Hotel überbucht. Was tun?
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zu a)
Danke für die Klarstellung...sorry, dann hatte ich das so in der Form wahrscheinlich falsch verstanden...oder Du hattest es nicht explizit ausgeführt. Du siehst aber auch hier, wie wichtig in solchen causae deutliche und exakte Formulierungen/Darstellungen sind.zu b)
Es "muß"auch nur eine Alternative genannt werden, diese sollte allerdings mindestens gleichwertig sein. Genau diese "Gleichwertigkeit" ist aber nicht selten strittig. "Prüfung vor Ort" ein "schlechter Scherz" und muß nun wirklich nicht von euch akzeptiert werden. Nicht so "klug" war u.U. aber Deine Verweigerung der Nennung von Alternativen deinerseits (wenn denn der RV z.B. akzeptable Alternativen in seinem Portfolio hat/hätte)...Zeit hin oder her.zu c)
Sicher kein Ruhmesblatt für beide...wobei das RB so scheint's sehr träge war und sich anscheinend nicht wirklich um eure Angelegenheit gekümmert hat - aus der Ferne betrachtet und ohne u.U. wichtige Details zu kennen. -
Da der Faktor "Zeit" eine große Rolle spielt, verstehe ich nicht, warum du nicht jetzt sofort den Veranstalter anrufst und dein Problem schilderst. Du bist sicherlich nicht der Einzige, der eine heute eine MAil an diesen Veranstalter geschickt hat-wer weiß, wann diese schlußendlich bearbeitet wird.
Eine Frist kannst du ja auch telefonisch mitteilen... -
Verursacher ist allerdings vermutlich das Hotel, welches zu spät stop-sales gemeldet hat.
Wie dem auch sei - eine deutlich schlechtere Strandbeschaffenheit und mutmaßlich auch andere geographische Lage des Ersatzhotels widerspricht der regelmäßigen Auffassung von Gleichwertigkeit in der Rechtsprechung.
Zusätzlich zur Kündigung des Reisevertrages würde ich deshalb gleich die Schadenersatzforderung beziffern - und zwar in Höhe von 50% des Reisepreises. -
@ Nibjnile:
Ich habe dort angerufen. Ich möchte allerdings nicht per Telefon solche Sachen besprechen, ganz sicher auch nicht in meiner Gemütslage. Ich habe abgeklopft wie sie die Sache sehen, insbesondere das Verhalten vom RB. Die hüllten sich in Teflon. Ich habe jetzt lieber ne e-mail mit Fristsetzung heute Abend geschrieben.
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@ Holginho:
Ich verstehe ja. Aber mal ganz im Ernst, dass ist ja wie als wäre ich bei der Fleischtheke im Supermarkt und die Auslegeware wäre leer. und dann sagt die Fleischfachverkäuferin: "Ja gut, ich biete ihnen an, sie sagen jetzt verschiedene Wurstarten und ich gucke welche hinten verfügbar wären". Mit Zeitdruck das in 1 Stunde ne Grillparty steigt.
Will sagen:
Die können doch um ein viel leichteres sagen was möglich wäre! dafür fehlen mir wirklich zeit und nerven!

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Haben Sie doch getan...sprich, Dir eine (ihrer Meinung nach gleichwertige Alternative aus ihrem Portfolio) anzubieten...damit ist die "Aufgabe" erst einmal "erfüllt", zweitrangig, ob Dir/uns dies nun gefällt oder nicht - mit allen bereits (besonders von @vonschmeling) benannten "Konsequenzen" und möglichen nachfolgenden Optionen.
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Hmm,ich denke,daß man durch ein persönliches Gespräch schneller an sein Ziel kommen würde (jedenfalls aus eigener Erfahrung)-gerade auch, wenn die Zeit drängt.
Das kann man auch, trotz Verärgerung, in ruhigem Ton (dann kommt man m.E. eh weiter,als schimpfend)

Ich kann dir nur raten (wie Andere hier auch): Suche selbst noch nach einer oder zwei Alternativen (sooo zeitaufwendig ist das doch gar nicht), eh du nun evtl. komplett auf einen Urlaub verzichtest...und wenn du den Veranstalter, als auch geplantes,sowie vorgeschlagenes Alternativhotel, benennen würdest,könnte dir hier vielleicht sogar jemand unterstützend bei der Suche unter die Arme greifen....ich drück die Daumen!
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Ich sage jetzt mal einfach etwas ganz "Böses" (was aber ausdrücklich nicht(!) so gemeint ist):
In der Zeit wo hier Beiträge verfasst wurden, hätten schon einige gewünschte Alternativen aus dem Portfolio herausgesucht und Telefonate geführt werden können!
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Richtig, Holginho, schließlich habe ich lumpinho schon vor fast 28 Stunden nach RB und RV gefragt - und er hat aus falsch verstandener Rücksichtnahme nichts gesagt.
LG
Sokrates
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...... und die Schadenersatzforderung nicht vergessen!
LG
Sokrates
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Ehrlich gesagt ist ein bisschen zuviel passiert ...
Zum einen ist die kurzfristige Ankündigung schon ein Schlag in die Magengrube, dazu noch das Ultimatum hinsichtlich des ersatzweisen Angebotes und schließlich eine scheinbar doch recht entlarvende Irrläufermail, die tief blicken lässt in die tatsächliche Dienstleistungsauffassung.
Mich jedenfalls wundert es nicht, wenn lumpinho jedes Vertrauen und jegliche Lust verloren hat, seine schönsten Wochen des Jahres von diesem Herrschaften gestalten zu lassen.
Angenommen sie kommen nun mit einer echt tollen Alternative um die Kurve - wer verspricht ihm, dass die dann vor Ort nicht plötzlich auch "überbucht" ist und er doch wieder im ungeliebten Hotel landet? Ich hätte die Faxen schon längst dicke gehabt und dem Verein eine feingeriebene Kündigung an Schadenersatzschaum zum Abendbrot serviert.@lumpinho
Du hast zwar einerseits deine Entschlossenheit zu rechtlichen Schritten bekundet, andererseits allerdings auch deine nicht vorhandene Routine mit solchen Vorfällen / den Optionen zur Einrede. Mein Rat: lass dir kompetent helfen bei einer Schadenersatzklage.
Falls du keine Rechtsschutzversicherung hast - es gibt meines Wissens Verträge, die auch schwebende Sachstände übernehmen. Die sind zwar entsprechend kostspieliger aber imho lohnend.
Leider nehme ich nicht an, dass der RV (dieser wäre in Anspruch zu nehmen) kampflos eine Schadenersatzsumme von 1100 € anweisen wird - zumindest wäre das sehr untypisch.
Und lass dich nicht täuschen von Aussagen der Genese "eindeutige Rechtslage" ... ich hab schon viele Pferde in der Stallgasse kotzen sehen, und 100% eindeutig ist erst ein rechtskräfiges Urteil!
Letztlich hängt eine Entscheidung immer von Nuancen ab, die Kriterien einer Gleichwertigkeit beispielsweise sind nach wie vor Auslegungssache, selbst wenn sie in einen gewissen Rahmen gefasst wurden.
Viel Glück!
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Sorry, dass ich nochmal insistiere:
Die Forderung eines Schadenersatzes ist kein "rechtlicher Schritt" und sollte zudem unverzüglich gestellt werden.
I.e. es entstehen weder Kosten noch Verpflichtungen aus dieser originären Forderung, sie ist jedoch Beleg der Kenntnis eurer Rechte und Pflichten. -
Nur mal so zur Sicherheit:
habt ihr denn den RV auch aufgefordert unverzüglich alle geleisteten Zahlungen an euch zurückzuführen, ggf. ankündigen dass ihr einen Kredit aufnehmen werdet für die Zwischenzeit wenn ihr Reisekosten vorstrecken müsst?
ginus
Ach ja, auch von mir viel Glück!
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Heute Abend, 2 Stunden nach Abschicken der Kündigung, erhalten wir ein Schreiben von Check24:
"
Wir haben soeben folgende Rückmeldung von Neckermann Reisen erhalten:
"Die Gäste können im Hotel smartline Neptuno Beach wie gebucht bleiben."
Bitte teilen Sie uns mit ob Ihre Buchung bestehen bleiben soll oder wir eine Stornierung beim Veranstalter für Sie anfragen sollen.
Mit freundlichen Grüßen"
Die können aber jetzt doch nicht nach all den Querelen davon ausgehen, dass wir darauf eingehen? wir haben jetzt eine Alternative gefunden. Es muss unseres Ermessens nach auch nicht nach einer Stornierung angefragt werden, wenn wir die Reise bereits gekündigt haben.
