonntag" gesehen, mit der ein Inserent aus Göttingen eine in der Nähe des Golfplatzes gelegene Pousada in Buzios im Bundesstaat Rio de Janeiro anbot. In Buzios verbrachte Brigitte Bardot in den 60er Jahren mit einem ihrer Lover eine längere Zeit und angeblich besitzt sie heute noch ein Haus dort. Der Ort wird deshalb gerne von Urlaubsvermarktern als das St. Tropez Brasiliens bezeichnet. Er hat allerdings, wie sich dann Gott-sei-Dank schnell herausstellte, mit dem trubeligen und elitären St. Tropez so viel zu tuen wie die Kuh mit dem Sonntag. 
        Buzios, ca. 200 km nördlich von Rio auf der Halbinsel Armacao dos Buzios gelegen, ist ein weitläufig angelegter Ort mit insgesamt 23 Stränden bzw. Buchten, der sich für Familienferien eben so eignet wie für anspruchsvollen Individualurlaub. Das allgemeine Preisniveau ist für brasilianische Verhältnisse durchaus als gehoben zu bezeichnen, da Buzios sicher der angesagteste Badeort des ganzen Landes ist. Für uns Mitteleuropäer stellt sich das Preisgefüge als recht gemäßigt dar. Die brasilianischen Promis, die in Buzios und in dem benachbarten Cabo Frio ihre Anwesen haben, halten sich meist in ihren abgeschotteten Häusern auf. Ferraris, Rolls Royces und andere Schicki-Micki-Accessoires kommen nicht vor, weil das öffentliche Zurschaustellen von Reichtum in Brasilien unüblich ist und auch nicht angeraten erscheint. So ist die Atmosphäre in Buzios als entspannt, locker, typisch brasilianisch zu bezeichnen.
        Unsere Pousada lag ca. 3 km vom Ortszentrum entfernt in der Nähe (ca. 50 m) des langen Sandstrandes Manguinhos. Normalerweise fuhren wir mit dem Linien-Bus in den Ort, ein besonderes Erlebnis, und wieder zurück. Wenn wir mal keine Lust dazu hatten, nahmen wir ein Wassertaxi, das uns in 10 Minuten quer über die Bucht zurückbrachte. Unsere schnuckelige Pousada Alicia wird geführt von einem brasilianisch-deutschen Ehepaar, sie ist gemütlich eingerichtet, hat einen wunderschönen Garten mit Swimming Pool, eher kleine, aber ordentlich eingerichtete Zimmer mit TV und Telefon. Frühstück wird im palmfasergedeckten, offenen Restaurant serviert. Ich weiß nicht mehr genau, was wir damals bezahlt haben, zur Zeit kostet die Pousada ca. US$ 40,00 pro Zimmer und Nacht einschließlich einem großen brasilianischen Frühstücksbuffet. Das ist sie allemal wert.
        Von Buzios aus haben wir Ausflüge mit Linien-Bus und Mietwagen in die nähere Umgebung, u.a. nach Cabo Frio gemacht. Und wir haben die Gelegenheit wahr genommen, ein Fußballspiel um die brasilianische Meisterschaft im berühmten Maracana-Stadion in Rio zu sehen, über das ich schon berichtete.
        Uns hatte unser erster Urlaub in Brasilien so gut gefallen, daß wir nach Urlauben in New York, auf Mauritius und in Athen dann 2001 wieder dort hin reisten. Darüber beim nächsten mal!

        Hotel aus diesem Beitrag
        Hotel do Sol de Cabo Frio
        Rio de Janeiro/Brasilien
        Zum Hotel

        ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

        1 Antwort Letzte Antwort
        Antworten Zitieren
        • salvamor41S Offline
          salvamor41S Offline
          salvamor41
          schrieb am zuletzt editiert von
          #24

          In 2001 haben wir unseren ersten Urlaub in Bahia gemacht.
          Auf dem Plan standen Salvador und Imbassai. Wir hatten vorher die sehr umfangreichen Kataloge einiger deutscher Spezial-Brasilien-Anbieter zu Rate gezogen und dann die Reisebausteine bei einem dieser Anbieter gebucht. Wie wir allerdings dann später vor Ort feststellten, hätten wir die Unterkünfte vor Ort wesentlich preisgünstiger haben können. 
          Zunächst blieben wir 1 Woche in Salvador da Bahia, Hauptstadt des Bundesstaates Bahia, der flächenmäßig in etwa so groß wie Frankreich ist. Dort leben ca. 80% Farbige, Nachfahren afrikanischer Sklaven. Greater Salvador hat ca. 3 Millionen Einwohner, nach neuesten Erkenntnissen ist es der drittgrößte Ballungsraum Brasiliens nach Sao Paulo und Rio de Janeiro. Prunkstücke Salvadors sind die Altstadt "Pelourinho", UNESCO-Weltkulturerbe, und natürlich die Stadtstrände. Uns gefielen die stadtnahen Strände, wie z.B. Barra, nicht sonderlich, weil sie sehr stark frequentiert sind, die Strände weiter außerhalb, wie Flamengo, Stella Maris und Itapoa, sind dagegen sehr, sehr schön. Wir haben uns jedoch mehr im Pelourinho aufgehalten, der in den 90er Jahren fast komplett renoviert wurde und nun eines der schönsten Barockviertel der Welt darstellt. Beim Spaziergang durch die hügeligen Gassen und Straßen fühlt man sich in eine andere Welt versetzt. Es gibt Restaurants jeglicher Couleur, natürlich auch viele mit typischer Baiano-Küche, viele Kneipen und Bars und, was uns besonders interessierte, eine Reihe wirklich anspruchsvoller Kunstgalerien. Wir haben von den Besuchen Salvadors einige sehr schöne Bilder, Skulpturen und Collagen mitgebracht. Man kann dort anspruchsvolle Kunst zu einem Bruchteil dessen erwerben, was hier bei uns so verlangt wird.
          Gewohnt haben wir in der Pousada Carmo im authentischen Carmo-Viertel, ca. 10 Minuten zu Fuß vom Pelourinho. Dies Pousada, geführt von einem jungen italienisch-brasilianischen Ehepaar, ist ein richtiges Kleinod, sie ist eingerichtet mit feinsten toskanischen Antiquitäten. Es war zwar räumlich alles ein wenig beengt, aber einrichtungsmäßig von erlesenstem Geschmack. Das Frühstücksbuffet war eine Wucht, eines der umfangreichsten, die wir bisher in Brasilien hatten. Von der Terrasse des Frühstücksraums hat man einen wunderbaren Blick über den Hafen und die Allerheiligenbucht bis hin zur Insel Itaparica.
          Salvador ist, ähnlich wie Lissabon, eine Stadt auf zwei Ebenen, verbunden mit einem Personenaufzug.
          Es gäbe sehr viel mehr über Salvador zu berichten, das würde den Rahmen sprengen. 
          Nach 1 Woche trennten wir uns nur schwer von Salvador und fuhren nach Imbassai. Das ist ein Badeort ca. 70 km nördlich von Salvador an der Linha Verde, einer Küstenlinie, die erst in den 70er Jahren erschlossen wurde und wegen seiner traumhaften, endlos langen Palmestrände immer beliebter wurde. Imbassai ist eine Streusiedlung direkt am Meer, dort gibt es, wie meist in Brasil, keine Hochhäuser, sondern nur Ferienhäuser und die Anwesen der Einheimischen. Es ist eine Oase der Ruhe, weil der Ort noch nicht so bekannt ist, im Gegensatz zu dem lebhafteren und mit besserer Infrastruktur ausgestattetenPraia do Forte, welches 10 km entfernt liegt. In Imbassai kommen Naturliebhaber und Ruhesuchende voll auf ihre Kosten. Zwischen dem Ort und dem Meer mündet ein kleiner Fluß ins Meer, den man auf dem Weg zum Strand durchwaten muß. Die Brasilianer setzen sich mit den Stühlen und Tischen der sog. Barracas, einfacher Restaurants am Strand, mitten in diesen Fluß und trinken dort ihr Bierchen, das haben wir zum ersten mal in Brasil gesehen und es später nachgemacht. Einfach geil! Der Ort hat keine großartige Infrastruktur, 4 schöne Restaurants, eine Handvoll Kneipen, ein paar Tante-Emma-Läden und so ca. 10-15 Pousadas.
          Gewohnt haben wir bei Regina Omischl, einer gebürtigen Sylterin, in der Pousada Caminho do Mar. Das Anwesen ist weitläufig angelegt, gepflegt und mit einem riesigen Swimming Pool ausgestattet. Wir haben uns bei Dona Regina, wie die Angestellten sie nennen, sehr wohl gefühlt. Es gibt auf dem Gelände so ca. 15 weit auseinander stehende Einzelbungalows, die geräumig und zweckmäßig eingerichtet sind. Das Frühstück wird dort serviert, wo man es haben will, im Restaurant, am Pool oder auf der Terrasse. Was Regina heute nimmt, weiß ich nicht genau, damals verlangte sie bei Internet-Buchung 75,00 Reais, also nach heutigem Kurs ca. Euro 22,00 pro Bungalow und Nacht.
          Wir haben in Imbassai Strände kennen gelernt, wie wir sie bis dato nicht kannten, nach beiden Seiten ca. 30 km ununterbrochener, palmengesäumter, autobahnbreiter Sandstrand. Wir haben schon viele tolle Strände gesehen, z.B. in Florida und auf den Bahamas, aber das ist einfach paradiesisch! Für Strandwanderer wie uns, aber auch für Leute mit Kindern, unübertroffen!
          Nächster Bericht: abermals 1 Woche Salvador und 2 Wochen Morro de Sao Paulo auf der Ilha de Tinhare, 2 Std. mit dem Schnellboot von Salvador.

          Hotel aus diesem Beitrag
          91%
          Hotel Stella Maris
          Sardinien/Italien
          Zum Hotel
          Hotel aus diesem Beitrag
          99%
          Pousada Caminho do Mar
          Bahia/Brasilien
          Zum Hotel

          ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

          1 Antwort Letzte Antwort
          Antworten Zitieren
          • giselG Offline
            giselG Offline
            gisel
            schrieb am zuletzt editiert von
            #25

            Wenn ich die anschaulichen Berichte von Salvamore lese, packt mich die Lust sofort einen Brasilienurlaub zu buchen. Wenn nichts dazwischen kommt, führt uns unsere übernächste Winterflucht wieder nach  Brasilien.
            Ich war 2001 das erste mal dort. Mein Mann war schon viele Jahre vorher in Rio (vor unsrer gemeinsamen Zeit) und er hat immer geschwärmt. Nachdem wir dann verschiedenen Urlaubsländer bereist hatten kam die Idee nach Brasilien zu fliegen.
            Ich muss gestehen,dass ich etwas skeptisch war. Wir hatten soviele wunderschöne Länder bereist - und da sollte Brasilien so etwas Besonderes sein?
            Wer meinen Bericht über Rio gelesen hat, weiss : Es ist etwas Besonderes!
            Nachdem wir einige Tage in Rio verbracht hatten, ging es mit der ganzen Gruppe (ca. 15 Leute) wieder zum Flughafen. Wir flogen via SaoPaulo nach Foz do Iguacu. Ins Dreiländereck Argentinien, Brasilien und Paraquay. Der Flug war ziemlich unangenehm. Da die Maschine wegen der geringen Flugzeit nur die mindest Reisehöhe fliegt, bekommt man so ziemlich jeden Windstoss mit, der über den Urwald weht.
            Trotzdem sind wir wohlbehalten angekommen.
            Wir wurden von einem sehr netten Reiseleiter in einen Kleinbus verfrachtet und ins "Hotel das Cataratas" gebracht. Dieses Hotel liegt direkt an den Wasserfällen, steht unter Denkmalschutz und war (von den Wasserfällen abgesehen) fast schon die Anreise wert.
            Die Wasserfälle sind gigantisch. Man kann auf Stegen und Brücken ganz nahe an die Wasserfälle heran. Natürlich ist man anschliessend durch die sprühende Gicht klatschnass - aber da durch die hohe Luftfeuchtigkeit sowieso andauernd ein tropischer Regenguss fällt, spielt das gar keine Rolle!
            Es ist ein optisches und ein akustisches Erlebnis. Ich hätte mir niemals die Lautstärke vorstellen können, die herabstürzende Wassermassen verursachen.
            Kurz gesagt ist man total beeindruckt von dieser riesigen Naturgewalt. Die übrigens durch ein binationales Wasserkraftwerk auch genutzt wird.
            Man kann Bootsfahrten bis an die Wasserfälle machen. Früher waren auch Hubschrauber-Rundflüge buchbar, aber die hat man aus Umweltschutzgründen verboten. Ich für meinen Teil habe auch auf die Bootsfahrt verzichtet, da ich noch mit dem Flug zu kämpfen hatte.
            Wir waren eine Nacht im Hotel untergebracht Man kann den Aufenthalt rundum geniessen. Das Anwesen ist im englischen Kolonialstil erbaut, mit riesigen offenen Kaminen, holzgetäfelten Räumen und einem schönen Garten mit Pool.
            Und ständig hat man das Tosen des Wasserfalles im Ohr. Auch im Zimmer mit geschlossenen Fenstern. Abends haben wir an einem Grillfest teilgenommen. Lecker! Nach einem letzten Drink fielen wir dann ziemlich 'geschafft' ins Bett.
            Am nächsten Tag ging die Tour dann weiter. Via Sao Paulo flogen wir nach Salvador de Bahia.
            Und wir hatten immer noch fast 3 Wochen Urlaub vor uns!!!!!!!!
            Für heute mache ich Schluss (wir müssen zu einem 60.Geb.), bis zum nächsten Mal, ein schönes Wochenende, Gisela.

            1 Antwort Letzte Antwort
            Antworten Zitieren
            • salvamor41S Offline
              salvamor41S Offline
              salvamor41
              schrieb am zuletzt editiert von
              #26

              Hallo Gisela,

              Iguacu haben wir leider noch nicht besucht, Dein Bericht ermuntert geradezu, das beim nächsten mal nachzuholen. Ich denke, wir werden jetzt mal "fremd gehen", aber unsere nächste Reise nach Brasilien im Herbst '05 haben wir schon im Hinterkopf. Iguacu wird es mit Sicherheit sein und das "Cataratas", das Du empfiehlst, auch. Aber auch die Chapada Diamantina wollen wir endlich sehen. Seid Ihr dort auch schon gewesen, wenn ja, würden mich Deine Erfahrungen  interessieren.
              Beste Sonntagsgrüße in die schöne Pfalz!
              salvamor

              Hotel aus diesem Beitrag
              Greenstar Hotel Oulu
              Bahia/Brasilien
              Zum Hotel

              ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

              1 Antwort Letzte Antwort
              Antworten Zitieren
              • salvamor41S Offline
                salvamor41S Offline
                salvamor41
                schrieb am zuletzt editiert von
                #27

                Im Okt./Nov. '02 waren wir zum 3. mal in Brasilien. Wir hatten uns, weil es uns beim ersten mal so gut dort gefallen hatte, noch einmal 1 Woche Salvador da Bahia vorgenommen. Gewohnt haben wir im Hotel Pousada Redfish, in der selben Straße wie das Villa Carmo ein Jahr zuvor, also in weitgehend tourifreier und authentischer Umgebung. Das Haus gehört einem englischen Kunstmaler und seiner bahianischen Frau, es wurde unter Beibehaltung des alten Characters einfühlsam renoviert. Wir haben uns auch dort sehr wohl gefühlt, hatten ein riesengroßes Zimmer mit Bad und eine ebenso große Terrasse mit Blick über das Stadtviertel. Charles und Helena Butler haben 100 m weiter ein anderes altes Haus gekauft und waren zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes dort gerade dabei, dieses zu entkernen und nach modernen Gesichtspunkten zu renovieren, inzwischen ist das Haus fertig.
                Direkt am nächsten Tag nach der Ankunft besuchten wir erst einmal unsere nette Freundin ein paar Häuser weiter, Besitzerin eines Gemischtwarenladens mit angeschlossenem kleinen Restaurant, die wir im Jahr zuvor kennen gelernt hatten. Sie ist deutschstämmig, strohblond und spricht ein altmodisches Deutsch mit schwäbischem Akzent. Wir haben uns alle gefreut, daß wir uns wiedersahen. Von ihr haben wir viele wertvolle Tipps bekommen, unter anderem auch für einen "doleiro", der in der Straße wohnt. Das sind private Geldtauscher, die wesentlich bessere Kurse bieten als die Banken. Der Geldtausch ging dort folgendermaßen vonstatten: Man meldet sich telefonisch an, klingelt dort, ein Korb mit Schlüsseln wird runtergelassen, dann schließt man auf und betritt die Privatwohnung im 3. Stock. Zuerst gibt es ein Schnäpschen oder ein Glas Wein und ein Schwätzchen auf der Terrasse mit Blick über die Allerheiligenbucht. Das muß sein! Dann kommt der "offizielle Teil", der Geldtausch selber. Das ganze ist ungewöhnlich, aber gemütlich, würde sicher manche sensibel-ängstliche Natur abschrecken, aber ist in Wirklichkeit risikolos. Ein wenig Lokalkolorit und Abenteuer muß sein!
                Dienstags haben wir, wie beim ersten mal, die berühmte Trommlergruppe OLODUM, die u.a. auch mit Michael Jackson zusammenarbeitet, besucht. Ein eindrucksvolles Erlebnis inmitten farbenprächtiger Umgebung zusammen mit den Einheimischen auf einem großen Platz mitten in der Stadt.
                Fußball war auch wieder angesagt mit FC Bahia vs. Santos vor 80.000 Zuschauern. Wir haben das ganz normal mit dem Taxi gemacht. Die Umstände waren wieder echt brasilianisch, laut, chaotisch, haben nichts mit deutschen "geordneten" Verhältnissen bei einem solchen Ereignis zu tuen.
                Mit der Fähre haben wir die Insel Itaparica in der Allerheiligenbucht besucht, wunderschön naturbelassen, und haben wieder "unsere" Kunstgalerien aufgesucht.
                Ansonsten haben wir uns treiben lassen, richtig rumgelümmelt, gut gegessen und getrunken, die brasilianische Lebensart in uns aufgenommen. Salvador ist eine große Stadt, fast so groß wie Berlin, hat aber überhaupt nichts mit der Hektik hiesiger Städte zu tuen. Die Leute sind freundlich, hilfsbereit. Es gibt zwar in den Straßen jede Menge fliegender Händler, wir haben sie "brasilianische Ich AGs" genannt, aber wenn man freundlich sagt, man habe kein Interesse, gehen sie weiter. (Nicht wie z.B. in der Türkei, wo sie mitunter aggressiv und dreist werden!)
                Dann wurde es Zeit für die Insel. Bekannte hatten uns sie Ilha de Tinhare empfohlen, ca. 2 Stunden mit dem Schnellboot von der Unterstadt Salvadors entfernt. Die gesamte Insel ist autofrei, Transporte erfolgen mit Eselkarren oder, für das Gepäck, mit Traktoren, sie ist dicht mit Regenwald bewachsen, ganz dünn besiedelt, hat nur ca. 2.000 Einwohner, drei etwas größere Örtchen, der größte und in ganz Brasilien bekannte ist  Morro de Sao Paulo. Dort war auch unsere Pousada Colibri, sie liegt auf einem Hügel über dem Dorf, man hat von dort einen wunderbaren Ausblick über den Urwald bis hinunter zum kleinen Hafen. Die Besitzer, das Ehepaar Helmut, aus Gladbeck im Ruhrgebiet, und Marga Bauer, aus dem Westerwald, haben diese Pousada vor 20 Jahren als Hippies gegründet. Sie ist heute anerkannt die beste Pousada in ganz Morro. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt, sie lasen uns jeden Wunsch von den Augen ab, ohne je aufdringlich zu werden.
                Die ausnahmslos palmenbewachsenen Strände der Insel sind durchnummeriert. 1 und 2 sind ortsnahe, relativ bevölkerte Strände, 2 ist der Partystrand für junge Leute, ab Strand 3 wird es immer einsamer, an 4 und 5 (Gesamtlänge ca. 20 km) trifft man nur gelegentlich einsame Strandwanderer oder Bewohner der nur 3 Strandpousadas dort. Einfach traumhaft.
                Die Restaurant- und Kneipenszene ist sehr bunt und vielfältig, die Preise sind für brasilianische Verhältnisse recht hoch, für uns jedoch sehr moderat. Von der Insel haben wir wunderschöne Bootsausflüge zu den Nachbarinseln Ilha de Boipeba und Ilha de Cairu gemacht und das Provinzstädtchen Valenca auf dem Festland besucht. Die ganze Atmosphäre dort ist sehr leger-exotisch. Den Rückweg zum Flughafen Salvador haben wir aus praktischen Gründen von der Insel aus mit einem 9-Sitzer-Fliegerchen gemacht, das die Insel und Salvador 3x tgl. verbindet. Tarif ca. 30,00 Euro oneway.
                Wir haben uns fest vorgenommen: Morro sieht uns wieder. Helmut und Marga vermieten einen Bungalow zum Selberbewirtschaften, wir hoffen, ihn mal für eine längere Zeit nutzen zu können.
                Beim nächsten mal: Arraial d'Ajuda in der Nähe von Porto Seguro (Bahia).

                Hotel aus diesem Beitrag
                100%
                Hotel Pousada Redfish
                Bahia/Brasilien
                Zum Hotel
                Hotel aus diesem Beitrag
                Pousada Colibri
                Goiás/Brasilien
                Zum Hotel

                ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                1 Antwort Letzte Antwort
                Antworten Zitieren
                • giselG Offline
                  giselG Offline
                  gisel
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #28

                  Hallo Salvamore, leider waren wir nicht im Nationalpark Chapada Diamantina. Aber er muss sehr beeindruckend  sein. Gelesen habe ich schon einiges darüber (du sicher auch!). 
                  Mir hat dein Bericht über die vorgelagerte Insel bei Salvadore super gut gefallen.
                  Ich sehe es schon kommen: Wenn ich alle Ziele in Brasilien noch bereisen will die mich interessieren- habe ich keine andere Wahl, als bis ins hohe Alter topfit und reiselustig zu bleiben!
                  Einen schönen Sonntagabend! Gisela.

                  1 Antwort Letzte Antwort
                  Antworten Zitieren
                  • salvamor41S Offline
                    salvamor41S Offline
                    salvamor41
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #29

                    Hallo Gisela,

                    alle, mit denen wir gesprochen haben, die in der Chapada Diamantina waren, äußerten sich total begeistert über die unberührte Natur dort. Allerdings scheint es auch körperlich ziemlich anstrengend dort zu sein. Wir werden vorher hier schon mal ein bischen üben!
                    Brasilien ist wirklich eine "Lebensaufgabe", da hast Du wohl Recht. Aber wenn man so offen und unkompliziert an die Dinge rangeht wie Du, dann bleibt man auch fit für weitere Reisen.

                    Gruß salvamor

                    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                    1 Antwort Letzte Antwort
                    Antworten Zitieren
                    • salvamor41S Offline
                      salvamor41S Offline
                      salvamor41
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #30

                      Unsere nächste Brasilien-Reise führte uns dann im März '03 nach Arraial d' Ajuda bei Porto Seguro in Süd-Bahia. Das ist eine ziemlich "wilde" Gegend dort, man ist mitten in der "Pampa", weit und breit gibt es keine großen Städte, nach Rio sind es ca. 1.100 km, nach Salvador ca. 700 km.
                      Um mit dem Flieger nach Porto Seguro zu gelangen, muß man in Sao Paulo erst einmal den Flughafen wechseln, von dem internationalen Guarulhos zu dem nationalen Congonhas. Dazu muß man mit einem Zubringerbus ca. 2 Stunden quer durch diese Riesenstadt fahren, denn Congonhas liegt am anderen Ende.
                      In Porto Seguro angekommen, muß man, um nach Arraial zu gelangen, mit einer Fähre den sehr breiten Fluß Buranhem überqueren.
                      Unsere Pousada Erva Doce, geführt von einer brasilianischen Familie, liegt mitten im Ort, es ist eine typisch brasilianische Pousada, verwinkelt, aber urgemütlich, mit einem wunderschönen Innenhof mit Pool und einem liebevoll gepflegten Orchideengarten, Hobby des Inhabers. Die Gäste dort waren ausschließlich Brasilianer der etwas gehobenen Einkommensklasse, die meisten aus Sao Paulo, Belo Horizonte und Brasilia. Wir haben bei dieser Gelegenheit zum wiederholten Male festgestellt, daß wir auch ohne deutsche Miturlauber sehr gut zurecht kommen, wir haben jedenfalls nichts vermißt. Allerdings war es so, daß unsere brasilianischen Miturlauber alle ein wenig Englisch sprachen (einer sogar sehr  gut Deutsch), was in Brasilien keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. Es gab in unserer Pousada ein nett eingerichtetes Zimmer und ein bombiges brasilianisches Frühstück, das wirklich bis zum Abend hielt, zumal es nachmittags noch Kaffee und Kuchen aufs Haus gab. Das alles war für 80,00 Reais pro Zimmer und Nacht (z.Zt. ca. 23,00 Euro) wirklich fast geschenkt.
                      Der Ort Arraial d' Ajuda war uns von Bekannten aus Buzios empfohlen worden, die uns aber gleichzeitig warnten, nur ja nicht in der Hochsaison dahin zu fahren, weil dann dort der "Bär tanzt". Der Ort ist dann vor allem bei brasilianischen Jugendlichen sehr begehrt. Wir fuhren deshalb in der Nebensaison dort hin und lernten Arraial als ein quirliges Multi-Kulti-Örtchen, wo Alt-Hippies, Backpackers, Nudisten, Ökos, Schwule und Lesben, Normalos und auch viele Prominente (u.a. Richard Geere und Robert de Niro waren da) ihr Plätzchen finden, also ein buntes Gemisch von toleranten, kontaktfreudigen Zeitgenossen. Der Ort teilt sich in einen neuen Teil, wo es viele sehr schöne, geschmackvoll gestaltete Pousadas, Restaurants, Cafes etc. gibt, und den älteren Teil. Es gibt dort auch eine in ganz Brasilien bekannte Junkieszene, aber wenn man sie nicht sucht, bemerkt man sie gar nicht. Der Ort liegt oben an einer Steilküste, den Strand erreicht man über eine gut ausgebaute abschüssige Straße. Wenn man unten ist, will man nicht mehr weg, 20-30 km Palmenstrand nach rechts und links.
                      Von Arraial aus haben wir Ausflüge natürlich nach Porto Seguro und nach Trancoso, einem bekannten Aussteigerort, gemacht. Port Seguro ist eine kleine, sehr gepflegte Stadt mit ca. 80.000 Einwohnern, die ganz auf die Karte Urlaub setzt. Leider verläuft zwischen dem Strand und den Hotels eine viel befahrene Fernstraße, unser Fall wäre das nicht. Der Ausflug nach Trancoso hatte schon leichten Expeditionscharakter. Durch nächtliche Regenfälle war der dorthin führende bessere Feldweg völlig verschlammt, die Brücken machten einen reichlich labilen Eindruck, aber der Linienbus bahnte sich unbeeindruckt seinen Weg. Die Leute dort sind Schlimmeres gewöhnt, aber für sensible Mitteleuropäer ist so eine Fahrt durchaus gewöhnungsbedürftig. Trancoso besteht aus einem riesengroßen Platz, Quadrado genannt, einem winzigen Kirchlein und einigen geduckten Häuschen drumherum. Es ist alles sehr ursprünglich geblieben dort, was zur Folge hat, daß auch einige Prominente sich dort ihr Rückzugsnest gebaut haben. Unser Plan, auch noch Caraiva ca. 40 km weiter zu besuchen, scheiterte an den immer schlechter werdenden Straßenverhältnissen. Es wollte niemand mehr hinfahren. Wir wollten dorthin, weil in der Nähe ein Indianereservat der Pataxos ist.
                      Wir fuhren nach 3 Wochen zwar gut erholt nach Hause, stellten allerdings auch fest, daß wir so ganz ohne Stadt in der Nähe nur schwer auskommen. Eine Stadt mit Kulturangebot plus Erholungsanteil am Strand ist wohl für uns die bessere Variante.
                      Beim nächsten Mal: Olinda und Porto de Galinhas (Pernambuco) und Jacuma (Paraiba).

                      Hotel aus diesem Beitrag
                      Pousada Erva Doce
                      Bahia/Brasilien
                      Zum Hotel

                      ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                      1 Antwort Letzte Antwort
                      Antworten Zitieren
                      • giselG Offline
                        giselG Offline
                        gisel
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #31

                        Nachdem wir von Foz de Iguacu via Sao Paulo wohlbehalten in Salvadore de Bahia angekommen waren, wurden wir von einem sehr sympatischen brasilianischen Reiseführer in Empfang genommen. Er sprach deutsch mit diesem wunderbaren, weichen Akzent. Er machte  mit uns eine Stadtrundfahrt und erklärte uns mit sehr vielen Seitenhieben auf die Macht der Kirche die Geschichte der Stadt. Wenn man sich näher damit befasst, konnte man die manchmal fast radikalen Ansichten unseres Guide verstehen.
                        Es gibt viele prachtvolle Kirchen und Klöster zu besichtigen. Aber als wir darauf aufmerksam gemacht wurden, dass zu gleichen Zeit, als teuerster Marmor und edelste Hölzer per Schiff eingeführt wurden,  afrikanische Sklaven und  indianischen Ureinwohner unter schlimmsten Bedingungen ihr Leben fristen mussten, betrachtete man die ganze Pracht  mit sehr viel mehr Abstand.
                        Beeindruckt hat mich der Raum in der einen Kirche, in dem ganz hinten und abgetrennt vom Kirchenschiff die Sklaven dem Gottesdienst beiwohnen durften.
                        Natürlich vollkommen schmucklos. Gegen die überwältigende Fülle von Blattgold, Marmor, feinsten Delfter Kacheln, edlen Hölzern usw. die in allen anderen Kirchen vorzufinden ist, kam einem die Menschenverachtung so richtig zu Bewusstsein.
                        Wir haben uns eine Capoeira-Vorführung angesehen. Sehr beeindruckend! Jeder Rhythmus hat eine Bedeutung, der ganze "Tanz" folgt einer strengen Choreographie. Er entstand aus der gewaltlosen Selbstverteidigung der Sklaven. Viele Jugendliche aus sozialen Brennpunkten werden in diese Gruppen aufgenommen, um sie an soziales Verhalten und eine gewisse Ordnung und Zusammengehörigkeit heran zu führen. Das Gleiche passiert auch bei Olodum, Salvamore hat das schon beschrieben.
                        Natürlich sind wir mit dem Aufzug von der Ober-in die Unterstadt gefahren. Unten angekommen sind wir im Mercado Modelo abgetaucht. Das ist eine riesige Markhalle (ehemaliges Zollgebäude) in dem bahianisches Kunsthandwerk und afrobrasilianische Kulturgegenstände verkauft werden.
                        Wir waren insgesamt 3 Tage in Salvadore, haben Kirchen besichtigt, die Oberstadt (Pelourinho) erlaufen, Gallerien besucht, phantastisch gegessen, in kleinen Handwerksläden gestöbert, lange Gespräche mit unserem Reiseleiter geführt, ab und an einen Caipirinha zuviel getrunken- und als die Abreise nahte waren wir uns alle einig: In diese Stadt kommen wir noch mal!
                        Mit dem Bus ging's nun weiter nach Itapoa.
                        Und wir hatten immer noch mehr als 2Wochen Urlaub vor uns!
                        Bis zum nächsten Mal, Gisela.

                        1 Antwort Letzte Antwort
                        Antworten Zitieren
                        • giselG Offline
                          giselG Offline
                          gisel
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #32

                          @Salvamor, was ich dir die ganze Zeit noch sagen wollte: Um euren Besuch im Maracana-Stadion beneide ich euch! Wir haben es zwar "leer" gesehen, aber ich kann mir die Gänsehautatmosphäre bei einem Fussballspiel gut vorstellen!
                          Gruss Gisela (aus der nebligen Pfalz).

                          1 Antwort Letzte Antwort
                          Antworten Zitieren
                          • salvamor41S Offline
                            salvamor41S Offline
                            salvamor41
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #33

                            Hallo Gisela,

                            Deine sozialkritischen Bemerkungen zu der Rolle der Sklaven in Brasilien sind sehr interessant. Man kommt eigentlich an solchen Betrachtungsweisen nicht vorbei, wenn man das Land besucht. Gerade Brasilien eignet sich für oberflächlichen Urlaub nicht so recht, weil man auf Schritt und Tritt mit der zwielichtigen Geschichte und der brutalen Realität des Landes konfrontiert wird.
                            OLODUM, Du hast es auch erwähnt, tut sehr viel für die Straßenkinder Salvadors, aber es gibt auch darüber hinaus noch andere vorbildliche Initiativen mit ähnlichen Zielen. Daß es lohnenswert ist, sich um das Schicksal dieser Kinder zu kümmern, zeigen die Ergebnisse der Arbeit: Das Straßenkinder-Problem ist in Salvador zwar nicht beseitigt, aber wesentlich weniger ausgeprägt als in Rio und Sao Paulo.
                            Ja, ja, der (oder heißt es die?) Caipirinha! Ist Dir auch aufgefallen, daß das eigentlich nur die Ausländer dort trinken? Die Brasilianer halten sich mehr an Cachaca pur, weil es billiger ist. Sie entwickeln trotz der Hitze dabei eine bemerkenswerte Standfestigkeit.
                            Die Caipis fallen hinsichtlich der "Stärke" naturgemäß immer unterschiedlich aus, wir haben dabei auch schon böses Lehrgeld bezahlt!
                            Bis nächstes mal alles Gute
                            salvamor

                            ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                            1 Antwort Letzte Antwort
                            Antworten Zitieren
                            • salvamor41S Offline
                              salvamor41S Offline
                              salvamor41
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #34

                              @ Gisela
                              Daß mal so viele Zuschauer da sind wie bei diesem Spiel um die brasilianische Meisterschaft, ist auch in Maracana nicht die Regel. Den brasilianischen Vereinen geht es bis auf Ausnahmen wohl wirtschaftlich nicht so besonders gut, die Eintrittspreise sind gering (angepaßt an die Einkommen) und auch die Werbeeinnahmen sind, gemessen an europäischen Verhältnissen, sehr limitiert. Und da die Herren Profis auch in Brasilien um ihren internationalen Wert wissen, die brasilianischen Vereine sie nicht angemessen bezahlen können, gibt es dann oft kein Halten mehr und sie gehen nach Europa. So werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: die Vereine sind froh, daß sie mit den Transfererlösen den Betrieb weiterführen können, und die Profis können sich freuen, endlich das verdienen zu können, was sie international wert sind. Für "Nachschub" ist in Brasilien immer gesorgt, es gibt ein schier unerschöpfliches Nachwuchs-Potenzial. Fußball liegt den Brasilianern im Blut! 
                              Was wäre inzwischen z.B. die Fußball-Bundesliga ohne Brasilianer?

                              ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                              1 Antwort Letzte Antwort
                              Antworten Zitieren
                              • salvamor41S Offline
                                salvamor41S Offline
                                salvamor41
                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #35

                                Für Jan./Febr. '04 hatten wir uns ursprünglich vorgenommen, eine Woche Rio mit zwei Wochen Paraty an der Costa Verde (zwischen Rio und Sao Paulo) und der Ilha Grande zu verbinden, aber dann kam alles anders. Wir hatten bei einem der früheren Brasilien-Urlaube ein nettes deutsch-brasilianisches Ehepaar, das in Norddeutschland lebte, kennen gelernt. Zwischenzeitlich hatten sie in der Nähe von Joao Pessoa im Bundesstaat Paraiba eine Pousada gebaut und sie überredeten uns, in ihrer neuen Heimat ein paar Tage zu verbringen. Wir freuten uns auf ein Wiedersehen mit dieser sympathischen Familie und auf die uns völlig unbekannte Gegend dort.
                                Zunächst verbrachten wir aber 1 Woche in der wunderschönen alten Stadt Olinda, ca. 10 km von Recife im Bundesstaat Pernambuco entfernt. Wir hatten dort die Pousada Peter gebucht, die dem ehemals in Stuttgart ansässigen Kunstmaler Peter Bauer gehört. Sie ist untergebracht in einem alten kolonialen, komplett renovierten Patrizierhaus mitten in der Altstadt von Olinda. Peter Bauer hat großen Wert auf eine geschmackvolle Innenausstattung seines Hauses gelegt, in der großen Eingangshalle hat er seine eigenen Bilder und auch eine Menge unterschiedlicher Kunstgegenstände regionaler Künstler ausgestellt. Wir hatten dort ein geräumiges, ruhiges Zimmer nach hinten raus mit unmittelbar angrenzender Terrasse und weitem Blick über Olinda bis hin zur Skyline von Recife. Peter Bauer war uns ein charmanter, hilfsbereiter Gastgeber.
                                Olinda, eine der ältesten Städte Brasiliens, wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Stadt, auf Hügeln gelegen, beherbergt eine stattliche Ansammlung von alten Wohnhäusern, Kirchen, Kapellen, Klöstern, Abteien, Museen. Es gibt in Olinda eine ausgeprägte Kunstszene mit vielen Ateliers und Galerien, eine Reihe bemerkenswert guter und dennoch für unsere Verhältnisse preisgünstiger Restaurants, und der Karneval von Olinda gilt als der authentischste und fröhlichste von ganz Brasilien. An unserem Ankunftstag erhielten wir sofort eine Kostprobe davon, einfach umwerfend!
                                Von Olinda aus besuchten wir u.a. auch die "Terca Negra" in Recife, ein jeden Dienstag stattfindendes Konzert verschiedener afro-brasilianischer Musikgruppen auf einem Platz im Zentrum. Sehr wild und exotisch! Höchst empfehlenswert!
                                An einem Regentag sind wir in ein großes Einkaufszentrum in Recife "eingefallen" und haben uns mit preisgünstigen und, wie wir inzwischen festgestellt haben, qualitativ guten Textilien und Lederwaren aus brasilianischer Produktion eingedeckt.
                                Unsere Bekannten holten uns dann in Olinda ab und wir fuhren ins rund 200 km entfernte Jacuma im benachbarten Bundesstaat Paraiba. Sie hatten in, für deutsche Verhältnisse, Rekordzeit ihre Pousada neu erbaut, ein wirklich ansehnliches Anwesen. Die Umgebung dort ist allerdings touristisch eher unterbelichtet, weil es bisher nur wenig entsprechende Infrastruktur gibt. Die Gäste, die wir in dieser Gegend antrafen, waren überwiegend Wochenendurlauber aus der Nähe oder Backpacker auf dem Weg nach Norden. Wer auf weitere touristische Zutaten verzichten kann, findet dort in Paraiba allerdings Strände von allererster Klasse vor, weitgehend unberührt und landschaftlich von ungewöhnlicher Schönheit. Es ist also Potenzial vorhanden, daß diese Gegend einmal in Zukunft wirklich zu einer touristischen Attraktion wird. Die dort jetzt investieren, tuen dies im Hinblick auf die touristische Zukunft dieser Region. Es wird allerdings noch eine gewisse Durststrecke zu überwinden sein!
                                Von Jacuma aus haben wir die Hauptstadt des Bundesstaates Paraiba, Joao Pessoa, besucht, die mit vielen Grünflächen durchsetzte Stadt hat ca. 600.000 Einwohner und setzt seit einigen Jahren mehr und mehr auf den Tourismus. Es gibt eine lange, gepflegte Strandpromenade mit vielen Restaurants und Cafes und auch einige interessante Shopping Malls.
                                Nach 5 Tagen Paraiba fuhren wir dann zurück nach Pernambuco, um unseren Urlaub in Porto de Galinhas, ca. 70 km von Recife entfernt, fortzusetzen. Wir hatten von Jacuma aus die Pousada Tabajuba reserviert, sie liegt unmittelbar am langen Hauptstrand des Ortes und gehört dem sympathischen amerikanisch-brasilianischen Ehepaar Scott Stemm und
                                Kiki Zonari, die mit der höherrangigen Pousada Tabapitanga noch ein weiteres Haus dort betreiben. Beide kümmern sich persönlich um das Wohl der Gäste und sind jederzeit ansprechbereit. Vorbildlich!
                                Um an den Strand zu gelangen, muß man nur von der Terrasse aus ein kleines Tor öffnen. Die Pousada mit ihrem flippig-bunten Outfit hat uns auf Anhieb gut gefallen. Die Gäste waren weit überwiegend besser gestellte Brasilianer aus dem Süden des Landes, ein paar Argentinier und Urus. Deutsche Gäste werden dort zwar ausgesprochen gerne, aber relativ selten gesehen. In Anbetracht der tollen Lage des Hauses und des obligatorisch üppigen und qualitativ sehr guten Frühstückbuffets war der Preis pro Zimmer und Nacht von Reais 165,00 (z.Zt. ca. Euro 48,00) durchaus angemessen.
                                Von der Pousada aus konnte man den Ort selber mit einem ca. 20 minütigen Strandspaziergang erreichen oder auch problemlos per Taxi. Porto de Galinhas, ein ehemaliges Fischernest, ist sicher der bekannteste Badeort in Pernambuco. Er ist zwar inzwischen durch und durch touristisch, aber auf eine nette brasilianische Art. Die Infrastruktur dort ist sehr gut ausgebaut. Der Ort entfaltet seine wirklichen Reize erst, wenn die Lichter angehen. Es gibt dort eine vielfältige Gastroszene, unter anderem auch ein überregional beachtetes Restaurant ("Beijipura") mit kreativer brasilianischer Küche.
                                Die Umgebung des Ortes ist "südseemäßig", lange Palmenstrände, bei Ebbe autobahnbreit und wunderbar zu begehen, ganz feiner, weißer Sand. In Ortsnähe gibt es ein Riff, ideal zum Schwimmen und Tauchen!
                                Porto de Galinhas läßt als reiner Erholungs- und Badeort keine Wünsche offen!
                                Wir trennten uns ungern von diesem wunderschönen Haus mit seiner wohltuenden Umgebung, allein einsetzender sintflutartiger und nicht enden wollender Regen erleichterte uns ein wenig den Abschied. Die weltweiten Wetterkapriolen hatten also auch Brasilien erreicht, und das im Januar, der als der heißeste und trockenste Monat des Jahres gilt!

                                Hotel aus diesem Beitrag
                                Hotel Pousada Costa Verde
                                Bahia/Brasilien
                                Zum Hotel
                                Hotel aus diesem Beitrag
                                100%
                                Pousada Tabapitanga
                                Pernambuco/Brasilien
                                Zum Hotel

                                ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                                1 Antwort Letzte Antwort
                                Antworten Zitieren
                                • giselG Offline
                                  giselG Offline
                                  gisel
                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #36

                                  @ Latina, hättest du nicht Lust, uns hier im Forum etwas von deiner Brasilienreise zu erzählen. Gerade weil du das erste Mal dort warst, würden mich (und Andere sicher auch) deine Eindrücke sehr interessieren! Viele Grüße Gisela.

                                  1 Antwort Letzte Antwort
                                  Antworten Zitieren
                                  • giselG Offline
                                    giselG Offline
                                    gisel
                                    schrieb am zuletzt editiert von
                                    #37

                                    Nachdem unser Aufenthalt in Savadore de Bahia zu Ende war, wurde unsere Gruppe abgeholt und mit dem Bus nach Itapoa gefahren. Die Fahrzeit betrug knapp eine Stunde. Wir hatten dort ausserhalb von Itapoa das Hotel Catusaba gebucht. Eigentlich hätten wir lieber das Praia de forte genommen, aber Bekannte erzählten uns, dass dort zwischen Hotel und Strand eine befahrene Strasse vorbei führte -dazu später mehr.
                                    Auf der Fahrt zu den Hotels (eine Gruppe wurde in das von uns gebuchte Hotel gebracht, die andere Gruppe ins Praia de forte) sagte im Bus die Reiseleiterin: "Die Gäste, die ins Praia de forte kommen erwartet das Paradies, den anderen .........nun denen wird es auch gefallen".  Irgendwie beschlich uns das Gefühl, etwas falschgemacht zu haben!
                                    Zu Itapoa kann ich folgendes sagen: Der Ort hat eine wirklich schöne Uferpromenade, einen idyllischen Leuchtturm, es sind  wenig Touristen dort, man kann in den 'gehobenen' Restaurants gut (aber auf keinen Fall preiswert) essen und Abends spielen gute Sambagruppen. In der Innen'stadt' gibt es wenig sehenswertes- auf dem Markt viel Ramsch. Man konnte zwar mit dem öffentlichen Bus problemlos vom Hotel nach Itapoa fahren, aber eigentlich hatten wir nach 2-3 Tagen das Gefühl, dass wir nichts versäumten, wenn wir es nicht täten.
                                    Und nun zum Hotel: Das Personal unmotiviert, die Zimmer hellhörig, das Essen recht eintönig - und dann erfuhren wir, dass die Geschichte mit der Uferstrasse vorm Praia de forte überhaupt nicht stimmt!!!!!!!
                                    Wir haben also einen Aufpreis gezahlt und ins Praia de forte umgebucht- und die Reiseleiterin hatte recht: Es ist das Paradies!
                                    Ein wunderschönes Hotel in traumhafter Lage, super-nettes Personal, leckeres Essen und in unmittelbarer Umgebung ein uriges Fischerdorf.
                                    Wir haben die Entscheidung umzubuchen keine Sekunde bereut, sondern uns geärgert, dass wir 5Tage im Catusaba 'verschwendet' haben.
                                    Kurz gesagt war der Aufenthalt im Praia de forte der perfekte Abschluss für eine traumhafte Reise!
                                    Unseren Vorsatz noch einmal nach Brasilien zu reisen haben wir dieses Jahr im Januar wahr gemacht. Dieses mal gings nach Buzios.
                                    Doch darüber ein anderes Mal!  Viele Grüsse und einen schönen Sonntag, Gisela.

                                    1 Antwort Letzte Antwort
                                    Antworten Zitieren
                                    • salvamor41S Offline
                                      salvamor41S Offline
                                      salvamor41
                                      schrieb am zuletzt editiert von
                                      #38

                                      Hallo Gisela,

                                      Deine Meinung über das Catussaba in Itapoa bestätigt genau das, was ich schon mehrere Male von Leuten, die dort waren, gehört habe, auch unabhängig voneinander von zwei Reisebüromitarbeitern. Schön gelegen, aber ansonsten naja....
                                      Das Hotel ist in allen Brasilien anbietenden Katalogen vertreten, vielleicht sollten die Reiseunternehmen da mal ihren Einfluß geltend machen!
                                      Mir persönlich gefallen die Stadtstrände in Salvador alle nicht so richtig. Das ist wahrscheinlich auch ein "Generationenproblem". Nachdem wir in Barra nicht so recht glücklich waren, hatte man uns Itapoa empfohlen, ist auch nicht schlecht, weil relativ wenige Leute da sind. Allerdings ist der Strand mit Barracas fast ganz zugepflastert, das fanden wir nicht so doll. 
                                      Draußen in Praia do Forte oder den anderen Orten an der Linha Verde kann man richtig aufatmen, das hast Du sehr zutreffend beschrieben.
                                      Freue mich auf weitere Beiträge von Dir!

                                      Gruß salvamor

                                      ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                                      1 Antwort Letzte Antwort
                                      Antworten Zitieren
                                      • giselG Offline
                                        giselG Offline
                                        gisel
                                        schrieb am zuletzt editiert von
                                        #39

                                        Hallo, nach einer kleinen 'schöpferischen' Pause möchte ich euch über unseren 2. Brasilienurlaub berichten. Nachdem wir Kuba, eine Kreuzfahrt mit Atlantiküberquerung und Domi genossen hatten, überfiel uns fast ein Gefühl wie Heimweh- wir wollten wieder nach Brasilien! Da mein Mann die Zielauswahl mir überlässt, stürzte ich mich also in Reiseberichte, Prospekte und Landkarten. Heraus kam...... Buzios.
                                        Wir buchten also Flug, 3Tage Rio und 3Wochen Buzios in einer Pousada. Diese Pousada bereitete mir etwas Bauchschmerzen. Mit 3 Sternen bewertet, war mir klar, dass sie zu den einfacheren Hotels gehörte. Aber mich reizte die traumhafte Lage.  Da mein Mann die 5Sterne Kategorie bevorzugt, riskierte ich einen übelgelaunten Partner im Urlaub (ich bin mir bewusst, dass man die Ansicht meines Mannes kontrovers diskutieren kann! Aber da er inzwischen eine 5 vor seiner Altersangabe hat, werde ich ihn nicht mehr 'umerziehen'!).
                                        Wir flogen also mit froher Erwartung im Januar 2004 mit Varig von Fra nach Rio.
                                        Und die Stadt hat mich genau wieder so in ihren Bann gezogen wie beim ersten Aufenthalt! Da wir dieses mal keine 'organisierte' Reise hatten stromerten wir 3 Tage auf eigene Faust durch diese beeindruckende Stadt! Ohne Kamera, ohne Handtasche, ohne Schmuck! Wir waren auf Märkten, an der Copa, saßen Abends im Freien und haben die brasilianische Lebenslust bestaunt, waren wieder essen in den wunderbaren Kilo-Restaurants-kurz gesagt waren wir ständig 'on tour'.
                                        Nach drei Tagen brachte uns ein Fahrer ( der uns begrüsste mit leicht sächsischem Einschlag! Der junge Mann aus den den neuen Bundeslädern hatte sich in London in eine Brasilianerin verliebt und ist dann mit ihr nach Rio gezogen) nach Buzios.
                                        In Buzios angekommen musste ich erst einmal schlucken - die Pousada war wirklich sehr einfach. Die Rezeption erinnerte mich an einen Campingplatz, kein Mensch sprach englisch - der erste Eindruck also etwas erschreckend. Mein Mann dementsprechend gestimmt! Aber nur solange bis wir das Zimmer gesehen haben. Natürlich auch relativ einfach - aber die Aussicht!!!!!!!!!! Man hatte das Gefühl direkt vom Balkon auf den Strand hüpfen zu können! Wir schliefen ein und wachten auf mit Meeresrauschen, hatten vom Balkon einen wunderbaren Ausblick über die Geriba-Bucht und nach 2 Tagen vermisste sogar mein Mann keinen einzigen Stern (ausser beim Frühstück, das war für brasilianische Verhältnisse ziemlich dürftig!). 
                                        Über die Halbinsel Buzios hat Salvamore ja schon einiges erzählt. Man hat hier alle Möglichkeiten. War uns nach Rummel, fuhren wir mit dem Taxi nach Buzios-
                                        wollten wir unsere Ruhe, blieben wir im Hotel, saßen auf der Terasse und lauschten dem Meer. Wir mieteten uns 5 Tage einen Buggie, mit dem wir die Strände und Buchten abklapperten, machten einen Ausflug nach Cabo Frio, nahmen an einer organisierten (Halb)Inselrundfahrt teil, genossen 2 wunderbare Samba-Veranstaltungen und freuten uns, wenn wir auf Deutsche trafen. Denn das ist wirklich selten dort. Man tauschte dann Erfahrungen aus, empfahl sich Restaurants und wunderte sich gemeinsam darüber, dass Brasilien für Deutsche immer noch so ein 'Exoten'-Land ist.
                                        Samstags und Sonntags verwandelte sich der Strand vor unserem Hotel in ein brasilianisches Wochenendrefugium. Dann gab es **ALLES.**Fliegende Händler, Buden mit Essen und Trinken, Musiker und Großfamilien die anschaulich ihr temperamentvolles Zusammenleben darboten.
                                        Da aber jeden Morgen der Strand gereinigt wurde, waren nie irgendwelche Überreste am nächsten Tag zu sehen.
                                        Die 3 Wochen vergingen auf jeden Fall in Flug. Wir fühlten uns selbst schon als halbe Brasilianer. Im Hotel waren wir die absolute Ausnahme. Nicht nur die einzigen Europäer, nein auch die ersten die jemals so lange an einem Sück dort waren! Das Personal war super-nett, irgendwann tauchte auch eine Mitarbeiterin auf die leidlich englisch sprach. So konnten wir auch über das Frühstück reden und wenigstens für etwas Abwechslung sorgen!
                                        Auf jeden Fall fiel uns der Abschied schwer! Als wir in Frankfurt landeten hatte es Minus-Grade!!!!
                                        Meine Brasilienberichte möchte ich mit einem Zitat von Stefan Zweig beschliessen (der sein Leben in Brasilien beendet hat): "Wer Brasilien wirklich zu erleben weiß, der hat Schönheit genug für ein halbes Leben gesehen."
                                        In diesem Sinne wünsche ich ein schönes Adventwochenende! Gisela.

                                        1 Antwort Letzte Antwort
                                        Antworten Zitieren
                                        • salvamor41S Offline
                                          salvamor41S Offline
                                          salvamor41
                                          schrieb am zuletzt editiert von
                                          #40

                                          Ein wunderbarer Bericht von Gisela über Buzios!
                                          Sie hat die Lebensart und Lebenseinstellung der Brasiliener sehr gut beschrieben. Nichts ist stromlinienförmig, nichts scheint in unserem Sinne so richtig durchorganisiert zu sein. Der Brasilianer haßt Bevormundungen jeder Art durch irgendwelche "Obrigkeiten", kein Mensch dort käme je auf die Idee, einem Urlauber mit wichtiger Miene und belehrendem Gestus zu erklären, was er darf und was er nicht darf (das erfährt man nach Rückkehr dann wieder in Deutschland).
                                          Und trotzdem bringen sie das meiste auf eine unaufgeregte, diskrete Art irgendwie zum Klappen.

                                          ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                                          1 Antwort Letzte Antwort
                                          Antworten Zitieren
                                          Antworten
                                          • In einem neuen Thema antworten
                                          Einloggen
                                          • Sortiert nach
                                          • Älteste zuerst
                                          • Neuste zuerst
                                          • Meiste Stimmen

                                          • 1
                                          • 2
                                          • 3
                                          • 2 von 3
                                          Hotel Aufsteiger
                                          Novotel Salvador Rio Vermelho
                                          Bahia/Brasilien
                                          Weiterempfehlung: 91%
                                          ab 278 €
                                          Iberostar Waves Bahia
                                          Bahia/Brasilien
                                          Weiterempfehlung: 99%
                                          ab 278 €
                                          Miramar Hotel by Windsor
                                          Rio de Janeiro/Brasilien
                                          Weiterempfehlung: 95%
                                          ab 278 €
                                          Wyndham Golden Foz Suítes
                                          Paraná/Brasilien
                                          Weiterempfehlung: 82%
                                          ab 278 €
                                          Hotel PortoBay Búzios
                                          Rio de Janeiro/Brasilien
                                          Weiterempfehlung: 99%
                                          ab 278 €
                                          Hotel Intercontinental Sao Paulo
                                          Sao Paulo/Brasilien
                                          Weiterempfehlung: 82%
                                          ab 278 €
                                          Weitere beliebte Orte
                                          Rio de Janeiro
                                          Sao Paulo
                                          Ubatuba
                                          Salvador da Bahia
                                          Florianopolis
                                          Joao Pessoa
                                          Armacao dos Buzios
                                          Ipojuca
                                          Parati/Paraty
                                          Gramado
                                          Praia Grande
                                          Guaruja
                                          Maceio
                                          Belem
                                          Hotels in der Nähe
                                          Hotel PortoBay Rio de Janeiro
                                          Hotel Atlantis Copacabana
                                          Miramar Hotel by Windsor
                                          Hilton Rio de Janeiro Copacabana
                                          Hotel das Cataratas, A Belmond Hotel, Iguassu Falls
                                          Hilton Hotel Barra Rio de Janeiro
                                          Windsor California Hotel
                                          Reiseforum Service
                                          • RSS-Feed abonnieren
                                          • Verhaltensregeln im Reiseforum
                                          • Reiseforum Hilfe
                                          • Forensuche
                                          • Aktuelle Themen

                                          • Inhalte melden
                                          • Veranstalter AGB
                                          • Nutzungsbedingungen
                                          • Datenschutz
                                          • Privatsphäre-Einstellungen
                                          • AGB
                                          • Impressum
                                          © 1999 - 2026 HolidayCheck AG. Alle Rechte vorbehalten.
                                          • Erster Beitrag
                                            Letzter Beitrag