Buchung aus Sonderkatalog Costa-Kreuzfahrten
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Hallo lexlilexi,
vielen Dank für die guten Wünsche. Durchhaltevermögen werde ich wohl auch brauchen. Zwischenzeitlich hat Costa bei meinem Reisebüro die terminlich geänderte Buchung bestätigt; ich selbst habe noch immer nichts schriftlich. Natürlich gibt es wieder Änderungen. Nachdem ich mich bisher über den Flug mit Iberia via Madrid (alter Termin) informiert hatte, gilt das nicht mehr. Nun wird mit KLM via Amsterdam geflogen. Das leuchtet mir noch in etwa ein. Warum wir aber nunmehr wieder eine neue Kabinennummer auf dem Schiff haben, erschließt sich mir nicht mehr. Was mag da noch kommen?
Grüße vom "Reisenden in Warteposition"
Jürgen -
Hallo, ich will Euch doch auf dem Laufenden halten. Bis heute habe ich immer noch nichts von Costa gehört. Gestern habe ich mich mit der vom Reisebüro erhaltenen Buchungsnummer auf der Homepage von Costa eingewählt, weil man nur so in den "Intimbereich" des Veranstalters kommt, in dem man z.B. Getränkearrangements oder Landausflüge vorab buchen kann. Man wird es kaum glauben, aber ich erhielt die Auskunft, dass keine Reservierung vorliegt. Ich bin gespannt, was für eine Antwort ich auf meine spontane mail, mit der ich mein Unverständnis augedrückt habe, bekommen werde (wenn ich überhaupt eine erhalte).
Fortsetzung der unendlichen Geschichte demnächst an dieser Stelle.
Gruß
Jürgen -
Armer Jürgen, aber ich zweifle schön langsam an deinem Reisebüro.
Eine Bestätigung von einer Reederei enthält alle Dinge, die relevant sind. Weshalb sollte eine aus deren EDV ausgedruckte Bestätigung als Buchung in deren EDV nicht existent sein?
Aber grundsätzlich: Transatlantik-Passagen von Kreuzfahrtschiffen haben immer den Hintergrund, dass sie ihr Schiff von Sommer-Törn auf Winter-Törn und umgekehrt transportieren.
Das bedeutet aber auch, dass vorher und oder nachher kurzfristig vereinbarte oder notwendig gewordene (oder aber auch erst jetzt möglich gewordene) Werftarbeiten anfallen können. Durchaus nicht unüblich, dass man sich kurzfristig für so was entscheidet (weil kleinere Übel an Bord nun doch vorgezogen repariert werden sollten usw.).
Grundsätzlich sind alle von dir bisher erwähnten Änderungen zumindest eine Möglichkeit des kostenlosen Stornos. Theoretisch hast du natürlich auch die Möglichkeit eine Schadenersatzforderung wegen Nichterfüllung eines geschlossenen Reisevertrags einzufordern. Aber das löst das Problem nicht - du möchtest ja transatlantisieren...
Viel Glück!
Peter -
Hallo Peter,
schön mal wieder von Dir zu hören.
Eigentlich mache ich meinem Reisebüro keinen Vorwurf. Wie Costa selbst angibt, erhalten die Reisebüros nach Festbuchung lediglich eine Fax-Bestätigung und nach Zahlungseingang ca. 2 Wochen vor Abreise die Reiseunterlagen. Der Inhaber "meines" Reisebüros schüttelt inzwischen auch nur noch den Kopf. Kürzlich hat er versucht, anläßlich einer Tagung in Salzburg einem Verantwortlichen von Costa/Italien meinen Fall vorzutragen. Leider hat dieser trotz ursprünglicher Zusage doch noch abgesagt.
Inzwischen habe ich Antwort von Costa/Deutschland, die ich hinsichtlich des Buchungsteils wörtlich zitiere:
"Nach Überprüfung haben wir festgestellt, dass Sie die falsche Buchungsnummer hatten. Die korrekte Nummer lautet xxx.
Da in der Buchung noch die Eintragung Ihres Geburtsdatums fehlte, können Sie sich diese noch nicht darstellen. Wir haben dies nachgeholt und Sie sollten in ca. 24 Stunden Zugang zu Ihrer Reise haben".
Die nunmehr angeblich korrekte Nummer (als Teil der kompletten Vorgangsnummer auf dem Fax) hatten sowohl das Reisebüro als auch ich bereits vor Wochen ohne Erfolg ausprobiert. Und die Sache mit dem Geburtsdatum glaube ich auch nicht. Egal, jedenfalls habe ich nunmehr Zugang zum "Innenleben" von Costa und zu meiner Buchung. Das ist auch dringend notwendig angesichts der für Kreufahrten ungewöhnlich kurzen Zugangszeit für die Reiseunterlagen. Man ist schon darauf angewiesen, dass man sich die Ausflüge vorher anschaut und angesichts der Hinweise auf nur geringe Teilnehmerzahlen auch vorab bucht.
Da der mir vorliegende Sonderkatalog keinerlei Hinweise auf die diversen Möglichkeiten enthielt, habe ich mir nun den Hauptkatalog besorgt und konnte feststellen, dass ich als Frühbucher gelte und Anspruch auf diverse Ermäßigungen habe. Selbst das eigentlich nur direkt bei der Reisebuchung mitzubuchendende Getränkepaket zu den Mahlzeiten will man mir zugestehen; dies muß ich fairerweise hier mitteilen.
Bemerkenswert auch die Antwort auf meine mail-Anfrage, ob es einen besonderen Grund für die Zuweisung einer neuen Kabine gibt. Auch soweit der O-Ton:
"Da Ihr ursprünglich gebuchter Kreuzfahrttermin vom 15.3. auf den 4.3. verlegt wurde und es dadurch zu Umbuchungen kam, konnten wir Ihnen die ursprüngliche Kabine Nr. xx nicht mehr bestätigen. Nach Rücksprache mit Ihrem Reisebüro wurden Sie daher auf die Kabine xx umgebucht".
Für mich stellt sich die Frage, was ich mit den Umbuchungen zu tun habe. Ich habe sofort bestätigt, dass ich den geänderten Termin wahrnehmen kann. Nur am Rande sei erwähnt, dass man auch in meinem Reisebüro von nichts weiß; die Mitteilung von der angeblichen Mitwirkung bei der Umbuchung erweckte nur ungläubiges Erstaunen.
Mich ärgert bei der ganzen Sache eigentlich vor allem, wie man permanent für dumm verkauft wird. Im Grunde genommen habe ich gegen die neue Kabine, da auf demselben Deck und offensichtlich meiner Buchungskategorie entsprechend, nichts einzuwenden. Es juckt mir dennoch in den Fingern, diese Sache weiter zu verfolgen, aber ich glaube, ich lasse es. Wahrscheinlich habe ich jetzt schon "einen schwarzen Punkt auf meiner Kaderakte" bei Costa/Deutschland.
Mein Hinweis, dass ich 1993 anläßlich der geplatzten TA
mit der Costa Classica die Reiseunterlagen schon Monate vor dem Reisetermin erhielt, und dass dies wohl der Buchung bei Bertelsmann (und nicht direkt bei Costa) zuzuschreiben war, wurde wie erwartet überhaupt nicht kommentiert.
Du hast es ja schon erwähnt, ich will halt mit.
Fortsetzung folgt.
Gruß
Jürgen -
Lieber Jürgen,
also, dass Kreuzfahrtreiseunterlagen "Monate vorher" ausgestellt werden, gehört nun leider schon seit einiger Zeit der Vergangenheit an. Die Zeit ist zu schnelllebig geworden als dass diese Vorgangsweise wirtschaftlich sinnvoll wäre (... wegen den Änderungen...!).
Dieser Punkt sollte dich nicht stören, abgesehen von der Tatsache, die Ausflüge nicht zu kennen, wenn ich dich richtig verstehe.
Ein weiterer Aspekt, den du bei deinen für mich durchaus verständlichen, weiteren "Tätigkeiten" beachten solltest: wenn Costa Deutschland keine klagfähig Rechtsperson (Gesellschaft...) darstellen sollte, gehen deine Anstrenungen - in Deutschland - ins Leere.
Einmal abgesehen davon, dass ein Konsument in Deutschland oder Österreich Anspruch auf ordentliche Geschäftspartner hat - Costa Crociere s.p.a ist - ja natürlich - italienisch. Und was schert eine italienische Seele mitteuropäisches Normdenken? Nix! Das meine ich als Italienliebhaber und -kenner nun nicht abwertend, sondern erklärend.
Im Klartext für den lesenden Laien: Solche chaotischen Sauereien sind im italienischen Alltagsleben gang und gäbe - nur passen sie halt nicht in unseren Lebensbereich.
Die Kabinenänderung könnte ich mir noch erklären: dass das - andere - Schiff nun zwei Wochen früher fährt, stand vielleicht schon längere Zeit fest und es waren daher schon - andere - Buchungen drauf. Eben just in der ursprünglich dir zugesagten Kabine. Kann sein, muss nicht sein.
Im Flugwesen beispielsweise werden ursprünglich fix bestätigte Sitzplätze bei Änderung des Maschinentyps "per Zufall" automatisch neu vergeben...
Summa Summarum sehe ich bei dir just den depperten Fall der Fälle: manchmal beginnt etwas mit Problemen, setzt sich fort mit Problemen und endet mit Problemen. Gesetz der Serie? Ich weiß es nicht.
Ich habe mich über Weihnachten neuerlich in die Tiefen des deutschen Reiseparagrafen versenkt: natürlich könntest du und hättest du Anspruch auf - aber alles halt nur über den Wege einer Klage - ob das in deinem Sinn und Absicht liegt?
Altes germanisch(deutsch)-keltisches(österreich) Sprichwort: Recht haben und Recht bekommen sind halt zwei Schuhe (so wie sie der Vize-Präsident der USA neulich angehabt haben soll...).
Alles Gute ! Peter
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Hallo Peter,
ich war einige Zeit "abwesend". Danke für Deine weiteren Informationen. Wahrscheinlich kam einiges von mir falsch rüber.
Mit meinen "weiteren Tätigkeiten" habe ich keineswegs an eine Klage gedacht; es war mir nur einfach danach, meinen Frust gegenüber Costa/D. per mail oder sonstwie loszuwerden. Warum ich die Übersendungsfrist für die Unterlagen von 2 Wochen für sehr knapp halte, ist angesichts der vielfältigen Vorbuchungsmöglichkeiten (Ausflüge, Getränke etc.) schnell erklärt. Zwischenzeitlich weiß ich dennoch, dass wir mit Martinair fliegen. Auf deren Internetseite habe ich gestern festgestellt, das es seit 1.11.2005 die Möglichkeit gibt, Sitzplätze mit größerem Abstand zum Vordermann zu buchen (Comfort-Class-Upgrade).
und zwar für 49,00 Euro pro Person, was es mir wert wäre.
Allerdings geht das bei Pauschalbuchungen erst 30 Tage vor Abflug und nur bei Bezahlung mit Kreditkarte. Also werde ich ich mich selbst darum kümmern müssen. Derartige Hinweise vom Veranstalter zu erwarten, ist wohl zu viel verlangt. Nicht finden konnte ich bei Martinair einen Hinweis darauf, mit welcher Maschine wir fliegen, und welchen Aufpreis die oberste Buchungsklasse (Star-Class) für diesen Flug (Nr. 645 am 4.3.2006
von Amsterdam nach Miami) eigentlich kostet. Du bist doch ein Profi. Kannst Du das herausfinden?
Und jetzt noch ein Schmankerl zum weiteren Ablauf der Buchung.
Zwischenzeitlich ist es meinem Reisebüro gelungen, die Getränkebuchung bei Costa anzubringen. Wieder gab es eine neue Bestätigung, diesmal fehlte jedoch die von mir längst bezahlte Reiserücktrittsversicherung. Wieder ein Anruf vom Reisebüro fällig - tausendmal entschuldigt. Man kann nicht genug aufpassen.
Gruß
Jürgen -
Hallo an Alle, die Mitleid mit mir hatten,
keine Bange, es kommt noch besser. Vor einiger Zeit habe ich im Internet festgestellt, dass Martinair, mir der wir von Amsterdam nach Miami fliegen wollen, neben LTU und Condor den geringsten Sitzabstand hat. Also hin zu deren Seite, und siehe da, es besteht die Möglichkeit, für 49,00 Euro pro Person in eine "Zwischenklasse = Comfort-Class" aufzubuchen (10 cm mehr Sitzabstand). Das wäre mir die Sache wert, und ich versuche die Aufbuchung. Leider werde ich bei Martinair immer wieder vom System abgewiesen, weil ich die Flugbuchungsnummer nicht habe; mit dem Namen und allen mir von Costa bekannten Vorgangsnummern komme ich nicht weiter. Also schicke ich eine mail an Costa und warte 2 Tage, aber es kommt keine Antwort. Ich maile erneut, wieder nichts. Ich rufe bei Costa an und schildere meine Problem. Erst Dame: Davon verstehe ich nichts, ich verbinde Sie weiter. Zweite Dame (nachdem sie geduldig zugehört hatte): Also jetzt verstehe ich nur Bahnhof. Ich versuche es ganz langsam erneut. Zweite Dame: Ach so, Sie wollen die Flugbuchungsnummer, das hätten Sie doch gleich sagen können. Ich verkneife mir jegliche Antwort und bedanke mich höflich. Siehe da, mit dieser Nummer klappt die Aufbuchung bei Martinair reibungslos; ich bekomme per mail mein Voucher zur Vorlage am Schalter. 10 Tage später erhalte ich eine mail von Costa (als Antwort auf meine erste mail-Anfrage) des Inhalts, dass man für mein Problem leider nicht zuständig ist, und dass ich mich an die Fluggesellschaft wenden soll. Um meine gute Erziehung nicht auf`s Spiel zu setzen, antworte ich nicht mehr.
Da ich nach wie vor Bedenken habe, dass es mit den Zeiten am 4.3. knapp werden könnte (Landung in Miami um 18.45 h, Abfahrt des Schiffes um 21.00 h), versuche ich, gewisse Dinge vorab zu erledigen. Unter anderem buche ich die Ausflüge für die ersten 4 Seetage in der Karibik online bei Costa. Das funktioniert nach mehreren Anläufen, das System bestätigt mir die Buchungen und den zu zahlenden Preis. Am vergangenen Mittwoch schaue ich noch mal auf "meine" Seite und stelle fest, dass die Ausflugsbuchungen gestrichen wurden (cancelled), von wem auch immer, ich war es nicht. Außerdem nimmt die Seite erneute Buchungen nicht an, die Ausflugsseite ist offensichtlich "gestrichen".
Anruf bei Costa, und nach Gesprächen mit mehreren reizenden Damen (kein Spott) hat man mir klargemacht, dass ich nur per mail über die web-Adresse etwas erreichen kann. Ich maile am Donnerstag; bis Samstag vormittag kommt keine Antwort. Da ich weiß, dass bei Costa/Deutschland bis 16.00 h gearbeitet wird, rufe ich erneut an. Die Dame (inzwischen ist mir klargeworden, dass es sich um ein Call-Center handelt) ist ehrlich bemüht, will mich aber wieder an webxxx verweisen. Ich protestiere und schildere meine bisherigen vergeblichen Versuche bei dieser Adresse. Sie nimmt daraufhin Verbindung zu einer Kollegin auf (ich bin lange in der Leitung, will aber nicht aufgeben), entschuldigt sich mehrfach für die Gesprächsdauer, und teilt mir abschließend mit, dass man so etwas noch nie gehabt habe. Auch ihnen gelingt es nicht, sich auf der Ausflugsseite einzuloggen. Sie notiert meine Telefonnummern und verspricht, sich um das Problem zu kümmern und auf jeden Fall zurückzurufen. Nun ist es Sonntagmorgen, und ich warte noch immer auf den Rückruf. Leider ist heute der letzte Tag für Ausflugsbuchungen. Was mache ich jetzt? Ich werde morgen ein Fax an Costa schicken. Um etwaigen Einwänden vorab zu begegnen: Natürlich kann ich Ausflüge auch auf dem Schiff buchen, aber für die Bahamas am 5.3. wird mir dies wohl nicht mehr gelingen.
Am nächsten Samstag soll es losgehen, oder?
Gruß
Jürgen -
Hallo Jürgen, haben die TA-Tour mit Costa schon zweimal gemacht und es war wunderschön! Am Anfang haben wir auch einige Ausflüge über Costa (auf dem Schiff gebucht) gemacht, sind aber mal so reingefallen mit einer schlechten Reiseleitung, daß wir dann immer auf eigene Faust los sind. Die Ausflüge bzw. Inseln werden unter anderen einen Abend zuvor im Theater vorgestellt. Diese Aufzeichnung kannst Du Dir ständig im Fernsehen anschauen. Auch gibt es jeden Tag eine Bordzeitung, da steht auch noch viel drin. Am Hafen stehen immer zugelassene Taxen oder Transporter(Tourismusverband) und meistens finden sich viele Urlauber mit den selben Interessen. Man spart viel Geld, kann anhalten wo man möchte, Badezeit am natürlich "schönsten" Strand machen und die anderen Urlauber mit den teuren gebuchten Touren an den Stellen treffen. Auch die Verständigung mit Händen und Füßen klappt, denn man weiß ja durch die Vorinformation was man will!
Wichtig ist, den Preis vorher auszumachen und erst bei Rückkehr zum Schiff bezahlen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich wünsche Euch einen wunderschönen Urlaub! Morgen geht es drei Wochen nach Thailand! Tschüß dralala -
Hallo dralala,
vielen Dank für Deine Hinweise zu den Ausflügen; so etwas in dieser Richtung habe ich mir bereits vorgenommen. Mein Fax an Costa/D. vom Montag morgen hat übrigens bis jetzt (mittwoch abend) zu keinerlei Reaktionen geführt. Ich habe auch nichts anderes erwartet.
Gruß
Jürgen -
lieber jürgen
eigentlich solltest du von costa zum reisegast des jahrhunderts gewählt werden. was du so alles ergebnislos versuchst ist echt unglaublich.
ich an deiner stelle hätte schon längst alles hin geworfen und denen, die scheinbar nicht an dir interessiert sind, nicht mein schwer verdientes geld in den rachen geworfen.
bin mal auf deine rückkehr gespannt.
wünsche dir schöne, erholsame und vor allem reibungslose tage -
Hallo Lexilexi,
ich danke dir ganz herzlich für deine guten Wünsche. Inzwischen nehme ich das alles mehr von der sportlichen Seite; mal sehen, was da noch so kommt. Mich ärgert ja eigentlich nur, dass man bei Costa/Deutschland es sich offensichtlich leisten kann, bei Problemen einfach nicht zu reagieren. Ich sehe mich eigentlich nicht als "Dauerquerulant". In vielen Reisejahren habe ich mich nur ein einziges Mal über Mängel beschwert. Wie ich von meinem Reisebüro erfahren habe, scheint das Problem bei Costa/D. das Fehlen echter Fachkräfte zu sein. Die Damen im Callcenter haben sich ja immer Mühe gegeben; eine gestand mir ganz offen, dass es bei Ihnen nur 2 Leute gibt, die sich mit Buchungsproblemen auskennen, und die sitzen wahrscheinlich an der mail-Hotline.
Ich werde auf jeden Fall nach der Kreuzfahrt berichten, morgen geht es los.
Viele Grüße
Jürgen -
So, wir sind zurück. Letztendlich war es eine schöne Kreuzfahrt, wenn auch die Pannen sich noch einige Zeit fortgesetzt haben. Wir sind am 3.3. gegen 9.30 h in Ostthüringen losgefahren und wollten gegen 13.00 h in Frankfurt sein (Hotel aufsuchen, Verwandtschaft besuchen etc.). Gegen 10.30 h standen wir fest auf der Autobahn; kurz vor uns war ein Holzlaster schwer verunglückt (2 Tote, mehrere Schwerverletzte). Etwa um 13.00 h war eine Spur geräumt und wir fuhren weiter, und zwar in das Schneechaos in Hessen. Je näher wir nach Frankfurt kamen, um so abenteuerlicher wurde das Fahren. Vor der Wetterau (letzte Steigung vor Ffm) ging für viele LKW überhaupt nichts mehr, kreuz und quer über alle Spuren belagerten die Lastzüge insbesondere aus dem Ostblock die Autobahn. Zickzackfahren war angesagt, auf den letzten 20 Kilometern wurde jeder zum Einzelkämpfer, da Fahrspuren schon lange nicht mehr sichtbar waren. Gegen 19.30 h waren wir am Flughafen (alles andere hatten wir vorerst gestrichen). Da im Autoradio zu hören war, dass schon an die 300 Flüge gestrichen waren, hatte ich zwischenzeitlich bei Costa/D. angerufen, um zu erfahren, wie es weitergehen sollte. Man wußte zwar noch nichts, hat mir aber fest versprochen, auf das Handy zurückzurufen. Auf diesen Rückruf warte ich noch heute. Bei der KLM am Flughafen war auch nicht mehr zu erfahren, außer der Information, dass wir am nächsten Morgen auch mit der Bahn nach Amsterdam fahren könnten; die Züge gingen stündlich und die Fahrt würde 3 Stunden dauern. Am nächsten Morgen ließen wir uns gegen 5 Uhr im Hotel wecken. Der erste Anruf beim Flughafen brachte keine neuen Erkenntnisse, außer dem Glückwunsch, dass wir bereits in Ffm. waren (viele anderen saßen auf der Autobahn fest). Mit dem ersten Shuttle sind wir zum Flughafen. Dort erfuhren wir, dass nunmehr fast 500 Flüge gestrichen waren; ob unsere Maschine aus Amsterdam überhaupt kommen würde, wußte niemand. Kurz nach 7.00 h hatte ich keine Ruhe mehr. Ab zum Bahnhof, fahren wir mit dem Zug. Die Ernüchterung kam schnell; was uns der KLM-Mensch am Vorabend erzählt hatte, war Unfug. Der einzige Zug, mit dem wir Amsterdam vor dem Abflug unserer Maschine nach Miami hätten erreichen können, war seit 10 Minuten weg. Also keineswegs stündlich, und die Fahrtdauer betrug 4,5 Stunden. In diesem Moment hatte ich unsere Kreuzfahrt, die ja schon einmal ausgefallen war, abgeschrieben. Da wir nunmehr keine andere Möglichkeit hatten, konnten wir auch einchecken. Dort trafen wir die ersten Mitreisenden, die ebenfalls kaum Hoffnung hatten, auf die Costa Allegra zu kommen. Nunmehr rief unsere Tochter aus Stuttgart an, die vor dem PC saß, und auf irgendwelchen Seiten laufend Informationen einholte. Sie berichtete, dass die Maschine in Amsterdam beladen würde und vermutlich auch starten könnte. Eine halbe Stunde später teilte sie uns mit, dass der Flieger in Richtung Ffm. gestartet sei und mit etwa 30 Minuten Verspätung landen würde (diese Information hatte noch niemand am Flughafen). Außerdem erfuhren wir von ihr, dass die Anschlußmaschine der Martinair in Amsterdam ausnahmsweise auf unseren Flug warten würde. Da wußten wir, dass wir wahrscheinlich doch zu unserer Kreuzfahrt kommen würden. Als wir deutlich später als geplant in Miami landeten, glaubten wir, ganz schnell auf dem Schiff zu sein. Leider hatten wir keine Vorstellungen von der Prozedur bei der Einwanderungsbehörde, die uns noch einmal über 2 Stunden aufhielt. Lange Schlangen, übergenaues Prüfen der Pässe (ich wußte bisher nicht, wie lange man sich mit einem Paß beschäftigen kann), Anfertigung eines Fotos, Fingerabdrücke der beiden Zeigefinger etc. etc.. Gott sei Dank waren unsere Koffer da. Andere hatten dieses Glück nicht, am nächsten Morgen fehlten auf dem Schiff insgesamt 53 Koffer, von denen 10 bis zum Ende der Reise nicht angekommen waren. Wir und andere haben den Armen, die überhaupt keine Koffer hatten, mit Wäsche, Schuhen und anderen Dingen ausgeholfen. Etliche Passagiere beklagten sich über die in Miami rücksichtslos aufgebrochenen und durchwühlten Koffer.
Ja, und dann begann der schöne Teil der Reise. Traumhaftes Wetter insbesondere bei der Atlantiküberquerung und nette Mitreisende, mit denen wir viel Spaß hatten.
Mit Costa/D. bin ich jedoch immer noch nicht einig. Von anderen Gästen, die nach uns gebucht hatten, erfuhr ich, dass ihnen die Version mit dem Druckfehler bei den Suiten nicht mehr aufgetischt wurde (wohl bedingt durch die schlechten Erfahrungen mit mir). Ihnen wurde mitgeteilt, dass die Mini-Suiten und Suiten alle ausgebucht seien, was natürlich auch nicht stimmte (wie durch Optionsbuchungen schnell feststellbar war).
Im Nachhinein habe ich erfahren, dass das Call-Center von Costa/D. in Rostock sitzt; jetzt wundere ich mich über garnichts mehr.
Das soll es gewesen sein. Danke für Eure Geduld und für die netten Wünsche.
Jürgen -
Wenn einer eine Reise tut...

Ich habe das ganze Drama staunend mitverfolgt und respektiere Deine Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit ...Jürgen, es freut mich aufrichtig, daß Ihr letztlich doch noch eine schöne Kreuzfahrt hattet -auch wenn Euch haufenweise Steine in den Weg gelegt wurden. Von dem ganzen Hin und Her mit der Buchung mag man halten, was man will - aber daß Euch dann auch noch das Schneechaos eiskalt erwischt hat, war wohl Schicksal. Mir fällt dazu spontan "Murphy's Law" ein
. Immerhin ist Euer Gepäck angekommen - das ist ja auch schon viel wert. Schön, daß Du deinen Humor behalten und die Nerven nicht verloren hast!In diesen Sinne - herzlich willkommen zurück und weiterhin viele schöne (und vielleicht bzw. hoffentlich auch weniger nevenaufreibende) Reisen.
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Hallo Jürgen,
da wir zwei ja so ziemlich von Anfang an in Kontakt waren und ich als Österreicher erst recht das Schneechaos und Problem mit der Anfahrt verstehe, freue ich mich umsomehr, dass es geklappt hat.
Ich zitiere aber nicht den Murphy in diesem Zusammenhang, sondern die Vorsehung. Es kommt alles so, wie es irgendeine uns unbekannte Macht für uns vorgesehen hat. Aber nicht in dem Sinne, dass wir nichts daran ändern können, sondern genau das Gegenteil: ist das, wofür wir kämpfen "gut" "positiv", dann wird es uns auch gelingen zu erreichen!
In diesem Sinne weiterhin viel Freude mit allem, was ihr euch vornehmt!
Herzliche Grüße aus dem Salzburger Land, wo wir endlich über die Schneeverwehungen drüber schauen können...
Peter
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Hallo an Alle, die sich an unserer Geschichte erfreut hatten oder
Mitleid mit uns hatten, hier noch ein letztes Schmankerl. Unser Schiff, die Costa Allegra, ging unmittelbar nach unserer Rückkehr in die Werft, um überholt zu werden. Danach sollte sie - natürlich auf einer teuren Luxusreise (so wurde sie angeboten) - nach Asien überführt werden und endgültig vom europäischen Markt verschwinden.
Ich zitiere nun ohne eigene Wertung die Marburger Zeitung vom 19.5.2006:"Albtraum-Kreuzfahrt: Touristen proben Aufstand.
Wegen zahlreicher Mängel auf einem italienischen Kreuzfahrtschiff sind jetzt rund 800 Passagiere auf die Barrikaden gegangen. Im Hafen von Sri Lanka veranstalteten sie eine Protestaktion und drohten, die örtlichen Behörden einzuschalten, sollten die Missstände auf dem Schiff nicht behoben werden. Bereits seit dem Start der Reise am 30. April in Savona funktionierten die Klimaanlagen an Bord nicht, einige Kabinen standen unter Wasser und auch zahlreiche Toiletten seien außer Betrieb, berichtete die Zeitung "La Repubblica" gestern. Die Probleme seien durch einen defekten elektrischen Generator entstanden, der auch zu einem Motorenausfall im Hafen von Colombo geführt habe. Erst als der Kapitän den aufgebrachten Reisenden zusicherte, dass alle Probleme behoben seien, bestiegen die Passagiere das Schiff und setzten die Reise fort.
Das Schifff "Costa Allegra" der Gesellschaft Costa Crociere aus Genua sei noch bis zum 29. Mai über Thailand, Malaysia und Singapur unterwegs nach Vietnam. Die Passagiere hatten für den vermeintlichen Traumurlaub 4000 und 7000 Euro bezahlt."Hatte da irgendjemand behauptet, wir hätten Pech mit Costa gehabt? Mitreisende, mit denen wir uns angefreundet hatten, haben uns den Artikel geschickt mit dem Hinweis, wir hätten doch Glück gehabt; bei uns sei der alte Kahn noch in Ordnung gewesen.
Jetzt aber endgültig Schluß.
Jürgen -
@jürgen
euer positoves denken ist wirklich beneidenswert.
ich an deiner stelle würde nach diesem bericht denken:
na super, und für diesen schrottreifen kahn habe ich so viele umstände hin genommen und vor allem: so viele euronen bezahlt.
nicht böse sein, aber manchmal beschleicht mich so ein bißchen das gefühl, das du denkst: hauptsache ich kann sagen, ich habe eine kreuzfahrt gemacht.
wirklich nichts für ungut. nimm es echt nicht böse. -
Hallo lexilexi,
warum sollte ich Dir böse sein? Ich bin nun mal ein positiver Mensch und versuche, aus allem das Beste zu machen. Warum wir unbedingt eine Transatlantik-Kreuzfahrt mit Costa machen wollten, habe ich bereits eingangs erklärt: Weil uns 1993 eine derartige Reise wegen Maschinenschadens geplatzt ist. Und von den Costa-
TA-Überführungen dieses Frühjahrs konnten wir nur die mit der Allegra aus Termingründen wahrnehmen. Dass es sich um "einen alten Kahn" handelt, wussten wir. Wir hatten letztlich viel Spass auf dieser Reise und haben neue Freunde gewonnen; was will man mehr. Es war übrigens unsere fünfte Kreuzfahrt, und ich bin sicher, dass weitere folgen werden.
LiebeGrüße
Jürgen
