Pauschal oder individuell??
-
Auch bei einer Nurhotelbuchung über einen Veranstalter ohne Transfer, hat man diesen oder seine Erfüllungsgehilfen als Ansprechpartner.
Bei nur Hotelbuchung direkt beim Hotel oder über ein Vermittlerportal wende man sich an die Rezeption, was m.M.n. eh immer der erste Weg sein sollte, wenn man was nicht selbst regeln kann.
Du wirst das machen und ja, Du warst der Auslöser, aber das ist absolut nicht schlimm, das hätte auch jedem Anderen passieren können

-
wenn ich mir die diversen "Jammer-threads" im RV-Forum so anschaue mit meist identischen Beschwerden über fehlende oder schlechtere Leistungen, Flugzeitverschiebungen etc., dann müßte es eigentlich mehr Individualisten geben.
Ich selbst buche nur im "Notfall" (gewünschte Leistung anders nicht zu bekommen) pauschal.
Für mein Verständnis schießen siech die RV allmählich selbst ins Abseits indem sie Reisenleistungen bis zur Schmerzgrenze optimieren und die dabei zwangsläufig zunehmenden Risiken den gutgläubigen manchmal sogar einfältigen Pauschaltouristen aufbürden.
Es ist inzwischen kein Hexenwerk mehr sich seine individuelle Reise mit wenig Aufwand selbst zusammenzustellen. Die allermeisten Reisen bestehen ohnehin nur aus wenigen Bausteinen. So sehe ich folgende Vorteile: keine dritte oder gar vierte Partei zwischen mir und dem Leistungserbringer. Linienflüge zu günstigen Preisen und festen Zeiten sind eher die Regel, Anschlußbeförderung ist zuverlässiger planbar mit kleineren Zeitpuffern (keine Überraschung mal an einem anderen Airport oder nachts ohne Anschluß einfach abgeladen zu werden). Es gibt genügend Hotels, bei denen die Rechnung bei der Abreise bezahlt wird, das erleichtert die Verhandlungen, wenn das Zimmer oder andere Leistungen nicht der erwarteten Qualität entsprechen. Bei komplexeren Reisen suche ich mir genau die Bausteine die ich will und kaufe keine "70%-Paket". Insgesamt ist es meist kaum teurer bei durchschnittlich besseren Leistungen, manchmal sogar erheblich günstiger. -
@Breitbach
"Es gibt genügend Hotels, bei denen die Rechnung bei der Abreise bezahlt wird, das erleichtert die Verhandlungen, wenn das Zimmer oder andere Leistungen nicht der erwarteten Qualität entsprechen..."
Aha und du meinst, dass man den gemeinen deutschen Touri dann einfach mal so ziehen läßt und auf das Geld verzichtet?
Also, ich hab auf den Malediven z.B. schon erlebt - als ein Touri meinte, aus Unzufriedenheit Teile seiner Rechnung nicht bezahlen zu wollen, dass der dann halt nicht von der Insel kam.....nicht nur, dass er letztendlich doch bezahlte, den Transfer und einen neuen Rückflug hat er auch gekauft...war ganz einfach....;o))
Wenn man meint, dass die "Jammerthreads" hier nur darauf zurückzuführen sind, dass die Rv so richtig "mistig" arbeiten und der Touri auf sich alleine gestellt, nur noch super Flüge mit tollen Flugzeiten, erstklassige Hotels und perfekte Transfers usw. bekommt.....und das natürlich zum klitzekleinen Preis.....schaut eventuell nur auf die Oberfläche des Problems.....
P.S. Vierlleicht gibt es noch viel mehr zufriedene Kunden der Pauschalreise - nur die schreiben nicht so oft, wie die "Benachteiligten, "Zukurzgekommenen" und die , die sich immer "verxx" FÜHLEN....
-
Bzgl des Bezahlens beim Auschecken... wenn mir etwas nicht passt, sag ich das an der Rezeption doch gleich sobald mir der Mangel aufgefallen ist, und nicht erst beim Auschecken, um den Preis zu drücken.
Ich selbst buche auch nur in den wenigsten Fällen pauschal, allerdings gibt es doch viele Urlauber die sich den "Stress" (empfinde ich persönlich nicht, aber andere womöglich) von Individualbuchungen bzw den damit einhergehenden Recherchen nicht antun wollen. Sei jedem selbst überlassen

-
@de la Diva:
...
Aha und du meinst, dass man den gemeinen deutschen Touri dann einfach mal so ziehen läßt und auf das Geld verzichtet?....... wenn er gemein ist, dann wohl sicher nicht.
Der verständige Reisende jedoch stellt beim Einzug sofort fest, ob die gebuchte Leistung zur Verfügung gestellt wird und reklamiert, wenn nötig. Ist eigentlich leicht nachzuvollziehen. Kann oder will das Hotel dann die versprochene Leistung nicht erbringen, so kann man darüber verhandeln und im Fall der Nichteinigung muß sich der Reisende um eine andere Unterkunft bemühen. Das habe ich schon so praktiziert und da gab es in den bisher lediglich drei Fällen keine Probleme. Selbstverständlich habe ich vorher sichergestellt, daß eine alternative Unterkunft verfügbar war.
Daß man den Inhalt der "Jammerthreads" weitestgehend nicht ernst nehmen kann sollte leicht beim Durchlesen feststellbar sein. Nur sehr selten wird überhaupt konkret festgestellt, daß eine vertraglich zugesicherte Leistung objektiv nicht erbracht wurde. Meist jedoch scheinen schon erhebliche Irrtümer über den Vertragsinhalt zu bestehen.
Ich habe bereits früher darauf hingewiesen, daß Pauschalreisen ein zumeist gut funktionierendes Massengeschäft sind. Genau darauf und daß ich individuelle von diesen konfektionierten Reisen abweichende Wünsche habe bezog sich meine Bemerkung.
-
Dann muss nur noch der Touri entscheiden, was er möchte und das bedeutet ja eine gute Vorbereitung auf den Urlaub, Entscheidungsfreude und -fähigkeit, möglichst gute bis sehr gute Sprachkenntnisse des jeweiligen Landes und natürlich der rechtlichen Gegebenheiten...
Was wenn es z.B. in der "Leistungsbeschreibung" des Hotels einen Übersetzungsfehler gab...wer ist dann verantwortlich?
Und vor allem, wen macht man Schadenersatzpflichtig im Nachgang, es gilt ja nicht überall deutsches Recht.Alles Dinge, die man vorher wissen sollte....aber dann kann es ein super Urlaub werden....
-
"Was wenn es z.B. in der "Leistungsbeschreibung" des Hotels einen Übersetzungsfehler gab...wer ist dann verantwortlich?"
Für die Leistungsbeschreibung des Hotels ist das diese Beschreibung veröffentlichende Hotel verantwortlich, egal in welcher Sprache.
" Und vor allem, wen macht man Schadenersatzpflichtig im Nachgang, es gilt ja nicht überall deutsches Recht."
Immer den Vertragspartner, der die Leistung schriftlich zugesagt hat. Wer Mängel sofort beim Leistungsträger reklamiert wird aber meist auch sofort für Abhilfe sorgen können. Ein Schadenersatzpflicht kommt dabei eher selten zustande, erst recht nicht, wenn noch keine Vorauszahlung geflossen ist, in dem Fall dürfte der Vertragspartner auch ein größeres Interesse an einer Einigung haben (als wenn er bei einer Pauschalreise bereits von einem RV bezahlt wurde).
Sollte es dennoch zu einem Schaden kommen (z. B. Ersatzvornahme), so braucht man zunächst einmal eine zweifelsfreie Anspruchssituation und eine Abwägung ob sich der Aufwand lohnt, dann einen guten Anwalt, denn es gilt im Allgemeinen der Gerichtsstand am Ort der Leistungserbringung.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, daß die von mir beschriebenen Verfahrensweisen eher im höherpreisigen Segment zufriedenstellend funktionieren.
-
Ich gehöre auch zu den unterbelichteten Touris, die für reinen Erholungsurlaub meistens pauschal buchen. Erholung fängt für mich beim Buchen an. Ich gebe meine Parameter ein, suche mir ein Hotel und für mich akzeptable Flugzeiten (habe ich bisher immer gefunden), freue mich ein Weilchen und fliege los. End of story. Ich halte mein verstehendes Lesen für ganz passabel, also weiß ich, worauf ich mich eingelassen habe. Ich informiere mich vorher über den RV, den ich wähle, es gibt einige, die ich nie nehmen würde, und dem scheint gut so, wenn ich ins RV Forum schaue. Ich habe auch noch nie gejammert, weil ich noch nie etwas zu jammern hatte.Wenn ich einmal unzufrieden wäre, wüsste ich genau, wen ich ans Schlawittchen nehmen müsste, auf jeden Fall jemanden in Deutschland, ich hätte keine Lust, mich auf ein umfangreiches Procedere zum Beispiel in der Türkei einzulassen.Ich habe es auch schon individuell probiert, preislich war selten ein bedeutender Unterschied, wenn überhaupt. Das mag auch daran liegen, dass sich meistens außerhalb der Saison verreise. Da mag Breitbach noch so sehr die Nase rümpfen, für mich ist es Minimaler Aufwand mit maximalem Ertrag, warum sollte ich das ändern?
-
da liegt wohl ein kleiner Irrtum vor.
Was mich amüsiert ist die Erwartungshaltung von Pauschaltouristen, die sich weder für den vertraglich vereinbarten Umfang und die Bedingungen ihrer gebuchten Reise interessieren noch Abweichungen davon vernünftig benennen können (halt unsubstantiiert "jammern"). Das ist die eindeutige Mehrzahl derer, die sich beschweren.
Wer sich hingegen bewußt aus welchen Gründen auch immer bewußt für eine Pauschalreise entscheidet, im Rahmen des geschlossenen Vertrags mögliche und übliche Änderungen von Inhalt oder Ablauf akzeptiert, über den rümpfe ich die Nase nicht.
-
@rumsstein
Absolute Zustimmung. Wir haben auch schon oft pauschal gebucht und genau das bekommen, was wir gesucht haben. Aber ich bin völlig bei Dir, nicht jeder RV wäre mir da recht und es liegt sicher auch an der Reisezeit sowie dem Reiseziel.
-
Seh ich genauso.
Nicht immer spart man bei individuell, ist immer ein Vergleich wert.
Für mich selbst kommen eigentlich nur 2 Veranstalter in Frage,buche überwiegend pauschal, und da habe ich immer das bekommen was ich wollte, vom gewünschtem Flug angefangen ohne Änderung der Flugzeit, die hatte ich dieses Jahr das erste mal und das nur minimal.
Wenn man flexibel ist und sich Flugschnäppchen sichern kann z.b 2 Fliegen einer zahlt, oder auch sonstige gute Angebote kann sich individuell schon lohnen.. -
Denke auch, wenn die Pauschalreise billiger ist und das Gesamtpaket für mich trotzdem stimmt, muss ich ja nicht zwangsweise individuell buchen. Würde mich aber dennoch auch vorab über die Reiseveranstalter informieren.. da würden mich manche Horrorgeschichten schon sehr abschrecken.
Lg Palme
-
@Breitbach
Ich vermute, dass vielen Reisenden, die pauschal buchen, u. a. der Sicherungsschein wichtig ist... der sich ja ab und an auch als nützlich erweist.
-
der Sicherungsschein schützt vor der Insolvenz eines RV, bei einer größeren Vorauszahlung wohl sehr sinnvoll, da sicher niemand die Solvenz eines RV zuverlässig einschätzen kann.
Wovor er nicht schützt - und da sind wir wieder bei den Beschwerden im RV-Forum - das sind tatsächlich vorhandene Reisemängel oder der Ignoranz gegenüber den eingegangenen Vertragsbedingungen.Der Sicherungsschein war schon eine sinnvolle Einführung.
Diesem
http://www.zeit.de/1981/37/wieder-gestrandete-urlauber-nach-veranstalter-pleite
Ereignis bin ich nur dadurch entgangen, daß meine damalige Freundin mit mir an Bord einen Autounfall baute. So war nur die Anzahlung weg. -
@Breitbach
Nö, kann man nicht einschätzen.
Allerdings verstehe ich unter einer individuell gestalteten Reise keine Hotelbuchung über einen RV - was m. E. aber häufig geschieht, siehe dazu diverse Insolvenzthreads. Und dann findest du dort ebenfalls das von dir so benannte "Gejammere".Zu meinen persönlichen Reisen (ist gewiss hier schon irgendwo zu lesen): Ich buche - wie es mir am besten in den Kram passt - pauschal oder individuell. Und wenn individuell, das Hotel direkt beim Hotel oder über ein Hotelportal mit Stornierungsmöglichkeit bis zum Ankunftstag / 3 Tage vor Ankunft o. ä. Den Flug zum Flex-Tarif, damit ich im Fall des Falles (Krankheit oder was auch immer) da noch was retten kann.
Gern halte ich es aber auch wie @rumsstein: Flug, Hotel / Zimmerkategorie, Transfer eingeben und ist der Preis für mich ok, buchen. Zu meckern hatte ich bisher nichts, wurde auch in Krisensituationen (Streiks, vorzeitig geschlossene Hotels, etc.) stets sehr gut "bedient". Und - wie ich es schon anderorts schrieb - über sonstige Änderungen (Flüge) hatte ich bisher noch nicht zu klagen.

-
Imho erleiden vielen Beschwerden hauptsächlich durch die Tatsache Schaden, dass sich der Beschwerdeführer nicht über die tatsächlich Verantwortlichen im Klaren ist:
"Endlose Schlangen am Flughafen in Rhodos - nie wieder Schotterbeck Reisen!"
"Nie wieder Flügel Tours - meinen Koffer vermisste ich 3 Tage!"
Umgekehrt ebenfalls ungerechtfertigt sind Beschwerden der Genese:
"Ich vermeide künftig TUIfly - es gab nichts an Bord und Abzocke beim Gepäck".Hilft ja nix - entweder man informiert sich und reist geschmeidig, oder man hält sich unbeleckt und wird so oder so unliebsam überrascht ...

Beim Bäcker fragt man selbstverständlich, ob die Körnersemmel auch tatsächlich eine Vollkornsemmel ist - Kostenpunkt 0.50€.
Für mich gilt: Je höher der Preis, desto intensiver die Nachfrage.
Damit kann man Verxxe ziemlich nachhaltig vermeiden!
-
Es grüßt eher der Anoymus - DAS wirst du doch aber mühelos erkannt haben, Breitbach!?

-
Na gut, dann halt hier

Da im Forum darauf hingewiesen wurde, daß pauschale Fernreisen für die Wintersaison ein Schnäppchen sein könnten, möchte ich im Sinne der User darauf hinweisen, daß man demgegenüber auch immer mal die individuelle Variante prüfen sollte.
Zum Zeitpunkt der Erstellung der Katalogpreise stand der € auf einem fast schon historischen Tiefpunkt, was natürlich dafür sorgte, daß die Preise für Fernreisen anzogen. Inzwischen hat sich der Kurs wieder einigermaßen stabilisiert und man kann demzufolge bei dynamischen Paketierern tatsächlich Schnäppchen schießen, um es mal vereinfacht darzustellen.
Aber nicht jedem liegen diese X-Veranstalter und alternativ kann man deren Preise oft sehr gut sogar noch unterbieten! Airlinespecials und Buchungen über Hotelhomepages oder auch Portale waren für mich noch nie so attraktiv wie zur Zeit, habe es gerade in unserem vergangenen Thailandurlaub wieder selbst erlebt und auch für unsere künftige Kreuzfahrt mit Badeverlängerung im Januar stellt sich das gleiche Bild dar! Probiert es einfach mal aus, oder lasst Euch in einem serviceorientierten stationären Reisebüro ausführlich beraten.
Übrigens, wer sich der Sicherheit der Pauschalreise nicht entziehen mag, was ja oft ein Argument pro pauschal und kontra individuell ist, es gibt durchaus Reisebüros, die nicht nur als Vermittler, sondern auch als Veranstalter operieren, auch wenn sie es nicht allzu gerne proaktiv bewerben. Stellt ein Reisebüro aus Einzelbausteinen wie z.B. Flug und Hotelbuchung eine Reise auf einer Rechnung zusammen, tritt es als Veranstalter auf und muß auch einen Sicherungsschein ausstellen, habe es gerade selbst so gebucht. Je nach Reisebüro und Verhältnis zu diesem, gewährt es auch noch eine Beteiligung an seiner Provision, allerdings m.W. nicht auf den Anteil Flug.
Also immer noch ist ein ordentlicher Vergleich und intensives Nachfragen m.M.n. das beste Mittel zu einem Schnäppchen, welches nicht unbedingt größerer Unsicherheit unterliegt. Dazu noch kann man sich so alles selbst genau zusammenstellen, exakt wie man es möchte und nicht von der Stange. Für mich dabei am wichtigsten, seine Wunschflüge sichern und Tarife mit Umbuchungs- und Stornobedingungen auswählen zu können, die perfekt auf meine Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Dazu noch macht mir die Recherche Spaß und das Ergebnis gibt mir das Gefühl**,** meine ganz persönliche Reise zu bekommen!