Situation der Hotels an der Türkischen Riviera
-
Eventuell hört man ja im Abgang,wie es sich vor Ort verhalten wird.Wieviele Mitarbeiter sich auf diesen Deal einlassen und wieviele eher den sauren Apfel bevorzugen.
Ich kann mir nicht helfen,bei mir hat dieser Lösungsversuch einen sehr faden Nachgeschmack.
Ob ich als Arbeitgeber nun einer bestimmten Anzahl an Mitarbeitern kündige und den verbliebenen volles Gehalt zahle oder aber einen größeren Teil weiter beschäftige,diesem aber für die volle Arbeit nur einen Bruchteil an Lohn zukommen lasse,bleibt für den Arbeitgeber Jacke wie Hose.Ich bin über die Zahlung von ALG in der Türkei nicht informiert.Wenn es diese Zahlungen gibt,würde ichmich dafür entscheiden.
-
Der richtige touristische Einbruch in der Türkei wird sich meiner Meinung nach erst im nächsten Jahr so richtig krass abzeichnen.
In diesem Jahr haben die Türkei und die Reiseveranstalteri noch von den Frühbuchern und Stammgästen profitiert, die meist nicht kostenlos stornieren oder umbuchen konnten.
Die mussten fliegen, um nicht viel Geld zu verlieren.Da ist mir die Destination Ägypten z.B. als Alternative lieber.
Da kann ich buchen und beim kleinsten "Furz" storniert mir sowieso der
Reiseveranstalter.
Insofern wird mir die Entscheidung abgenommen.
Bei der Türkei ist das nicht so und ich glaube genau das wird die Touristen erst recht abschrecken und meiner Meinung nach noch mehr Hotels schließen lassen.
Das tut mir leid für die Menschen, ist aber irgendwie "hausgemacht" sowohl von der Türkei, als auch der Reisebranche. -
@ Reiseamazone: Auf den Punkt gebracht!
@ Holginho: mit Tauben spiel ich kein Schach.
-
@Reiseamazone1970, wenn Du Dich da mal nicht täuschst. Die Kulanz (und Storno-Angebote) von RV werden in der kommenden Saison prognostiziert deutlichst zurückgehen. Da werden sich einige Urlauber die sich auf gewisse Mechanismen verlassen, noch "wundern".
-
@rumsstein
Ich habe noch keinen Urlaub auf Kosten anderer storniert! Verdrehe hier nichts!
Ich wurde immer storniert, ob ich reisen wollte oder nicht (Ägypten) ... bei der Türkei ist das aber nicht möglich gewesen. -
Nibjnile. und rumsstein, ich sehe in dem Lösungsansatz durchaus auch genügend negative Aspekte, für alle Parteien, sei es den Arbeitnehmer, den Touristen aber auch den Unternehmer. Nur muß man im Gegensatz zu rosarotbebrillten Türkeiliebhabern, die mit "fliegt alle einfach wieder in die Türkei"-Aufrufen sicherlich die Lage nicht entscheidend ändern werden, auch mal den Realitäten ins Auge schauen!
Die Karre steckt im Dreck, wer daran die Schuld trägt, spielt in dem Moment erstmal eine untergeordnete Rolle, könnte aber durchaus für die Zukunft bei näherer Betrachtung hilfreiche Lösungsansätze bieten. Nur bringt das momentan rein gar nix und auch fehlt mir der Glaube, daß (momentan) eine Bereitschaft vorhanden ist, grundlegend etwas zu ändern. Jetzt befinden wir uns aber im Konjunktiv, ähnlich wie bei möglichen schlechten Bewertungen oder unzufriedenen Mitarbeitern, die das Unternehmen derob in Grund und Boden wirtschaften.
Also zurück zu den Realitäten. Es gibt im vorliegenden Fall der Hotelgruppe nicht genügend Klientel, um alte und gewohnte Zustände beizube- und alle Arbeitsplätze in der Form zu erhalten. Ok, der Unternehmer könnte es aus eigener Tasche ausgleichen, nur ist der Kommunismus schon an der angeborenen Gier der Menschen gescheitert und das somit wohl eher auszuschließen?!
Jetzt wird eine Idee entwickelt, die dem Arbeitnehmer, Touristen und natürlich auch Unternehmer Alternativen bietet. Der AN kann die Wahl treffen, das ihm Gebotene anzunehmen, oder sich etwas Anders zu suchen und selbst zu kündigen. Der Tourist hat ebenfalls die Wahl, die Alternative anzunehmen, oder den Vetrag zu kündigen und der Unternehmer hofft, so wenig wie möglich vom Unternehmensziel abrücken zu müssen und dabei auch noch Stammpersonal erhalten zu können.
Daß diese Alternative negative Seiten aufweist, ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen, allerdings bietet sie wenigstens eine, im Gegensatz zu "alles scheiße"! Opposition ist einfach, Kritik schnell bei der Hand, leider wird dabei immer wieder vergessen, Alternativen anzubieten. Kann ich das nicht und mir persönlich fällt auch nix Besseres ein, ist für mich das Angebotene die einzige Option und hat zumindestens eine Chance verdient, bevor sie einfach nur verdammt wird.
Und bitte, hier in diesem Zusammenhang westliche Sozialsysteme und deren Auffangbecken ins Spiel zu bringen, ist mindestens so naiv wie oben genannter Aufruf.
-
Vielleicht kommen aber auch diejenigen,die letztes Jahr nicht stornieren könnten wieder.Sie haben ja gesehen,daß ihre Bedenken umsonst waren.Ich habe noch nicht gelesen ,daß sich irgendwelche Befürchtungen bewarheitet haben.
-
Wir sind gerade aus der Türkei zurück, wahren vom 24.11. bis 1.12. in Kemer. Habe mich dort mit einem Geschäftsman unterhalten, dessen Bruder nebenan ein Reisebüro hat. Mir wurde gesagt, das für 2017 6 !! Mil. Osteuropäer in der Türkei ihren Urlaub verbringen werden. Die Bücher von osteuropäischen Reisebüros sind alle voll. Auf der einen Seite freuen sich die Geschäftsinhaber und auch die Hotels, auf der anderen Seite, so sagte man mir, hat man starke Bedenken, warum auch immer. Ich weiß, das ist keine zuverlässige Quelle, aber ich habe es nun einmal so gehöhrt. So viel zu der Situation für 2017. Die meißten, das ist wohl klar, freuen sich natürlich da dann auch wieder mehr Arbeitsplätze geschaffen werden und somit die Wirtschaft in der Türkei ankurbelt.
Mfg. Casrello
-
Casrello,das ist ja schön .Ich gönne den Menschen in der Türkei,daß es weitergeht !
-
Reiseamazone1970:
@rumsstein
Ich habe noch keinen Urlaub auf Kosten anderer storniert! Verdrehe hier nichts!Wenn Du die Stornierungskosten nicht selbst bezahlt hast, hast Du natürlich auf Kosten anderer storniert, auf wessen Kosten denn sonst?

-
@Schlangenfanger, und vor allem kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein nicht unerheblicher Teil derjenigen wieder der diesen Sommer erfahren/zu spüren bekommen hat, wieviel ein identischer Urlaub in anderen Destinationen kostet oder wieviel weniger er für's gleiche Geld bekommt. Bei "wirtrschaftlichen Aspekten" wird dann die vorher so vehement vertretene "Moral" mal gerne ins Nirwana getreten.
-
@rumsstein, auch wenn natürlich auch bei den von Dir beschriebenen Vorgängen Kosten entstehend die irgendjemand zu tragen hat...so ist es aber doch schon ein Unterschied, ob jemand storniert, oder ob "er storniert wird".
Es werden sich nur einige böse umgucken, die im Gedanken auf diese "Option" gebucht haben...diese Aktionen wird es zukünftig mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit längst nicht mehr so häufig und so "leicht" geben.
-
@Holginho: Das stimmt schon. Mich hat diese Formulierung gestört: "Da (scil. Ägypten) kann ich buchen und beim kleinsten "Furz" storniert mir sowieso der Reiseveranstalter." Da lese ich persönlich imho schon eine leicht parasitäre Tendenz heraus.

-
@doc:
Man kann darüber sicherlich trefflich und endlos streiten, ich habe das Modell ja auch nicht verdammt, sondern die Wertung "wirklich nicht schlecht" - was für mich ganz gut heißt - kritisiert.Den schwarzen Peter hat meiner Ansicht nach der AN. "Der AN kann die Wahl treffen, das ihm Gebotene anzunehmen, oder sich etwas Anders zu suchen und selbst zu kündigen." Sich etwas anderes suchen und kündigen - okay. In der momentanen Situation wird es damit aber schlecht aussehen. Kündigt er selber ohne eine neue Arbeit zu haben, ist er gekniffen. Erstens sieht es nie gut aus, wenn man selber kündigt und zweitens wird er auch in der Türkei Probleme haben, ungekürzte Arbeitslosenunterstützung zu bekommen. Ob er mit dem Schema 14 Tage arbeiten und dann auf eine bestimmte Zeit unbezahlten Urlaub zu nehmen finanziell klar kommt, wage ich zu bezweifeln. Da wäre es eigentlich besser, der Arbeitgeber würde kündigen. Hauptsächlich deshalb finde ich das Modell mehr als suboptimal.
-
Mit welcher Begründung wurdet ihr abgeschmettert? Ihr habt rechtzeitig gebucht, das Hotel hat nicht geöffnet - also wurde die zugesagte Leistung nicht erbracht. Euch wurde ein Hotel mit einem halben Stern weniger angeboten - und schon wieder wurde eine gebuchte Leistung nicht erbracht.
Ihr habt ein Recht auf entweder Rücktritt oder Minderung und ggf. Entschädigung (BGB Vertragsrecht).
Ein guter Reiseveranstalter bietet in solchen Fällen ein gleich- oder höherwertigeres Hotel an (ohne Mehrkosten!) oder Änderung des Reisezieles.
Man kann auch das angebotene Ersatzhotel annehmen (unter Vorbehalt und Ankündigung von Ansprüchen nach der Rückkehr) und dann, nach der Reise Schadensersatzansprüche anmelden und eventuell gerichtl. einklagen.
Bei uns war das jetzt ähnlich, es stand allerdings noch nicht endgültig fest ob das Hotel geschlossen bleibt. Einer hohen Wahrscheinlichkeit nach wird es aber nicht öffnen (wissen wir bis dato nicht). Wir haben dann ohne Umbuchungskosten etwas "Besseres" ausgesucht, weil wir uns vorgenanntes Prozedere ersparen wollten.
-
@sabaelcher: ich glaub, Du bist im falschen Kino.

-
Zumindest im falschen Thread-- aber dazu ist noch zu bemerken, dass es in der Türkei keine 4,5 Sterne Hotels gibt. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
3,5 oder 4,5 ist die Einschätzung eines oder mehrerer Veranstalter zu einem Hotel - die über die Buchungs-Systeme(Traveltainment, Peakwork etc.) als Sonnen weitergegeben wird
Diese Einschätzung muss aber nicht die Meinung aller Veranstalter wiedergeben- irgendwann wird eben ein Mittel herausgezogen.
Vermutlich geht es hier um ein 5er Hotel das etwas schwächer gesehen wird.Die Hochstufung eines 4er Hotels wäre auch ein Ansatz, das würde ich aber eher als seltene Ausnahme sehen.Thema russische Gäste/Perspektive 2017:
In die aktuelle Buchungssituation sind allenfalls die entsprechenden Incoming Agenturen in der Türkei involviert, aber sicher kein Reisebüro in Kemer, Side oder anderswo. Da ist wohl eher der Wunsch Vater des Gedankens/oder besser--der Aussage--Zudem funktioniert der russische Markt völlig anders-- die Gäste buchen extrem kurzfristig, oft erst 14 Tage vor der Abreise. Die 6 Millionen können eine von der Türkei "erwartetete" Zahl sein--damit rechnen und Ausssagen dazu treffen-das kann man damit im Dezember 2016 sicher nicht.Die Russen sind --seit vielen Jahren übrigens- echte Spätbucher.
Wie sehr zurückhaltend der deutsche Urlauber beim Thema Türkeiurlaub aktuell ist, das kann man messen--auch wenn die Reiseveranstalter das gerne anders verkünden würden.
Boomgeschäft würde anders aussehen-- dann wären allerdings die Preise auch andere
