Situation der Hotels an der Türkischen Riviera
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Die Ausflugsanbieter haben im allgemeinen nichts mit den Hotels zu tun. Im Januar gibt es durchschnittlich 12 Regentage in der Gegend von Antalya, es bleiben also 19 mehr oder weniger schöne Tage und es kann auch durchaus angenehm warm im Januar werden. Außerdem haben viele Hotels Indoorpools und Fitnessräume. Kreuzfahrten lassen sich mit Hotelurlauben überhaupt nicht vergleichen. Sorry, aber Dein Beitrag ist wirklich ziemlich neben der Spur.
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Nur mal als Hinweis:
Diese Superpreise im Winter gibt es schon seit etlichen Jahren und sind daher nicht den derzeitigen Gegebenheiten - egal welcher Art - geschuldet.
Mein frühsommerliches Stammhotel z.B. schließt den Winter über, hält aber die Mitarbeiter in Lohn und Brot. Entweder arbeiten die dann im Supermarkt der Pächterfamilie oder aber renovieren das Hotel. Bei meinem Winter-Hotel sind auch jedes Jahr dieselben Mitarbeiter zugange. Es scheint also die Erhaltung der Arbeitsplätze für die Stammbelegschaft ein wichtiger Grund dafür zu sein, außerhalb der Saison die Hütten aufzuhalten. Zudem werden bekanntermaßen Immobilien durch den Leerstand nicht besser und dies gerade bei der örtlichen Bauweise.
LG
Sokrates
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Zudem stimmen die Rechnungen nicht so ganz:
Bei sagen wir mal rund 250,-- gehen ca. (je nach Vertrag des Reisebüros ) rd 10 % Provision für das Reisebüro - egal welches-- um die Ecke-- oder online- ab.
Die Incoming Leistung, also Transfers(ist dabei) und RL-sofern auch nur minimal angeboten ---setzen wir mal gering mit 25,- Euro an...Sonst ist das Paket deutlich teurer...
Bleiben in diesem Beispiel vermutlich zunächst **200,--**Euro für Flug und Hotel...
Da der Veranstalter aber auch noch was verdienen will/wird ... ---bleibt nur die Erklärung von Sokrates---Erhaltung
Interessant wäre in diesem Fall, ob der Zuschuß der türkischen Regierung immer noch bezahlt wird..Hier geht- oder besser ging es im Sommer um 6000,--Dolllar pro Hinflug.
Ich hab leider keine aktuellen Infos ob er im Winter auch noch bezahlt wird.Ich versuch es mal zu klären. Aber zum Thema/zur Headline: Geld verdient -mit diesen Preisen hier- kein Hotel. -
Mir war eben nicht klar, dass die Preise immer noch so eklatant niedrig sind. Aber okay, wenn die damit über die Runden kommen, den Konsumenten freut es natürlich, wenn er nicht näher drüber nachdenkt, was man aber auch nicht unbedingt verlangen sollte.
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Es sind ja auch relativ wenige Hotels im Winter offen-- im diesem Winter vermutlich noch weniger als die bislang üblichen 30 %.....
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rumsstein:
@Travel175: Selbstverständlich darf man - und soll man hier - wirtschaftliche Faktoren beleuchten. Wenn Du das allerdings mit Islamismus in Zusammenhang bringst, sinkt Dein Beitrag leider auf Stammtischniveau. Erdogan will keinen Islamismus, er will Erdoganismus in sultaner Reinheit. Auch bezweifle ich, dass der von Dir unterstellte Nationalismus, der sich aber in den meisten Fällen unter den Einheimischen eher in Form von Nationalstolz äußert, sehr viel mit dem Rückgang an Buchungszahlen zu tun hat. Dann dürfte auch keiner mehr nach Italien, Frankreich, Spanien etc. fahren. Die Hauptursachen liegen meine Erachtens nach in der von den Medien noch geschürten Terrorangst und in der politischen Lage, vielleicht auch zu einem gewissen Anteil in Erdogans Großmannssucht.Natürlich ist das Islamismus pur, wenn Erdogan sich als Schleuser für IS Terroristen entwickelt, diese nicht bekämpft ,sondern diese indirekt unterstützt. Stattdessen bekämpft er die kurdischen Peschmerga Kämpfer, weil diese evtl in der Lage wären, einen eigenen Kurdenstaat zu gründen. Jeder der es wagt, demokratische Spielregeln zu beachten, einzufordern oder gar Kritik zu üben, muß mit den schlimmsten Konsequenzen rechnen. Eine Stammtischparole ist, zu behaupten, die deutschen Urlauber würde dies nicht interessieren, die Zahlen von einem massiven Einbruch der aktuellen Buchungszahlen belegen das Gegenteil.
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@ Trave175
Wenn die politischen Verhältnisse in einem islamischen Land allein der Grund für massiven Touristenmangel sein sollen (-> Stammtischparolen), dürfte es auch auf den Malediven seit vielen Monaten so einen massiven Einbruch gegeben haben. Sind sie aber nicht, das teure Reiseland boomt.Also Tatsachenerklärung statt Stammtisch: Wann/wie oft meldet denn unsere Medien etwas über wachsenden Islamismus auf den Malediven? Fast nie. Fragt jemand vor der Buchung, was dort aktuell passiert? Nein, denn er urlaubt ja nicht in Male, sondern dem netten und isolierten Palmeninselchen.
Die Türkei als direktes EU-Nachbarland dagegen ist täglich medial omnipräsent und hat auch keine netten Urlaubsinselchen.
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Es ist ganz sicher ,daß sich viele von den Medien und Stammtischparolen ,die hier auch manchmal verbreitet werden,Angst machen lassen.Lieber bleiben sie zu Hause oder fahren in andere Länder,als sich zu informieren oder ganz einfach ein wenig nachzudenken.Schade,daß sich so mancher Schreiberling darüber auch noch freut,was sind da die Beweggründe?
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Das stimmt, auch auf den Malediven gibt es Terrorpobleme, aber das Archipel hat auch nie einen Antrag auf einen Eu Beitritt gestellt, steht deshalb vielleicht auch nicht so sehr im Focus. Aber ein Stück weiter gibt es wiederholt Berichte von den Philippinen von Entführungen und Terror und Lösegeldforderungen. Nur egal wie und was in der Presse berichtet wird, ich erwarte mir von einer unabhängigen Presse, daß nichts unter den Teppich gekehrt wird, sondern über alles relavante berichtet wird. Schließlich war ich voriges Jahr genau an diesen Plätzen in Istanbul, wo diese Anschläge passierten (Istiklal, am Platz zwischen Blauer Moschee und Haghia Sophia) und ein Grundrecht auf Information gibt es schon, daß hat alles nichts mit dem Schüren von Terrorängsten zu tun, wenn man nicht blinde Kuh spielen möchte, sondern mit medialer Aufklärung. Ist für mich ein Grundrecht.
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Im Sinne des Themas und zur Vermeidung von noch mehr OT werde ich mich nicht auf eine politische Diskussion einlassen, und schon gar nicht über die Philippinen, die Malediven und die Medienberichterstattung und Kreuzfahrten. Das alles hat hier nämlich herzlich wenig zu suchen.
Und tut Euch bitte einen Gefallen, informiert Euch einmal über die Unterschiede zwischen Islam, Islamismus und Fundamentalismus.

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Aaalter ... wie oft war ich irgendwo, wo später ein Unglück passierte?
Jeder banale Bahnsteig, an dem ich stand, hat vermutlich mehr Blut gesehen als mir lieb wäre! Ich hab sogar mal wahrhaftig einen havarierten Flug verpasst - was hat das aber mit der wirtschaftlichen Situation der türkischen Hotels zu tun?
Grad als WWLer müsstest du differenzieren und nicht populistisch ins Horn tuten.Ich bin der Letzte, der keine hausgemachten Versäumnisse gelten lässt, aber bitte emotionslos und trocken verargumentiert und nicht in Form einer Schmonzette von was wäre wenn!?
Schauerlich ... :? -
Von einem mündigen Bürger kann man wohl erwarten, daß er in der Lage ist, die Entscheidung für sich selbst zu treffen und nicht ob das mit den Zielen von irgenwelchen Despoten ins Bild paßt bzw. unter den Teppich gekehrt wird um ihm diese Entscheidung abzunehmen. Insofern habe ich einen Anspruch auf eine objektive Berichterstattung. Und wenn das Auswärtige Amt für bestimmte Reiseziele eine Reisewarnung ausspricht, dann sollte das wohl ok sein.
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Wo gibt's in der Türkei eine Reisewarnung ? Klär mich auf, hab ich was verpasst? Ich will an die Türkische Riviera.
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Faseln mit trave175 - Raum 1.18 im Westflügel ... :?
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@ Schlangenfanger
Hier beim AA gibt es die Hinweise:
www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/TuerkeiSicherheit.html?nn=555292?nnm=555292
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Ich weiß natürlich,daß es keine Reisewarnung gibt und die Reisehinweise stehen schon ewige Zeiten so da,wie jetzt .Wenn man die Reisehinweise andere Länder liest bekommt man auch einen Schrecken ,trotzdem sagt da niemand "was,da fährst du hin?".Das ist leider nur so wenn man in die Türkei fährt!
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Ich weiß auch,daß es hier um die Situation der Hotels geht,aber was will man denn machen .Man muß ja fast antworten oder gar nichts mehr lesen.Nun bitte wieder zum Thema.Die Situation der Hotels in der Türkei ist sehr traurig!
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Die Headline ist ja auch eindeutig und viele der zuletzt geposteten Beiträge haben mit ihr nichts zu tun.
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... um den letzten Satz aufzunehmen: Die Situation der Hotels in der Türkei ist traurig.
Stimmt. Als Wirtschaftswissenschaftler würde ich mir jetzt die Fakten anschauen, die dafür verantwortlich sind. Da mehrere Hotels davon betroffen sind, würde ich das jeweilige Hotelmanagement ausschließen. Das Konkurrenzangebot hat sich auch nicht groß verändert; andere Billig-Urlaubsländer kommen teilweise noch schlechter weg; ein neues "Trend-Urlaubsland" ist nicht aufgetaucht. Das Urlauber-Potential hat auch nicht abgenommen - nur eben sein Ziel verlagert. Türkei nach unten, Spanien z.B. nach oben. Für einen Trend kommt das zu schnell und zu heftig.
Was also könnte die Ursache sein für den touristischen Einbruch in der Türkei? Ich glaube, es liegt nicht an den wirtschaftlichen Faktoren.
Abgesehen von individuellen Kriterien, die für die Wahl des Urlaubslandes entscheidend sind, sind Urlauber auch Konsumenten und beim Konsumentenverhalten gibt es nunmal unterschiedliche Typologien. Da haben wir beispielsweise den "Preisbewussten", der nach der Devise "Geiz ist geil" versucht, mit möglicht wenig Geld viel Urlaub zu bekommen. Um diesen Konsumententyp muss sich die Tourismusbranche in der Türkei keine Gedanken machen.
Dann gibt es noch einen Typ - nennen wir ihn mal den "Sicherheitsbewussten". Der denkt zuerst an die Sicherheit seiner Familie. Medienberichte über die Sicherheitslage in der Türkei und die politische Situation, vielleicht auch Stammtischgespräche verleiten ihn dazu, seinen Urlaub lieber auf den Kanaren zu verbringen.
Dann hätten wir den - ich nenne ihn mal- "Ideologen". Der hat genug Geld, Mut und leider aber auch Ideale. Die Türkei gefällt ihm zwar, aber nicht die politische Situation. Er will mit seinem Boykott ein Zeichen setzen.
Natürlich erhebt diese "Typologie" keinen Anspruch auf Vollständigkeit, macht aber m.M. deutlich, dass die Ursache des touristischen Einburchs in der Türkei keinen wirtschaftlichen Hintergrund hat sondern einen politischen.
Mit Russland hat sich Erdogan angelegt - Russen dürfen nicht mehr in die Türkei reisen.
Und die EU hat er auch verprellt - da wollen viele nicht mehr in die Türkei reisen.Als Europäer ist es immer schwer nachvollziehbar, wieso dieser Mann so einen Rückhalt in der Bevölkerung hat (nun gut, nach den Wahlen in den USA nicht mehr). Aber er hat die Türkei in seiner Regierungszeit wirtschaftlich nach oben gebracht. Was passiert jetzt aber mit ihm, wenn die Wirtschaft einbricht?
Zum Islam: Der Islam sieht keine Trennung von Staat und Religion vor. Atatürk hat diese Trennung damals in der Türkei eingeführt und sie westlicher ausgerichtet. Ziel von Erdogan und seiner konservativen-islamistischen Partei ist, diese Trennung wieder rückgängig zu machen.
Eine Diskussion über die wirtschaftliche Lage der Hotels in der Türkei lässt sich daher m.M. nicht von der Politik (und in diesem Fall auch von der Religion) trennen.
Zur Medienschelte: ja ja die Lügenpresse. Natürlich machen Medien Meinungen und beeinflussen damit auch Stammtischgespräche. Aber bei uns wird vorher nicht staatlich vorgegeben, mit welcher Meinung der Stammtisch versorgt wird. Und wenn nur die Hälfte der Sprüche Erdogans, die hier bekannt werden, an einen türkischen Stammtisch gelangen, kann ich mir schon "Deutschenfeindlichkeit" vorstellen. Völkermords-Vorwürfe passen nunmal nicht zu Nationalstolz.