Situation der Hotels an der Türkischen Riviera
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Sicherlich hätte ich schreiben sollen "vielleicht kommst du drauf, obwohl du dich für den Aller- Allergrößten hältst"? Das ist scheints weniger scharf, aber leider auch ziemlich unpräzise.
Zudem habe ich Bildung gar nicht erwähnt, weshalb es nicht "wie Hohn" klingen kann.Also lass mich bitte präzise bleiben, Sokrates. Das ist vielleicht schärfer, jedoch kann ein präziser Schnitt weniger schmerzhaft sein als ein gewaltsamer Abriss, insbesondere der von Intellekt.
hema vermutet irrtümlich, meine Mission sei die Bekehrung der Astrids, Alfreds und womöglich seiner selbst, weshalb er zwischen "normalen Touristen" und "mir" differenziert. Er sei kein "Touristiker" sagt er, unterstellt dabei, ich sei einer und müsse meine Pfründe retten, die Welle der "Araber" als neue Heuschreckenplage über meine Umsätze "schönreden" um noch größere Verluste abzuwenden. Wenn ich schreibe, das sei kompletter Mumpitz ist das zwar nicht scharf aber dennoch präzise. Das wird er verstehen, der hema, befasst er sich doch gelegentlich mit meinem bevorzugten Wortgebrauch.
Kleingeistige SuperGAUs werden beherzt geliefert mit Sätzen wie "wer noch nie in einem Hotel mit 50% "Arabern" war" - und dazu fällt mir dann tatsächlich nur das von doc trefflich ins Spiel gebrachte "limitiert" ein: Stimmt, in Rimini und S´Arenal trifft man sie noch nicht so zahlreich ...
Die reiseamazone weiß gar, dass "das sonst nicht so schlimm" war und denkt offenbar nicht daran, dass einst "schlimme Russen" (inzwischen als das "kleinere Übel" erkannt!?) für die Auslastung und als Grundlage für teutonisches Territorialgehabe herhielten.Nein, zuweilen hab ich einfach keine Lust volksnah zu argumentieren, ich möchte mich distanzieren. Zum einen vom gebetsmühlenhaften Vorwurf eigenen Interesses einer Remissionierung verirrter Schäfchen, zum andern von possesiven Touristen und gehässigen Trittbrettfahrern, die jede noch so schablonenhafte Darbietung zum Anlass nehmen, ihre Abneigung als untermauert hervorzuheben.
Bedaure, aber heute hab ich leider kein Foto für "das Volk" ... :? -
@Sabaelcher, wenn von 77 Mio Iranern ca. 1,5 Mio Arabisch sprechen, dann ist das kein Beweis, dass alle Iraner Araber sind.
Und wenn Schweizer, Österreicher und ein Teil der Italiener Deutsch als Muttersprache haben, werden sie noch lange nicht zu Deutschen oder gar Germanen.
Sind Australier Engländer weil sie Englisch sprechen?@Reiseamazone, was ist denn eine ausgewogene Gästestruktur angesichts eines Anteils der Deutschen an der Weltbevölkerung von unter 1 %? Und wie willst Du die gewünschten höheren Anteile an Deutschen sicherstellen, wenn die doch ganz woanders urlauben wollen? Ja, früher mag das anders gewesen sein, aber die Welt wandelt sich nun mal und Überraschung, es gibt genug Länder deren Einwohner sich ähnliches oder sogar mehr leisten können als der deutsche "Normalo".
Leutz, wenn Ihr hauptsächlich deutsche Miturlauber wollt, dann bleibt in Deutschland oder bei so wunderbaren Oasen wie Union Lido. Alles andere ist purer Neokolonialismus.
Zum Verhalten am Buffet müssen die meisten deutschen Urlauber nicht auf andere zeigen, da gibts mehr als genug an den eigenen Landsleuten zu bemängeln. Wie das mit dem Budget des Hoteliers aussieht interessiert Euch doch sonst auch nicht die Bohne, ihr zahlt doch eh am wenigsten.
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Zum Thema Araber: Ich habe mich bislang ganz bewusst aus dieser Diskussion heraus gehalten, da man mir ja vorgeworfen hatte, während meiner 3-wöchigen Abwesenheit sei es sooo friedlich hier im Forum gewesen und mein Erscheinen hätte sofort Streit hervorgerufen. Es ging übrigens um haargenau dasselbe Thema. Ich finde es schön, dass es diesmal Andere aufgegriffen haben, was zeigt, dass diese stumpf vorgebrachten Vorurteile nicht nur von mir zurückgewiesen werden.
Was mir auffällt, es wird wieder einmal alles über den gleichen Kamm gezogen. Fielen früher alle, die nicht Deutsch sondern irgendetwas mit einem harten Akzent sprachen in das Raster Russen, egal, ob Ukrainer, Polen und Tschechen, so fällt jetzt alles, das irgendwie levantinisch aussieht und auch so spricht, in das Raster Araber. Dabei kann selbst ein Laie deutlich hören, dass Farsi und Arabisch zwi grundverschiedene Sprachen sind. Dazu müsste man aber hinhören, d.h. Interesse zeigen. Bei den meisten Fehlanzeige.
Mam trifft es mit dem Begriff Neokolonialismus sehr gut. Viele Deutsche sehen sich als Platzhirsche in der Türkei, Österreicher und Schweizer werden geduldet, sie sprechen ja ähnlich, Holländer gerade so, ein phonetisch ankommendes "Chuden Awend" klingt ja wie Deutsch mit Mandelentzündung.
Alles andere wird abgelehnt.Andere Sitten und Gebräuche, die scheinbar fehlende Distanz, dass alles unterstützt das Gefühl "die gehören nicht zu uns". Als Messlatte dient der deutsche Standard, z.B. dass man einzeln und gesittet zum Buffet geht, den Teller maßvoll füllt und sich bei Bedarf Nachschlag holt. Wenn aus einem Tisch mit einer Großfamilie oder einem großen Freundeskreis ein zweites Buffet wird und gar einige Gegenstände mit den Fingern herausgenommen werden, wird das sofort als nicht regelkonform identifiziert und abgelehnt. (Dabei ist das kultivierte Essen ohne Besteck eine hohe Kunst, die bei Deutschen, die es versuchen, in ekeliges Gematsche ausartet.)
Das Schlimme dabei ist, dass nur ganz selten versucht wird, mit den "Anderen" in Kontakt zu kommen, mit ihnen zu kommunizieren und dabei vielleicht herauszufinden, woher diese anderen Sitten kommen und dass sie durchaus Sinn machen können. Dazu muss man nicht unbedingt Arabisch oder Farsi können, viele von den vermeintlichen Arabern sprechen Englisch, wenn man das selber nicht spricht, sucht man sich einen deutschen Landsmann, der es beherrscht.Auf jeden Fall finde ich es richtig und wichtig, dass hier dem Deutschen Michel bei seiner schier grenzenlosen Vorurteilswut genau diese Grenzen aufgezeigt werden.
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Zum Thema Sprachniveau. Bei der Metapher (bildhafter Vergleich) "fußläufige Runden auf dem Wasser des Gartenteichs" musste ich lauthals lachen, aber es steckt zugegebenermaßen ein bisschen viel Transfer drin, Jesus wandelt trockenen Fußes über den See Genezareth sowie der Sturm im Wasserglas. Gemeint war vermutlich Selbstüberschätzung bei einer trivialen Angelegenheit.

Man sollte die Ursache von sprachlichem Missverständnis oder Unverständnis aber nicht nur auf Metaphern und Fremdwörter beschränken. Bei einem (quasi-) Dialog wurde eine Aussage, Meinungen aus dem Bekanntenkreis seien nicht repräsentativ ,sofort so ausgelegt, dass man Zahlen und Statistiken ignoriere.
Die Ursache des Übels liegt darin, dass, ob Aussagen verstanden werden oder nicht, ungeachtet dessen wilde Schlüsse gezogen und vermeintliche Meinungen gebildet werden.
Der Vorschlag, sich plakativer und leicht verständlicher zu artikulieren, wäre im professionellen Bereich diskutabel, hier schreiben aber ausnahmslos Freizeitler, die meiner Ansicht nach eben auch so schreiben dürfen und sollen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Ich hatte beispielsweise eben auch keine Lust, mir einen Kopf zu machen, wie man das Wort "plakativ" übersetzen könnte.
Dabei ist die Lösung so simpel:
- ist ein Fremdwort unbekannt, googelt man es; man wird dadurch nicht dümmer;
- hat man eine Redewendung, Metapher oder überhaupt eine Aussage nicht verstanden oder ist sich unsicher, ob man das richtig verstanden hat, einfach nachfragen: "Horsche mal, wie hast Du das denn gemeint?"
Das tue ich im umgekehrten Fall ja auch, wenn mir eine Aussage aufgrund von zweifelhafter Rechtschreibung oder mir unklarer Formulierung nicht zweifelsfrei erschließbar scheint. Das Leben kann so einfach sein....

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Moin Moin,
vermutlich währe ich auch nicht Begeistert, wenn am Nebentisch ein Kleinkind zum Spielen auf den Tisch zu dem Essen gesetzt wird, wie vom MAN-mann geschildert, oder ähnliches Verhalten an den Tag gelegt werden, nur weigere ich mich gewisse Ethnische Gruppen pauschal dadurch zu verurteilen.
Wenn schon dann verurteile ich die Verhaltensweisen der konkreten Personen.
Nur mach ich nicht den Fehler mein Verhalten als Heilbringend und Allgemein Gültig anzusehen.
Übrigens, ausgesprochen Lehrreich die letzten Seiten zu lesen, wozu braucht es noch den entsprechenden Schulunterricht.
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Wenn ich dann hinterher über all die Etikettefehler der sich ach so anständig benehmenden Deutschen berichten darf?
Denn dass die alle vom Buffet nur das nehmen, was sie grade für den einen Gang und die eigene Person benötigen halte ich für ein Gerücht.
Da konnte ich vom Shrimpscocktail über den Rinderbraten mit Ketchup und dem Cremedessert schon alles auf einem hoch gehäuften Teller sehen. Dass der dann stehen blieb ist wohl selbstredend.
Und auch diejenigen die bei Restautantöffnung gleich losstürzen und sich die begehrtesten Teile in Massen sichern, sind nicht selten die, die das miese Benehmen anderer Nationen anprangern.Ich wurde schon mehrfach völlig verständnislos angeglotzt, weil ich mir erst einen Tisch suche, mir ein Getränk bestelle und dann erst zum Buffet gehe. Und von da mit einem Teller Vorspeisen und einem separaten Brotteller zurückkehre.
Ich bin nämlich nicht in der Kantine und muss mein Essen in 10 min runterschlingen, damit ich noch 5 Kippen qualmen und die Kollegen aus der Buchhaltung ausrichten kann. -
Tja, die Schule des Lebens.

Wenn man einmal nachdenkt, was ist eigentlich so schlimm daran, wenn ein Kind auf dem Tisch sitzt und spielt? Ist es schlimm, weil "es" sich nach deutschen Maßstäben "nicht gehört"? Es hat auf jeden Fall den Vorteil, dass man das Kind im Auge hat und es nicht unbeobachtet unter dem Tisch rumkullert. Selbst wenn es dabei ins Essen auf seinem Tisch greift, ich muss das Zeug doch nicht essen.
Von mir wird hier in Diskussionen immer wieder verlangt, dass ich den Anblick verwitterter Waden und Schenkel der Herren der Schöpfung beim Abendessen, bei dem eigentlich lange Hosen gewünscht sind, ertragen, also Toleranz üben soll, aber bei den Gebräuchen anderer Kulturen ist man intolerant und penibel wie ein preußischer Kavallerieoffizier. Hier wird eindeutig mit zwei Ellen gemessen.
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Ja ja, die Stammgäste, das Budget und früher war alles besser ...

Da tafelten "die Russen" verschwenderisch und unter argwöhnischer Beobachtung, kaum hatte man sich so einigermaßen mit Ihnen arrangiert wurden sie auch schon durch ein noch viel größeres "Übel" ersetzt. Was will man machen, ein Hotel ist zur Beherbergung gedacht, bleiben die einen aus beherbergt man eben andere.Ich bin vielleicht sogar ein bisschen schadenfroh, erinnere ich mich doch an kaum verhohlenes Feixen, wie willkommen einem das Reiseembargo des Herrn Putin doch sei, so als deutscher Tourist.
Tja, Pech gehabt. Jetzt liest man "Gott sei Dank ein paar Russen" und stellt fest, wie wandelbar eine Urlaubernation doch sein kann in ihren Vorlieben für bestimmte Bevölkerungsgruppen.
Jau, die Hotels sind gut gebucht - wer hätte gedacht, dass das trotz teutonischer Verweigerung gelingen kann? -
Astrid2512:
...aber auch Gott sei Dank wieder Russen, wenig Deutsche, Schweizer und Österreicher. Das Benehmen der Russen, war noch heilig gegenüber der Araber.@VS: hier die Quelle einschließlich Heiligsprechung der russischen Gäste (RIP)

Tempora mutantur et Russi in illis.
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@vonschmeling,
Na Na soll man so Schadenfroh sein?
Aber Ansonsten volle Zustimmung.
@rumsstein,
ich korrigiere, die Heiligsprechung der "angeblich" russischen Gäste.
Übrigens, komme ich nicht Umhin auch bei Dir eine gewisse Genugtuung festzustellen.
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Genau das ist der Punkt, Kourion. Ein Urlaub ohne Aufreger, das geht ja nu ma gaa nich. Man lese sich quer durch Bewertungen eines beliebigen Hotels mit mehr als 5,5 Sonnen und einer WE von über 95 % durch, dann merkt man, dass manche Gäste, fänden sie nichts, aber auch gar nichts zum Kritisieren und Meckern, todunglücklich nach Hause führen.
Zumindest ein Stückchen oxidierter Fuge im Badezimmer muss dran glauben und wird zum ekelerregenden Schimmelbefall erklärt. 
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Warum ich mich wieder über die Russen in der Türkei freue. Ganz einfach weil Hotels die nur auf Russen ausgelegt waren, große Probelme hatten, aber auch teilweise zugesperrt waren. Diese Sanktionen kosteten den Einheimischen x 1000 Arbeitsplätze, das vergönne ich keinen. Was können die, die vom Tourismus leben dafür? Fliege nach wie vor jedes Jahr im Winter nach Ägypten , Anfang September nach Griechenland, egal wie die politische Lage gerade ist. Das Lieblingshotel meiner Tochter ist halt das bestimmte Hotel in der Türkei, da hier von der Animation (Partys) sehr viel gemacht wird. Geht es den Kindern gut im Urlaub = haben auch wir Eltern Urlaub.
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Wir hier in Salzburg, sind regelmäßig voll mit Japaner und Chinesen, hab aber von unseren Hoteliers und Medien hier noch nie was negatives gehört. Sind gern gesehene Gäste.