Trinkgelder, wie macht Ihr das?
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Also wenn ich in Kenia bin wohne ich in Diani privat bei Freunden und bin dadurch sehr viel mit Einheimischen in Kontakt. Ich kann nur sagen, ich sehe im Verhalten der Leute kaum einen Unterschied zu uns Europäern. Auch hier sind sie genau so wie bei uns, auf jeden Vorteil bedacht. Wir versuchen alles um das bestmöglichste Geschäft abzuschließen, jeder, der ein Unternehmen hat oder in einem arbeitet, weiß das und genau das gleiche versuchen die Kenianer auch, nur mit dem Unterschied, das die Möglichkeiten die sie haben, deutlich geringer sind, deswegen werden diese umso intensiver genutzt. Und ehrlich gesagt, und das weiß ich aus eigenen Beobachtungen, benehmen sich viele weiße Urlauber, ich sage ausdrücklich nicht alle, noch immer so als wären sie noch Kononialherren. Für den Einheimischen wird es daher sehr schwierig den Unterschied zwischen dem GUTEN und dem BÖSEN Msungi zu erkennen. Und natürlich, so wie es bei uns linke Spargel gibt, gibt es sie in Kenia auch.
Ich bin sehr sehr gerne in Kenia und wo man meine Hilfe braucht, helfe ich, gerne auch mit Geld. -
Das ist sicher richtig Hannes, trotzdem sollte man die Augen nicht davor verschließen was die keny. Regierung verzapft und welche schlimmen Folgen dies für Kenia haben wird, darüber braucht kein Mensch zu diskutieren. Das ist ein Rattenschwanz, der irgendwo unten bei den Leuten ankommt wenn ihr Präsident es vorlebt, zumindest bei einem großen Teil.
Kenyatta schießt öffentlich gegen die westliche Welt, geht öffentlich gegen die Weissen, was passieren würde wenn selbige mal den Geldhahn zu drehen möchte ich mir gar nicht erst ausmalen. Ich persönlich glaube auch, dass dies -ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen- für Kenia eine mehr als düstere Zukunft bedeutet, die nächsten Jahre werden es zeigen. Der Tourismus hat sich dieses Jahr zurück entwickelt wie schon seit Jahren nicht mehr, warum denn wohl? Und dass sich dieses Blatt wendet glaube ich auch erst wenn es soweit ist... -
Liebe Sandra, du hast sicher recht, was Kenyatta anbelangt, nur das er sich gegen die Anschuldigungen mit allen Mitteln wehrt, ist sein gutes Recht. Er weiss auch das der europäische Wirtschaftsraum gegenüber dem asiatischen immer mehr an Boden verliert und deswegen wird er sich dem entsprechend neu orientieren. Angola zeigt ihm ja wie's geht. Aber ich glaube nicht das er so dumm ist, und auf den wichtigsten Einnahmezweig, dem europäischen Tourismus, in Zukunft verzichten wird. Es gibt zwar eine stark wachsende chinesische und indische Wirtschaft, aber bis Touristen aus diesen Ländern kommen wird es sicherlich noch ein wenig dauern. Ich denke, wir beide hoffen das. Aber Kenyatta wird es im Endeffekt egal sein wer ihm das Geld ins Land bringt.
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Lieber Administrator
Wie wärs mit einem Thread Politik/Wirtschaft in Kenia. Wird in Zukunft sicher spannend und würde auch zu einer Entscheidungshilfe für zukünftige Keniaurlauber beitragen.
Lg Hannes -
Gute Idee Hannes, ich denke das kannst Du selbst eröffnen? Diskussionen über die politische Lage, die Entwicklung im Tourismus etc. werden wir in Zukunft wohl noch oft führen.
Bin jedenfalls sehr gespannt, was Stüppi und Dubhe zu berichten haben, wenn sie zurückkommen. Da weiß ich dann, dass ich ihren Berichten zu 100 % vertrauen kann

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Fliege ebenfalls am 24.11 für 3 Wochen. bin gespannt was sich seit Mai geändert hat.
Werde es natürlich berichten.
Liebe Stüppi, warum sollen wir im Forum unsere Erfahrungen vor Ort nicht diskutieren dürfen. Die wirtschaftliche und politische Lage ist doch für viele Leute bei der Urlaubsplanung enorm wichtig. -
Hannes, vielleicht solltest du einfach mal einen Thread über Politik/Wirtschaft in Kenya eröffnen... man wird ja sehn, ob die Admins diesen "stehn" lassen.
Dann kann HIER auch weiter über das Thema TRINKGELD diskutiert werden.
P.S. eine weitere PN an mich für den Hinweis kannst du dir jetzt sparen

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Politische Themen gehören meiner Meinung nach nicht in ein Reiseforum. Wir sind da etwas vom Thema abgekommen.
Trotzdem ist wohl für manche hier Kenia so etwas wie eine "heilige Kuh", bei welcher alles rosarot ist.
Ich bin alles andere als jemand, der sich problematisch aufführt. Ich versuche meine Brocken Kisuaheli immer einzubringen, spreche ansonsten immer Englisch. Habe auch nichts gegen Unpünktlichkeit und das nicht alles perfekt ist.
Ich habe aber etwas dagegen, dass das manche mittlerweile für sich nutzen und das als Trumpf ausspielen. Daran anknüpfend auch die Trinkgelder.Ich wollte einfach nur mal klarstellen, dass man die Trinkgelder etwas überlegter und passender vergeben sollte. Dadurch, das mein Hotel voll war, der Tsavo ebenfalls gut gebucht war, habe ich viele Trinkgelder gesehen. Und da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Da schwanken die Trinkgelder für den Kellner von 50KSH bis zu 1000KSH.
Und wie gesagt ist mir auch übel aufgestoßen, wie selbstverständlich teilweise eine dreistellige Trinkgeldsumme erwartet wird. Ich finde es aber nicht angemessen, dem Kofferträger 100KSH zu geben. Meine Meinung.
Ich gebe übrigens dem Safarifahrer je nach Leistung zwischen 500KSH und 1000KSH pro Tag. Für Außergewöhnliches auch mehr. 200KSH finde ich aber dreist - was ich aber gesehen habe.
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Wir waren auch gegen 5.00 Uhr morgens in Mombasa und der Wechselschalter war halt noch zu, aber wir hatten ja noch einen Hoteltag, wo wir alles erledigen konnten vor der Safari. Das war auch gut so, da ich ja auch noch umpacken musste.
Unseren Safari-Fahrern haben wir auch für die 2,5 Tage Tsavo West und Amboseli sowie dann 2,5 Tage Masai Mara jeweils knapp 3000 KSH gegeben, weil sie sich wirklich Mühe gegeben haben. Jakob in der Mara hat sich sogar z.B. beim Leo meine Kamera geben lassen, weil er eine bessere Perspektive auf das Tier hatte. -
Kleiner Tipp zum Geldwechseln - sprecht vorher mit Eurem Safariveranstalter. Der meinige bringt mir die gewünschte Wechselsumme mit, zum besten Wechselkurs den es aktuell gibt. Gehört zum Service dort

Zur Not kann man das Geld ja vorab überweisen, wenn noch nicht so viel Vorschussvertrauen vorhanden ist (seitens des Unternehmens).
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Möchte hier auch noch meinen Senf dalassen.
Ich persönlich halte es nicht für sinnvoll und gut in einem Reiseforum politische Themen eines Landes zu diskutieren, es führt zu Gruppierungen. Das ist Ansichtssache und ein Streit - und Endlosthema - wie auch bei uns. "Daumen nach unten" gefällt mir nicht!
Die meisten holen sich Informationen über ihr Urlaubsland ein und möchten das Land, die Erlebnisse und Eindrücke genießen.
Natürlich sind wir, als Weiße in deren Augen reich, dazu bedarf es keiner Kunst und Anstrengung und es ist auch so, dass wir selber (der Tourismus), dazu beitragen und diese Menschen mit Geld, Großzügigkeiten, usw..... versauen. Wie in vielen Ländern und nicht nur in denen der 3. Welt. Leider!
Der eine gibt weil er helfen will, der andere weil er es hat, der nächste als Selbstbestätigung, ......
Wenn allerdings das Land jemand über mehrere Jahre bereist, kann dieser sehr wohl Unterschiede bemerken und das diese Menschen durchaus fordernd sein können ist mir selber schon aufgefallen (generell in solchen Ländern). Wie gesagt, alles hat seinen Grund.Aaaaaber, auch wir arbeiten und sparen ein ganzes Jahr für unseren wohlverdienten Urlaub.
Wenn man dort Freunde hat, ob weiß oder schwarz, kann sich die Sichtweise, um etwas weiterhin objektiv zu beurteilen, ändern und mal ehrlich, JEDEM ist sein eigenes Hemd am nächsten.
Ist nicht persönlich gemeint. -
Man kann und sollte auch im Reiseforum dann über politische Themen diskutieren (dürfen), wenn diese sich im Tourismus auswirken. Nichts anderes war wohl gemeint. Also insofern wäre ich schon für einen Thread "Aktuelle Themen und Informationen".
Die Grundausrichtung oder Entscheidungen der Regierung, das ist nichts, worüber hier diskutiert werden muss.
Aber gerade was Greno jetzt geschrieben hat, dass sich die Stimmung im Land ändert, das würde ich gerne in so einem Thread sehen, wo dann auch die nächsten Urlauber ihre Eindrücke diesbezüglich schildern können.
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Noch einmal etwas zum Thema Trinkgelder:
Was mich extrem stört, ist die Ankunft am Flughafen, da werden einem die Kofferwagen fast aus der Hand gerissen und dann wird am Bus die Hand aufgehalten und wir haben es öfter gesehen, dass sie unverschämterweise 5 €verlangt haben, was für ein 1.Eindruck für einen Touristen. Selbst bei eigener Anreise wollten sie unserem Taxifahrer den Wagen abnehmen. Am besten den Wagen nicht aus der Hand geben und selber zum Bus schieben, weit ist es nicht und mehr machen sie auch nicht. Natürlich werden sie dann etwas verärgert gucken, aber ich habe mir inzwischen auch angewöhnt weder bei der Einreise am Schalter, am Zoll oder gar bei Polizeikontrollen Englisch oder gar Kisuaheli zu verstehen oder zu sprechen.
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@ Cora88,
wenn ich mit meinen 3 Koffern, Handgepäck und Laptoptasche anrücke war ich bis jetzt immer froh mich nicht damit rumplagen zu müssen.
Deshalb habe ich immer 1 Dollar Noten dabei, er bekommt 1 Dollar und gut ist.Auch der Wachmann der auf meine Sachen aufpaßt vor dem Safaricom Laden wo ich schnell meine SIM Karten hole bekommt 1 Dollar und war bis jetzt immer zufrieden.
Deshalb kann ich auch nicht ganz nachvollziehen warum hier immer gegen den Dollar gesprochen wird, meine Erfahrungen sind rundherum positiv und es ist biliger als einen 5€ Schein zu geben.
Gabi 2001 ( Franz )
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Franz;genau so siehts aus. Der 1 Dollar pro Gepäckstück,bzw.als kleiner Dank für eine Aufmerksamkeit,tut keinem weh und errfreut den anderen.Auch hatte ich,Weltweit,noch nie Probleme Dollars als Trinkgeld loszuwerden,egal in welchem System und welche Landeswährung existiert.
LG
RalfPS: ich dachte du bist schon(wieder) im Urlaub
