Trinkgeld Türkei- Hotelbereich bis zum Transferfahrer - was gibt man da?
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"Milkatätige Spende": Ich wurde von einer "Stammputzi" schon gebeten, Chupa-Chups mitzubringen, die Freude über besimmte Süßigkeiten als kleines Gastgeschenk ist also keineswegs in Abrede gestellt und dass dies nicht mit Trinkgeld "verwechselt" werden sollte, wurde wohl auch ausreichend thematisiert.
@Eaglechen
Nochmal: Ich verabscheue Schwäne und Ameisen verseuchte Blumenarrangements auf meinem Bett, also kaufe ich sie auch nicht! Natürlich darfst du erwarten, dass dein Zimmer saubergemacht wird, ohne dass du einen Cent an Trinkgeld springen lässt. Ist dem nicht so, wird das Housekeeping unmissverständlich darauf angesprochen und es musste sich sicher noch kein Gast sagen lassen "Versuchen Sie´s mal mit Trinkgeld"!?
Also lass mich zum gefühlt 38sten Mal sagen: Jeder Servicemitarbeiter hat seinen Job ordentlich zu machen, wenngleich leider teilweise für ein armselige Salär. MIR ist es aber ein Bedürfnis, mich dafür zu bedanken und das tu ICH mit einem Betrag XY. Für MICH ist das Gastpflicht, jeder andere mag darüber denken, wie er will.
Täglich beim Housekeeping, weil ich festgestellt habe, dass die Mitarbeiter wechseln und eine Wochengabe im dümmsten Fall einer Eintagsfliege zu Gute kommt.Nun drücke ich mich doch einigermaßen präzise aus und bin befremdet, welche abenteuerlichen Interpretationen in meine Beiträge gebastelt werden ...

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gastwirt wrote:
OK, das hätten wir. Wäre noch die Fraktion, die alte Klamotten, restliches Duschgel/Zahnpasta etc. unter die Leute bringt, natürlich auch mit einem Lächeln und gehauchtem "Danke für alles"

Ob dann aber ein "Das wäre aber nicht nötig, ich mach doch nur meine Arbeit" zurückkommt stelle ich mal in Zweifel
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nicht zu vergessen:
....den feuchten Händedruck und etwas smilen als Dankeschön

oder wen man im Ort in seiner Stammkneipe sitzt, das Personal aus dem Hotel zufällig am freien Tag an der Kneipe vorbei kommt, zum Bier einladen
nebenbei es gibt für Mitarbeiter schon Trinkgeld seminare wer langeweile hat schaut sich das mal an.

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Hmm ... ich bin humorigen Variationen ja generell eher zugeneigt, aber dies Thema liegt mir unfassbarer Weise wirklich am Herzen und ich würde es ganz ungern im Fun wiederfinden?!

Danke für euer Verständnis ... -
Wäre ein bedauerliches Ergebnis ...

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Ich finde Deine Großzügigkeit bei der Trinkgeldvergabe in Ordnung und möchte hier auch keine " Hochrechnungen" erstellen. Bedenken sollte man aber auch m.E. die Einkommensverhälnisse / Lebensunterhaltskosten des jeweiligen Gastlandes. Ich kenne mich diesbezüglich in der Türkei nicht so gut aus,kann aber über Ägypten folgendes sagen: Ein Poolboy erzählte mir mal, daß sein Gehalt etwa 80 € im Monat beträgt. Ein Arzt im Krankenhaus verdient etwa 300 € im Monat. Nur von mir hat der Poolboy für 14 Tage freundliches Liegen-und Handtücherbereitstellen 20 € bekommen, deshalb könnte ich mir vorstellen, daß er durch sein Trinkgeld doch zumindest mit dem Gehalt des Arztes gleichzieht. Wenn man das jetzt mit Deutschland vergleicht, macht er keinen schlechten Schnitt, denn ich glaube kaum, daß ein guter Geist in der Gastronomie hier durch sein Trinkgeld vergleichsweise auf den gleichen Standard kommt. Sehe ich das falsch ??
LG -
Nein gusca, siehst du schon richtig! Ich kenne einen tschechischen Arzt, der sich nicht zu schade ist, im Fichtelgebirge im Sommer Erdbeeren zu pflücken und damit mehr Geld verdient, als wenn er in der Heimat jeden Tag am OP.Tisch steht.
Aber fürs Sozialgefüge kann der auch nichts. Ich bevorzuge selbst auch die Handlungsweise von VS, wenn das der eine oder andere hier mitnimmt, wäre schon viel erreicht. Es geht dabei nicht um Beträge, sondern die Einsicht, daß Trinkgeld erforderlich ist, um bestehende eigene Ansprüche an seinen Urlaub zu erhalten. -
Trinkgeld erforderlich - dem kann ich zustimmen.
Trinkgeld verpflichtend - lehne ich ab.
Höhe des Trinkgeldes - Hmmmmm, ich beginne gerade zu überlegen, ob ich dem Gastland nicht schade, wenn ich durch zu hohes Trinkgeld dazu beitrage, dass medizinische Fachkräfte als Hilfskräfte ins Hotel- und Gaststättengewerbe wechseln!?!Meine Vorstellung das Tip- und Bakschischunwesen durch leistungsgerechte Bezahlung abzuschaffen ist wohl utopisch und von den Managern des Gewerbes nicht gewünscht. Man müßte dann ja zusätzliches unternehmerisches Risiko übernehmen. Kann man ja lieber auf den Rücken der Angestellten ab- und der Verantwotung der Gäste aufladen. Sehr weit weg von Sklavenhaltung ist das nicht.
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Schon mal drüber nachgedacht, wie weit eigentlich der Unternehmer vom Sklavendasein entfernt ist? Klar, selber schuld, diese Deppen
müssen ja keine Unternehmer werden! Unternehmerisches Risiko erhöhen? Preise damit verdoppeln?
Wohl eher nicht die beste Lösung! -
Doch! Eindeutig die gerechtere Lösung. Das klappt in jedem Wirtschaftszweig, nur nicht in der Gastronomie. Ich möchte erleben, was hier passiert, wenn ich meinen Mitarbeitern das Gehalt um sagen wir mal 33 % kürze und sage: "Beratet die Leute so gut, dass sie glauben Euch ein Trinkgeld geben zu müssen!"
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Eaglechen wrote:
Ich halte es im Übrigen für ABSOLUT selbstverständlich, dass mein Zimmer unabhängig von Trinkgeld gereinigt wird, ist das jetzt verwerflich?Das sollte so sein, auch wenn Frau und Herr Geizhals dort nächtigen. Allerdings brauchen sich die Gäste nicht zu wundern, wenn die frischen Handtücher vergessen werden, die Klopapierrolle nur noch ein paar Blättchen aufweist und der Vogelschiss den Balkontisch während des gesamten Urlaubs ziert.
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@Eagelchen
Ich denke aber schon, daß die Gäste den Hinweis auf das fehlende Trinkgeld verstehen, wenn sie herumtelefonieren müssen (womöglich zur Rezeption laufen müssen), und derjenigen "Perle", die das Gewünschte erledigt, dann ein Bakschisch in die Hand drücken. Auf eine "Wiederholung" der Aktion verzichten die Urlauber normalerweise dann gern.
