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Buchungen im Internet!

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  • BulgarienfanB Offline
    BulgarienfanB Offline
    Bulgarienfan
    schrieb am zuletzt editiert von
    #201

    Warum soll man eigentlich nicht die "Kunden" vergraulen, die sowieso woanders buchen? Wenn ich die Beratungskosten anrechne, haben meine wirklichen Kunden doch keinen Nachteil.

    Ich bin in einer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungspraxis tätig. Natürlich kostet bei uns Beratung Geld. Aber wer bei uns die Steuererklärung oder den Abschluss fertigen lässt, muss natürlich nicht jede Auskunft bezahlen. Und das erste Gespräch, etwa ob sich für einen Arbeitnehmer die ganze Sache überhaupt lohnt, kostet natürlich auch nichts.

    Aber warum sollen mein Chef, ich, der Inhaber oder Mitarbeiter eines Reisebüros kostenlos für andere arbeiten? Wohlgemerkt, echte Kunden bekommen die Beratungskosten ja angerechnet. Und wer nur kostenlose Beratung will, der kann ruhig wegbleiben.

    Gruß

    Bulgarienfan

    Einmal Bulgarien - immer Bulgarien!
    Once in Bulgaria - forever in Bulgaria!
    Веднъж в България – завинаги в България! Однажды в Болгарии – навсегда в Болгарии!

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    • BluesB Offline
      BluesB Offline
      Blues
      schrieb am zuletzt editiert von
      #202

      Meine Worte.... und ich bin davon überzeugt, dass es funktionieren wird. Und vielleicht müsste man mal den Kunden nicht nur als "König" betrachten - sondern als Partner. Und wenn das noch gegenseitig gemacht wird, dann werden auch Reisebüros wieder ihren Umsatz machen.

      Mit mir machen sie ihn auf jeden Fall.......!

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      • salvamor41S Offline
        salvamor41S Offline
        salvamor41
        schrieb am zuletzt editiert von
        #203

        "Blues" wrote:
        Und vielleicht müsste man mal den Kunden nicht nur als "König" betrachten - sondern als Partner. Und wenn das noch gegenseitig gemacht wird, dann werden auch Reisebüros wieder ihren Umsatz machen.

        Diesen Partnergedanken machen Lieferanten gerne ihren Kunden schmackhaft, das ist im Handel so wie in der Industrie. Er soll über die Abhängigkeit, die Lieferanten gegenüber Kunden de facto haben, hinwegtäuschen, also das Gefälle ausgleichen und suggierieren: wir sollten auf Augenhöhe sein. Ziel ist, Kunden emotional an sich zu binden mit dem Effekt, daß diese weder beim Preis noch bei der Qualität "genau hingucken", denn unter Partnern macht man das doch nicht!

        Mit diesen Verkaufsstrategien beschäftigen sich ganze Heerscharen von Verkaufstrainern. Wirklich nüchtern denkende Käufer fallen nicht darauf herein und sondieren die Leistungen der Anbieter nach sachlichen Gesichtspunkten.

        Eine Beratungsgebühr wird niemals flächendeckend einzuführen sein, weil der Solidaritätsgedanke unter den Reisebürobetreibern viel zu wenig ausgeprägt ist. Selbst, wenn das gelänge, würden bald schon die ersten abspringen, wenn sie festellten, daß die Umsätze nachlassen.

        Freunde, das ist alles gut gemeint, aber mir fällt dazu nur ein Songtext der (leider verstorbenen) Sängerin Alexandra ein:

        Illusionen blüh'n im Sommerwind,
        treiben Blüten, die so schön, doch so vergänglich sind,
        Pflückt sie erst an Deinem Wege die Erfahrung,
        welken sie geschwind.

        ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

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        • BluesB Offline
          BluesB Offline
          Blues
          schrieb am zuletzt editiert von
          #204

          "salvamor41" wrote:
          .... Kunden emotional an sich zu binden mit dem Effekt, daß diese weder beim Preis noch bei der Qualität "genau hingucken", denn unter Partnern macht man das doch nicht!

          Genau dieser Gedanke, Salvamor, hat nichts mit dem Partnerschaftsgedanken zu tun. Weil wenn man will dass der Kunde weder beim Preis noch bei der Qualität hinschaut, dann will und wird man ihm über den Tisch ziehen.

          Ich bin schon seit vielen Jahren im Dienstleistungssektor beschäftigt - und das seit mehr als 35Jahren bei gleichen "Verein". Und hier seit mehr als 15Jahren u.a. für Kundenbetreuung und -beratung zuständig. Und glaub mir, der Partnerschaftsgedanke bei dem Preis und Qualität bewertet werden kann ist durchführbar - auch wenn Heerscharen von Verkäufern da anderer Meinung sein wollen.

          Und wenn Kunden wissen, dass sie eine (hoffentlich) gute Beratung und gute Konzepte vorgesetzt bekommen, dann verstehen sie auch, dass ab einem gewissen Zeitpunkt Kosten entstehen können und werden. Warum soll dies nicht auch in Reisebüros möglich sein..... in Reisebüros, die konsequent auf Qualität setzen.

          Allerdings gebe ich Dir recht, dass das logischerweise nicht flächendeckend durchführbar ist..... da machen mit Garantie nicht alle mit !

          1 Antwort Letzte Antwort
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          • dagmar474D Offline
            dagmar474D Offline
            dagmar474
            schrieb am zuletzt editiert von
            #205

            Wenn man das ganze unter dem Aspekt sieht, daß der Kunde für solche Leistungen bezahlen muß....

            Ich bin in der Werbung tätig.

            Wenn Kunden Ihren Werbe-Etat für ein Jahr einer Werbeagentur in Auftrag geben, dann erstellt die Werbeagentur einen Werbeplan und berechnet es dem Kunden. Er zahlt also nur die Leistung - damit sind nicht die Anzeigen/Plakate o.ä. gemeint.

            Wenn ich beispielsweise in ein Reisebüro gehe und sage: "Ich möchte dieses Jahr 3 mal in den Urlaub fahren und habe Betrag X zur Verfügung, erstellen Sie mir bitte ein Angebot."

            Warum soll ich dann also nicht auch dafür bezahlen ?

            Anders ist es im Dienstleistungsbereich der Zeitungsverlage: Kunde will eine Anzeige schalten, ruft im Verlag an und wünscht eine persönliche Beratung. Der Außendienstmitarbeiter fährt zum Kunden und bespricht mit ihm die wichtigsten Details. Arbeitet ein Angebot aus und der Kunde bezahlt nichts dafür.
            Hier ist es der Service des Verlages.

            Ist es der Service eines Reisebüros, den Kunden zu beraten ?

            Also man kann es aus verschiedenen Richtungen betrachten.

            Der Außendienstmitarbeiter des Verlages lebt von der Provision des Verlages, die er für die in Auftrag gegebenen Anzeigen erhält.

            Das Reisebüro lebt von den Provisionen, die es für die gebuchten Flüge erhält. Vielleicht ist einfach die Provision zu niedrig - daß wäre eine zweite Überlegung.

            Gruß
            Dagmar

            1 Antwort Letzte Antwort
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            • mosaikM Offline
              mosaikM Offline
              mosaik
              schrieb am zuletzt editiert von
              #206

              @dagmar474 - danke - du bringst es sehr gut rüber!

              @blues - ist ebenfalls der Beweis, dass auch die Argumente des "Teppichs der Reisebüros" zutreffend sind

              somit - mal wieder zwischendurch zusammen gefasst -

              • werden beide Gruppen eine Daseinsberechtigung haben, wenn sie
              • inovativ bleiben
              • sich vom Gesamtdenken einer Branche abkoppeln
              • persönliche Lösungen finden
              • sich nicht von Verkaufs"profis" Meinungen ungeprüft einreden lassen
              • sich Kunden insoferne ändern werden müssen, als dass sie Info und "Beratung" im Internet weiterhin gratis erhalten werden, hingegen in den bodenständigen Büros vielleicht dafür zahlen werden müssen
              • oder dass es in absehbarer Zeit gar keine Reisebüros mehr in der herkömmlichen Art geben wird
              • und dass sich die Arbeitsmarktsituation insgesamt ändern wird

              14 Seiten interessante Diskussion, schade nur, dass sie weder "Spiegel" noch "Fokus" abdruckt...

              Gruß
              Peter

              1 Antwort Letzte Antwort
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              • BluesB Offline
                BluesB Offline
                Blues
                schrieb am zuletzt editiert von
                #207

                ....oder erst, wenn das letzte Reisebüro geschlossen hat, die Internetplattformen auch nicht mehr gratis sein werden!

                1 Antwort Letzte Antwort
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                • wiener-michlW Offline
                  wiener-michlW Offline
                  wiener-michl
                  Verwarnt
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #208

                  [quote="mosaik...

                  • werden beide Gruppen eine Daseinsberechtigung haben, wenn sie
                  • inovativ bleiben
                    [/quote]

                  Dafür wäre es aber unter anderem zwingend erforderlich die Berufsausbildung der Reisekaufleute erheblich zu verbessern.

                  Da gibts ja Leute drunter.........die finden Länder nicht mal mit dem Finger auf der Landkarte.

                  Nicht böse gemeint
                  Lg Michl

                  Wenns Arscherl brummt ists Herzerl gsund

                  1 Antwort Letzte Antwort
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                  • dagmar474D Offline
                    dagmar474D Offline
                    dagmar474
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #209

                    wiener-michl - dem kann ich nicht zustimmen.

                    Die Reisebüros, die ich kenne, haben alle qualifizierte Kräfte.

                    Natürlich gibt es in jeder Branche "Schwarze Schafe", vielleicht ist Dir so ein Schaf mal begegnet. 😞

                    Aber das kannst Du jetzt hier nicht einfach pauschalisieren !

                    Grüsse
                    Dagmar

                    1 Antwort Letzte Antwort
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                    • wiener-michlW Offline
                      wiener-michlW Offline
                      wiener-michl
                      Verwarnt
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #210

                      lesen dagmar, einfach nur lesen,
                      da steht "da gibts leute drunter..",
                      das bedeutet vereinzelt, nicht pauschal.

                      Wenns Arscherl brummt ists Herzerl gsund

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • IssiI Offline
                        IssiI Offline
                        Issi
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #211

                        @ wiener-michl

                        Nicht nur in diesem thread ist das ein großes Manko - viele user lesen nur das, was sie lesen möchten und reagieren dann dementsprechend. Sehr häufig sinnverdrehend und aus dem Zusammenhang gerissen.
                        Hat man zuwenig Zeit, um gründlich und eingehend zu LESEN... ❓ ❓
                        So entstehen dann die sogenannten Krawall-threads.

                        Paßt zwar nicht unbedingt zum Thema, sorry. Fiel mir nur wieder mal auf. 😉

                        Issi

                        1 Antwort Letzte Antwort
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                        • wiener-michlW Offline
                          wiener-michlW Offline
                          wiener-michl
                          Verwarnt
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #212

                          "Issi" wrote:
                          @ wiener-michl

                          Nicht nur in diesem thread ist das ein großes Manko - viele user lesen nur das, was sie lesen möchten und reagieren dann dementsprechend. Sehr häufig sinnverdrehend und aus dem Zusammenhang gerissen.
                          Hat man zuwenig Zeit, um gründlich und eingehend zu LESEN... ❓ ❓
                          So entstehen dann die sogenannten Krawall-threads.

                          Paßt zwar nicht unbedingt zum Thema, sorry. Fiel mir nur wieder mal auf. 😉

                          Issi

                          wie sagt man so schön hier :
                          "Dem ist nichts hinzuzufügen" oder so.....

                          Issi, ich sehe wir verstehn uns........

                          lg MIchl

                          Wenns Arscherl brummt ists Herzerl gsund

                          1 Antwort Letzte Antwort
                          Antworten Zitieren
                          • mosaikM Offline
                            mosaikM Offline
                            mosaik
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #213

                            @wiener-michl
                            weißt, genau das mit dem "nicht pauschal" diskutieren wir hier seit einiger Zeit.

                            Uns allen ist klar, dass es auf jeder Zeit Idealzustände und Mißzustände gibt. Das Darstellen beider Extreme ist zulässig, bringt aber nix.

                            Mir ist schon bewußt, dass nicht jeder im Reisebüro über jenes Wissen verfügt, das man eigentlich haben sollte. Doch ich werde nicht müde, zumindest den Hinweis anzubringen: ein Kunde mit einer konkreten Vorstellung im Kopf hat sich vielleicht schon eine Zeitlang mit seinem - exotischen - weniger exotischen Reiseziel auseinander gesetzt und geht in ein Reisebüro.

                            Dort trifft er auf den gerade mal "ausgelernten" = drei Jahre im Reisebüro tätigen - und der macht bei der Frage nach einer Reise nach Bhutan oder einem Trek nach Lhasa große Augen.

                            Klar, dass es hier Wissensdefizite gibt. Ok, ok, ich höre schon das Argument: "aber wir haben nur nach Lefkas, nach Tabarka, nach der Costa Smeralda gefragt und man konnte uns keine Auskunft geben..."

                            Und es wird jene Internet-Buchungssysteme geben, die keine Kombinationen auswerfen können, mangelhafte Informationsblöcke aufweisen - oder wie jüngst in Deutschland kritisiert wurde - keine oder mangelhafte AGB's haben.

                            Daher ist es ja so schwierig bei diesem Thema Konsensvorschläge zu finden. Aber wir haben ja schon jede Menge Anregungen erhalten, zwar mehr für die Reisebüros als für die Internet-Seite. Aber das ist auch normal: im Internet kennt sich eh keiner aus, nur bei die Reisebüro [... ein nicht ganz so ernst zu nehmende Nachsatz von mir!]

                            Gruß
                            Peter

                            1 Antwort Letzte Antwort
                            Antworten Zitieren
                            • salvamor41S Offline
                              salvamor41S Offline
                              salvamor41
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #214

                              "mosaik" wrote:
                              14 Seiten interessante Diskussion, schade nur, dass sie weder "Spiegel" noch "Fokus" abdruckt...

                              Das finde ich auch! Eine bunte, facettenreiche kontroverse Diskussion, die recht sachlich geblieben ist.

                              Hier und da gibt es überspitzte Argumentationen seitens beider "Fraktionen", aber ich denke, das wissen die Diskutanten ganz gut einzuordnen.

                              Nur aus solchen kontroversen Diskussionen kann man etwas lernen, nicht aber aus pflaumenweichen gegenseitigen Solidaritätsbekundungen in weichgespülten Threads.

                              Weiter so! Ich freue mich auf den weiteren Austausch von Argumenten.

                              ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                              • salvamor41S Offline
                                salvamor41S Offline
                                salvamor41
                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #215

                                ...mich würde zum Beispiel mal interessieren, ob die konzerngebundenen Reisebüros wirklich per Vertrag so eng an der Kette liegen, daß sie irgendwelche innovativen Gedanken und Pläne nicht umsetzen können. Ich behaupte immer, daß das so ist, weil ich mir das Desinteresse und die Lethargie, die man in Reisebüros antreffen kann, nicht anders erklären kann. Ich kenne kaum eine Branche, die so unter Druck steht und gleichzeitig so wenig auf die Pressionen reagiert.

                                Vielleicht gibt es jemanden unter den Usern, der darüber berichten möchte. Ich will hier niemanden dazu verführen, Vertragsinhalte, womöglich noch vertrauliche, öffentlich zu machen. Es geht ausschließlich darum, einmal etwas über die Art und Weise der Zusammenarbeit zwischen Reisebüro und Veranstaltern zu erfahren.

                                Wer wagt es?

                                ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                                1 Antwort Letzte Antwort
                                Antworten Zitieren
                                • emdeboE Offline
                                  emdeboE Offline
                                  emdebo
                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #216

                                  @Salvamor
                                  Als Aussenstehender hier mal eine "Vermutung" zum Dilemma:

                                  Jahrzehntelang wurden sowohl Reisebüros als auch Reiseveranstalter durch einen mächtigen Verband repräsentiert. Man zog ja schließlich
                                  an einem Strang und gut war es. Jetzt muß genau dieser Verband
                                  einen Spagath zwischen den Interessen beider und unter Beachtung der durch die neuen Medien entstandenen Konfliktsituation machen.

                                  Denn Reiseveranstalter können jetzt unter Ausschaltung von vertraglich vereinbarten - und dazu in den letzten Jahren stark geschrumpften - Provisionen die Geschäfte letztlich auch ohne
                                  die langjährigen Partner vor Ort machen. Die bringen zwar immer
                                  noch ihre Leistung voll ein, gebucht wird aber mit steigender Tendenz
                                  auch an anderer Stelle.

                                  Man betont zwar Einigkeit und Zusammenarbeit, aber in der Praxis driftet das mehr und mehr auseinander.

                                  Noch ist die Gruppe der Reisebüros umsatzmässig stark genug,
                                  Forderungen zu stellen und diesen auch Nachdruck zu verleihen.
                                  Aber das wird nur gehen, wenn man sich - was ja auch vereinzelt
                                  schon passiert - neu aufstellt und eine Neuverteilung des
                                  "gesamten Kuchens" in Erwägung zieht.

                                  Eine der wesentlichen Forderungen hierbei müßte sein, vom
                                  Veranstalter-Direktumsatz einen gewissen Prozentsatz in einen
                                  Pool / Topf zu geben und diesen dann ( ähnlich wie bei den Krankenkassen 😉 ) unter den Beteiligten am Ende des Geschäftsjahres aufzuteilen. Dies würde eine entsprechende
                                  Motivation und Sicherheit auch für die Partner darstellen.

                                  Wenn man wirklich die Zusammenarbeit ernst meint, wird das
                                  so oder ähnlich der einzige Weg sein.

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                    schrieb am zuletzt editiert von
                                    #217

                                    "emdebo" wrote:
                                    Jahrzehntelang wurden sowohl Reisebüros als auch Reiseveranstalter durch einen mächtigen Verband repräsentiert. Man zog ja schließlich an einem Strang und gut war es. Jetzt muß genau dieser Verband einen Spagath zwischen den Interessen beider und unter Beachtung der durch die neuen Medien entstandenen Konfliktsituation machen.

                                    Ist bei uns in Österreich genauso, nur des mit dem Spagath is net bei uns: eindeutig werden die Veranstalter der in Österreich als Zwangsmitgliedschaft geführten "Vertretung" vertreten...

                                    "emdebo" wrote:
                                    Eine der wesentlichen Forderungen hierbei müßte sein, vom Veranstalter-Direktumsatz einen gewissen Prozentsatz in einen Pool / Topf zu geben und diesen dann ( ähnlich wie bei den Krankenkassen 😉 ) unter den Beteiligten am Ende des Geschäftsjahres aufzuteilen. Dies würde eine entsprechende Motivation und Sicherheit auch für die Partner darstellen.

                                    Leider ist hier genau der umgekehrte Trend zu erkennen: Veranstalter versuchen krampfhaft Modelle zu finden, die sie von der Zahlung von Provisionen an Reisebüros wegbringt, ähnlich wie bei den Fluglinien.

                                    Gerade gestern las ich in der neuen fvw, dass ein Veranstalter "nicht zufrieden ist mit der Bereitschaft der Reisebüros, seine [die vom Veranstalter] 'gereichte' Hand zur Ertragssteigerung*" zu ergreifen und man vielleicht nun doch überProvisionskürzungen (so genannte Malusregelungen) nachdenken könnte.

                                    • wer nicht blind die Produkte des Reiseveranstalters A an den Mann bringt, Umsatz macht, "pushed" [gesprochen: puscht], der wird (gnadenlos...) bestraft mit weniger Provision!

                                    Hier ist einfach das Kräfteverhältnis zu ungleich: die Konzerne, die sich es leisten können, riesige EDV-Abteilungen zu halten, die mit Internetbuchungen mehr oder weniger erfolgreich experimentieren, haben einfach hier den kräftigeren Atem.

                                    Selbst Reisebüroketten sind fast alle ja schon in den Händen dieser Konzerne, von einigen Ausnahmen abgesehen - und vor denen machen die Konzerne Kniefälle.

                                    Ja, es sind da Provisionsvereinbarungen bei den Ketten, davon können kleine Unternehmen nur träumen. Mir bekannt sind Provisionen von 20 (zwanzig) und mehr Prozenten bei manchen dieser Ketten vorausgesetzt, die Kette macht riesige Umsätze.

                                    Solche Kettenbüros werden auch ständig über die Umsätze, die Vorsprünge oder Rückgänge gegenüber letzten Jahr informiert, Druck erzeugt bei den Mitarbeitern, ja sogar innerhalb der Kette werden Umsätze "umgesteuert", um Umsatzziele zu erreichen! Sprich: Reisebüro A in Bochum hat als eigene Agentur viel zu wenig Umsatz, um beim Veranstalter B in die so genannten Overriding Staffel zu fallen. Daher nützt man eine Agenturnummer des Reisebüro C in München aus der gleichen Kette, die bereits derart viel Umsatz haben, dass sie in der höchsten Provisionsstaffel sind. So trägt die € 500.-- Buchung aus Bochum dazu teil, dass die Kette D trotzdem beste Konditionen erreicht (hier gibt es aber auch andere Modelle: z.B. dass es egal ist, wie hoch der Umsatz einzelner Reisebüros ist: gegenüber dem Veranstalter zählt nur der gebündelte Umsatz).

                                    Solche Verträge zwischen Reisebüroketten und Reiseveranstaltern zählen zu den best gehütesten Geheimnissen in der Reisebürobranche.

                                    Aus diesen und anderen Gründen können es sich Reiseveranstalter (noch) nicht leisten, Reisebüroketten fallen zu lassen. Zu groß ist (noch) ihre Angst, den Umsatz nicht über ihre eigenen Vertriebswege zu vertreiben. Aber alles nur eine Sache der Zeit: nimmt der Internetvertrieb tatsächlich weiter so zu, wie man es gerne prophezeit (ohne wirklich Zahlen am Tisch zu legen...), dann könnte es schon so sein, dass die Reiseveranstalter den Reisebüros null Provision mehr zahlen - zumindest die Konzerne.

                                    Denn bei den Nischenveranstaltern beginnt mittlerweile ein Umdenken: immer mehr entscheiden sich zu höheren Provisionen, denn das ist ein Argument für ein Reisebüro, nicht die Studienreise von Konzern A zu verkaufen, sondern von Anbieter B. Vorausgesetzt, das Reisebüro befindet sich nicht in der Druckmühle Umsatz für Konzern A...

                                    Alles in allem hat sich von 1990 zu 2006 sehr sehr viel in der wirtschaftlichen Welt des Reisevertriebes geändert. Ich meine, natürlich auch zum Nachteil der Konsumenten. Ich meine, wohl auch ein Grund, weshalb das Internet Chancen hat, aber - wohl auch eine Chance für viele (noch unabhängige?) Reisebüros, Nischenprodukte, Nischenveranstalter und eigene Programme aufzulegen und zu verkaufen.

                                    Gruß
                                    Peter

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                                      Admin Experte Fuerteventura
                                      schrieb am zuletzt editiert von
                                      #218

                                      Ich weiss ja , lieber Peter, das wird Dich wieder hart treffen 😉 :

                                      Eine neue Studie von Ulysees rechnet vor, dass der Online Umsatz beim Reisegeschäft rasant weiter nach oben geht:
                                      Waren es in 2005 noch 9,45 Milliarden Euro
                                      So werden für 2006 bereits 12,7 Milliarden
                                      und für 2007 bereits 14,1 Milliarden prognostiziert.
                                      Zur Klarstellung:
                                      Das Fluggeschäft hat daran einen Anteil von rund 50 %
                                      Ausgeführt wird auch, dass der klassische Reisebürovertrieb in den vergangenen 5 Jahren um fast 25 % abgenommen hat.

                                      Dennoch: Ich bin der festen Überzeugung, dass gute Reisebüros auch in Zukunft ihren festen Platz in der Branche haben werden. Es werden noch erheblich weniger werde, aber für individuelle und qualifizierte Beratung wird immer genügend Bedarf vorhanden sein.

                                      Viele Grüsse

                                      Günter/HolidayCheck

                                      Quelle:Ulysees und TR

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                                        #219

                                        @Günter...

                                        ich bin am Boden zerstört 😄

                                        Jede Statistik ist so gut, wie der, der sie fälscht!

                                        Du und ich, wir beide lesen die Berichte u. a. in der fvw - und du und ich, wir beide könnten die Zahlen jeder für sich so interpretieren, wie es unseren beiden unterschiedlichen Meinungen entspricht.

                                        Wenn 50 % von den erwähnten Umsätzen auf Fluggeschäfte entfallen, weiters andere Studien davon sprechen, dass im Internet Hoteldirektbuchungen und Mietwagen hohe Anteile haben, dann - so eben 😉 meine Interpretation, sind die Umsätze aus dem klassischen Reisebürobereich nicht sehr hoch... und damit wären wir wieder einmal bei der Frage....

                                        😄 Peter

                                        ...Wenn man allerdings dann wieder berücksichtigt, dass der Anteil der Individual-Touristen, also auch die, die Flug und Hotel getrennt buchen- laufend steigt, dann läuft doch mehr am Stationären Vertrieb vorbei. Die 50 % Fluggeschäft beeinhalten auch diese Buchungen/diesen Umsatz...

                                        Aber wie gesagt: Es werden zwar noch deutlich weniger Reisebüros werden, Qualität und gute Beratung wird sich aber auszahlen.
                                        Da sind wir uns zumindest einig, Peter 😄

                                        Viele Grüsse
                                        Günter

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                                          #220

                                          Internet meint: das Glas der Reisebüros ist schon halb l e e r

                                          Reisebüro meint: das Glas der Reisebüros ist noch halb v o l l

                                          hat doch jeder Recht, gell!
                                          Peter

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