Trinkgeld in Tunesien?
-
Du bist auch schon dauernd"mit dem Thema durch". Mir langt es schon,daß Mäusebär jedes auch nur halbwegs interessante -Thema mit tausend Klicks einfach schließt.
Es interessiert halt die Leut - und wenn auch nur einer seine Euromünzen daheim läßt, es schon viel gewonnen.
Und wenn auch nur ein Geizkragen kapiert, daß in Tunesien Trinkgelder als Teil der Entlohnung fest eingeplant sind,ist doch viel gewonnen. Grüße Inge -
@nonetl
ähm, Verzeihung, da hatte ich mich verlesen. Ich hatte zuerst immer einen großen Schein in Dinare gewechselt, im Vorfeld überlegt, wieviel ich ungefähr brauche, und den Rest in kleinen Scheinen mitgenommen, um keine Dinare übrigzubehalten. Allerdings würde ich nicht einen Stapel 5-Euro-Scheine mitnehmen, um dem Personal die Euromünzen zu wechseln. Mehr als zweimal tauschen kommt für mich nicht in Frage, da die Euromünzen einiges wiegen. -
ich als Schweizerin muss ehrlich sagen, dass NUR die schweizerschoggi made in Switzerland lecker ist. Da sind wir Schweizer echt verwöht. Das nur nebenbei.
Mir kommt da noch ein Erlebnis, welches wir im Mai gemacht haben in den Sinn.
Am Schluss der Ferien wollte ich dem Zimmermädchen noch etwas Trinkgeld geben.
Sie hatte an diesem Tag frei und ich gab es der Chefin für sie. Nur, diese zog die Nase hoch und schaute mich unzufrieden an: nach dem Motte nur so viel. Ich fragte sie, ob etwas nicht stimmt. War wirklich über ihre Reaktion erstant. Es waren so glaube ich 15 Dinar. Sie fragte mich, wie lange wir da waren. Als ich sagte, eine Woche, da meinte sie, ist o.k. Hallo. Ich war etwas verwirrt. Wusste nicht, ob das wirklich zu wenig war oder die Leute zu verwöhnt.
Apropos Trinkgeld. Ich las ein eine Reiseführer zu diesem Thema folgendes:
Im Restaurant ist die Bedienung inbegriffen, es werden aber vom EUROPÄISCHEN
GAST zehn Prozen vom Rechnungsbetrag erwartet.
Hallo, das scheint mir nach einem Zweiklassensystem. Einheimische geben nichts und von uns Europärern wird es erwartet.
Na ja. Bei uns in der Schweiz wurde das Trinkgeld auch vor Jahren abgeschafft und dennoch gibt man etwas. Ist es nicht oft so, dass man insgeheim sich schlecht fühlt, wenn man nichts gibt. Servicpersonal ist bei und doch oft schlecht bezahlt und durch das Trinkgeld wird ihr Lohn aufgebessert.
Hier nur ein paar Gedanken ohne Wertung gemeint.
eve aus der Schweiz die Schockolade über alles liebt -
Apropos Schokolade.
Letztes Jahr ging ich zwei Mal in die Türkei ins selbe Hotel. Vor der zweiten Reise rief ich den Manager an um einen Wunsch zu äussern. Er fragte mich, ob ich ihm Schockolade mitbringen würde. Somit nahm ich sehr sehr viel Schockolade mit. Es waren sichelich drei Kilos. Wir kannte einige Leute dort und wollten ihnen eine Freude machen. Nur wusste ich nicht, wie begehrt Schoggi ist.
So ging ich am ersten Tag zum Manager und gab ihm 10 Tafel feister Schockolade, im Glauben, dass er sie unter den Leuten von der Rezeption aufteilt. Weit gefehlt, denn er packte diese sofort in einen **** und verstaute sie in seinem Pult. Den Rest verteilte ich unter den Türken und ich kann nur sagen, sie haben sie uns förmlich aus den Händen gerissen. Die sind so scharft auf unsere Schockolade. Egal wiviel ich mitgenommen hätte, es hätte niemals gereicht.
Nur soviel zur Schockolade als Trinkgeld. Scheint wirklich sehr begehrt zu sein. Nur im Sommer in der Hitze wird aus der Schockolade gern mal eine Schockoladencreme.
Gruss aus dem Schoggiland
eveP.S. Meine Tochter wünscht sich sehr, im Oktober nochmals eine Woche nach Tunesien zu gehen. Es war einfach toll in diesem Land. Tunesien, wir kommen wieder.
-
Metrostar wrote:
Aurihexle wrote:
Ich muss den anderen Usern hier recht geben,man ist besser bestellt,Euros in Scheinen aufgeteilt mitzunehmen.Denn die Tunesier können mit Münzen nicht wirklich viel anfangen.
Aber nicht alles muss am Trinkgeld hängen bleiben.Gerne werden auch Zigaretten oder Schweizer Schockolade genommen,gut kommt das an bei Zimmermädchen oder Kellner.
So sind meine Erfahrungen in Tunesien bisher gewesen.
Nach 4 Jahren Tunesienpause,reise ich im Juni wieder in dieses Land.
Schaun wir mal.
Ja, am besten Schokolade der Firma Lindt, Milka und ähnliche sind zu billig.... Die Kellner kriegen davon sonst einen Schockoladen-Schock
und jedesmal einen 5 €-Schein als Trinkgeld
Sorry, habt ihr zuviel Geld???Nein,ich habe nicht damit gemeint,das der Kellner 5 EURO erhält,schmunzel,es ging nur darum das sie mit Münzen nicht viel anfangen können,sie tauschen gerne dann die Euromünzen in Scheine um.Was die Schokolade angeht,da sind sie tatsächlich wählerisch,auch wenn es etwas verwirrend erscheint.Tja und wenn man eine gute Tante in der Schweiz hat,die läßt sich dann auch nicht lumpen,ein paar gute Täfelchen in das Reisegebäck zu packen.

-
Hallo,
ich weiss garnicht, ob ich mich hier schon geäußert habe.
ich denke jeder sollte soviel trinkgeld geben wie er meint, oder nicht??
wir waren 3 Wochen in tunesien und da haben wir unserem kellner jede woche 5 dinar gegeben und als wir abgereist sind, haben wir ihm noch 10 dinar zugesteckt. er hat sich sehr gefreut, aber ich glaube wir wären auch ohne trinkgeld super bedient worden, denn das erste mal trinkgeld bekam er nach 4-5tagen und er wusste ja auch nicht, dass er noch mehr bekommt, oder??
bei der massage habe ich 10 dinar trinkgeld gegeben, ich gebe hier in deutschland bei der massage und beim frisör auch 5 euro trinkgeld.
ich denke jeder so wie er mag.
lg andrea -
Hi, Tunesien-Urlauber,
wenn der Service gut ist, das Zimmer besonders sauber gereinigt wird, die Kellner freundlich und aufmerksam sind, geben wir gerne ein Trinkgeld.
Wieviel ist in Tunesien "normal" - ich bin kein "Geizkragen", möchte aber auch nicht als "Größus" auftreten. Was gibt man dem Zimmermädchen, dem Kellner, usw. ?
Für entsprechende Infos, bin ich dankbar.
Viele Grüße und schönes Wochenende.
Herbert -
Halli-Hallo, seit 2010 hat sich wirklich viel geändert, beispielsweise der Wechselkurs!! Die Trinkgelder bleiben aber immer gleich, die zwei Dinar für den Kellner etc. pp.
Gut ist es allemal, sich mal nach dem aktuellen Wechselkurs zu erkündigen, da weiß man dann auch genau, was der Dinar wert ist.
Und passt die 2010 Vorsläge demnach an. Grüße Inge
-
In diesem Thread ist leider die letzte brauchbare Information über Trinkgelder schon 4 Jahre alt.
Nachdem es in Tunesien vermutlich auch Inflation gibt :? , was habt ihr beim letzten Urlaub dieses oder letztes Jahr so an Trinkgeld gegeben? -
Überflüssiges Zitat entfernt.
Das würde mich auch interessieren......denn auch bei uns ist es im sommer soweit....also bitte neue Tips ;-).... -
Auch bei uns in Deutschland gibt es eine Inflation, aber gebt Ihr deshalb 20 anstatt 10% Trinkgeld?
Genauso handhaben wir das auch in Tunesien. Die obligatorischen 1 oder 5 Dinar sind geblieben. Jedenfalls für uns, es gibt sicherlich auch Gäste, die das total anders handhaben.Schönen Urlaub
-
Ich sehe das wie Nonetl.......im grunde muss jeder selber wissen was er gern geben möchte. Ich mache das in Deutschland auch - guter Service / gutes Trinkgeld. Und in Deutschland ist das Trinkgeld auch sehr unterschiedlich. Jemand der mehr hat - gibt auch mehr.....
Zimmermädchen/mann grundsätzlich immer. (Habe mal an anderer Stelle gelesen dass es schön wäre wenn die Urlauber einfach ihre Zimmer normal hinterlassen würden, dann haben die Zimmermädchen/männer auch Zeit zum putzen. Ist wie überall auf der Welt - für ein Zimmer 2,20 Minuten.....wenn man da erst mal freiräumen muss darf man sich nicht wundern
) Oft steht ja mal eine Tür offen - mich erschlägt es da auch wie es zum Teil aussieht 
Was sich nicht geändert hat - die Landeswährung ist tunesische Dinar!
Euromünzen können NICHT im Land getauscht werden - da müssen wieder die Touristen herhalten (eigene Dummheit :? ).
Auch Euro-Scheine können von "normalen" Tunesiern nicht einfach an der Bank getauscht werden, das kann nur auf dem Schwarzmarkt erfolgen. Muss man ja nicht fördern?????!!!!!
Wer den Euro nicht tauschen will......sollte sich evtl. ein Euroland aussuchen
LG Chris -
Wird bei uns ebenso gehandhabt.
Für guten Service zwischen 1-5 Dinar.
Busfahrer: 5
Zimmerdame: täglich 2 aufs Kopfkissen, ab und an auch mal 5
Abendessen-Kellner: am ersten Tag 5 dann 2
Trinkgeldteller Al-Bar: ab und an 1-2
Für Bedienung am Strand: 1
...und natürlich für manch andere nette Serviceleistungen.
Das kann und darf selbstverständlich jeder machen wie er möchte, Bedingung ist es keine, selbst ohne Trinkgeld geht der Urlaub vorbei.
-
"Chris34" wrote:
...Und in Deutschland ist das Trinkgeld auch sehr unterschiedlich. Jemand der mehr hat - gibt auch mehr.....OT
Sollte man denken, aber die Praxis sieht oft gaaanz anders aus :? -
Hallo Doc......ja......ich kann nur aus meinen persönlichen Beobachtungen schreiben.
Ich würde manch einer Frisörin auch gern 20 Euro Trinkgeld geben und ner anderen am liebsten nicht mal den Preis bezahlen
Der eine rundet hier beim Cappuccino "grosszügig" um 20 Cent auf......der andere gibt nen 5er und sagt "stimmt so". Ich kenne ehrlich gesagt die deutsche Trinkgeldregel nicht. Ich gebe was ich kann und was ich geben möchte.
Ich bin immer dafür in Tunesien gern und grosszügig Trinkgeld zu geben......die Jobs gehen meist nur eine Saison (Mai-September), dann sind sie Arbeitslos, ohne Arbeitslosengeld I, II, ohne Sozialhilfe ohne HartzIV ohne alles......die Monatsgehälter mehr als mickrig, i.d.R. nur einen Tag frei, in der kurzen Saison keinen Urlaub. Viele wohnen weit weg in anderen Städten und nicht jedes Hotel lässt seine Angestellten irgendwo mietfrei wohnen....und und und.
Aber ich verstehe auch dass der Urlauber auch auf seinen Urlaub sparen muss und eben nicht mal 300 Euro extra für Trinkgeld übrig hat.....also selbst wenn er geben wöllte - könnte er nicht.
Und dann.....also ich gebe ja gern dem Mann am Strand immer ein gutes Trinkgeld. Der hat die Liegenlage im Griff und wenn man mal später kommt findet er immernoch ein Plätzchen. Oder es wird die Liege gebracht oder sonst was. Und wenn ich dann so entspannt morgens auf meiner Liege liege und beobachte dass genau das die anderen Tunesienurlauber auch tun.......da denke ich, manch Strandboy macht auch eine gute Saison
...sei ihm gegönnt! -
Chris, ich gönne auch jedem ein vernünftiges Trinkgeld - wenn er einen guten Job macht.
In "Entwicklungsländern" sehe ich es ein wenig komplizierter und bin da zwiegespalten, denn es hilft dem Land und den Leuten auf weite Sicht nix, wenn ein Lehrer, Polizist oder jemand aus dem medizinischen Bereich, um mal ein paar Beispiele zu nennen, im Endeffekt in einem nicht seiner Qualifikation entsprechenden Job im Tourismus durch Trinkgeld ein Vielfaches mehr verdient, als in seinem eigentlichen Job, der für das Land viel wichtiger wäre.Das Zitat und meine Anmerkung bezogen sich aber auf die Situation in Deutschland, denn ich erlebe es oft genug, daß gerade die, die es sich leisten könnten, es nicht tun - sei es, daß sie nicht wirklich drüber nachdenken, oder wirklich zu knauserig sind.
Kleines Beispiel, wir hatten letztens ne Gesellschaft, da wurden 10 Stunden ca.100 Personen verköstigt, der Preis nur für Getränke lag bei ~ 2000€ und der Gastgeber gab dann jeder der 3 Bedienungen großzügig 10€ :? Da ich denjenigen ganz gut kannte, bin ich mir sicher, es wurde nicht wirklich drüber nachgedacht und bin dann selber in die Bresche gesprungen, aber soviel zu "Jemand der mehr hat - gibt auch mehr...."

-
doc3366:
In "Entwicklungsländern" sehe ich es ein wenig komplizierter und bin da zwiegespalten, denn es hilft dem Land und den Leuten auf weite Sicht nix, wenn ein Lehrer, Polizist oder jemand aus dem medizinischen Bereich, um mal ein paar Beispiele zu nennen, im Endeffekt in einem nicht seiner Qualifikation entsprechenden Job im Tourismus durch Trinkgeld ein Vielfaches mehr verdient, als in seinem eigentlichen Job, der für das Land viel wichtiger wäre.Gut....aber wenn ich dem Kellner weniger Trinkgeld gebe, ändert sich an der politischen Situation nichts. Ich denke ein Tourist ist auch nicht dafür zuständig/verantwortlich. Sondern nur für die Dinge die in seinen Bereich fallen......z.B. sich landesentsprechend zu benehmen/kleiden und den Euro-Tausch-Schwarzmarkt nicht auch noch anzukurbeln.
-
Chris, ich sage ja, ich bin da irgendwie zwiegespalten :? Klar ist es nicht meine Aufgabe, die politische Situation im Land zu ändern, aber gleichzeitig hat es für mich irgendwie was von "Kolonialtourismus", wenn ich mit verhältnisunmäßigen Trinkgeldern noch dazu beitrage
Einerseits will ich, daß die Leute was zu beißen haben und natürlich auch selbst nen schönen Urlaub, mit dementsprechendem Service haben, andererseits schaue ich auch ein wenig über das Ende des Urlaubes hinaus und wünsche den Leuten sich verbessernde Lebensumstände. Wirklich nicht so einfach die Geschichte...Malini, gerade in den klassischen AI-Destinationen verdienen Kellner und Zimmermädchen inzwischen ja fast überall mehr als Lehrer und auch Polizisten, was natürlich zu vielen Problemen in den Ländern führt. Aber das weißt Du ja selbst und ich bin mir auch nicht sicher, ob das in einem überwiegend von Pauschalreisenden genutztem Forum/Portal das richtige und gerngesehene Thema ist. Ich kann Chris`Gedanken vollkommen nachvollziehen, da kommt auch oft das Helfersyndrom durch, gerade, wenn man wie sie, sich in einem Land besonders gut auskennt und sich diesem verbunden fühlt.