Mitnahme Thrombosespritzen
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Schnuffi24 wrote:
Und für den Rückflug muss ich halt mal schauen. Bin glaub ich nicht in der Lage mir die auf der Flughafentoilette zu spritzen.
Wo müsste ich denn am Flughafen hin wenn ich Hilfe bräuchte?Gruss Schnuffi24
Das würde ich an Deiner Stelle notfalls aber machen, denn schließlich trägst Du ja schon ein gewisses Risiko.Normalerweise laufen immer Bedienstete eines Rettungsdienstes am Flughafen rum. Die helfen Dir bestimmt weiter.

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@ Louboutin:Es müsste aber doch auch reichen wenn ich noch vor der Anfahrt zum Flughafen noch eben im Hotel spritze? Ist das alles schwierig :?
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Hallo,
auch ich habe dieses Jahr zum ersten Mal Thrombosespritzen mitgenommen. Ich habe mir hierzu auch ein Flugreisezertifikat aus dem Internet gesucht, welches mir mein Hausarzt auch so unterschreiben konnte.
Die Injektionen hatte ich dann auf dem Hinflug in einer kleinen Kühltasche mit 2 Kühlakkus, welche ich in Waschhandschuhe gepackt hatte.
Beim Sicherheits check habe ich alles vorgezeigt und es war völlig i. O.
Vorab habe ich mir allerdings auch von der Airline per Mail bestätigen lassen, dass ich das so machen kann.
Zusätzlich hatte ich noch eine kleine elektr. Kühlbox mit im Koffer da uich vor Ort keinen Kühlschrank hatte zum Kühlen der zweiten Injektion, welche ich bis zum Schluss aufbewahren musste.
Hat aber alles gut geklappt und nächstes Jahr wirds wohl auch wieder so sein.
LG
Yvonne
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@ schnuffi24,
entschuldige bitte, dass ich erst jetzt antworte, aber ich habe ein paar Tage hier nicht reingesehen.
Natürlich reicht es aus, wenn Du Dir die Spritze schon in Deiner Unterkunft spritzt. Die Wirkung hält ja schließlich 24 Stunden an. Ich wünsche Dir auf jeden Fall " beschwerdefreie Urlaubstage. "

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deifi wrote:
Zusätzlich hatte ich noch eine kleine elektr. Kühlbox mit im Koffer da ich vor Ort keinen Kühlschrank hatte zum Kühlen der zweiten Injektion, welche ich bis zum Schluss aufbewahren musste.
Was für ein Aufwand.
Dabei ist der Aufbewahrung bei Zimmertemperatur überhaupt nichts entgegen zu setzen. Selbst dann nicht, wenn diese mal kurzzeitig über 25 ° steigt. 
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[quote=] Was für ein Aufwand.
Dabei ist der Aufbewahrung bei Zimmertemperatur überhaupt nichts entgegen zu setzen. Selbst dann nicht, wenn diese mal kurzzeitig über 25 ° steigt.
[/quote]Also, ich fands schon ganz gut, wenn man 2 Wochen lang in nem Zimmer ohne Balkon ist und dort immer an die 30 Grad waren. Zudem konnte ich auch noch so meine Getränke nebenher kühlen.
Muss aber auch jeder für sich wissen denke ich!
LG
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In einem Zimmer ohne Balkon, AC und Kühlschrank/Minibar im Urlaub (?), bei an die 30 Grad bräuchte ich vermutlich einige Medikamente mehr als nur Thrombosespritzen
. Aber schon richtig, muss auch jeder für sich wissen.Zur Vermeidung von Irritationen bei anderen Lesern, das mit dem Flugreisezertifikat für Medikamente aus dem Internet ist überflüssig, hat jeder Hausarzt. Eine Mini-Kühlbox für den Flug ebenso, wie Louboutin bereits zutreffend schrieb.
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Ich arbeite im Gefäßzentrum u. hatte vor meiner Fernreise meinen Chef gefragt, auch in Bezug von Kompressionsstrümpfen (sie sollten am besten angepaßt sein). Wenn man noch keine Thrombose hatte, dann braucht man sich auch keine Spritzen setzen u. man muss wie bereits hier erwähnt viel trinken, am besten ist immer noch stilles Wasser u. man sollte keinen Alkohol trinken. Man kann, wenn man noch keine Thrombose hatte, eine Aspirin vor der Abreise nehmen, das geht auch. Ansonsten sollte man möglichst auch aufstehen u. viel herumlaufen.
Hat man einen Thromboseverdacht oder eine Venenentzündung, dann sucht bitte SOFORT einen Arzt auf. Ihr werdet es mir nicht glauben, manche Patienten denken tatsächlich, ach, das hat ja Zeit nen Arzt aufzusuchen, ich muss denen wirklich mind. 10 Min. klar machen, dass sie sofort in die Rettungsstelle müssen, da staune ich oft, wie sorglos die Patienten sein können.
Hatte mal nen Patienten, der hatte ein verdicktes Aortenaneurysma von 7 cm (ab 4,5 cm besteht schon Gefahr, dass es platzt), der wollte glattweg noch verreisen...., das war jetzt nur ein Beispiel von vielen. -
Ines, das ist so nicht ganz richtig.
Wenn ich definitiv Klarheit haben möchte über mein Gefäßsystem, dannmuß ich so oder so eine Gefäßdopplung vornehmen lassen. Erst dann weißman, ob ein Risiko besteht oder nicht. Nur pauschal zusagen, so lange keine Probleme da sind braucht man sich keine Gedankenzu machen, ist im Bezug auf Weitstreckenflüge ein Risiko.Zum Aortenaneurysma: Die Indikation zur Operativen Behandlung besteht erst bei einer Größe von 50-55 mm. Natürlich kommt es ganz auf den Grad u. der Form des Aneurysmas an.
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Ja, natürlich muss man sich per Untersuchung Klarheit über sein Gefäßsystem verschaffen. Manche kommen auch prophylaktisch zu uns, da sie z. B. eine Fernsehsendung gesehen haben u. ab u. zu wird zufällig auch was entdeckt, meist bei der Untersuchung der Carotis (Halsschlagader).
Mein Chef gilt unter den Gefäßspezialisten als sehr gut, in unser Haus kommen Pat. aus ganz Deutschland gerade wegen ihm. Vor meinen beiden Langstreckenflügen hab ich ihn natürlich gefragt, ob ich - ich habe kein Gefäßproblem, noch nie eine Venenentzündung, Thrombose oder Krampfadern etc. gehabt - nun Thrombosestrümpfe tragen solle oder Heparin-Spritze etc. Er meinte zu mir (Dom.Rep. bin ich 11 Stunden ca. geflogen u. Vietnam mit Umsteigen u. langer Busanfahrt zum Hotel fast 30 Stunden unterwegs gewesen), dass ich mir keine Sorgen machen solle, ich kann eine ASS nehmen vor dem Flug u. ich soll viel Wasser trinken, mich bewegen u. Alkohol meiden. Ich hab das so gemacht u. überhaupt keine Probleme gehabt.
Wenn jemand völlig verunsichert ist, sollte er natürlich einen Gefäßcheck machen lassen, ab 60 ist sowieso gut, sich die Bauchschlagader untersuchen zu lassen, da auch vieles auf Zufallsbasis gerade in diesem Bereich entdeckt wird. Laßt Euch bitte rechtzeitig einen Termin geben, nicht erst kurz vor dem Urlaub, wir sind z.B. mind. 4 Monate im Voraus ausgebucht. U. Ausnahmen wird nur für Notfälle gemacht.
Die Aorta muss nicht in jedem Falle operiert werden, meist, wenn sie thrombosiert ist oder sich ständig vergrößert bzw. verändert, manchmal reicht auch eine längere Kontrolle, je nach Befund. Es kann ein Stent gesetzt werden oder sie wird richtig operiert.
Falls Ihr Schmerzen, Rötung, dicke Beine habt, dann sofort im jeweiligen Ort, wo Ihr seid einen Arzt aufsuchen u. bei sehr starkem Juckreiz bitte auch, denn es kann sich dabei um eine Venenentzündung handeln. -
@ Ines68,
nichts und niemand möchte hier Deine fachliche Kompetenz in Frage stellen. Doch ich bin der Meinung, dass Du mit Deinen Beiträgen hier für so manche Verwirrung sorgst.
Schließlich besitzt nicht jeder hier im Forum medizinische Vorkenntnisse und kann so mit Deinen Erläuterungen recht wenig anfangen.Außerdem bezog sich der Thread ja auch lediglich auf die Frage der Mitnahme von Thrombosespritzen. Was ich wiederum so verstanden habe, dass nach der Einfuhr in fremde Länder bzw. den Transport betreffend gefragt wurde.
Wer sie spritzen sollte, welche Dosierungsstärke und bei welchen Vorerkrankungen diese sinnvoll sind muß sowieso grundsätzlich der behandelnde Arzt entscheiden.
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Nein, Louboutin. Aber ich wollte generell die Leute informieren u. nicht extra nen Thread aufmachen.
U. weißt Du, ich erlebe oft genug, dass Leute plötzlich schnell einen Termin haben möchten (den wir nicht haben), weil sie z.B. übermorgen in den Urlaub fliegen u. sich plötzlich informieren wollen, ob gefäßmäßig alles okay ist, deshalb hab ich das geschrieben.
U. leider sind viele Pat. auch so, dass sie manches gar nicht ernst nehmen an Beschwerden u. dann evtl. mit ner Thrombose rumgondeln u. dann schlimmeres passieren kann.
Ich wollte nur darauf hinweisen, weil ich ja quasi an der Quelle sitze u. weiß, was so los ist. Manche Leute sind auch so unbedarft, die schütten sich Alkohol im Flieger nur so rein, das kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber ich wollte trotzdem auch davor warnen.
War also nur noch als zusätzlicher Tipp gemeint, auf Euch zu achten.
LG Ines -
Ich halte es immer für bedenklich, wenn jemand bei Gesundeheitsthemen so argumentiert: "Weil ich an der Quelle sitze - mir hat mein Chef gesagt, wer keine Thrombose hatte braucht auch nicht" usw.. - ich glaube nicht, dass ein kompetenter und verantwortungsbewusster Arzt hier so Allgemeinplätze von sich geben würde!!!!
Dabei mag das teils schon sein, bei völlig gesunden Menschen. Doch nicht immer sind es nur die Gefäße. Eine Gefahr kann durch so vieles bestehen. "Dickes Blut, Übergewicht, chronische Erkrankungen" um nur einiges zu nennen. Das sollte der Arzt klären und erklären. Auch sind die ASS nicht das Mittel schlechthin - und für manche sogar gefährlich.
Es ging da wirklich nur darum: Wie spritze ich, wann, wie transportiere ich. und dabei wäre es sinnvoll in einem Reiseforum, es auch so zu belassen. Denn das ob gehört einfach zum Arzt und in dessen Diagnose des Patienten vor Ort in seiner Prxis!
Meine Meinung! -
Mein Chef bezog sich auf mich als gesunden Menschen, das hatte ich ihn gefragt. Er ist sehr, sehr verantwortungsbewußt u. eine Koriphäe (hoffentlich richtig geschrieben) auf dem Gebiet.
Ich habe versucht, allgemein zu schreiben u. einen Tipp zu geben, mehr nicht. An der Quelle sitz ich nun mal u. kann da schon einiges beisteuern.
U. wie gesagt, sollte man sich unsicher sein, sollte man den Arzt aufsuchen vorher, aber rechtzeitig, wegen der Terminvergabe, das wollte ich ganz allgemein nur sagen. Mehr nicht. -
Nun, sich eine Heparinspritze auf einer Flughafentoilette zu geben ist doch wirklich kein Problem. Und eine zweite für den Rückflug mitnehmen.
Allerdings gehen selbst die Meinungen der Ärzte auseinander ab welcher Flugstrecke eine Spritze notwendig erscheint. Langstrecke keine Frage, da sollte man nach einer Thrombose auf jeden Fall spritzen. Bei Mittelstrecke über vier Stunden Flug meinte ein Arzt man müsste nicht (Gefäßzentrum Uni-Klinik), ein anderer (Hausarzt) empfahl zu spritzen.
Ich habe kurz vor dem Flug gespritzt, trage meinen Thrombosekniestrumpf, habe mich im Flugzeug bewegt und habe keinen Alkohol getrunken und alles war gut für mich.
Letztes Jahr habe ich noch Marcumar genommen und bin Langstrecke nach USA geflogen.
Da war ich anfangs noch etwas skeptisch, aber viel Wasser trinken, gar keinen Alkohol und sich im Flugzeug bewegen (was bei zwei Gängen auch einfacher ist) machten daraus einfache Flüge. -
longboatkey wrote:
Letztes Jahr habe ich noch Marcumar genommen und bin Langstrecke nach USA geflogen.
Da war ich anfangs noch etwas skeptisch, .......... :? Ich verstehe nicht ganz, was Du damit ausdrücken willst? Schließlich bist Du unter der Einnahme von Marcumar am allerwenigsten Thrombose gefährdet, weil das Blut dabei noch dünnflüssiger ist, als unter der Gabe von niedermolekularen Heparinen. Außerdem nehme ich nicht an, dass Du beides verabreicht hast, oder?

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Weiß jemand, was mein bezgl. der Einnahme von Marcumar beachten muss? Meine Mutter nimmt es erst seit einiger Zeit und ist noch unsicher. Sie fliegt für 2 Wochen nach Mallorca.
PS: Ich weiß, dass es nicht hierher gehört, aber ich möchte dafür auch keinen extra Strang eröffnen.
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@ lingling,
Deine Mutter wird ihre Reise nach Mallorca nur dann antreten dürfen, wenn sie schon so weit auf Marcumar eingestellt ist, dass sie einen Zeitraum von 2 Wochen problemlos überbrücken kann. Soll heißen, dass sie ihren Quick- bzw. INR - Wert so gut eingestellt hat, dass der Arzt die Dosierung dieses Medikamentes für die komplette Urlaubszeit schon festlegen kann. Viele Pat. haben aber auch mittlerweile ein eigenes Meßgerät und sind in der Dosierung soweit geschult, dass sie sich selbst therapieren können. Was für Deine Mutter zum Tragen kommt, entzieht sich allerdings meiner fehlenden Informationen. Da kann nur der behandelnde Arzt Auskunft geben.