Situation der Hotels an der Türkischen Riviera
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@uweboe,
der Preisverfall muss ja nicht Zwangsläufig jedes Hotel in der Türkei Betreffen.
Wenn die Auslastung Gut bis sehr Gut ist, warum sollten sie die Preise senken?
Obwohl, ich habe gerade zu meinem 70. im nächsten Jahr ( 5.05.2017 - 19.05.2017) das Voyage Belek gebucht, und festgestellt, dass der Preis im Vegleich zu 2015 um etwa knapp 300 Euro billiger war. Ob der Grund die Früh Bucherei ist oder tatsächlich Preisverfall oder sonstige Gründ vorliegen, kann ich natürlich nicht sagen. -
uweboe:
Von einem Preisverfall merke ich aber im Moment nix !Wenn das Hotel plötzlich viel mehr kostet, so kann das natürlich auch ein Alarmsignal sein. Eventuell weiß man einfach, dass die Auslastung ziemlich mies sein wird und "versucht es einfach mal" mit einem höheren Preis. Später nimmt man dann "Last Minute" mit was geht.
Sollte das Hotel jetzt wirklich gut gefüllt sein, so hängt es eventuell aber mit der Schließung anderer Häuser zusammen. 100 geöffnete Hotels die mies ausgelastet sind bringen natürlich nichts. Also werden 80 davon geschlossen und die restlichen Hotels sind bis oben hin belegt. So das der persönliche Eindruck von ausgelasteten Hotels (den man hier schon mehrfach zu lesen bekam) immer subjektiv zu werten ist.
In der Türkei lässt man die geschlossenen Hotels ja auch (noch) nicht verkommen. So wie z.B. in Tunesien wo wirklich eine Ruine neben der anderen Ruine steht.
Aber wie schon 100-fach erwähnt: Ein volles Hotel beudetet noch nicht, dass dieses auch Gewinn abwirft. Mini-Preise - so wie eben bei Last Minute üblich - dienen nur dazu die Verluste in Grenzen zu halten oder die Kosten einigermaßen herein zu holen. Was sich auf der anderen Seite nur mit übertrieben hohen Katalogpreisen als Mischkalkulation ausgleichen lässt. Werden aber nicht genug Reisen zum Normalpreis verkauft, so funktioniert das System nicht mehr.
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@Türkeifliegender
Du 300 weniger , ich ca. 300 mehr ! So ist das nunmal ! Am Hotel kann es nicht liegen bzw. mit der Auslastung dort. Habe es immer voll ausgebucht erlebt . Nur war dieses Jahr meine "Schmerzgrenze" erreicht u. ich habe mich anderweitig umgeschaut . Aber auch die anderen Hotels meiner Wahl lagen nicht gerade im Niedrigpreisniveau . Kann aber daran liegen , daß die 5-Sternehäuser ausserhalb der Hochsaison eben immer gut gebucht sind . -
@christianskas,
das Argument, dass das Hotel plötzlich die Preise erhöht weil es befürchtet, dass die Auslastung in der Zukunft ziemlich mies sein wird, halte ich für mehr als nur Abenteuerlich und wiederspricht jeder wirtschaftlichen Logik.
wie @Uweboe habe auch ich das Voyage Belek immer gutbesucht erlebt, und war Erfreut den für mich günstigen Preis zu bekommen.
Eher nehme ich auch an, dass das Hotel es nicht nötig hat die Preise zu senken. zwecks der guten Auslastung.
Die Gründe für meinen günstigen Preis, liegen sicher in anderen Bereichen. -
Türkeifliegender:
@christianskas,
das Argument, dass das Hotel plötzlich die Preise erhöht weil es befürchtet, dass die Auslastung in der Zukunft ziemlich mies sein wird, halte ich für mehr als nur Abenteuerlich und wiederspricht jeder wirtschaftlichen Logik.Nein. Genau das habe ich bei einem anderen Hotel in der Vorsaison erlebt. Ansonsten hätte ich dieses Argument nicht gebracht. Da sprang dann bei einer separaten Hotelbuchung der Preis plötzlich von 30 Euro/Nacht auf 80 Euro hoch. Und zwar auf sämtlichen Portalen. Ich habe dann ein anderes Hotel gebucht, aber den Preis noch mehrmals kontrolliert. Erst zwei Wochen vor dem gewünschten Termin ging der Preis dann so richtig in den Keller. Da hätte man mir das Zimmer (4 Stern/All-Inclusive) für 20 Euro "nachgeschmissen".
An der Technik kann es auch nicht gelegen haben. In der Regel mit anderen Computern/Smartphones und IP-Adressen nachgeschaut. Bei anderen Hotels (auch bei dem wo ich letztendlich gebucht hatte) gab es einen solchen Preissprung nicht.
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Soweit ich weiß, wird das häufig gar nicht mehr manuell gemacht, sondern irgendwelche Algorithmen reagieren auf Buchungen, wird das Hotel oft in einem kurzen Zeitraum gebucht, gehen die Preise hoch und umgekehrt auch runter, je nach eingebautem Spielraum. Die Zeiten, in denen ein Angestellter in einem Büro mit dem Rechenschieber in der linken Hand sitzt umd mit der rechten an der Preisspirale kurbelt, sind sicher endgültig vorbei.

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@rumsstein,
das von Dir genannte Prinzip währe eine logische Erklärung für das kurzfristige Ansteigen bzW. Absenken der Preise.
Das einbauen derartiger Algorithmen ist ein durchaus gängiges Model und halt nicht immer Ausgereift.
Ein Computerprogramm ist halt auch nur so Gut wie sein(e) Programmierer.
Das ein Hotelier das zu erwartene Buchungstief mit Preisanstieg begegnet halte ich nach wie vor für ziemlichen Unsinn. -
Ich glaube schon, dass diese Programme ausgereift sind. Sie sind relativ einfach - im Vergleich zu richtig großen Programmen - und auch nicht neu. In einem guten IT Unternehmen schreibt so ein Programm der Hausmeister.

Auf die tagesaktuellen Preise hat der Hotelier auch wenig Einfluss. Die Reiseveranstalter kaufen bei ihm ein gewisses Kontingent und vermarkten das so gewinnbringend wie möglich. Im Laufe eines Jahres bzw. einer Saison werden die Preise auch mehrfach nachverhandelt.
Das Klischee, dass sich der Chef mit dem Oberkellner auf ein Bier zusammensetzt und Preise bastelt, stammt wahrscheinlich aus der Zeit der Rühmann-Filme und wurde vielleicht zu dieser Zeit in irgendwelchen bayerischen Dorfgasthöfen auch so praktiziert
. Aber: the times, my friend, they are a changin'. 
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Auf die Preise hat der Hotelier schon deutlichenEinfluß---die Systeme dazu hatte ich ja früher schon mal erklärt.
Es übernehmen nicht nur Reiseveranstalter Kontingente.(Gekauft sind übrigens nur die Garantiekontigente- alles andere läuft solange bis das Hotel einen stop-sale eingibt - also auch hier Abruf geblockter und noch nicht bezahlter Kontingente)
Kontingente liegen auch bei Bettendatenbanken derer sich Veranstalter bedienen- die Incoming Agenturen halten ebenfalls den Kontakt zu den Hotels und gestalten die Preise.
Zudem- auch wenn wir das schon häufiger hatten:
Lastminute funktioniert seit ein paar Jahren nicht mehr so, wie das noch mancher in alter Erinnerung hat
Lastminute ist heute ein Begriff, den man werblich einsetzt, die moderne Technik hat ihn -von der ursprünglichen Bedeutung her- schon lange abgelöst (Tagesaktuelle Preise, Just in Time Produktion bei Xlern etc.)
Zudem ziehen --festgemacht an der Türkei in diesem Fall- die Airlines und Veranstalter Flugkapazitäten ab, wenn es nicht läuft. Dann bleibt kein Raum mehr für extremes Last Minute- und damit Verkauf von Reisen bis zur Minimarge --oder sogar darunter.Diese Fehler macht heute kein Veranstalter mehr!
Bei der schwachen Umsatzrenditen von etwa 3% der deutschen Veranstalter (das ist die Regel und nicht die Ausnahme) bleibt für Preisspielchen wie dem radikalen Ausverkauf über Last Minute keinerlei Raum mehr.... -
@rumsstein,
ich zitiere "in einem guten IT Unternehmen schreibt so ein Programm der Hausmeister.",
das merkt man dann aber auch leider immerwieder.
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Ich kenne keinen der das könnte--bei dem leergefegten Markt an guten IT Ingenieuren wäre es vielleicht ne Idee

Aber zurück zum Thema:
rumsstein hat schon recht--das alles kann nicht mehr händisch gemacht werden. Ein Angebot ist zudem immer nur so gut und stabil -wie die Datenbanken von denen es kommt.
Und - natürlich läuft die Preisgestaltung auch über die Nachfrage, worüber denn sonst.
Veranstalter messen nicht nur die Buchungen, sondern natürlich auch die Buchungsanfragen zu bestimmten Produkten.Und das erfolgt bekanntlich eine ausreichend lange Zeit v o r der eigentlichen Buchung.
Dafür gibt es Spezialfirmen wie z.B. Tevotrend, die als Dienstleister genau diese Anfrage-Daten aufbereiten und sie den Sales Einheiten der RVs zur Verfügung stellen.
Ist ja auch klar, dass reine Anfragen oder stöbern in den Angeboten am schnellsten Anhaltspunkte dafür geben,was an Zielgebieten oder im Detail--an Hotels nachgefragt wird.
Diese Analysen erstrecken sich natürlich über alle Buchungskanäle: Klassisches Reisebüro, Onliner und alle Veranstalter.Nur so macht es auch Sinn, eine Analyse zu fahren.Gemessen wird das z.B. über Traveltainment, ein Dienstleister der für ca. 80 % des Marktes die Daten bündelt und den Kunden liefert.
Überspitzt gesagt ist der Preisteil eines Katalogs schon bei der Auslieferung ein alter Hut.
Die Technik überholt ihn schon nach relativ kurzer Zeit.
Das machen die Virtuellen erheblich einfacher und ---kostengünstiger.Genau aus diesem Grund hat ja heute auch jeder Veranstalter eine Just in Time produzierende X Tochter: Katalog überflüssig! -
Hallo,
sind vom 10.10.16 - 25.10.16 in Side Gündogdu und
haben beschlossen 1 Tag von Gündogdu bis Side am Strand ( 2 1/2 - 3 Stunden ) lang zu gehen, und die einzelnen Hotelabschnitte per Fotocamera und Diktiergerät aufzunehmen. Mal sehen wie die Hotels ( Liegenmäßig ) besucht sind. Werden nach unserem Urlaub berichten.
Gruß
Ritschi -
Aus der Zahl der belegten Liegen kann man nur rudimentär auf die Auslastung schließen. Hoffentlich ist das passende Wetter.
In den vorherigen Beiträgen sind Buchungsverfahren und Grundlagen sehr gut dargestellt. Alle Suchmaschinen greifen im Hintergrund auf die gleichen Datenbanken zurück. Und es kann durchaus sein, dass sich die Preise im Minutentakt aufgrund der Auswertesysteme ändern.
Die großen Veranstalter haben oft Tochterfirmen, die Kontingente vermarkten. Und da zählt eigentlich die Mischkalkulation. Der Hotelier macht nicht seinen Preis, sondern verkauft nach harten Verhandlungen sein Kontingent an einen Veranstalter. Mit unterschiedlichen Einzelregelungen und zu unterschiedlichen Zeiten. Ich habe zufällig mal die Buchungsliste eines Hotels gesehen und konnte genau ablesen, welchen Tagessatz welcher Veranstalter an das Hotel zahlt. Ich bin erschrocken, wie groß die Unterschiede sind. Hatte ich nicht erwartet.
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@Ulrich5
Ein eher geringer Ableitungsfaktor ist sicherlich zu bedenken, viele Foris lieben jedoch diese "life" Reportagen - sei es das Wetter von gestern oder eben "Siam Elegance - zero Liegen am Strand belegt".
Objektiv sind es Momentaufnahmen - längst perdu wenn der Berichterstatter Bericht erstattet. Trotzdem werden sie hoch geschätzt.
Also möge er wandern mit dem Diktiergerät ...
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Hei nochmal,
kurze erklärung zum Diktiergerät: Von Gündogdu bis Side gibt es gefühlte 100 Liegeplätze von Hotels am Strand. Um nachher die Liegeplätze besser zu den Hotels zu zuordnen und nichts zu verwechseln nehme ich ein Diktiergerät mit.
Ritschi -
Hallo,
Wir sind immer noch in Side Evrenseki und hier ist brechend voll.
Die meisten Hotel sind ausgebucht,egal ob Strand oder benachbarten einkafstrassen alles
ist gut besucht und ich sehe kein Unterschied zum letzten Jahr. Wir beobachten jeden Tag kommen mehr Menschen unsere Hotel ist ausgebucht -
Das Port Side hat viele zufriedene Stammkunden , wie viele Hotels in Evrenseki .Wir waren im März im TAJ MAHAL und im Juni im ADALYA OCEAN , es war immer voll , auf Nachfrage bei der Gästebetreuung hieß es "ausgebucht ". Obwohl dazu gesagt werden muß , das im März die Buchungen fürs ALHAMBRA auf das TAJ MAHAL und das ROYAL DRAGON verteilt wurden .Nur die uns seit Jahren bekannten Händler an der Straße und in den Basaren sind teilweise total unzufrieden , das läuft wohl nicht mehr so . Wir fliegen Ende des Jahres wieder runter . Gruß aus Kiel
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Ja, es gibt so einige Hotels in der Türkei mit zufriedenen Stammkunden und Bewertungen.
Z.B. der Club Paradiso im nicht sehenswerten Ortsteil Kestel.
Dieses Hotel hat seine Zimmer mal in einer Art "Time-Sharing" an Deutsche verkauft.
Insofern müssen die Leute da hin, weil sie viel Geld bezahlt haben und im Gegenzug da ein paar Wochen kostenlos Urlaub machen können oder die natürlich vermitteln möchten.
Das sagt aber keiner natürlich ... ich war aber da und die "Zimmerbesitzer" zahlten mehr für ihren Aufenthalt, als wir als Pauschalis ... darüber haben sich viele geärgert.
Mich würde interessieren, welche Hotels auch noch in diesem Programm sind?
Bei solchen Hotels können auch Bewertungen oder Urlaubserfahrungen nicht mehr ehrlich sein, denke ich.