Währungskrise Ägypten
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Vielleicht trifft ja aber auch nur die "deutsche Überheblichkeit" auf die "sozialromantisch verklärte rosarote Urlauberbrille"?!
Ich mag es für Ägypten nicht beurteilen, habe beschriebene Zustände aber schon zu Genüge in der RD und Thailand kennengelernt, wobei die Thais wenigstens immer lächeln und "yes Mr." sagen und es dann doch anders machen, oder auch mal gar nicht

Hilfe zur Selbsthilfe muß vor allem auch angenommen werden und dafür müssen die Voraussetzungen von oben geschaffen und nicht bekämpft werden! Was die Überbevölkerung anbelangt, trifft das sicherlich für viele Nationen auf unserem Planeten zu, andere fangen aber wenigstens schonmal an, es einzusehen...
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Ärzte, die bei einem Pneumothorax Stress diagnostizieren, Baupfusch etc. pp. gibt es hierzulande auch mehr oder weniger reichlich - von daher scheint mir die deutsche Überheblichkeit mindestens ebenso unangemessen wie die Aussage, dass die Ägypter ein "kluges und gelehriges Volk" seien...

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@ Sabaelcher
Mit deinem Begriff "deutsche Überheblichkeit" disqualifizierst du dich selbst.
Ja, du scheinst seit einiger Zeit in Ägypten zu leben. Eindeutig hat auf dich die ägyptische Mirdochegal-Mentalität stark abgefärbt.
Es gibt nun mal Länder, und nahezu immer liegen sie ziemlich äquatornah, in denen ein Großteil der Bevölkerung an einer Verbesserung von Lebenssituation und Einkommen gar nicht interessiert ist. Mal ein zurückliegendes Erlebnis aus dem Nachbarland Sudan:
Die jordanische Botschaft brauchte einen eingeschossigen Anbau. Nach 12 Monaten Bauzeit standen die Wände und lag eine Decke drauf. Warum: Es gibt keine Baufirmen, sondern der Bauingenieur muss jeden Morgen die Stadt absuchen nach Tagelöhnern, die Schaufel, Eimer oder Kelle haben. Abends gibt es Lohn, der reicht vielleicht knapp bis übermorgen, also steht am nächsten Morgen kaum ein Arbeiter bereit, um weiterzubauen.Schlaue Drittweltländer haben europäische oder amerikanische Experten rangeholt, sich erklären lassen, wie man vieles besser und effektiver macht, haben dazugelernt, ihnen geht es heute viel besser als vor 20 Jahren. Wenn die Ägypter sowas als "Überheblichkeit" oder "Einmischung" empfinden, dann mögen sie das gern tun. Sie mögen dann aber bitte auch die Erstwelt nicht für jegliches zunehmendes Elend und für wirtschaftliche Erfolglosigkeit um Hilfe ohne Selbsthilfe anbetteln.
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Ach ja, und was ist in Bezug auf das "kluge und gelehrige" Volk davon zu halten, dass ein Tauchsafariboot-Käptn, der seit Jahren auf dem Boot ist, immer noch bestenfalls 20 englische Wörter kennt und nicht weiß/es ihn nie interessiert hat, wie man in den Seekartenplotter eine weitere GPS-Position programmiert und als Wegpunkt aktiviert? Der gleiche Käptn hat zwar ein gutes Radargerät verfügbar, aber weder Ahnung, wie man es einstellt, noch Ahnung, was ihm der Bildschirm anzeigt. Ich habe zweimal bei Nachtfahrten vom Sinai zu Brothers stundenlang vor dem Gerät gesessen, dazu mein eigenes UKW-Seefunkgerät dabei, damit uns kein großer Pott versenkt (die fahren nämlich gern ohne Positionsleuchten). Ist das ein qualifizierter Fachmann? In der Handelsschifffahrt taugt so einer bestenfalls als Rostklopper.
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Aber die in einem übergroßen Kübel einzementierte Sat-Schüssel am Leuchtturm-Verschlag von Big Brother is cool!
Ware diese an der Mauer dran wäre ich mir nicht sicher wer gewinnt-Schüssel oder Mauer...
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Ich finde es sehr schlimm zu hören, wie abfällig sich hier über eine Nation geäußert wird. Leider kann ich das so gar nicht nachvollziehen und die gebrachten Beispiele zeugen von wenig Ahnung. Natürlich gibt es - sogar in Deutschland - Baukatastrophen (siehe Flughafen Berlin etc.). Wenn schon negativ, dann sollte man aber bitte einmal die Gesamtentwicklung betrachten. Die Ägypter haben inzwischen wesentlich mehr technisches Verständnis als die Europäer. Sie bauen teilweise unter Bedingungen, da würde kein Europäer auch nur die Baustelle betreten. Schlechte Fugen? Bei dem Klima trocknet einem die Masse unter den Fingern weg. Es gibt ein Bevölkerungsproblem - das ist aber dem Glauben geschuldet und der teilweise mangelnden Bildung. Die jungen Ägypter haben Ziele und würden diese gerne erreichen. Alles schlecht zu reden ist bestimmt keine Hilfe, die Fronten werden sich nur weiter verhärten.
Kurz: Der "normale" Ägypter ist bestimmt nicht dumm und es tut sich etwas aber es wird im Keim erstickt - nicht zuletzt, weil die Europäer gerne für wenig Geld dort hinfahren, zur Zerstörung der Infrastruktur beitragen und gleichzeitig auf ihre Gastgeber herabschauen. Was für eine Welt.
Ach ja - ich wohne in Deutschland und das ist auch nicht der Brüller!
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Red dich ruhig weiterhin positivierend heraus. Es gibt spezielle Ägyptenforen, in denen sowieso nur Nettes zu dem Land erlaubt ist. Wer dreimal was Kritisches schreibt, fliegt da raus.
Nicht nur meine Beispiele sind sehr real und zeugen insofern schon von auch fachkundiger Ahnung. Und warum können von Leuten wie wissen, wie man es macht, in anderen Tropenländern ziemlich perfekte Bauten hingestellt werden, und die Ägypter fragen nicht mal, wie man es macht?
Wenn ich sowas wie 1100 Euro für 7 Tage Tauchsafari ausgebe (+ Flug), ist das keine Billigreise, bei der massiver Drittwelt-Unzulänglichkeitsbonus einzuplanen ist. Dafür darf ich, landesspezifisch kostenbereinigt, wenigstens sowas wie einen fachkompetenten, Englisch sprechenden Kapitän eines kleinen Passagierschiffes und das weltweit Übliche an Schiffssicherheit erwarten.
Ebenso erwarte ich von jedem Taxifahrer, dass er nicht zugehascht ist und bis zu meinem Ziel die Pfoten vom Handy lässt.
Ob und wie schnell deren islamischer Glaube und der ausufernde Söhnewahn den Staat final ruiniert und ob sich vor dem Ruin am Bildungssystem etwas ändert, ist mir nach rund 35 Jahren Ägyptenreisen ziemlich egal. Die Probleme sind seit ca. 1970 sehr bekannt, wurden nicht mal ansatzweise gelöst. Kollabiert Ägypten, reise ich woanders hin.
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Ich finde es sehr schlimm zu hören, wie abfällig sich hier über eine Nation geäußert wird. Leider kann ich das so gar nicht nachvollziehen und die gebrachten Beispiele zeugen von wenig Ahnung. Natürlich gibt es - sogar in Deutschland - Baukatastrophen (siehe Flughafen Berlin etc.). Wenn schon negativ, dann sollte man aber bitte einmal die Gesamtentwicklung betrachten. Die Ägypter haben inzwischen wesentlich mehr technisches Verständnis als die Europäer. Sie bauen teilweise unter Bedingungen, da würde kein Europäer auch nur die Baustelle betreten. Schlechte Fugen? Bei dem Klima trocknet einem die Masse unter den Fingern weg. Es gibt ein Bevölkerungsproblem - das ist aber dem Glauben geschuldet und der teilweise mangelnden Bildung. Die jungen Ägypter haben Ziele und würden diese gerne erreichen. Alles schlecht zu reden ist bestimmt keine Hilfe, die Fronten werden sich nur weiter verhärten.
Kurz: Der "normale" Ägypter ist bestimmt nicht dumm und es tut sich etwas aber es wird im Keim erstickt - nicht zuletzt, weil die Europäer gerne für wenig Geld dort hinfahren, zur Zerstörung der Infrastruktur beitragen und gleichzeitig auf ihre Gastgeber herabschauen. Was für eine Welt.
Ach ja - ich wohne in Deutschland und das ist auch nicht der Brüller!
@Sabaelcher sagte:
Kurz: Der "normale" Ägypter ist bestimmt nicht dumm und es tut sich etwas aber es wird im Keim erstickt - nicht zuletzt, weil die Europäer gerne für wenig Geld dort hinfahren, zur Zerstörung der Infrastruktur beitragen und gleichzeitig auf ihre Gastgeber herabschauen. ...
Jetzt nicht wirklich, oder?! Zumindest die Passage ist ein schlechter Witz! Wir enthalten also dem ägyptischen Nachwuchs den Zugang zu Bildung und sie somit künstlich blöd, um dort günstig Urlaub zu machen?!

Spätestens jetzt wird es abenteuerlich und Deine Destinationsliebe blindlings, aber klar, 9/11 was an inside job...
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"Kollabiert Ägypten, reise ich woanders hin" - ich habe keine andere Aussage erwartet.
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Was würdest Du denn in solch einem Fall machen?
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...wesentlich mehr technisches Verständnis, blabla...
Ich schiebs mal auf die Sonne...
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Es soll vor etlichen Jahren auch mal speziell für Sporttaucher sehr lohnend gewesen sein, nach Jemen, Djibuti, Eritrea zu reisen. Liegt es vielleicht an den deutschen Touristen, die diesen Ländern keine Deviseneinnahmen gönnen, dass diese Länder längst von der touristischen Landkarte verschwunden sind?
Andersrum: Guck mal mit statistischem Blick ins Forum "sonstiges Asien". Du wirst viel Interesse zu Ländern wie Kambodscha, Burma und Vietnam finden. Denk mal eine kürzere Epoche zurück, was in diesen Ländern war, und guck, was sie bis heute daraus gemacht haben. Eventuell fällt dir auch auf, dass keines der nicht nur touristisch aufstrebenden Länder islamisch ist, dagegen von Marokko bis Ägypten und dazu Türkei islamische Länder im wirtschaftlichen und touristischen Tiefflug sind. Meinst du nicht, dass es einen Zusammenhang geben muss?
Und wer ist abgesehen von reichen Clans wie Sawiri wirtschaftlich am erfolgreichsten in Ägypten? Die koptischen Christen. Und warum investiert Sawiri massiv in Projekte in der Schweiz? Hat er eventuell längst die Zukunft seines Landes aufgegeben?
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@Sabaelcher, dann kläre mich doch mal bitte auf, wie es zu lesen und verstehen ist, oder Du es tatsächlich gemeint hast?!
Ich hatte die relevante Passage extra zitiert, vielleicht solltest Du erst mal an Deinen Formulierungen arbeiten und lernen, Aussagen ordentlich zu trennen, wenn Du sie nicht in Zusammenhang setzen willst?! So, wie sie da steht und von Dir formuliert wurde, kann man sie leider nicht anders lesen und verstehen und sie bleibt letztendlich einfach nur ein großer, brauner Haufen geistigen Durchfalls. Normalerweise formulierst Du recht gut und auch sinnzusammenstellend, hier scheinen aber in Bezug auf "ägyptische Skills" und die Verhinderung deren, ein wenig die Pferde mit Dir durchgegangen zu sein.
Nicht schlimm, passiert im Eifer des Gefechtes schonmal, stelle es jetzt einfach richtig und gut ist.
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@ doc 3366
Sabaelcher erinnert mich in seiner einsichtslosen Ägyptenhochloberei an Jaguarfahrer früherer Jahrzehnte. Die Autos waren zwar fast häufiger in der Werkstatt als mit dem Besitzer auf der Straße unterwegs, wurden dennoch als ganz tolle Autos gelobt.
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Hahaha, habe gerade die 7. Staffel von Mad Men geschaut, die hatten auch Probleme Jaguar ordentlich zu bewerben aufgrund der von Dir geschilderten Probleme, analog zu Sabaelcher`s Problemen, die Fähigkeiten der Ägypter zu bewerben.
Aber eigentlich ist es traurig und wie erwähnt bei weitem kein Alleinstellungsmerkmal von Ägypten, daß in vielen Staaten das Volk mit Absicht "dumm" gehalten wird, um es besser beherrschen und ausbeuten zu können. Ganz krass habe ich es im Februar auf Madagaskar gesehen. Tolle Insel, die ähnlich wie ihre Nachbarn in der Gegend einigermaßen florieren könnte und dazu im Gegensatz zu den anderen auch noch über Bodenschätze verfügt. Aber nein, sie gehört zu den ärmsten Nationen der Welt und das Volk lebt von der Hand in den Mund in den Tag hinein und am liebsten mit der Flasche am Hals

Ja, es gab den arabischen Frühling und man hat sich gegen die Machthaber endlich aufgelehnt, jetzt muß der Frühling aber auch noch in den Köpfen einziehen, sonst lebt man im Endeffekt noch schlechter als unter der Knute...
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@ doc3366
"Aber eigentlich ist es traurig und wie erwähnt bei weitem kein Alleinstellungsmerkmal von Ägypten, daß in vielen Staaten das Volk mit Absicht "dumm" gehalten wird, um es besser beherrschen und ausbeuten zu können."
Das Dummhalten ist primär eine wesentliche Strategie des Islam. Diese Religion ist strikt autoritär aufgebaut und damit ein wenig mit der mittelalterlichen katholischen Religion verwandt. Es ist absolut unerwünscht, dass das gläubige Fußvolk auch nur über Teile des Korans reflektierend nachdenkt und den Koran interpretiert. Das einzige Auslegungsrecht hat der Obermufti des Landes, in Ägypten sitzt er in der Al Azhar-Moschee in Kairo. Entlang der strikten Hierarchiekette werden seine Dekrete bis an die dörflichen Moscheeprediger weitergegeben. Es gibt auch Interpretationsabweichler- Prediger, die bekommen dann ihre Dekrete von Obermuftis in Saudiland oder Qatar.Und diese Dummhalte- und Nichtselbstdenk-Strategie setzt sich in weiten anderen Teilen von Bildungswesen und Alltag fort. Der Islamgläubige kennt es gar nicht anders, als dass wenige diktatorisch agierende Spitzenleute das Sagen haben, und deshalb passt auch Demokratie im westlichen Sinne nicht zu islamischen Ländern - nur gibt es in westlichen Ländern Menschen, die diese Tatsachen ignorieren.
Der Normalägypter sieht "Oh, die Touristen kommen aus demokratischen Ländern, sie haben viel Geld" und schlussfolgert "Ich will auch Demokratie, dann habe ich auch viel Geld".
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Das mag alles sein, nur gibt es genau für dieses Vorgehen auch genug Beispiele aus latein- und südamerikanischen, karibischen, nichtislamischen afrikanischen und auch asiatischen Ländern. Dort sind es dann halt Diktatoren, Stämme oder auch nur Familienhierachien, die mit voller Absicht ihr Volk klein und ab von jeglicher Bildung halten/hielten.
Ich würde diese Nummer halt nicht an einer Religion festmachen, sondern an der Machtgier der Menschen, die m.E. auch wiederum die meisten Religionen bestimmt. Die katholische Kirche wäre ein weiteres, glänzendes Beispiel der Vergangenheit dafür und selbst in der Gegenwart ist sie nicht wirklich an aufgeklärtem Klientel interessiert

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Es gibt in vor allem heißen Ländern oftmals sowieso eine LmaA-Mentalität. Beispiel Philippinen: Paar Peso in der Tasche, ne Buddel Rum für umgerechnet 1,20 Euro, irgendwer hat ne Karokekiste - langt doch für glückliches Leben! Lernen für einen guten Job, täglich 10 Stunden arbeiten, Müll nicht vor die Haustür werfen etc. macht das Leben doch nur anstrengend.
Ich war neulich erstaunt, wie blitzsauber auch das entlegenste Dorf auf Teneriffa ist, das liegt in etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Ägypten. Und Freunde waren im Frühjahr erstaunt, dass selbst Port Sudan viel sauberer als Hurghada ist. Ebenso weiß jeder, dass in Deutschland die dreckigsten Stadtviertel zusammenfallen mit der größten Dichte nichtarbeitender Bewohner.
Der ägyptische Straßendreck ist quasi symptomatisch für die im Land weit verbreitete LmaA-Mentalität. Und so ein Land soll wirtschaftlich erfolgreich werden? Never ever!
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