Verständigung im Ausland
-
Wuerde es auch nicht okay finden, herablassend ueber Menschen zu sprechen, die eben keine 2. Sprache gelernt haben. Dabei hat Deutschland diesbzgl nicht einmal den schlechtesten Ruf, wie ich gehoert habe...
Finde es aber auch in Ordnung, wenn man sich, vor allem als aeltere Generation, gezielt Hotels raussucht, deren Gaeste hauptsaechlich Deutsch sprechen und sich das Personal daher darauf einstellt.Aber auch meine Oma hatte bereits Englisch in der Schule und kommt im Ausland wunderbar zurecht... ist wohl von Region zu Region verschieden.
Lg Palme
-
Meine Mutti ist Jahrgang 1930, sie hatte kein Englisch in der Schule.
Aus welchem Grund auch immer, viele Menschen interessieren sich
einfach nicht für Fremdsprachen. Oder haben einfach Mühe damit
und getrauen sich dann auch aus Schüchternheit nicht, sie anzuwenden.Englisch ist so überhaupt nicht mein Ding, obwohl es m.E. recht leicht
zu erlernen ist. Ich bevorzuge die "südlichen" Sprachen wie Französisch,
Spanisch und Italienisch.Wirklich schade, dass man soviel vergisst, wenn man eine Fremdsprache
längere Zeit nicht spricht
Ich finde, dass man nach ein paar Schuljahren Fremdsprache - ausser
Englisch - die Sprache noch lange nicht beherrscht. Ich hatte auf dem
Gymnasium 6 Jahre Latein und Englisch, 4 Jahre Französisch. Hinterher
ging ich dann 2 Jahre auf eine Sprachschule mit Hauptfach Französisch
und Nebenfach Spanisch. Danach landete ich in Lausanne als au-pair
und konnte mich ausser den Höflichkeitsfloskeln überhaupt nicht in
Französisch unterhalten, obwohl ich ein Diplom als Übersetzerin habe.
In der Schule wird m.E. viel zu viel Schriftliches und nicht genug Mündliches
gemacht. Hab dann dort noch die Alliance Française absolviert und danach
ging es
Und wichtig war/ist halt, die Sprache tagtäglich zu gebrauchen.Und jetzt spreche ich seit 35 Jahren fast nur Französisch und muss aufpassen,
dass ich meine deutsche Muttersprache nicht vergesse
-
Das sind sicher die Regionen, wo schon 22 jährige als "ältere Generation" durchgehen und daher behaupten können, sie hätten kein Englisch in der Schule gehabt.
Oder wo man seine Behauptungen einfach irgendwie untermauern muss, sei es auch durch Vermutungen über die Bildungsmöglichkeiten für das "normale Volk"....
Für die Bedürfnisse im Urlaub muss man ja weder Englisch noch die Landessprache verhandlungssicher beherrschen, aber ein paar Worte und Höflichkeitsfloskeln wären ja nicht zu viel verlangt.
-
Ohne, dass ich auf jemanden herabsehen würde: Das deutsche Paar (man könnte sie als "ältere Generation" bezeichnen), hatte Probleme mit seinen fehlenden Sprachkenntnissen, denn sie konnten sich mit der Inhaberin des B&B nicht über das Frühstück verständigen. Klar habe ich versucht, ihnen zu helfen. Aber ich reiste am Tag nach ihrer Ankunft ab. Was weiter passierte, weíß ich daher nicht.
Meine Eltern (Mitte 70) hatten in der Volksschule kein Englisch oder andere Fremdsprachen. Sie beschränken sich im Urlaub aber auf den deutschsprachigen Raum oder reisen organisiert, wo man für die übersetzt.
-
Mam62
Für die Bedürfnisse im Urlaub muss man ja weder Englisch noch die Landessprache verhandlungssicher beherrschen, aber ein paar Worte und Höflichkeitsfloskeln wären ja nicht zu viel verlangt.Dazu: Auch meine Eltern hatten kein Englisch in der Schule gelernt und flogen dennoch nach Spanien, Italien / Sizilien, Bulgarien, Kroatien und Montenegro (damals noch Jugoslawien). Dass sie irgendwelche Probleme bezügl. Sich-nicht-verständlich-machen-können hatten, ist mir nie zu Ohren gekommen.
Außerdem - was nutzt mir mein Englisch heute irgendwo im Landesinneren, wenn dort keiner Englisch spricht ? Komm ich doch trotzdem irgendwie klar. :? -
freddoho:
In der Schule wird m.E. viel zu viel Schriftliches und nicht genug Mündliches
gemacht.Da gebe ich dir absolut recht!
Lebe in London und hatte bis gestern Besuch aus Wien da... die hatten beide 13 Jahre Englisch in der Schule und konnten trotzdem nur mit Mueh und Not im Restaurant bestellen.
Bin als Nachhilfelehrerin taetig und muss dieses Manko am Schulsystem wirklich immer wieder kritisieren... Selbst wenn man dann als Lehrer im Englisch Unterricht mal versucht, eine Diskussion zu starten, trauen sich nur die wenigsten Schueler. Manche zeigen einfach kein Interesse, manche sind einfach zu schuechter und trauen sich nicht reden.Selbiges muss ich allerdings ueber meine Spanisch Kenntnisse sagen.. hatte es 5 Jahre in der Schule und jetzt wieder im Studium... trau mich aber bei Weitem nicht so viel reden wie bei Englisch. Versuche zwar manchmal, mich mit Native Speakern zu unterhalten, allerdings muss ich wirklich oft nachdenken bevor ich etwas sagen ("Wie sagt man das nochmal?")
Ich denke es wird Zeit fuer den naechsten Spanien Urlaub
-
Na und wenn ich an meine Schul - und Studienzeit denke: Russisch war Pflicht von Klasse 5 bis Studienende (wird aber bei mir kaum noch gebraucht, reicht aber immer noch zum verstehen und evt. auch Antworten im Urlaub - gibt dann schon mal verdutzte Gesichter, auch bei den Annis die sich auf Russisch mit den entsprechenden Urlaubern über die deutschen lustig machen), Englisch gabs von Klasse 7 bis 10 auf freiwilliger Basis, aber nicht bei einem Englischlehrer, sondern bei einem älteren Herrn der in englischer Kriegsgefangenschaft war. alles Mitte bis ende der 70-er Jahre
. Trotzdem traue ich mich mehr an englisch ran, wenn ich auch immer eine Warmlaufphase brauche. die Kinder hatten alle englisch und Französisch in der Schule.Allerdings, gerade unser jügster traut sich überhaupt nicht, der braucht Tage um sein Englisch zu nutzen, und bei Französisch gibts da gar keine chance - das hat die Lehrerin gründlich vermasselt, die immer alle, unabhängig von Zensuren, als zu dumm für französisch abstempelte.
Trotzdem werden wir die Welt weiter erkunden, notfalls muss ein kleiner Taschenübersetzer mit

Birgit
-
@freddoho
Thailand... haha... und Schriftzeichen - obwohl mir schon die griechischen Buchstaben bei meinem ersten längeren Aufenthalt in Athen reichten.
Sicher, ich war auf dem Laufenden, hatte es aber auf die Seite geschoben im Stil von "wird schon klappen". Jau, nix klappte, meine Karten, etc. hatten lateinische Buchstaben, die Straßenschilder, etc. nicht. Und manches war groß, anderes klein geschrieben. :?
Dagegen empfand ich meine sprachliche Unzulänglichkeit als Klacks...
Klar, mit der Zeit hat man sich eingelesen, aber in den ersten Tagen hab ich mich schon geärgert, die Sache auf die leichte Schulter genommen zu haben. -
Das wundert mich ein bisschen, ich habe über das Altgriechische zumindest beim Lesen in Griechenland keine Probleme, aber ich dachte immer, dass diejenigen, die in Mathe und Physik in der Schule aufgepasst hatten, damit auch keine Probleme haben. Die meisten griechischen Buchstaben kommen ja dort vor, vom Alpha bei der Winkelberechnung bis zum Omega beim elektrischen Widerstand. Du warst ja bestimmt eine gute Schülerin, Kourion,
nützt das dann trotzdem nichts? -
freddoho:
Bei mir ist es umgekehrt : wenn ich Englisch sprechen möchte
bzw. muss, dann kommt mir zuerst Spanisch in den Sinn
Spanisch kommt es mir komischerweise nur in den Sinn, wenn ich gerade meinen Italienisch Unterricht habe und etwas sagen möchte, was wir noch nicht gelernt haben. JEDES MAL

@rumsstein: Also ich war den Großteil meiner bisherigen Bildungslaufbahn eine Musterschülerin und kenne daher auch Alpha, Beta & Co aus dem Unterricht, aber lesen kann ich Griechisch deshalb noch lange nicht
Schön wärs! 
-
@kokospalme, ich meinte auch nicht verstehendes Lesen, sondern z.B. Entziffern von Straßenschildern etc.
-
@rumsstein
Sicher waren mir die gängigsten Buchstaben bekannt. Drum bin ich ja auch dem Irrtum erlegen, "es würde schon irgendwie klappen".
Aber es gab zu viele, die ich nicht kannte und die teils unterschiedlichen Groß- / Kleinbuchstaben gaben mir den Rest. Nenee, da halfen auch keine Matheerinnerungen, usw. Ich war aufgeschmissen.
Altgriechisch hatten wir nicht auf der Schule. Dafür gab's neben Englisch und Französisch 5 Jahre Latein... und alles Pflicht, nix wahlweise.
-
Altgriechisch- und Lateinkenntnisse sind vor allem bei Zeitreisen in die Antike von großem Wert!

Aber im Ernst: Meine Lateinkenntnisse helfen mir sogar jetzt noch manchmal bei der Entschlüsselung von Fremdworten oder sogar bei Sprachen, die ich nicht spreche. Die Römer waren ja sehr reisefreudig und haben viele Begriffe in anderen Sprachen hinterlassen.
-
chriwi:
Aber im Ernst: Meine Lateinkenntnisse helfen mir sogar jetzt noch manchmal bei der Entschlüsselung von Fremdworten oder sogar bei Sprachen, die ich nicht spreche.Same here

Ohne Latein wären mir Spanisch und Italienisch bestimmt nicht so leicht gefallen - manchmal hat es sich auch schon beim Entziffern von ärztlichen Befunden als hilfreich erwiesen
:? Könntest du einige dieser Regionen benennen ?