Nacktscanner :(
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...und beim nächsten Anschlag heulen gerade die jetzigen Kontrollgegner dumm rum, das "der Staat" sie nicht schützt...
"Hoffentlich" trifft es dann (wenn es wirklich passieren "muß" ) wenigstens wirklich einmal die "richtigen"!
Ja, durchaus - man sollte jede neue Kontroll-Variante kritisch betrachten...ihr aber auch eine faire Chance geben. Nein, es wird niemals einen wirklich 100%igen Schutz geben - aber nichts tun, das kann und darf nicht die "Lösung" sein.
So brutal und menschenverachtend es klingen mag:
Vielleicht wäre es "besser" gewesen, das die "Kofferbomber" Erfolg gehabt hätten. Das Sicherheitsdenken in Deutschland wäre dann zumindest endlich mal realitätsbezogener und nicht so Friede-Freude-Eierkuchen-träumerisch und pseudo-pazifistisch und durchzogen. -
olmaBLN wrote:
@altlöwin @chriwi
Also doch typisches Israel-Bashing?
Also bitte! Nur weil ich die Befragung ein bissl lächerlich finde, brauchst Du mich jetzt nicht ins antisemitische Eck stellen.Und generell find ich es extrem merkwürdig, dass sich Terroristen immer wieder Flugzeuge aussuchen. Auch wenn die Security-Checks sicher nicht lückenlos funktionieren, ist es sicher schwerer Plastiksprengstoff in einen Flieger zu bringen, als in einen Zug, in ein Hochhaus, einen Fernsehturm,... Ich kenn ja keinen Terrorführer, aber sollte ich jemals einen kennenlernen, wär meine erste Frage: "Warum ein Flieger?"
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Ein Flugzeug eben deshalb, weil es spektakulär ist und Angst erzeugt - und das ist neben den "politschen Zielen" (so sie denn überhaupt welche haben!) das wichtigste Ziel und Anliegen "der Terroristen". Und ein Flugzeug vermittelt eben vielen Menschen sehr schnell das Gefühl völligen ausgeliefert und schutzlos zu sein.
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chriwi wrote:
olmaBLN wrote:
@altlöwin @chriwi
Also doch typisches Israel-Bashing?
Also bitte! Nur weil ich die Befragung ein bissl lächerlich finde, brauchst Du mich jetzt nicht ins antisemitische Eck stellen.
ich hhabe nicht als Antisemiten dargestellt, sondern deinen post als "Israel-Bashing" bezeichnet, was einen Unterschied darstellt...Außerdem schriebst Du von Psychologischer Kriegsführung "Die haben´s drauf, die Israelis!"... so nun mal Deine Worte und wie gesagt, "a bisserl lächerlich" ist dann schon ein wenig überarrogant, wenn man davon mal ausgeht, dass diese "bisserl lächerliche" Befragungen dafür sorgen, dass eben auf Flügen von dort hin nichts passiert ( bis jetzt zumindest ) , und durch "unlächerliche" Kontrollechanismen vom rest der Welt die Vögel vom Himmel fallen, da gesprengt, oder in Hochhäuser fliegen.
Und wenn man über Sicherheitsregel an Flughäfen diskutiert darf man doch wirksame Beispiele aufweisen... wenn "Nacktscanner" ( schön medienwirksame Pressebezeichnung, damit es umso abschreckender wirkt ) derart kritisch beäugt werden , und Experten diesen Nutzen angeblich bezweifeln. Ich rede ja nicht von 1:1 - Übertragung auf Deutschland und keine Parolen in "Vom Sowjet lernen heißt siegen lernen!"-Manier. Und letztendlich sind mir ein wenig mehr Kontrollen und Unannehmlichkeiten lieber, als dann den Salat mit einer Bombe über den Wolken zu haben...
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chriwi wrote:
Naja, ich find ein gesprengtes Flugzeug auch nicht abschreckender als einen gesprengten U-Bahn-Zug in irgendeiner europäischen oder amerikanischen Metropole. :?
Vollkommen richtig!!Aber ich habe das Gefühl, dass für die Terroristen ein gesprengter Zug nicht sonderlich prestigeträchtig und "cool" zu sein scheint... außerdem sind immer die Chancen auf Überlebende so unverschämt hoch. :?
Eine Maschine zu sprengen und unweigerlich den Tod aller Passagiere zu verursachen ist doch da eine ganz andere Nummer!
( Für die Opfer macht das nun wahrlich keinen Unterschied, und die Niederträchtigkeit ist so ziemlich identisch. ) -
olmaBLN wrote:
dass diese "bisserl lächerliche" Befragungen dafür sorgen, dass eben auf Flügen von dort hin nichts passiert ( bis jetzt zumindest ) , und durch "unlächerliche" Kontrollechanismen vom rest der Welt die Vögel vom Himmel fallen, da gesprengt, oder in Hochhäuser fliegen.
Und wie viele weitere Länder gibt es, die ebenfalls noch keinen (versuchten) Anschlag zu verbuchen haben, dabei aber auf Praktiken wie die Isrealis verzichten?
Ich halte es für ein wenig überzogen zu sagen, dass bei denen aufgrund der Befragungen noch nix passiert ist. -
carsten79 wrote:
Und wie viele weitere Länder gibt es, die ebenfalls noch keinen (versuchten) Anschlag zu verbuchen haben, dabei aber auf Praktiken wie die Isrealis verzichten?
Ich halte es für ein wenig überzogen zu sagen, dass bei denen aufgrund der Befragungen noch nix passiert ist.
Na also... könnte man ja fragen, "Und wie viele Länder haben nicht annähernd die hohe Terrorgefahr wie Israel?" Und niemand würde ehrlich bestreiten wollen, dass der Ben-Gurion-Flughafen ein interessantes Attentatsziel wäre, oder?Sich alleine an den Befragungen festzubeißen ist mittlerweile ein wenig ermüdend, da allein in dem Bericht schon noch ganz andere begleitende Maßnahmen angesprochen werden, und dass sich eine stundenlange Befragung auf Fragen nach Finanzierung der Reise, oder Beweggrund der Reise beschränken, ist sicherlich eine naive Annahme!
Und wenn wir schon andere Länder vergleichen wollen: In Deutschland ist es durchaus kein Problem Freunde zum Flughafen zu bringen, diese bis zum Check In zu begleiten, dann noch ein Käffchen zu trinken und Sie bis vor den Einsteigebereich zu begleiten!
Das versuche bitte in Antalya, Jakarta Soekarno-Hatta, Beirut und sicherlich noch anderen Airports. Da ist gleich nach Betreten des Abflugbereiches der erste Sicherheitscheck. Nichts mit Begleitung von Freunden und einem gemütlichen Verabschiedungsritual, die kommen erst gar nicht rein! Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen, deren Beweggründe sicherlich nicht im Spaß an der schönen Freude liegen!Die Frage ist ja nun, wie höhere Sicherheit zu erreichen ist und ob Nacktscanner da die ultimative Lösung bieten, ob man verzichten kann ( und es auch aus verschiedenen Gründen will ), oder nicht.
Und die Sicherheitslücken scheinen nach dem vereitelten Anschlag und verschiedenen Überprüfungen in Europa ja nun auch nicht so unbedeutend zu sein.
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Ich bin selbst schon nach Israel geflogen und (Zürch Tel-Aviv) und mir ist eien kurze Befragung sehr viel lieber als irgend ein Scanner, den ich schon dadurch Betrügen kann, dass ich mir die Sachen, welche nicht entdeckt werden sollen in eine Körperöffnung schiebe.
Bei einer Befragung mekrt man sehr schnell, wer sich normal verhält und wer vielleicht etwas im Schilde führt. Es geht dabei um gezieltes Herasupicken und um die darauf folgende eingehende Kontrolle.Ich glaube daran, dass eine gute Menschenkenntnis mehr zur Sicherheit beiträgt als jede Technikschlacht je beitragen wird.
Und vor allem geht es mir gewaltig gegen den Strich, dass alle unter Generalverdacht gestellt werden, in dem sie einen Striptease machen müssen. Da spielt es auch keine Rolle, ob da nun noch jemand auf den Monitor schaut oder die Maschine selbst entscheidet, ob eine Nachkrontrolle erfolgen muss.
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Die Aussage mit dem Generalverdacht verstehe ich nicht so ganz...

JEDER muss durch die Detektoren, JEDER muss sein Gepäck durchleuchten lassen, JEDER wird auf Waffen kontrolliert... Also selbst da wird man unter "Generalverdacht" gestellt...

Da machen Befragungen oder Nacktscanner doch keinen moralischen Unterschied, lediglich ist es eine neue Variante ( Nacktscanner ) der Kontrolle.Und wenn Du eine bessere Alternative hast, wie Kontrollen durchzuführen sind, bitte gerne! Hier wurden ja schon Die Maßnahme des Heraussiebens aus ethnischen Gründen als übelkeiterregend bezeichnet! Doch welche Maßnahmen blieben denn da, bei der nicht jeder als potentieller Verdächtiger anzusehen ist?
Sonst helfen gegen diese Unannehmlichkeiten nur eines: nicht fliegen! Sonst wird man wohl damit leben müssen! -
@olmaBLN: Du hast schon Recht, wenn Du schreibst, dass bereits heute jeder unter "Generlaverdacht" steht. Aber man muss doch nicht jede zusätzliche Massnahme einfach hinnehmen. Vor allem dann nicht, wenn deren Nutzen überhaupt nicht erwiesen ist.
Ich finde es ist ein sehr grosser Unterschied, ob etwas von Mensch zu Mensch gemacht wird, oder ob ich es mit einer Maschine zu tun habe.
Über Moral möchte ich hier nicht diskutieren. Eher über Ethik.
Und was die ethnische (Un)Gleichbehandlung angeht, so findet diese seit vielen Jahren statt und wird durch neue Technik nicht besser.
Und ja, es gibt sicherlich Menschen, welche durch ihr Aussehen öfter und genauer kontrolliert werden als andere.
Trotzdem traue ich einem erfahrenen Grenzschützer mehr zu als jeder Maschine.Wir müssen uns einfach im Klaren darüber sein, dass die meisten Staaten, und dazu gehört auch Deutschland, zunehmend repressiv agieren und immer sammelwütiger werden, was private Daten betrifft. Neuestes Beispiel ist das Projekt ELENA. Ich traue unserer Regierung einfach nicht und finde genug Gründe, die mich in meinem Misstrauen bestätigen. Zu glauben, dass noch mehr Technik das Leben noch sicherer macht ist einfach Aberglaube, der, zugegebener Massen den Grossteil der Menschen beeindruckt.
Daovn abgeshen, war heute in den Nachrichten zu erfahren, auf dem Flugahfen München ein Bombenalarm ausgelöst wurde, weil ein Detektor Alarm geschlagen hat. Wenn die Nachricht korrekt war, wurde diese Person nicht weiter kontrolliert und konnte in der Menge verschwinden.
Da ist dann schon die Frage angebracht, weshalb niemand auf den Scanneralarm reagiert hat. und da hilft eben auch kein Ganzköperscanner.Und ja: in der letzten Konsequenz kann es auch bedeuten, dass man eben nicht mehr fliegt. Jedoch muss das jeder für sich selbst abwägen.
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sorry für derartige Hysterie bin ich die falsche Adresse...
Mal ganz davon abgesehen, dass Datensammlung durch Grenzbeamte ebenso funktionieren könnte wie durch Nacktscanner ( STASI und GESTAPO hatten nun so etwas gar nicht und deren Datenmengen waren enorm ) diskutieren wir h über mehr oder minder hysterischen "Big Brother´s Watching You"Ängsten, sondern darüber, ob Nacktscanner die Menschenwürde verletzen oder nicht, und ob sie etwas bringen.
Technik kann versagen, weiß jeder! Menschen allerdings auch!
Verletzen Nacktscanner die Menschenwürde, wenn Sie den Menschen eher als Skelett zeigen und Intimzonen unkenntlich verfremden? Ich denke mal nicht!
Dass sich Beamte wegen Nacktscanner über Leibesfülle lustig machen könnten ist einfach absurd und ein ziemlich hilfloses Argument, da dieses auch ohne Scannen geschehen könnte!
Du hast es lieber mit Menschen zu tun? Gut! Menschen aber werten objektiv, ja nach Tagesform, Laune und Erfahrungen! Eine Maschine wertet nicht, ist aber auch nicht flexibel. Daher sehe ich nur eine Lösung im Zusammenspiel.Wie weit ist man nun bereit ist für die Sicherheit, dass mus jeder selber wissen, allerdings muss man dann auch mit den Konsequenzen leben! Und die Daten, die ich beim Nacktscanner abgebe sind doch wahrlich nichts gegen alle Daten, die ich bereits beim Ticketkauf hinterlasse.
Ich glaube kaum, dass Tante Ernas künstliches Hüftgelenk, oder meine Zahnbrücke den Staat wirklich interessieren. -
@olmaBLN
Deiner Antwort schließe ich mich an, möchte jedoch noch hinzufügen, daß es natürlich auch um Kosten u. Zeitgründe geht. Person kostet Geld, Technik weniger. Genauso der Zeitaufwand, der durch das Personal entsteht. Dürfte durch die Technik auch wesentlich schneller gehen. -
@carstenW.
Die Sache ist, man kann es wahrlich nicht allen Recht machen, und muss mal endlich zu einer Lösung kommen!! Danke für die Kostengründe, hatte ich gar nicht im Sinn! Zwar werden so manche "antikapitalisten" sagen, dass es nicht aus Profit die "Menschenwürde" verletzt werden sollte, aber wehe die Kosten werden dann an die Kunden weitergegeben, dann ist Feuer auf dem Dach!
Außerdem kann Technik andere Peinlichkeiten vermeiden! Als ich mit einem gebrochenen Mittelfuß und Gips und orthpädischen Schuh nach London flog, habe ich meine drei Socken vom meinen Fuß, denn ich knappe 10 Tage nur rudimentär reinigen konnte
, streifen müssen! Das war für mich kein angenehmer Moment, und ich wage die abenteuerliche Behauptung, dass dies auch auf den Grenzbeamten zutraf :? ! Das Anziehen danach war nervig und die Blicke der Mitreisenden fand ich auch nicht prickelnd. Ein Nacktscanner hätte die vielleicht vermieden! Und wäre nicht minder peinlicher, oder menschenundwürdiger gewesen.
Oder das Abtasten. Es wird seine Gründe haben, dass Frauen nur von Beamtinnen und Männer nur von Beamten abgetastet werden.
P.S. und esse keine essbaren Büroklammern vom verrückten Professor... es bekommt Dir nicht, Bieker!!

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@Delfo
Du schreibst gute Menschenkenntnis würde ausreichen.
Menschenkenntnis ist unerläßlich .Aber ich sehe in Zeiten der vielen Reisenden dieses als sehr kritisch. Ein Mensch ist in der Lage sich gut zu verstellen. Beispiele gibt es ja zur genüge Entführungen usw. Keine Flugsicherheit kann es sich leisten nur Psychologen die auf Anhieb jeden erkennen sollen einzustellen.(selbst die können irren.) Ergo find ich Nacktcanner und andere Techn. Hilfsmittel die meiner Sicherheit dienen legitim. Auch wenn es keine 100% Sicherheit ist, so doch eine die mir das Gefühl gibt es wird etwas getan. -
ne schmecken mir nicht

Exakt das sind solche Dinge, die denke ich weniger bedacht werden. Gerade was Gipsgeschichten betrifft. Kann sich ja eigentlich jeder dran kleistern. Wegen jedem Kram wird gemeckert. Da werde Gründe wie "ethisch, Menschenwürde usw. genannt, was in manch anderen Punkten wesentlich eher bedacht werden sollte. -
@carstenW.
Vor allem fiel ihm dabei die Nase ab ( ich liebe diese Szene noch heute
)
Und die Schlagworte Menschenwürde und Datenschutz geraten zu Totschlagargumenten, wenn sonst nichts mehr hilft.
Vor allem, wenn wir das Abtasten jetzt mal aus dem Gesichtpunkten betrachten, dass geschlechtergetrenntes Abtasten dazu dient, etwaige Schamgefühle der Geschlechter zu vermeiden, was denken da Homosexuelle, verletzte man deren sexuelles Schamgefühl dann etwa nicht... oder eventuell die Würde der Beamten?
Man kann ALLES in einem schiefen Licht betrachten und eine Diskussion anfangen die letztendlich dazu führen würde, dass einzig und allein keine Kontrollen menschenwürdig genug sind!
Allerdings würde ich mich dann in kein einziges Flugzeug mehr setzen! Oder hoffen, dass ich beim Entführungs-Bingo wenigstens an einem angenehmen Ziel landen werde ( was zu bezweifeln ist )