Verhalten von FTI nach Flugstopp
-
Hallo zusammen,
auch bei uns war es so. Nun haben wir die Erinnerung erhalten. Der Reiseleiter vor Ort hat uns auch immer wieder zugesichert, dass alle übernommen werden. Also, ich sehe schon, wir sind nicht allein. Mal sehen, ob FTI es zu einer Sammelklage kommen lässt...Grüsse
Sven
-
Immer noch nichts, von dem man berichten könnte. Seit Juli Funkstille. Habe heute einen Bericht im ct Magazin gesehen, wie es in den Amtsgerichten zugeht (hier gegen Premiere), da wird einem richtig mulmig. Es kommt anscheinend auf den Richter an, ob er Lust hat oder nicht. Er entscheidet nach Aktenlage (ob er die Akten gelesen hat) weiß man nicht. Danach ist Schluß, denn Einspruch gibt es nicht. Juristerei ist wie auf offener See, man weiß nie, wie es ausgeht.
-
Gofy: Bevor irgendeine Entscheidung von einem Richter getroffen werden kann, muß trotz allem zunächst eine Klage zugestellt werden. Mit der gehst du dann zum RA, der meldet sich und trägt vor. Dann wird eine Entscheidung über ein evtl. schriftliches Verfahren ergehen. Niemand wird einen Beklagten verurteilen, bevor er eine Chance auf Äußerung hatte.
-
Einer Entscheidung, das nach Aktenlage entschieden werden kann müssen beide Streitparteien zustimmen. Ansonsten sammelt der Einzelrichter die schriftlichen Vorträge und setzt einen mündlichen Verhandlungstermin an. Der sieht in aller Regel wie folgt aus:
es sind ungefähr 20 Vorgänge oder sogar mehr, die der Richter im Abstand von 15 Minuten abhandelt. Kann man am Aktenstapel erkennen, den der arme Kerl oder die arme Frau zu Verhandlungsbeginn reinschleppt. Dann ruft er die Parteien auf und stellt Fragen, die sich ihm aus der Aktenlage ergeben haben. Je nach der Qualität der Antworten kann man erkennen, wie er tendiert. Sein Bestreben ist es meistens, beide Parteien zu einem Kompromiss zu bewegen. Gelingt das nicht, fragt er noch einmal nach den Anträgen ( die im vorprozessualem Schriftwechsel ja gestellt wurden ) und erklärt dann einen Verkündungstermin. Das ist dann meistens 4-6 Wochen später. Da geht aber kaum jemand hin, das Urteil wird postalisch zugestellt.
Im Gerichtssaal ist ein ständiges Kommen und Gehen der anderen am Tage anstehenden Parteien. Also mit grossartigen Erörterungen darf man nicht rechnen. Der Richter hat innerlich bereits seine Entscheidung gefällt, wenn nichts Neues mehr auf seine Fragen hin vorgetragen wird. Das geht wie am Fliessband.
Aber man kann trotzdem zu 100% davon ausgehen, das der Richter in seinem Arbeitszimmer sich gründlich mit der Sache beschäftigt hat.
Gruss Gabriela
-
Der von mir geschildete Fall betraf eine Kündigung von Premiere. Premiere hat die Kündigung bestätigt und später behauptet, es wäre keine Kündigung eingegangen. Der Amtsrichter hat die Beweismittel, die Bestätigung, nicht angenommen, und geurteilt, daß keine Kündigung eingegangen ist.
Ich wollte mit dieser Beschreibung nur ausdrücken, was einem passieren kann. -
Gofy
Selbstverständlich werden vor Entscheidung die Akten und Vorträge der Parteien vom Richter gelesen. Ob danach Schluss ist kann ebenso abhängig vom Richter sein, mit Glück, oder auch nicht, kann eine Grundsatzentscheidung durch höhere Gerichte zugelassen werden.g_m
Eine überraschende, weil auch sehr seltene Übereinstimmung. Zudem nichts anderes, als ich im Verlauf dieses Threads schon mehrfach geäussert habe. Besonders in Bezug auf die so fleissig gesammelten "Zeugenlisten". -
Auch Richter an einem AG wird man nicht so nebenbei. Eine Sorgfaltspflicht ist selbstverständlich, "Schnelllesen" und entscheiden durchaus antrainiert.
-
Gofy1 wrote:
Der von mir geschildete Fall betraf eine Kündigung von Premiere. Premiere hat die Kündigung bestätigt und später behauptet, es wäre keine Kündigung eingegangen. Der Amtsrichter hat die Beweismittel, die Bestätigung, nicht angenommen, und geurteilt, daß keine Kündigung eingegangen ist.
Ich wollte mit dieser Beschreibung nur ausdrücken, was einem passieren kann.@gofy1
nichts ist undenkbar.
daher auch der "rauhe wind" , der von ein paar usern von uns immer entgegen wehte.
das alles war bisher von uns ja nicht bös gemeint.
aber manchmal kann es wirklich anders kommen, als man denkt.
egal, wie viele beweise man für sein recht hat. -
Trotzdem habe ich bis jetzt geglaubt, daß wir in einem Rechtsstaat leben. Das man für sein Recht kämpfen muß, ist mir schon klar. Das man aber im Ernstfall darauf angewiesen ist, was man für einen "dienstbeflissenen" Richter erwischt, ist schon ernüchternd. Aber warten wir es ab.
-
wie in allen Berufen gibt es auch bei den Richtern natürlich Unterschiede im Handeln. Ich glaube nicht in der Berufsauffassung ( ähnlich wie bei Ärzten ), denn wegen ihrer besonderen Verantwortung unterliegen sie einer besonders kritischen Beurteilung, die ja sehr öffentlich vorgenommen wird. Möglicherweise junge Richter, die sich fallbezogen nur sehr intensiv mit der Rechtssprechung in vergleichbaren Fällen orientieren, oder ältere Richter, die sich eher auf ihren Erfahrungsschatz mehr oder minder verlassen. Und ein Richter am Amtsgericht hat auch nicht jeden Tag 20 oder mehr Fälle abzuhandeln, da hat er genügend Zeit für Recherchen dazwischen. Er bündelt nur an einem Verhandlungstag die Termine.
wir leben ganz sicher in einem sehr guten Rechtsstaat. Manchmal wünsche ich mir zwar speziell für die Reisebranche "amerikanische" Strafmöglichkeiten, sprich z.B. neben Schadensersatzleistungen zusätzliche Strafzahlungen in empfindlicher Höhe, wenn wiederholt der gleiche Tatbestand erfüllt war, aber unterm Strich können wird gut mit unserem System leben. Noch einen Satz zu deinem Beispiel Premiere: so wie du es beschrieben hast ist es unmöglich. Kein Richter darf ein Beweismittel ablehnen. Das ist nur möglich, wenn eine Frist versäumt wurde, wenn ein Unberechtigter den Beweis angeboten hat o.ä.
Was hier in der Themenprolematik FTI anbelangt hatte ich immer geglaubt, sie würden ein Muster-/Testverfahren durchziehen. Glaube ich aber nicht mehr, denn wo immer es stattgefunden hätte würde überregional aus dem besonderen Interesse darüber berichtet worden sein.
Gruss Gabriela
-
gabriela_maier wrote:
Kein Richter darf ein Beweismittel ablehnen. Das ist nur möglich, wenn eine Frist versäumt wurde, wenn ein Unberechtigter den Beweis angeboten hat o.ä.Sorry, aber mir ist Ähnliches passiert!
Ich hatte als Beweis, dass der RV einen defekten Bus eingesetzt hatte, einen Brief des RV an den Busunternehmer eingereicht, in dem dieser dem Unternehmer den Rechnungsbetrag für die von mir bemängelte Reise um knapp 1500,-- DM wegen eines defekten Busses gekürzt hat.
Dem Richer am AG hat dies nicht als Beweis gereicht, dass der Bus defekt war!
LG
Sokrates
P.S.: Das AG und der Firmensitz des RV befanden sich in der selben Kleinstadt mit ca. 20.000 Einwohnern. Man kann davon ausgehen, dass sich der Eigentümer des RV und der Richter persönlich kannten - beweisen konnte ich das leider nicht.
-
Sokrates
Vielleicht gibt es in diesem Ort noch einen vereidigten Kfz.-Sachverständigen "im gleichen Kegelclub", den der Richter auch gerne involviert hätte
-
das ist eine schwierige Geschichte. Ich gehe davon aus, das die streitige Sache unter €600.-- sich bewegt hat und daher die Entscheidung des Richters rechtskräftig war. Berufung nicht möglich.Seine subjektive Bewertung des Beweises ist daher nicht mehr anzufechten. Und er wird sicher auch eine Begründung geliefert haben. Das darf er, und mit solchen Entscheidungen muss im Einzelfall wg. der Rechtssicherheit nach einem Urteil gelebt werden.
Aber gegen die Bewertung des Beweismittels des Richters ( die Nichtanerkennung ) an sich kann grundsätzlich Beschwerde eingelegt werden. Nutzt zwar dem Betroffenen nix, da auch einem Richter ein Fehlverhalten zugebilligt wird, aber es schadet seiner Karriere. Zuständig wäre die nächsthöhere Instanz im Justizwesen.
Ich kenne was ähnliches aus dem Beamtenstatus ( basierend auf Behördenentscheidungen
grundsätzlich kann man eine Dienstaufsichtsbeschwerde einlegen, aber gegen eine Einzelentscheidung eines Beamten ist eine Fachaufsichtsbeschwerde möglich.Grundsätzlich stimme ich deinem PS zu: man kennt sich, man sieht sich, man schätzt sich. Dafür gibt es in Köln ( jetzt aber reiner Zufall und bezieht sich nicht auf den dort ansässigen RV ) den Begriff des "Kölschen Klüngels"
Gruss Gabriela
-
Suche dringend leute die um den 15. april 2010 im hotel gardenia oder einem anderen in alanya im urlaub waren und über fti gebucht haben und vor ort von fti betreut wurden. zwecks gegenseitiger zeugenaussage....gruß beckoe

