Griechenland Urlaub trotz Pleite?
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Wirklich interessanter Blog; z.B. auch der Artikel über den von der griechischen Polizei verschleierten rasanten Anstieg der Kriminalität. Deckt sich mit den Infos über die stark zunehmende Anzahl von Raubüberfällen, welche ich von Griechen erhalten habe.
Dass der gesamte Blog sehr tendenziell ist, sieht man bereits an den Artikelüberschriften wie "...Verschwörung gegen Griechenland", "Deutschlands Korruptionsexporte..." oder "Griechenland wird von EU und IWF erpresst". Aber darüber soll sich jeder selbst ein Bild machen...
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@traveller
Nun ja, jeder zitiert natürlich gern die ihm "passenden" Überschriften bzw. Websites
Das passt dann auch zu "tendenziell"... denn welche Berichterstattung ist das
nicht ?
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Kourion wrote:
Nun ja, jeder zitiert natürlich gern die ihm "passenden" Überschriften bzw. Websites
....das sehe ich auch so.
jeder, der hier seine meinung zum thema abgegegeben hat, wird eine schlagzeile finden, die diese untermauert.
insofern wirklich interessante links von kourion und mabysc, aber für das thema meines erachtens nicht förderlich.
der thread tendiert mir zu sehr in eine politische richtung. das zu diskutieren ist zwar sicherlich sehr spannend, sprengt meiner meinung nach aber den rahmen dieses reiseforums. -
Ich würde vorschlagen liebe Lexi, dass Du die Beurteilung über irgendwelche Tendenzen eines Threads einfach den Admins überlässt. Dafür sind wir nämlichauch da.
Wir können durchaus beurteilen, ob ein Thread den Rahmen dieses Reiseforums sprengt.
Und erst wenn es erforderlich würde-- greifenwir ein!
Wie wir das z.B. Im Ägyptenforum auch getan haben. Nur kann man diese beiden Threads absolut nicht miteinander vergleichen.
Das läuft hier aktuell durchaus inunserem Sinne! -
@ Lexi
Super Einsicht, dann lass uns Admins bitte einfach auch die Steuerung des Forums alleine machen.
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@günter
du hast mich wirklich gründlich mißverstanden.
ich habe mit meinem beitrag oben nicht die arbeit der admins kritisieren wollen.
ich habe meine meinung dazu geschrieben, wie ich den verlauf der diskussion sehe und wollte damit ausdrücken, dass das eine begründung dafür ist, dass ich mich aus dieser diskussion zu diesem thema damit ausklinke.
nicht mehr und nicht weniger. -
mabysc wrote:
Jaja, die aufreißerichen Überschriften.
Kenne ich von DER dt. Zeitung, die uns allen das Denken abnimmt
Ich glaub es dir mabysc

Selbst beurteilen kann ich es allerdings nicht, da ich dieses Blatt nicht lese - und selbständig denke
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Vielleicht passt es nicht ganz hierher, aber ich wollte mal meine "skurrile" Idee eines Beitrags zur Vermeidung einer Griechenland Pleite vorstellen. Als EU Förderprogramm könnte man jedem Griechenland Urlauber aus der EU die Möglichkeit bieten, nach seinem Urlaub sich eine Art "Förder-Rückvergütung" zu holen. Der Urlauber müßte sich vorher auf einer Website o.ä. registrieren.Im Urlaub könnte er dann für Konsum in Griechenland RECHNUNGEN sammeln (von mir aus in einem Sammelalbum, speziellen Kuvert oder Stempelheft), die er später bei der EU/griechischen Botschaft /Handelskammer o.ä. einreichen kann. Für die Rechnungssumme der Konsumationen könnte man dem Urlauber nachträglich eine Rückvergütung von ca. 10% (entspricht in etwa der Anhebung der griechischen MWST) oder auch weniger, aber wohl mindestens 5%, gewähren.
Beleg mit Rechnungen wäre ganz wichtig, da dies in Griechenland ja nicht immer so genau genommen wurde.Außerdem wohl die einzig wirklich nachvollziehbare Methode, und der Finanzminister hat etwas davon. Geknüpft werden sollte das Ganze an einen Mindestaufenthalt, von - Hausnummer- 3 Nächten, damit nicht der deutsche Geschäftsmann, der einen Tag in Athen ist, sich ein Boot oder ähnliches kauft, und dafür Rabatt einheimst. Die Gefahr der grenznahen bulgarischen Einkaufswelle sehe ich aufgrund der wirtschaftlichen Lage dort auch nicht so gegeben. Aber das hatte BRD, Österreich etc. auch mit tschechischen Zigaretten etc. so ähnlich.
Außerdem müsste man eine Obergrenze einziehen, damit es nicht für Immobilien etc. genutzt wird.
Was es bringen könnte:- Der Tourist hat einen Vorteil, und weiß dass er etwas für Griechenland getan hat, wofür er auch etwas bekommt. Ihm wird nicht nur ohne Gegenleistung durch Steuern etwas abgeknüpft.
- Die griechische Tourismusbranche, aber wohl auch andere Unternehmen, würden belebt, und nicht nur zu Tode gespart. Für den Gastwirt würde es wohl wenig Unterschied machen, ob er 10% mehr an die Regierung an MWST zahlt, oder dies seinem Gast, den er vielleicht als Stammkunden gewinnen könnte, zu Gute kommt.
- Die EU muss nicht nur Geld ohne Gegenleistung schicken, sondern dafür dass etwas auch bereits Versteuertes geleistet wurde.
- Die Stimmung der verärgerten EU Bürger würde sich eventuell verbessern, wenn man für die Unterstützung auch eine kleine Gegenleistung bekommt, und wenn es nur z.B. 300 Euro für eine Reise sind.
- Die Enttäuschung der Griechen über andere EU Bürger wäre vielleicht etwas kleiner, wenn sie vermehrt im Land konsumieren.
Bei Nicht EU Ländern (z.B. Kanada) wird etwas ähnliches schon länger praktiziert über MWST Rückvergütung. Die METRO hatte vor dem österreichischen EU Beitritt eigene Schalter für Ungarn, Tschechen etc. die sich die MWST gleich zurückholen konnten. Jetzt sind wir (fast) alle EU Bürger, da gibt es das nicht mehr. Aber für ein von mir aus zeitlich begrenztes Krisen-Behebungsprogramm könnte man es ja einige Jahre für Problemstaaten ermöglichen.
Natürlich werden Spanier, Italiener etc. aufschreien, aber wenn sie selbst vor der Pleite stünden, könnte man ihnen diese Möglichkeit ja auch geben.
Ich fände es auf jeden Fall gerechter, Leistung des Wirtes, Hoteliers, Taxifahrers etc. zu belohnen, als endlose Subventionen zu schicken, von denen das Volk kaum was hat.
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Hi,
erstmal danke für deinen Beitrag. War sehr interessant zu lesen.
Zu deinen Ausführungen:
Ich sehe es ähnlich wie mabysc: Eine bestimmt gute Sache für ein Land "in Ruhe" - wie z. B. das von dir erwähnte Kanada.
Für Griechenland hingegen...
Da ist a) der schon erwähnte enorme Verwaltungsaufwand - vllt. gerade im Augenblick ein wenig unangebracht, und
b) eine zumindest ev. "gefühlte" weitere "Kontrolle".
Vllt. eine Möglichkeit für Zeiten, wenn sich alles etwas beruhigt hat - und ich hoffe sehr, dass dies der Fall sein wird. Für den Moment würde ich allerdings aus o. g. Gründen eher zum Nein tendieren. -
Von der Umsetzbarkeit mal abgesehen (die ich auch für schwierig halte) bin ich mir auch nicht sicher, ob ich ein solches "Programm" oder Vorgehen sinnvoll finde. Klar, es würde vermutlich schon seinen Zweck erfüllen, aber anfreunden könnte ich mich trotzdem nicht wirklich damit.
Schließe mich aber an: mal ein guter Beitrag. -
Die Idee an sich, das Konzept für sich.. sicher überlegenswert, keine Frage.
Aber umsetzbar???
LG
Bernd -
Danke auf jeden Fall für die Kommentare, die alleinige Lösung kann meine Idee natürlich nicht sein, aber ich denke irgendwo muss man doch mal anfangen. Das mit dem Verwaltungsaufwand hatte ich natürlich auch im Hinterkopf, aber vielleicht müssten die Griechen dann 2-3 Beamte weniger entlassen
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Habe heute in einer rennomierten Zeitung (also nicht die "B" ) gelesen, daß die Urlauber
(vor allem Deutsche) Griechenland nun meiden. Wegen der deutschen"Fahnenverbrennungen", wegen der "Hasstiraden" einiger weniger Chaoten.
Wenn nun alle (deutschen) und andere Urlauber Griechenland meiden.....ist dem (so wunderbaren) Land dann geholfen ?
LG
Bertnd -
Bernd / Papa X wrote:
Wenn nun alle (deutschen) und andere Urlauber Griechenland meiden.....ist dem (so wunderbaren) Land dann geholfen ?Nein. Aber das interessiert diejenigen sicher reichlich wenig. Manche Beiträge hier haben das ja auch gezeigt.
Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen, aus reinem Altruismus und Geberlaune fahre ich auch nicht dorthin. Wenn mir das Land nicht derart gut gefallen würde, wäre mir das auch reichlich egal, was da grade los ist. Und meinen Urlaub würde ich dann auch sicherlich woanders verbringen. -
Richtig Carsten
Aus reiner "Geberlaune" fahre ich auch nicht dort hin.
Ich habe jahrelang wunderschöne "Erlebnisse" mit Einheimischen gehabt, die uns jahrelang bewogen haben, immer wieder dieses wunderschöne Land zu besuchen, zu bereisen. Gastfreundschaft war das Idol speziell in Griechenland.
Nach 21 Griechenlandbesuchen mit nur positiven Erlebnissen frage ich mich heute auch ehrlich. Soll ich jetzt, wo so viel gegen Deutschland gewettert wird, obwohl wir die treuesten Urlauber (Geldbringer) waren, im Moment nochmal dort urlauben ???
Ich weiß, wenn ich weg bleibe helfe ich diesem Land nicht. Aber sollte es sich nicht zuerst mal selber helfen.? Aber eben wie. -
Bernd / Papa X wrote:
Aber sollte es sich nicht zuerst mal selber helfen.?Wenn sie das könnten, hätten wir nicht die Situation, die wir jetzt haben.
Nochmal, ich verbringen meinen Urlaub da, wo ich gerne hinfahre, wo ich hin möchte. Wenn ich nebenbei einem (fast) bankrotten Staat helfe, schön. Ist aber sicher nicht das Ziel meiner Reise.
Meine Zeit und mein Geld sind mir zu wertvoll, als dass ich es für reine "Reise-Almosen" ver(sch)wenden möchte. -
Na ja, ich habe ganz einfach Lust darauf, wieder dort hinzufliegen, eine weitere Insel kennenzulernen, alte Steine umzudrehen...

Bin nämlich noch lange nicht fertig und die erwähnten Schlagzeilen werden mich nicht abhalten.
Und wie hier schon geschrieben wurde: Unsere Presse geht schon seit rund 2 Jahren nicht gerade zart mit den Griechen um. Dass man dort darüber wütend war und dass sich die Sache dann nach und nach hochgeschaukelt hat...
Ich freu mich über jeden Tag, an dem ich nicht diese oft doch sehr abwertenden Schlagzeilen sehen muss.
Und nun ja, es werden wohl weniger deutsche Urlauber in diesem Jahr werden. Ist schon gut möglich.
Allerdings bezweifle ich, dass sich auch Franzosen, Italiener, Spanier, Engländer, Niederländer, Belgier, etc. etc. von der dortigen Situation werden abhalten lassen. Und da in den Hotels, in den Orten, die ich bisher besucht / kennengelernt habe, deutsche Urlauber bei weitem nicht in der Mehrzahl waren, würde ich sagen, dass ausbleibende deutsche Urlauber zwar gewiss einen Verlust bedeuten, nicht aber den Tourismus in Griechenland in eine Krisensituation treiben. -
Kourion wrote:
dass ausbleibende deutsche Urlauber zwar gewiss einen Verlust bedeuten, nicht aber den Tourismus in Griechenland in eine Krisensituation treiben.Das ließt sich aber gerade in der heutigen "normalen" Presse ganz anders.
Gerade wegen der "Ausschreitungen" (verbrennen deutscher Flaggen, Nazibilder usw.)
ist die Buchung deutscher Touristen bis zu 30 % eingebrochen und wird noch mehr werden.
Damit haben sich die Griechen wirklich keinen Gefallen getan. Gerade den treuesten "Fans"stossen sie damit vor den Kopf.
Ich als echter "Griechenlandfan " seit 1977 bin sehr am überlegen... -
@Bernd
Ich habe das schon vor einigen Tagen gelesen und schreib ja auch, dass viele dt. Urlauber vllt. nicht fliegen werden.
Aber nicht nur Deutsche urlauben in Griechenland. Drum wird es wohl Einbußen geben, aber keinen Einbruch.
Und wer weiß ? Sollten ev. die Preise kräftig fallen, setzt sich vllt. der eine oder andere jetzt noch Zögernde über seine Bedenken hinweg.
Das wäre ja nichts Neues.