ölpest vor Florida
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Dass die Strände in Nord-West-FL betroffen sein werden, stand schon ziemlich zeitig fest. Dass es eintrifft, verwundert wohl keinen mehr. Bei den Mengen die da täglich so raussprudeln. Die Sache überhaupt ist schon schlimm genug, keine Frage... Dennoch befindet sich das Gros der Urlauber in Südflorida.
Eigentlich schäme ich mich ein wenig dafür, dass ich mir Sorgen mache, ob "mein Strand" noch o.k. ist oder nicht. Langsam spielt es bei mir schon fast keine Rolle mehr, denn die Katastrophe wiegt insgesamt zu schwer. Man sollte froh sein, wenn so wenig wie möglich durch das Öl zerstört wird. Mein Urlaub ist nach drei Wochen vorbei und ich fahre wieder nach Hause... aber die Leute vor Ort, die Tiere und Pflanzen werden nicht gefragt, die müssen es so nehmen wie es kommt.
Ich tanke jedenfalls nicht bei BP und unterstütze so ein ganz klein wenig die Aktionen in Amerika gegen diesen Konzern.
Florida - jetzt er recht.
LG -
@Frau Schulz
dem kann ich mich nur uneingeschränkt anschliessen.
In Deutschland ist BP als Marke allerdings kaum präsent. Der Konzern betreibt rund 2400 Aral-Tankstellen und verkauft Motoröl unter der Marke Castrol.
Bei Boycott BP (FB) wird derzeit über einen ähnlich durchschlagenden Slogan wie "Shell to Hell" diskutiert. Wofür BP statt British Petroleum stehen könnte? Bad People (böse Menschen), Big Pollution (große Umweltverschmutzung) und: "Begin Protesting".
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naja, heute haben sie es ja geschafft das rohr abzusägen, somit könnte der anschluss gesetzt werden, ein bisschen hoffnung mehr!
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Dinotoll:In Deutschland ist BP als Marke allerdings kaum präsent. Der Konzern betreibt rund 2400 Aral-Tankstellen und verkauft Motoröl unter der Marke Castrol.
Bei Boycott BP (FB) wird derzeit über einen ähnlich durchschlagenden Slogan wie "Shell to Hell" diskutiert. Wofür BP statt British Petroleum stehen könnte? Bad People (böse Menschen), Big Pollution (große Umweltverschmutzung) und: "Begin Protesting".
Das gehört ja hier nun wirklich nicht hier her. Aber trotzdem: So ein Boycott nutzt der eigentlichen Sache nun wirklich überhaupt nix. Und ich bekomme Bauchschmerzen bei dem Gedanken, dass BP an der Katastrophe so leidet, dass sie von einem der handvoll anderen Ölmultis gekauft werden. Dann gibts einen Anbieter weniger, der Wettbewerb wird kleiner und die Preise damit automatisch höher.
Und ganz offen - hier glaubt doch keiner wirklich, dass dieser Unfall einem der wenigen anderen Ölmultis nicht hätte passieren können oder die ein besseres Krisenmanagement hätten???!!! Die Technik hat einfach ihre Grenzen in diesen Tiefen - "in 1500 Meter hat der Mensch eigentlich nichts zu suchen".
Hoffentlich bekommen die das Leck jetzt dicht! Die Katastrophe hat eh schon unglaubliche Ausmasse und ich bin mal gespannt, wo im Atlantikbereich das Öl noch alles auftauchen wird - Florida ist nach dem Golf von Mexiko auf dem Weg des Öls sicher nur ein Meilenstein.
Und wer bestimmt denn letztendlich die Nachfrage nach Öl??? Fahrt Ihr alle Fahrrad, fliegt niemals und heizt mit Kohle und Holz? Wir sollten nicht die Zahl der Anbieter reduzieren sondern die Nachfrage nach Öl insgesamt!In den 70er und 80er Jahren hat man uns vorgerechnet, dass das Öl bei damaligem Verbrauch noch ca 30 bis 50 Jahre reichen wird. Heute steigt der Verbrauch trotzdem weltweit, die Suche nach Energiersourcen wird deswegen immer intensiver und z.B. China, mit rund 1.5 Mrd. Menschen, fängt grade erst an, seine Wirtschaft nach marktwirtschaftlichen Regeln aufzubauen. Das benötigt vor allem mal Energie! Die Nachfrage nach dem schwarzen Gold steigt weiter und die Wege, Vorkommen zu erschliessen, führen uns in immer grössere Tiefen und bedrohtere Lebensräume.
Die Katastrophe im Golf ist doch nur ein Symptom dieser Entwicklung. Ist nicht neulich erst ein chinesischer Öltanker im Barriere Riff vor der australischen Küste havariert .... ? -
wer gut englisch kann, kann sich in der Tageszeitung von Miami, www.miamiherald.com über die aktuellen Zustände der Strände, informieren

Melanie -
Das gehört ja hier nun wirklich nicht hier her...
...eine Bemerkung , was hier diskutiert wird bestimmen die User und die Forenregeln und nicht Du...

Die Ölpest im Golf von Mexiko ist mittlerweile die grösste Umweltkatastrophe weltweit und stürzt Amerika in die Verzweiflung.
Noch klarer ist aber den meisten Amerikanern, dass die Ölfirma die Schuld für das Desaster trägt.
Unterdessen haben Experten anhand einer Computersimulation veranschaulicht, wie sich das Öl im Golf von Mexiko und weiterhin im Atlantik und den anderen Weltmeeren verteilen könnte. Das Öl wird praktisch aus dem Golf von Mexiko heraus transportiert und gelangt dann in den Golfstrom. Eine Horrorvision, die schon bald Realität werden könnte.Wir fliegen jedes Jahr einen Monat nach Florida und es verzweifelt sehr wenn man dran denkt dass, die Regionen bald ölverpestet sein werden.
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Hallo!
Wer sich ganz speziell für den Raum Naples oder Collier/Lee- Country interessiert, haben die Naples News auch eine schöne Seite hergerichtet mit vielen interessanten Details.
Stell mal den "übersetzten" Link rein: -
Dinotoll: wrote:
..eine Bemerkung , was hier diskutiert wird bestimmen die User und die Forenregeln und nicht Du...
Danke für den väterlichen Hinweis .... !
Aber vmtl hast Du da den Bezug falsch hergestellt. Ich meinte nicht die Diskussion über "Ölpest vor Florida", sondern vielmehr meinen eigenen Kommentar zum Thema "Boycott von BP". Sorry, wenn das missverständlich war.
Gruss, Stefan -
Hallo,
zur Info
wir sind zur Zeit in St Pete Beach und die Strände sind sauber (ohne ÖL)und super schön..Es ist wieder traumhaft hier.Grüße Hawaii-elke
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@hawaii-elke:
Thanks!!!!!!!!

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Forbidden Zone - SW Florida
Hallo alle,
ich wollte euch mal kurz darstellen, wie wir hier vor Ort (Golfkueste in Florida) ueber dieses Oel Disaster denken und fuehlen. Verstaendlicherweise, sind wir alle recht frustriert, veraergert, aber dennoch, wir alle sind hochmotiviert und raeumen auf, machen sauber und jeder Bewohner an der Golf Kueste traegt sein/ihr moeglichstes bei, den Schaden einzugrenzen und das Leben der Tiere zu retten.
Bezueglich SW Florida (wo ich wohne) sieht die Sache nicht tragisch aus, wie an anderen Kuestenabschnitten. Wir hier liegen in einer sogenannten "forbidden zone". Wissenschaftler haben ueber ein paar Jahre hinweg die Stroemungen im Golf von Mexiko untersucht und dabei festgestellt, dass wir hier (SW Florida, von Tampa bis Naples) in einem Bereich liegen, von dem alle Stroemungen wegfliessen. Diese gehen an unserer Kueste ca. im Abstand von wenigstens 150 Meilen vorbei. Daher, so sagen die Experten sind wir hier an unserer Kueste recht "Oel sicher".
Hier sind zwei Links, die estens das Phaenomen der "forbidden zones" erklaeren und das zweite link zeigt die derzeit gueltige Vorhersage fuer den Oelteppich an.
Auch wir hoffen instaendig, dass es BP gelingen wird, das Leck umgehend zu stopfen oder aber wenigstens nahezu alles austretende Oel auffangen oder verbrennen koennen.
www.wunderground.com/blog/JeffMasters/comment.html?entrynum=1483
http://www.fox4now.com/Global/story.asp?S=12655814
http://deepwaterhorizon.fsu.edu/projections/hycom/hycom_gfs.html -
Ich habe noch einen guten Link - hier koennt ihr das Oel (und das nicht Eintreffen des Oels an unserer Kueste) taeglich aktuel mitverfolgen
deepwaterhorizon.fsu.edu/projections/hycom/hycom_gfs.html