Ägypten: Aktuelle Situation/Sicherheitslage
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@doc3366
Nein, du möchtest natürlich nicht verunsichern ...
Erkläre du mir mal bitte, warum Ermittler erst 6 Monate(!!!) später nach einem Absturz Sprengstoffspuren an den Opfern finden und das im heutigem Zeitalter?
Ich erinnere mich zufälligerweise, das nach einem Selbstmordattentat in der Türkei in diesem Jahr sogar nach ein paar Stunden ein Foto des Täters durch die Medien ging, mit Namen und Identität. Oha!
Ja, fürchterlich der Anschlag auch in Kairo. Überhaupt fürchterlich, was so in der Welt passiert
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und @ Carnevale
Ich kann dir keinen Rat geben. In die Glaskugel kann keiner schauen ... musst du einzig und allein selbst für dich entscheiden. -
Was soll Dein erster Satz und vor allem die dämlichen Pünktchen? Und wieso sollte ich Dir irgendetwas erklären? Ich habe mit Absicht den Artikel nicht kommentiert und kann Dir nur sagen, daß er mich nicht von einer Ägyptenreise momentan abhalten würde.
Wie Du in Deinem zweiten Beitrag vollkommen richtig erwähnst, kann das nur jeder für sich selbst entscheiden, insofern würde ich anderen weder ab- noch zuraten.
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Du hast den Artikel aber kommentiert doc.
Und ich mag halt Pünktchen
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Schau einfach mal zwei Beiträge über meinem, vielleicht verwandelt sich dann ein Pünktchen in ein Lichtchen

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@ Reiseamazone
Bedenke bitte, dass längst nicht jedes Land an schnellstmöglicher Veröffentlichung von kriminaltechnischen Ergebnissen interessiert ist. Es gibt auch Fälle, in denen aus taktischen Ermittlungsgründen derartige Ergebnisse zurückgehalten werden. -
Für alle, die die "Aktuelle Situation/Sicherheitslage" interessiert, hier mal meine persönliche Einschätzung. Ich lebe nun seit mehr als einem Jahr fest in Ägypten, reise beruflich und privat kreuz und quer durchs Land. Von Marsa Alam nach Luxor, von Hurghada nach El Gouna, von El Gouna nach Port Ghalib. Das würde ich sicherlich nicht tun, wenn ich das Gefühl hätte, hier nicht sicher zu sein.
Ägypten ist so sicher/unsicher, wie jedes andere Land dieser Welt mittlerweile auch. Seit Jahrzehnten gab es hier Anschläge (leider), aber der Tourismus kam immer wieder auf die Füße. Die Saison 2015/2016 war nun die schlechteste, die Ägypten seit Jahren erlebt hat. Hotels und Tauchbasen werden reihenweise geschlossen, das Drama zieht sich bis zum kleinsten Straßenhändler durch. Egal, wo etwas auf dieser Welt passiert, wird Ägypten direkt mit dazu genannt. "Wie der Terror in Ägypten..." heißt es oft. Dabei war es hier, vergleichsweise mit dem Rest der Welt, im vergangenen Jahr ruhig. Das eine "private" Rangelei in einem Hotel 2 Minuten später als Terroranschlag durch die deutsche Presse läuft, zeigt nur, wie falsch die Berichterstattung ist. Gäste berichten, dass sie daheim für verrückt erklärt werden, weil sie ihren Urlaub in Ägypten verbringen wollen, Mütter werden regelrecht angegriffen, weil sie mit ihren Kindern hierher fliegen und Reisebüros raten ihren Kunden vor einer Reise nach Ägypten ab und empfehlen, lieber die Türkei zu buchen. Was soll das?
Keiner von uns hat diese berühmte Glaskugel und niemand weiß, wo es als nächstes knallt. Aber Fakt ist, dass davon nicht nur Ägypten betroffen ist. Also wer eine Reise nach Ägypten aus Sicherheitsgründen in Frage stellt, sollte vielleicht vorher mal überdenken, ob er überhaupt noch einen Schritt vor die Tür machen möchte. Ansonsten Welcome to egypt and enjoy your time!
Grüssle vom Roten Meer!
Lapis -
"Das eine "private" Rangelei in einem Hotel 2 Minuten später als Terroranschlag durch die deutsche Presse läuft, zeigt nur, wie falsch die Berichterstattung ist." Genau so ist es leider. Ich weiß, welchen Vorfall du meinst. Sowas kann immer und jederzeit auch in einer beliebigen deutschen Kneipe passieren, aber weil es in Hurghada passierte, wittern die Medien gleich was mit Terror.
Dass Hotels und Tauchbasen schließen werden, war schon vor 5 Jahren absehbar. Es wurden einfach zu viele gebaut, und auch ohne politische Krise lassen sich Touristen nicht wie Bakterien in Petrischalen vermehren. Es ist auch kein ägyptisches Problem, guck mal an den früheren "Teutonengrill" = italienische Adriaküste. Und dass der Tauchsportboom vorbei ist, sieht man auch bereits seit etlichen Jahren. Ein Ort wie Hurghada brauchte niemals weit über 100 Tauchbasen, Dahab keine 60 Tauchbasen. Tauchschul-/Tauchladensterben gibt es auch in Deutschland seit Jahren. Auch all diese kleinen Souvenirshops in den garagenähnlichen Butzen wurden weit über tatsächlich jemals vorhandene Kundenmenge aufgemacht - niemand braucht alle 20 Meter einen Shop für Touristenshishas und gefaktes Papyrus.
Die Orte am Roten Meer haben es verpennt, auf diversifiziertes Business zu setzen. Ich habe es schon mal genannt: Mit dem sauberen Meer vor der Tür und kostenloser Wärme wäre die Region prädestiniert für sowas wie Ökofarming von Shrimps. Dafür erzielt man in Deutschland pro Kilo Frischware 30-50 Euro, es gehen täglich Flieger in deutsche Großstädte. Aber diese Aquakultur braucht Wissen, Sorgfalt und Hygiene, und bei allem bin ich sehr skeptisch, dass sowas in Ägypten klappt.
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"Das eine "private" Rangelei in einem Hotel 2 Minuten später als Terroranschlag durch die deutsche Presse läuft, zeigt nur, wie falsch die Berichterstattung ist." Genau so ist es leider. Ich weiß, welchen Vorfall du meinst. Sowas kann immer und jederzeit auch in einer beliebigen deutschen Kneipe passieren, aber weil es in Hurghada passierte, wittern die Medien gleich was mit Terror.
Dass Hotels und Tauchbasen schließen werden, war schon vor 5 Jahren absehbar. Es wurden einfach zu viele gebaut, und auch ohne politische Krise lassen sich Touristen nicht wie Bakterien in Petrischalen vermehren. Es ist auch kein ägyptisches Problem, guck mal an den früheren "Teutonengrill" = italienische Adriaküste. Und dass der Tauchsportboom vorbei ist, sieht man auch bereits seit etlichen Jahren. Ein Ort wie Hurghada brauchte niemals weit über 100 Tauchbasen, Dahab keine 60 Tauchbasen. Tauchschul-/Tauchladensterben gibt es auch in Deutschland seit Jahren. Auch all diese kleinen Souvenirshops in den garagenähnlichen Butzen wurden weit über tatsächlich jemals vorhandene Kundenmenge aufgemacht - niemand braucht alle 20 Meter einen Shop für Touristenshishas und gefaktes Papyrus.
Die Orte am Roten Meer haben es verpennt, auf diversifiziertes Business zu setzen. Ich habe es schon mal genannt: Mit dem sauberen Meer vor der Tür und kostenloser Wärme wäre die Region prädestiniert für sowas wie Ökofarming von Shrimps. Dafür erzielt man in Deutschland pro Kilo Frischware 30-50 Euro, es gehen täglich Flieger in deutsche Großstädte. Aber diese Aquakultur braucht Wissen, Sorgfalt und Hygiene, und bei allem bin ich sehr skeptisch, dass sowas in Ägypten klappt.
Florian80w,
es ist ja schön, dass du immer so schnell und überall am Antworten bist. Aber auch nach einiger Anstrengung komme ich nicht dahinter, was die wirtschaftliche Lage und deine Shrimpszucht mit dem Thema "Aktuelle Sicherheitslage" zu tun hat. Ich hatte eigentlich gehofft, dem ein oder anderen interessierten Leser, der sich durch die diversen OT gequält hat, ein bisschen die Unsicherheit vor einer Reise nach Ägypten nehmen zu können. Schade! -
"Das eine "private" Rangelei in einem Hotel 2 Minuten später als Terroranschlag durch die deutsche Presse läuft, zeigt nur, wie falsch die Berichterstattung ist." Genau so ist es leider. Ich weiß, welchen Vorfall du meinst. Sowas kann immer und jederzeit auch in einer beliebigen deutschen Kneipe passieren, aber weil es in Hurghada passierte, wittern die Medien gleich was mit Terror.
Dass Hotels und Tauchbasen schließen werden, war schon vor 5 Jahren absehbar. Es wurden einfach zu viele gebaut, und auch ohne politische Krise lassen sich Touristen nicht wie Bakterien in Petrischalen vermehren. Es ist auch kein ägyptisches Problem, guck mal an den früheren "Teutonengrill" = italienische Adriaküste. Und dass der Tauchsportboom vorbei ist, sieht man auch bereits seit etlichen Jahren. Ein Ort wie Hurghada brauchte niemals weit über 100 Tauchbasen, Dahab keine 60 Tauchbasen. Tauchschul-/Tauchladensterben gibt es auch in Deutschland seit Jahren. Auch all diese kleinen Souvenirshops in den garagenähnlichen Butzen wurden weit über tatsächlich jemals vorhandene Kundenmenge aufgemacht - niemand braucht alle 20 Meter einen Shop für Touristenshishas und gefaktes Papyrus.
Die Orte am Roten Meer haben es verpennt, auf diversifiziertes Business zu setzen. Ich habe es schon mal genannt: Mit dem sauberen Meer vor der Tür und kostenloser Wärme wäre die Region prädestiniert für sowas wie Ökofarming von Shrimps. Dafür erzielt man in Deutschland pro Kilo Frischware 30-50 Euro, es gehen täglich Flieger in deutsche Großstädte. Aber diese Aquakultur braucht Wissen, Sorgfalt und Hygiene, und bei allem bin ich sehr skeptisch, dass sowas in Ägypten klappt.
Ein wunderbarer Bericht Lapis!
Florina80w.
Bei allem Respekt für dein Wissen und deine Einschätzungen interessiert es wohl keinen Urlauber, ob sich Ägypten mit der Anzahl der Tauch- oder Souvenirshops verschätzt hat.
Ich glaube, das Ägypten einen positiven touristische Aufwind bekommen wird und das hoffe ich auch sehr.
Ägypten hat wirklich viel getan in puncto Sicherheit, explizit an allen Flughäfen.
Die Schlagzeilen, die teils über Ägypten berichtet wurden, waren wirklich im Verhältnis zu anderen dramatischen Ereignissen auf der Welt "überzogen".
Ich höre übrigens kaum noch Stimmen in meinem Umfeld, die Ägypten völlig aus ihrem Urlaubsdenken ausschließen.
Das größte Problem für Urlauber, die nach Ägypten reisen wollten, war übrigens nicht der Sicherheitsaspekt.
Es waren die fehlenden Flüge in den letzten Jahren. -
@ Reiseamazone1970
Ich gebe dir absolut Recht: Die Sicherheitslage für Touristen in den touristischen Zonen (also nicht sowas wie Nordsinai oder Grenzgebiet zu Sudan) sehe ich als zumindest gut. Mein Exkurs zu sowas wie Shrimpfarm und Souvenirshops kurz erklärt: Es kann aktuell niemand einschätzen, wie sich die Armut einer relativ großen Bevölkerungsgruppe, die ganz klar auf stetig wachsenden Tourismus gesetzt hat, auf den künftigen Tourismus auswirkt.Du hast auch Recht mit der Aussage, dass fehlende Flüge ein Grund sind für immer noch relativ wenige Touristen. Dies ist aber nur teilweise ein Sicherheitspolitikum, sondern eher eine Business-Strategie der Reiseveranstalter und Reisebüros, die ganz einfach an Kanarenreisen mehr verdienen als an Ägyptenreisen, und den meisten Urlaubern ist der Ort ihrer Strandliege ziemlich egal. Wenn es 7 Tage ägyptische Sonne für 500 Euro nicht gibt, sie aber Sonne wollen, buchen sie gern 7 Tage kanarische Sonne für 1200 Euro.
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Na, Florian, da haben wir doch die Antwort von dir!
Ägyptenreisen zu verkaufen sind einfach für die Reisebranche nicht lukrativ! -
Ist leider so! Reisebüros bekommen 10-12% Provision auf den Reisepreis, Veranstalter verdienen ebenfalls rund 10% vom Reisepreis. An Ägyptenreisen ist aktuell kaum was zu verdienen (außer mit staatlich subventionierten Sonderangeboten fürs Putzfrauenbudget), also wird das Ziel ausgesteuert. Keine üppigen Flugkontingentreservierungen --> keine Charterflüge.
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An Türkeireisen ist aber dann gleichermaßen genauso wenig zu verdienen Florian?
Wieso wird die Türkei dann aber so weiterhin gehypt?
Es ist doch unbestritten, dass in der Türkei allein in diesem Jahr weit über 20 Anschläge waren und in Ägypten doch kaum etwas passiert ist.
Natürlich ist alles, was verunsichert und Leid bringt zuviel und sehr traurig ... aber was den Tourismus betrifft, verstehe ich dann die Reisebranche nicht. -
Und dann liest man in den Medien wieder solche Berichte...
Ägypten wird zum neuen Ziel des IS
Wir haben im März eine Reise gebucht, ich gebe zu, auch wenn ich das nicht will, dass mich solche Berichte verunsichern. Die Medien wissen teilweise schon Einfluss zu nehmen. Leider auch bei mir...
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T-Online gilt nun nicht gerade als Topadresse für hochqualitative Nachrichten, und auf Nachrichtenkanälen wie FAZ, SZ, BBC ist mir so eine Nachricht aus aktueller Zeit nicht untergekommen.
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Deutesche Firma erhöht Airport Sicherheit
Quelle: "Touristik-aktuell"
http://www.touristik-aktuell.de/nachrichten/destinationen/news/datum/2017/03/13/aegypten-deutsche-firma-erhoeht-airport-sicherheit/Sehr gut meiner Meinung nach daß dieses Thema in Ägypten so beherzt angegangen wird. Ich hoffe, daß das dem Tourismus in Zukunft zuträglich ist so daß dieser wieder seinen Beitrag zur Stabilisierung des Landes leisten kann. Gut auch daß ich diesen Thread aus dem letzten Jahr (23.12.) holen mußte...

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Theorie und Praxis! Was und wem nützt die tollste Technik, wenn sie immer wieder ausfällt - der Wille ist da aber die Voraussetzungen sind schwach

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Das ist doch gar nicht das, was ich meine. 100 %ige Sicherheit kann es nicht geben - da arbeiten Menschen. In Ägypten ist aber u.a. das Flughafenpersonal ein Risiko und wenn dann die Technik ständig ausfällt............. Ich kann nur berichten, was wir im Januar erlebt haben. Da konnte weder das Personal noch das Gepäck optimal geprüft werden, deshalb - Glück gehabt. Der Ägypter kompensiert seine Ratlosigkeit in solchen Fällen mit übertriebener Hektik und wahllosen Entscheidungen. In Deutschland wäre der Flughafen dann zu.