Wegen Wirtschaftskrise auf Urlaub verzichten?
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Bist du aber auf die Hauptsaison angewiesen (Oster-, Pfingst- und Herbstferien ist genau das selbe Phänomen) kosten die 2 Wochen nochmal 300,-- und mehr Euro mehr.
Und das, oftmals schon wenn die Kinder über 12 sind, mal 3. Es sind ja gerade die Preissprünge die wütend machen. Und ich geb dir recht, das ein Normalverdiener bald nur noch Urlaub in "Bad mein Garten" oder Urlaub im "Hotel Balkonien" machen kann.
Ich amüsier mich jedes Mal wenn die Veranstalter verkünden das Reisen nur 3 % teurer geworden sind, ich komme jedes Mal auf höhere Werte. Aber wie heißt es so schön "Trau keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast".
Und warum regen wir uns über die Preissteigerungen bei urlaub eigentlich so auf, doch nur, weil alles andere auch immer teurer wird, und am Ende vom Geld noch Monat übrig ist, oder nichts mehr zum zur Seite legen bleibt. -
Wenn man das Wort "Urlaub" inhaltlich betrachtet, bedeutet es doch lediglich, für eine bestimmte (bezahlte) Zeit von der beruflichen Tätigkeit fernbleiben zu dürfen, um sich zu erholen.
Insofern muß meiner Meinung nach keiner auf Urlaub verzichten.
Einige Vorschreiber legten ja schon sehr deutlich dar, Erholung kann auch mit kleinerem Geldbeutel gewährleistet werden.
Und es gibt sie tatsächlich noch - Gastgeber, die für eine Ferienwohnung übers ganze Jahr hinweg den gleichen Preis verlangen. Leider sind diese aber nur noch sehr vereinzelt zu finden.
Ob Wirtschaftskrise oder nicht, das Geld ist stets in enorm unterschiedlicher Menge verteilt.
Selbst wenn man in der Urlaubszeit zu Hause bleibt (Urlaub bedeutet nicht zwingend zu verreisen), ist Erholung nicht ausgeschlossen.
Oder sollte es im Thread-Titel besser lauten:
....auf großzügige Urlaubsreisen verzichten?
@chriwi (kurz OT)
Aus deinem Profil, die Bemerkung bezüglich der nicht artgerechten Haltung eines Menschen, meinerseits absolute Zustimmung, find ich einfach toll!
(Ich lebe seit einiger Zeit aber artgerecht, bin Rentner und habe somit immer Urlaub
) -
Qwanter Welbe wrote:
Hallo, Regenschirme kosten für Eltern nicht mehr Geld als für Kinderlose.
Bei Regen sind wir alle gleich.
Beim Reisen nicht!
Gruß QWSehe es so wie chriwi, dass wir auch beim Reisen alle gleich sind.
Bspw. fliegen wir im August nach Sizilien - beruflich bedingt ist es im September, was uns lieber wäre, leider nicht möglich - somit ist eines der Hotels mehr als 200 € teurer (für eine Woche) als bei einer 3 Wochen späteren Anreise...
Gleiches gilt für Ostern, Weihnachten und sonstige Feiertage, die natürlich auch gerne von kinderlosen Arbeitnehmern genutzt werden, um zu verreisen (teilweise sogar wg. betriebsbedingtem "Zwangsurlaub" ). -
Mühlengeist wrote:
Bist du aber auf die Hauptsaison angewiesen (Oster-, Pfingst- und Herbstferien ist genau das selbe Phänomen) kosten die 2 Wochen nochmal 300,-- und mehr Euro mehr.
Und das, oftmals schon wenn die Kinder über 12 sind, mal 3. Es sind ja gerade die Preissprünge die wütend machen.Wenn ich auch den Unmut der Eltern verstehen kann, so benötigen auch Kinder im Flugzeug einen Sitzplatz und so manch ein Teenie futtert mehr als ein Erwachsener...

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chriwi wrote:
Schneeglitzern & Bernd/PapaX haben übereinstimmend gemeint, sie könnten sich wegen der Wirtschaftskrise ihre Kinder nicht mehr leisten.
Wo hab ich denn das geschrieben ???

Ich habe lediglich geschrieben, daß man auch heute noch recht preiswerten Urlaub in Ferienwohnungen, Pensionen oder Appartements machen kann. Man muß halt auf gewissen "Luxus" verzichten können. Als unsere Kinder klein waren gab es diese
AI-Hotels gar nicht. Da hat man sich im Appartement einmal pro Woche den Kühlschrank mit Getränken und Eis gefüllt, ab und an auch mal auf der Terrasse das Frühstück selbst gemacht und in aller Ruhe verzehrt. Das geht durchaus auch heute noch.
Ach ja, ich kann mir meine Kinder leisten.
LG
Bernd -
@Mühlengeist
Ich bin bei den 900 € von einem Durchschnittshotel, d. h. ohne Wasserpark, ohne Lunapark und irgendwelchen Luxusschnickschnack ausgegangen.
Gerade auf diese Schnickeschnacke wollen viele Familien mit Kindern nicht verzichten. Mit 1.200 € kommt du da nicht mehr weit. Entweder dann tiefer in die Tasche greifen, Abstriche in Kauf nehmen oder auf die Reise gänzlich verzichten. -
@Bernd: Ich bin übrigens 100% bei Dir. In den 60ern wohnte die 4-köpfige Familie auf 50 m2, hatte wenn überhaupt eine alte Klapperkiste und fuhr 1 x pro Jahr für 2 Wochen auf Sommerfrische auf's Land.
Heute: 100 m2 sind zu wenig, alle paar Jahre ein neuer SUV und jedes Jahr 2 Wochen 5* AI. Wenn mal eine ECHTE Krise kommt, sind unsere Generationen (ich sag mal die 20 - 60jährigen) völlig aufgeschmissen, wir haben keinen Krieg und keine Rezession erlebt und könnten mit der Situation überhaupt nicht umgehen. Wir kennen nur Wachstum. Jedes Jahr wurde es mehr. Schöner, besser, teurer, bunter.
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Ach, und schuld seid doch Ihr, die dieser verwöhnten Bande als Großeltern alles in den
A....... geschoben habt!
Gruß QW -
chriwi wrote:
@Bernd: Jedes Jahr wurde es mehr. Schöner, besser, teurer, bunter.Bei vielen Menschen besteht der Zwang schon. Und dann wird sich auch mal schnell übernommen oder Urlaub auf Kredit gemacht. Hauptsache 5 Sterne.
Wir fahren unter Anderem dieses Jahr im Juni mit unseren beiden Jungen und ihren Freundinnen nach Lignano in ein einfaches aber um so schöneres Frühstückshotel. (Bei mir im Profil steht eine Bewertung dazu.) Wir zahlen den gleichen Preis wie 2010.
Im Preis von 43.00€ p.P.sind Frühstück, Klimaanlage, Kühlschrank, Save, Strandservice (2 Liegestühle und 1 Schirm) und Fahrräder nach Verfügbarkeit eingeschlossen. Auch ein schöner Pool ist dabei.
Es geht also auch immer noch preiswert. -
@lexilexi
@vladi57
Ich habe natürlich darauf geachtet eine Versicherung zu wählen bei der der Verlust des Arbeitsplatzes mitversichert ist. Der ****** steckt dabei aber im Detail.
Ich habe zwar ein gutes Zeugnis bekommen, mein Arbeitgeber hat jedoch nicht wie von mir erbeten das Wort "unverschuldet" in den Text einfließen lassen.
Daher könnte es sein das die Versicherung nicht zahlen wird.
Bis zur entgüligen Entscheidung kann es laut Reisbüro noch 1 1/2 Monate dauern.
Gruß
Karl -
@Mühlengeist und Quanter Welbe
Die klassischen Ferienzeiten sind ja allerdings auch für Nicht-Eltern die üblichen Reisezeiten! Man sieht Singles zu Ostern, Pfingsten, im Sommer und zu Weihnachten im Urlaub, wie Eltern mit Kindern! Über die Verfechter der Marktwirtschaft zu stöhnen ändert ja nun mal nicht an den Tatsachen, dass die Nachfrage den Preis diktiert, und der steigt nun mal, wenn Single-Reisenden und Familien geballt in den Urlaub wollen! Bei Winterferien sind die Preissprünge bestimmt nicht so extrem... oder doch? Keine Ahnung ich bin Single
! Und jedes Unternehmen will Geld verdienen, und das machen sie nun mal in den nachfragestarken Zeiten! Die 2 Wochen Türkei für 360,00 AI pro Person im EZ werden es dann weniger sein...
Auch wenn ich während der Urlaubszeit arbeite, werde ich bestraft, an der Tanke
Zum Thread-Überschrift: Warum sollte man während einer Wirtschaftskrise ( die ja hier momentan noch nicht so angekommen ist ) auf sein Urlaub verzichten? Warum sollte ich, wenn ich trotz Krise die finanziellen Mittel dazu habe? Ich würde nur nie einen Kreidt für einen Urlaub aufnehmen, ich habe kein Erholungsgefühl, wenn ich nach dem Urlaub noch am Zahlen bin! Umgekehrt kann ich auch in einer wirtschaftlichen Hochzeit arbeitslos werden und mir die Basis wegbrechen, dann kann ich eben nicht fahren. Und selbst wenn ich nach meinem Urlaub durch eine Krise den Job verliere, dann wird mich der bezahlte Reisepreis nicht wesentlich schneller in eine Verarmung getrieben, ein gesparter Reisepreis nicht wesentlich vor der Verarmung gerettet! Also, Krise hin, Krise her, wer sich´s leisten kann soll fahren, wer nicht, sollte es sich überlegen! -
Hallo, eine engere Freundin, die im Bankwesen in führender Position tätig ist, spricht von einer ständig steigenden Personenzahl, die auf Pump in den Urlaub fährt. Das kann ein Kredit sein, oder ein stark überzogenes Konto bei null Sicherheit. Woran mag das liegen?
Haben wir nicht die richtigen ehrenhaften Vorbilder, die nur für Ihre Sold in den Urlaub fahren würden. Oder fehlt es uns an Menschen die einladen??
Gruß Qwanter Welbe -
Na, ich bin mir da nun sehr sicher, dass man mangelde Eigenverantwortung keinem Politiker anlasten kann!
Wenn man meint in den Urlaub fahren zu müssen, bei tiefst roten Zahlen, dann ist es die eigene Entscheidung und ich sage dann mal: SELBST SCHULD! Ich meine, beim Wunsch nach mehr Selbstbestimmung - zum Beispiel beim Bahnhofsbau - sollte man auch im eigenen Bereich selbstbestimmt die Konsequenzen seines Handelns bedenken ( können ).
Ich denke ja auch an die Dramen
, dass Leute auf Kante genäht in den Urlaub fahren, und bei Problemen dann die Tränen fließen, weil keine Reserven vorhanden sind, um diese zu meistern... Das fängt schon bei der Frage nach einer Auslands-Krankenverischerung an, da knappe 15 Euro ( oder wieviel auch immer ) doch VERSCHWENDUNG sind... Bei einem gebrochenen Bein sieht die Sachlage gleich ganz anders aus.
Nun ja, und auf dne Urlaub eingeladen hat mich schon lange keiner... aber wenn Gäste bei mir schlafen, verlange ich kein Geld, wie Journalistinnen es - nachgefragt - von ihren Freunden selbstverständlich verlangen
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Qwanter Welbe wrote:
Ach, und schuld seid doch Ihr, die dieser verwöhnten Bande als Großeltern alles in den
A....... geschoben habt!
Gruß QWAlso ich gehör selber in die von mir angesprochene Alterskategorie, war noch nie Großvater und werd's voraussichtlich auch nie werden.
Außerdem würd ich mir niemals anmaßen, diesbezüglich die Schuldfrage aufzuwerfen bzw. sogar zu wissen, wer denn nun Schuld dran hat. -
Ich bin zwar auch noch keine Großmutter, finde aber nicht, dass man der Großelterngeneration eine Schuld in die Schuhe schieben kann. Im Gegenteil, sie haben sich ihren heutigen Lebensstandart hart erarbeitet. Ich gönne allen ihre Urlaubsreisen. Es gibt aber halt Zeiten, mit kleinen Kindern, wenn man noch in der Ausbildung ist, wenn man arbeitslos wird, oder aus gesundheitlichen Gründen usw. usw. usw, da ist Urlaub nicht das wichtigste. Wer dennoch fährt, auf Pump, macht es wahrscheinlich nach dem Motto: Nach mir die Sintflut, den Urlaub kann mir keiner mehr nehmen.
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Mal eine Zahl von heute,die nicht so recht in Euren Jammerkrisengesang passen wird.
2,9 Mio Übernachtungen in Stuttgart im Jahr 2011.Bestes Ergebnis nach 2008.Ist zwar nur eine Regionalzahl und hat viel mit wirtschaftlicher Ballung in Stuttgart zu tun,aber immerhin.
LG 13 -
Hallo,Stuttgart ja nee ist klar. Louis Vuitton konnnte uns nicht reinlassen weil der Laden mit Japanern überfüllt war. Ich glaube es sind weniger die typischen Familien die dort Urlaub machen. Außerdem war es uns zu weit zum Strand.
Gruß Qwanter Welbe -
Glatte Themenverfehlung, Enigma. Stuttgart ist schließlich - bei allem Respekt - keine echte Touristendestination. Möcht gern wissen, wie viel % davon auf Schlipsträger geht, die auf Meeting, Messe, Tagung,... in Stuttgart waren.
Ich könnt jetzt Zahlen ergooglen, wie viele Leute in D od. A von Armut bedroht sind (in Ö angebl. 12 %) bzw. schon unter der Armutsgrenze leben. Diese Zahlen bzw. die Entwicklung dieser Zahlen gibt mir schon zu denken. Auf der anderen Seite gibt's auch jedes Jahr mehr Reiche od. Superreiche, die fahren auch auf Urlaub und das nicht zu knapp oder jetten von Präsentation zu Konferenz zu Messe. Statistisch ist das dann nicht so leicht zu erfassen.
