Eure schlimmsten Flugerlebnisse???
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Brigitte wrote:
@tja Marco L. , Hardy hat uns wohl vergessen?
Hallo Brigitte, hallo Marco,
nein nein, ich habe nichts vergessen (oder ich habe vergessen, was ich vergessen habe ... smile)
Ich habe es jetzt erst gelesen.Ich bewege mich, wenn ich solche Dinge sage, auf sehr dünnem Eis. Einerseits sind die Informationen absolut aus erster Hand und wahr, andererseits würde ich natürlich im Falle einer Abmahnung zwangsläufig unterliegen und evtl. sogar meinem Sohn schaden. Letzeres darf auf keinen Fall passieren und ersteres will ich auch nicht.
Aber: nein, es hat nichts mit einer Insel zu tun.Es gibt Airlines, die austauschen und es gibt Airlines, die reparieren. Und wieder und wieder und wieder, bis irgendwann dann doch ausgetauscht wird.
Man sollte vielleicht auch daran denken, dass der Techniker vielleicht auch etwas überzogen hat. Aber er sagt, dass er aus diesem Grunde die Airline gewechselt hat.
An anderer Stelle habe ich schon mal was gesagt zur Rechtfertigungspflicht der Piloten. Das wird bei Airlines unterschiedlich gehandhabt. Bei LH ist es so, dass die Piloten "praktisch" keine Rechtsfertigungspflicht haben. Die Entscheidung, die sie treffen, wird von der Airline akzeptiert, niemand fragt nach den Gründen der getroffenen Entscheidung. Das beinhaltet das Touch-and-go-Manöver und ob geflogen wird oder nicht bei technischen Problemen. Ob geflogen wird oder nicht bei technischen Problemen ist für jeden nachvollziehbar, die Sache mit dem Touch-and-go ist für uns Passagiere zunächst mal nicht so durchschaubar. ABer jeder, der sich mal Gedanken darüber macht, ob ein Pilot die freie Entscheidung treffen kann, ob er nach dem Aufsetzen noch einmal durchstartet oder nicht, ohne dies anschließend schriftlich begründen zu müssen, kann sich ausmalen, dass unter dem Druck der anschließenden Rechtfertigung auch schon mal "haarige" Entscheidungen gefällt werden.
Gruß, Hardy -
Wienna wrote:
Hallo,letztes Jahr zurück von Dalaman nach Frankfurt. Der Pilot hat die Maschine so schnell beschleunigt und hochgezogen, dass mir ganz anders wurde. Dann hatten wir noch ganz tolle Luftlöcher die Maschine ist rauf und runtergesackt, saßen in der letzten Reihe hinter uns ein stinkendes WC, sowie eine Großfamilie. Ich war bedient.
Dann Landung aufm Frankfurter Flughafen, so wie der die Maschine in Dalaman hochgezogen hat, so sind wir auch gelandet.Ich glaube das kein Pilot mit Absicht so eine harten Start und eine harte Landung durchführt. Hängt doch immer von den Wetterverhältnissen ab. Schließlich wollen Piloten auch immer heile auf den Boden zurück kommen

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Hallo,
ich denke dazu könnte Hardy sicher einiges beitragen. Ein Pilot ist Heutzutage nicht nur jemand, der ein Flugzeug von A nach B bringt, sondern vielmehr als Manager gefragt. Der Passagier möchte möglichst pünktlich und komfortabel zu seinem Ziel. Die Fluggesellschaft möchte das gleiche nur ist für Sie der Preis bzw. die Kosten mit das wichtigere. Gleichzeitig darf der Pilot wiederum nur starten und landen wie es der Flughafen und die Flugsicherung erlaubt. Gleiches gilt für Geschwindigkeiten, Flughöhe und vieles mehr.
Sicher werden je nach Gesellscahft die Prioritäten anders gesetzt, aber ein guter Pilot kann einer Fluggesellschaft mit seiner Arbeit heutzutage viel Geld sparen.
Meine schlimmen Flugerlebnisse halten sich bei mir im Übrigen in Grenzen:
LTU - drei Stunden Reparatur, während wir an Bord waren
Sun Express - Start bei dem der Pilot spürbar alle Hände voll zu tun hatte die Maschine bei Aquaplaning und starken Seitenwinden auf der Startbahn zu halten
Lufthansa - Landung in Sao Paulo. Erster Flug in der Mitte gesessen (Jumbo) und wir setzen auf, obwohl die Höhenanzeige noch einige hundert Meter anzeigt. Seither weiß ich, daß es die absolute Höhe über Meer ist!Viele Grüße
Berthold
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Hardy01 wrote:
Das wird bei Airlines unterschiedlich gehandhabt. Bei LH ist es so, dass die Piloten "praktisch" keine Rechtsfertigungspflicht haben. Die Entscheidung, die sie treffen, wird von der Airline akzeptiert, niemand fragt nach den Gründen der getroffenen Entscheidung. Das beinhaltet das Touch-and-go-Manöver und ob geflogen wird oder nicht bei technischen Problemen. Ob geflogen wird oder nicht bei technischen Problemen ist für jeden nachvollziehbar, die Sache mit dem Touch-and-go ist für uns Passagiere zunächst mal nicht so durchschaubar. ABer jeder, der sich mal Gedanken darüber macht, ob ein Pilot die freie Entscheidung treffen kann, ob er nach dem Aufsetzen noch einmal durchstartet oder nicht, ohne dies anschließend schriftlich begründen zu müssen, kann sich ausmalen, dass unter dem Druck der anschließenden Rechtfertigung auch schon mal "haarige" Entscheidungen gefällt werden.
Gruß, HardyHallo Hardy, die Geschichte mit dem Touch and Go habe ich auf eine bestimmt Airline von der grünen Insel bezogen.
Gruß Marco
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Marco L. wrote:
Hallo Hardy, die Geschichte mit dem Touch and Go habe ich auf eine bestimmt Airline von der grünen Insel bezogen.Gruß Marco
Hallo Marco,
es gibt (leider) mehrere Airlines, bei denen die Piloten nach einem Touch-and-Go eine schriftliche Begründung abgeben müssen. Das kann auch eine Airline auf einer grünen Insel sein ...
Hintergrund ist wohl die enorme Belastung, der das Flugzeug bei einem Touch-and-Go ausgesetzt ist. Das kann ausserhalb der normalen Checks eine ausserplanmäßige Kontrolle des Flugzeugs nach sich ziehen. Diese Kontrollen sind teuer.Gruß, Hardy
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Danke carsten...
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so dann meine Geschichte hier nochmal rein... Da der von mir geöffnete beendet worde will ich mal noch dazusagen das es keine Horrorreise war denn die Reise davor war schön... der Rückflugreise eben nicht

Wenn man sagt sowas ist kein Horrorflug, okay ist da auch was dran... aber wenns darum geht wäre ein Horrorflug wenn abstürzt!!!Ich habe eigentlich 2 Horrorflüge schon in meinem kurzen Leben hinter mir und der schlimmste war auf dem Flug mit einer 747 (nix gegen den Typ) von Toronto nach Frankfurt mit AIR CANADA!
Alles fing am Boden Gott sei dank, nachdem wir schon alle eine Stunde im Flieger saßen kam das erste mal eine Info das ein Schaden entdeckt wurde, nur gut das es am Boden war, dazu sag ich ja nix. Sollten dann alle Aussteigen bekamen pro Boardkarte einen Essensgutschein über 15$ glaube ich... Dann fing das warten an 6 Stunden bis zu einer neuen Info, welche war das wir mit einem anderen Flieger fliegen würden und das der erst noch laden muss... Nungut, inzwischen waren schon 2 weitere Maschinen nach Frankfurt geflogen in die auch noch Leute eingebucht wurden... wir hatten es ja nicht eilig kamen ja aus dem Urlaub, nach weiteren 2 Stunden sollten wir dann doch in das "defekte" Flugzeug einsteigen, da die andere Maschine Verspätung hätte und der Fehler soweit behoben wäre das man dch bis Frankfurt fliegen könne. Da machte sich Panik bereit, auch schrieben Leute aus Angst, aber statt die Flugbegleiter einen beruhigten wies man immer wieder nur drauf hin sich anzuschnallen das es dann los geht!!! Ich mein Mulmig war mir schon... Bis kurz vor London das Flugzeug wieder Macken bekam und wir in London landen mussten... 2 Stunden später ging es dann weiter (im selben Flieger) nach Frankfurt. Nach 13 Stunden Verspätung waren wir dann doch heil in FRA gelandet. Dort war ja nach vielen Stunden Verspätung auch unser innerdeutscher Anschluss weg... Von Air Canada kümmerte sich da eh keiner mehr drum, mussten dann an einen LH Schalter, die uns dann den nächst freien Flug nachLeipzig vermittelten, ca. 4 Stunden später!!! Da gabs dann natürlich keine Essensgutscheine o.ä. mehr!!!
NIEMALS MEHR AIR CANADA! -
Und wenn Dein Auto ne Macke hat, steigst Du da auch nie wieder ein ?
Da bringst Du es doch auch in die Werkstatt und fährst danach wieder.Sei doch froh das der Schaden am Boden bemerkt worden ist.
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Doch klar setze ich mich wieder in das Auto hinein wenns Repariert ist, ich bin ja auch in dem Flieger sitzen geblieben!!! Wir haben Freunde in Kanada, da wo die wohnen fliegt man ab FRA eh nicht mit Air Canada, von daher habe ich mir da noch kein Kopf gemacht... Aber du hast ja auch Recht! Und nun zum Datum... das war im Sommer 2003! Ich weiß die Zeit ändert sich... und das ist ja auch schon wieder fast 5 Jahre her! Aber was ich auch dazu schrieb war das ich nichts an der 747 auszusetzen habe, fliege gerne mit großen Maschinen! Die Maschine hatte Triebwerkprobleme um das mal noch dazuszusagen!!!
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Hallo vickymaus,
ich kann mich Marco nur anschließen. Der Grund warum ich auch genauer nachgefragt habe ist der, daß wie Du schon sagst sich Zeiten ändern können. Ich bin darum darauf gekommen, weil die Air Canada seit 2004 keine 747 mehr einsetzt und dies auch nur Maschinen waren, die durch die Übernahme der Canadian in der Flotte waren.
Sorry wenn ich manchmal etwas mißtrauisch bin.
Gruß
Berthold
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vickymausi wrote:
...Wenn man sagt sowas ist kein Horrorflug, okay ist da auch was dran... aber wenns darum geht wäre ein Horrorflug wenn abstürzt!!!
...Vickymausi, ein Horrorflug muss nicht zwangsläufig mit einem Absturz enden. Es gibt genügend Beispiele dafür, was man als Horrorflug bezeichnen könnte, die nicht mit einem Absturz endeten.
Wenn Du ein Beispiel haben möchtest - eine 737 verliert einen großen Teil ihres Dachs und landet trotzdem auf einem Airport (vor vielen Jahren geschehen, ich glaube es war Hawaii).Aber ein Triebwerksproblem an einer 747 gehört definitiv nicht zu dieser Kategorie. Eine 747 ist ohne Probleme in der Lage, nach dem Ausfall eines Triebwerkes den Flug fortzusetzen.
Allerdings wird eine Crew immer den nächstgelegenen Airport anfliegen, auch wenn noch drei Triebwerke einwandfrei laufen, weil ja der Ausfall eines Triebwerkes einen (evtl. unbekannten ?) Grund hat.
Nicht jeder Defekt am Triebwerk führt zwangsläufig zu einem ungewollten Ausfall eines Triebwerkes, im Gegenteil. Um weiteren und evtl. noch kostenträchtigeren Schaden am Triebwerk mit Defekt zu vermeiden, kann es von der Crew auch einfach abgeschaltet worden sein.Die verbleibenden laufenden Triebwerke verbrauchen dann zwar mehr Treibstoff, trotzdem kann die Maschine "eigentlich" das vorgesehene Ziel erreichen, weil ja das abgeschaltete Triebwerk keinen Treibstoff verbraucht. Der Mehrverbrauch der übrigen Triebwerke wird also durch den "Null-Verbrauch" des abgeschalteten Triebwerkes kompensiert.
Somit besteht beim Ausfall eines Triebwerks keine Gefahr, dass ein Airport nicht erreicht werden kann.
Gruß, Hardy
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Ich weiß das man fliegen kann wenn nur ein Triebwerk defekt ist! Das hatte mir meine Mutter damals erklärt, hey ich war da 15 Jahre alt, ich weiß nicht ob ich da heute auch so drüber denken würde aber habe damals das so schrecklich empfunden und das hat sich als horror im Kopf eingeprägt!!! Und nochmal zur Maschine, wie gesagt ich wollte nur sagen was es für eine war, aber nix gegen den Typ, fliege dieses Jahr selber wieder mit einer 747 nach Hongkong! Aber mit Cathay!!!
Aber dennoch für die Ausführliche Erklärung von Hardy, bin nun etwas schlauer
LG, Vicky -
Ich verstehe @vickymausi irgendwie

Ich bin auch ein richtiger "Schisser".
Uns passierte mal folgendes, hoffentlich hab ichs nicht schon geschrieben....
Almeria. Der ganze Urlaub war nervig. Die Kinder waren nervig, das Hotel war nervig und der Ort war nervig.
Eigentlich kein Grund zum lachen, ist ja auch mehr ein Galgenhumorlachen.Mein ganzer Urlaubsschmu (Restgeld) war noch da und ich wollte diesen im Duty Free auf den Kopf hauen.
Wir fuhren zeitlich vom Hotel weg und kamen sehr früh am Flughafen in Almeria an. Stellten uns in die Kofferschlange und warteten ....eine knappe Stunde, dann sagte man uns, "Band kaputt, eine Reihe weiter bitte". Dort standen wir auch wieder eine halbe Stunde, bis auch dieses Band kapitulierte. "Tut uns leid, aber bitte gehen sie ein Kofferband weiter". Dort standen wir dann auch wieder eine halbe Stunde und als wir endlich eincheckten, sagte man uns, wir sollten uns beieilen, wir wären spät dran und der Flieger würde bereits warten. Nix duty free.
Wir also im Laufschritt zum Flieger. Der hatte schon alle Motoren laufen. Hatte ich noch nie erlebt. Mit einem roten Band sperrte man den Weg ab, damit man nicht zu nah vorbeiging.
Wir stiegen ein und, keine fünf Minuten später, rollten wir auch schon auf die Startpiste. Vollgas und Vollbremsung.
und der Pilot sagte durchs Mikrophon, "auf der Anzeige wäre was erschienen, dass nicht hätte erscheinen dürfen, man würde dies checken und der Ablfug würde sich verzögern".Also
Nervige Kinder
Nerviges Hotel
Nerviger Ort
Zwei kaputte Kofferbänder
Eine Startwiederholung : panik_schleicht_sich_ein :Vielleicht fünf Minuten später, erneuter Start. Mein Gedankengang?
Heut läuft alles schief, am liebsten würde ich aussteigen, das ist ein Omen.

Dass nichts passiert ist, ist klar, denn sonst könntet Ihr ja dieses Posting nicht lesen.

Fällt dies alles unter Horrorflug?
Oder vielleicht doch eher ein Horrorurlaub.

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