Esskultur mit Kindern im Urlaub-Benehmen allgemein!
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Hallo zusammen,
zum Thema Ritalin muss ich leider passen. Ich kannte dieses Medikament überhaupt nicht, und hätte es glücklicherweise auch nie gebraucht. Wenn meine Kinder "am Rad drehen", was durchaus vorkommt, dann tut´s meistens ein Anschiss und die Herren kommen wieder "runter". Muss auch mal sein!
Meiner Meinung nach beginnt die Hyperaktivität im Kindergarten.
Als ich im Kindi war, (zugegeben das ist schon ein paar Jahre her) gab es noch Regeln, feste Essenszeiten und einen bestimmten Tagesablauf.
Bei unseren Söhnen war das ganz anders. Die Gruppen sind offen, jeder isst wann er mag und nicht in der Gruppe, keiner muss an irgendetwas teilnehmen und überhaupt kann jeder machen was er will.
Die Kinder haben keine Regeln und Beschäftigung und wissen somit nichts mit sich anzufangen. Also hampeln sie rum und drehen auf.Und ehe sich jetzt alle Erzieherinnen hier im Forum angesprochen fühlen: Viele Faktoren ausser den genannten spielen bei hyperaktiven Kindern eine Rolle. Viele Eltern sind gezwungen, den ganzen Tag arbeiten zu gehen und haben nicht die Zeit sich nach der Arbeit so intensiv um ihre Kinder zu kümmern, wie sie vielleicht sollten. Zeiten ändern sich und das ist eben der Lauf der Zeit.
Aber Kinder mit Medikamenten ruhig zu stellen ( ausser in extremen Fällen), empfinde ich persönlich als Körperverletzung.
Gruß
Sabine -
"noki" wrote:
Es sieht fast so aus, als wäre kaum eine Mutter noch dazu bereit, ihrem Kind ein ordentliches Pausenbrot zu schmieren und ein Stück Obst dazuzulegen.( Zitat von Erika)Oder aber sie können es nicht?! Und wollen es nicht!
Dieter
Ob sie es nicht kann oder nicht will kann ich nicht beurteilen.
Ich weiß nur, dass Du einem Kind Obst schmackhaft machen mußt.
Ich mache mit meinem Sohn morgends kleine Obstspieße und da ist er dann ganz stolz, diese zu essen.
Fast alles muß heute ein Event sein, dann halt auch hier!Meine Meinung ist:
Wenn ich es jetzt nicht fertigbringe, dass er Obst ist, wird er es in Schulzeiten auch ablehnen. Es ist schwierig genug, denn oft sagt er, dass Kameraden die von Erika beschr. Dinge im Rucksack haben.
Mein Sohn bekommt auch mal Süßigkeiten, so ist das nicht. Wenn wir aber etwas geschenkt bekommen, dann wird es nicht gleich aufgerissen, sondern kommt in die Speisekammer und wird nach und nach gegessen.
Bei vielen Kindern ersetzt der Süßkram bereits eine Hauptmahlzeit und dann wirds mehr als bedenklich!
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@ meinungsfreiheit
Ich hoffe ich bkomme das mit meinem fast vergessenen Schulenglisch noch auf die Reihe:
An Apple today, keep the doktor away.
Was bedeuten soll : ein Apfel pro Tag erspart den Arzt.
@ all
Meine Kidis bekommen jeden Tag ein Brot von mir gemacht. Und sie sind schon 16 und 14 Jahre alt. manchmal essen sie es auch nicht, dann reiße ich ihnen aber nicht den Kopf ab. Außerdem nehmen sie noch Apfelschorle und eine kleine Dose mit 2-3 Keksen oder ein Han... mit. Irgendwie brauchen sie was Süßes zwischendurch.
Zu Hause naschen sie auch. Eigentlich jeden Tag aber es hält sich in Grenzen. Sie sind beide superschlank und fahren jeden Tag mit dem Rad zur Schule, pro Strecke 3-4 km und Schulsport haben sie auch 3 Mal in der Woche. Die Kleine spielt auch noch aktiv Volleyball. Ich glaube der Körper verlangt bei so viel Bewegung auch nach Zucker.
Und um nochmal auf das Benehmen zurück zukommen, ich stelle auch
immer fest, dass das an den Eltern liegt.
Komme nämlich gerade aus dem Supermarkt und habe eine Mutter mit 2 Kindern (ca.5 und 2) beobachtet, besser gesagt sie waren nicht zu überhören. Die Mutter hat förmlich gebettelt und mit den Kidis diskutiert, Dass die beiden doch mal kommen sollen und nicht alles anfassen sollen. Aber es wurde jeder satz 5 Mal wiederholt.
Mir hat es schon in den Fingerspitzen gekribbelt.
Bei mir früher (manchmal auch jetzt noch), hab ich etwas 2 Mal gesagt und wenn dann nicht gehört wurde, dann wurde mein Kind an die Hand genommen und weg von den Sachen. Außerdem hätte ich meine 2 jährige Tochter auch in den Einkaufswagen gesetzt, schon um mir den Stress von vorne herein zu ersparen.
Ich möchte zu gerne wissen ob diese frau immer noch beim einkaufen ist und wie lange das so im Durchschnitt bei ihr mit der gesammten Hausarbeit so dauert, wenn sie alles mit den Kindern ausdiskutiert. -
über das Verhalten meiner Enkelsöhne (6+7):
meine Tochter ist jetzt Alleinerzieherin. Es gab früher mächtig Zorres und Streit mit dem Kindsvater. Das familäre Klima war äußert angespannt.
Die Jungs waren den ganzen Tag aufgekratzt, tobten unkontrolliert durch die Wohnung, rauften, stritten sich, sie konnten sich nicht sinnvoll beschäftigen.
Keiner blieb zu den Mahlzeiten bei Tisch sitzen. Sie liefen den ganzen Tag mit irgendwelchen Kekse und Solettischrott herum.
Meine Tochter war nur am Schreien. Sie wollte ihre Ruhe haben, die Kinder sollten sich selber beschäftigen oder fernsehen.Wenn die Jungs bei uns sind, ist der Opa ganz für sie da. Es gibt so viel zu tun rund ums Haus, und die Jungs fühlen sich mächtig stolz, dass sie schon richtig arbeiten können.
Sie hocken auf Opas Schoß und quatschen ihm stundenland die Ohren voll, und Opa hört zu....(zumindest hält er sehr lange still dabei)
Da wir Sportler sind, essen wir sehr viel Obst, und kaum mal Süßigkeiten oder Knabbereien.
Die Kinder haben kein Problem damit. Sie verdrücken Obst in großen Mengen, weil sie so werden wollen wie Opa (Bodybuilder) und auch mal mit ihm trainieren wollen. Da kommt auch keiner auf den Gedanken, nach Süßigkeiten zu fragen. Das vermissen sie bei uns überhaupt nicht.Was ich damit sagen will:
Sie sind noch immer keine super funktionierenden Engel. Aber es ist doch komisch, wie verändert ihr Verhalten unter veränderten Umständen sein kann. Die Jungs himmeln ihren Opa an, obwohl er manchmal extrem hart durchgreift. Da wird auch mit Strafe und manchmal einem Klaps nicht gespart.Ich bin eigentlich froh, dass ich meine Kinder groß hab, und keine direkte Erziehungsarbeit mehr leisten muss.
Ich muss nämlich auch zugeben, dass es in unserer oberflächlichen egoistischen Gesellschaft immer schwerer wird, einem Kind die richtigen moralischen Wertevorstellungen zu vermitteln.
Es ist heutzutage sehr schwer, ein Kind von "Schlechtem" fernzuhalten, wenn doch alle anderen Kinder und auch Erwachsenen "Schlechtes" tun. -
@Sabine u. alle anderen
Du hast das beste Beispiel gebracht wo ich Dir vollstens zustimme. Früher gab es Regeln, die heute außer acht gelassen werden. Keine festen Essenszeiten, jeder macht was er will u. das Kinder sich sinnvoll selber beschäftigen im heutigen Computerzeitalter ist schwindend gering. Somit steht doch fest, daß all dies ein gesellschaftliches Problem ist.
Gerade gestern hatte ich erst eine heftigere Diskussion mit meinen Eltern gehabt. Vorweg muß ich sagen, daß ich früher bei meinem kleinen Bruder diese Problemerziehung miterlebt habe, wie ich es im obigen Absatz beschrieben habe. Dementsprechend war auch sein Verhalten. Was heute damit entschuldigt wird, daß die Erziehung heute ja anders sei wie früher. Tolle Ausrede. Entschuldigende Worte sind: Was will man denn machen?.
Mir fällt dazu nur eins ein. Zum Auto fahren muß ich einen Führerschein absolvieren. Kindererziehen kann jeder D......
LG -
Wow, hier ist ja voll die Diskussion entbrannt.
coriosus muss ich recht geben. "Kinder erziehen DARF jeder D...".
Es ist ja nicht so das nur "kleine Monster" rumrennen.
Ich war dieses Jahr in einem Jugendzeltlager als Aushilfsbetreuerin.
Dort treffen so viele verschiedene Charaktere aneinander, da knallts ab und zu richtig. Aber nicht zwischen Betreuer und Kind, sondern zwischen Kind und Kind.Da wird dann zwischen 0-10jährigen diskutiert, was man darf und nicht. Grade beim gemeinsamen essen wurde belehrt und beleidigt dreingeschaut. Da schafft eine 6-jährige einer 10-jährigen an, was man darf am Tisch und was nicht. Und die 10jährige hat tatsächlich darauf reagiert.
Das fand ich total erstaunlich.
Auch das gemeinsame spielen und basteln war eigentlich problemlos. Solange alle füreinander Verständnis aufgebracht haben, lief alles reibungslos.
Diejenigen, die rebelliert hatten und sich egoistisch verhielten wurden einfach von den Kindern ausgeschlossen. Diese Kinder merken ganz schnell, das sich die Welt nicht um sie alleine drehte.
Das dauerte zwei Tage und vorbei war der Egotrip.Auch in unserer Gruppe warnten uns manche Eltern, wenn der das nicht tut kann man ruhig härter rangehen. Oder die wird das nicht essen und dies nicht tun.
Wir Betreuer fragte uns nachher, was die Eltern für ein Problem mit ihren Kindern hatten.
Die "Bockigen" waren die liebsten Engelein. Die "Nichtesser" verspeiste mit größtem Hunger die nicht gewollte Speise.
Gut, der Gemüseauflauf war nicht wirklich ein Hit. Aber sonst wurde Obst in rauen Mengen verspeist.Mit einem Bitte und Danke von uns zu den Kinder strahlten sie einem ins Gesicht. Die freuten sich z.B. auf abspülen, stritten sich manchmal auch darum.
Kann sein das es am Gemeinschaftsgefühl lag. Waren ja auch gut 200 Kinder plus Betreuer in dem Zeltlager.
Aber irgendwie gibt mir das Anlass zur Hoffnung. -
Beim Frühstück beobachtete ich eine Familie mit einem etwa 1,5jährigen Kind. Der Junge wurde zweisprachig (deutsch/englisch) angesprochen. Nch kurzer Zeit wurde es dem Kind langweilig. Beide Elternteile sprangen vom Tisch auf wie von der Tarantel gestochen.
Die Familie hinterließ ein regelrechtes Schlachtfeld auf dem Tisch. Zwei angefressene Brötchen, Brotscheiben, eine volle Schüssel Obstsalat, eine unberührte Schale Marmelade etc. lagen herum.
Müsen denn beide hinter dem Bengel herrennen, weil er spielen möche?
Na toll, daß der Fatz englisch spricht, bevor er in die Schule kommt. Woher soll er aber Tischmanieren kennen? Wenn ihm die Eltern nicht beibringen, nur soviel vom Buffet zu holen, wie man auch tatsächlich verzehren möchte. -
"meinungsfreiheit" wrote:
"Erika1" wrote:
@meinungsfreiheitErst vorhin hab ich meinem Sohn beim Essen gezeigt, dass man die Gabel nicht wie eine Mistgabel hebt.Ich ködere ihn dann, indem ich ihm vermittle, wenn er es richtig macht, ist er schon ein großer Junge.
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@ meinungsfreiheit
Herrlich, der Spruch mit der Mistgabel. Stelle mir das eben bildlich vor

@ all
Ich sehe vollkommen ein, dass es Kindern, vorallem noch relativ jungen, beim Essen schnell langweilig wird. Egal ob im Urlaubsrestaurant oder zuhause im Gasthof. Wenn sie dann nach ner gewissen Zeit aufstehen und beginnen, fangen zu spielen hab ich dafür Verständnis. Wenn es die Kleinen aber komplett übertreiben, also rumschreien, andere Gäste anrempeln, kurzum aus dem Restaurant nen Spielplatz machen, dann nervt es mich auch. Oft genug greifen da die Eltern auch nicht ein. Man müsste den Kids eben erklären, dass Restaurants keine Sportplätze sind und alles in Supermärkten Geld kostet und man deshalb nicht alles kaufen kann.
Mein Sohn wollte früher beim Einkaufen auch immer dieses und jenes und hat auch dran rumgegrabscht und fleißig den Wagen befüllt. Als ich es dann aus dem Wagen wieder ins Regal zurück legte, ging auch oft das Gequengel los. Ich habe ihn dann oft nur ignoriert, was meistens geholfen hat. Es gab auch des öfteren mal nen Klaps auf die Finger, wenn alles angefasst wurde. Da war es mir auch egal, was andere darüber dachten.Bei uns zuhause gehts eigentlich eher locker zu. Gemeinsame Mahlzeiten haben wir fast nur am Wochenende. Männe arbeitet ja in 3 Schichten und ist ja deshalb immer zu verschiedenen Zeiten zuhause. Mittags esse ich fast nie was, mache dann eben für den Sohnemann alleine etwas. Abends gibts meistens eh nur kalt, also eben ne Brotzeit (wie man in Bayern sagt
oder Abendbrot und das macht sich jeder, wann er Lust dazu hat.
Ich bin das von der Kindheit her so gewohnt, da meine Eltern selbstständig waren und deshalb eben auch die Zeit für solche gemeinsame "Rituale" wie zusammen essen, fehlte.Wenn wir dann aber Samstag und Sonntag zusammen am Esstisch sitzen, wird diese Zeit auch genossen. Mein Sohn kennt das von klein auf so und deshalb gabs diesbezüglich eigentlich sehr wenig Diskrepanzen, was das Aufstehen mitten beim essen betraf.
LG
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Hallo,
wir in unserer Familie essen abends immer zusammen. Das gehört einfach dazu und nach dem Essen reden wir noch über das Geschehen am Tag.
Das Kinder sich beim Einkaufen am Fließband mal daneben benehmen, kann ich eigentlich auch wieder verstehen. Da stehen die "Lockangebote" extra herum und ich rate insgeheim mancher Mutter, dass sie die lieben Kleinen "kräftig" abräumen lassen.
Die Waren werden extra dahin gestellt, damit eine Mutti "nachgibt", damit das Kleine nicht randaliert.Gruss
Marion -
bei uns gibt es ein geschäft, da gibt es eine süßwarenfreie kasse.
ich dacht mir, mensch, was für eine gute lösung für das oben genannte problem. ich bin davon ausgegangen, dass diese kasse am meisten von müttern mit kleinkindern frequentiert wird. fehlanzeige.
warum, weiß ich auch nicht. -

juanito, das gehört aber in einen anderen Thread, guckst Du hier:http://www.holidaycheck.de/view-
Reiseforum_Lob++Kritik+und+Anregungen-ch_fo-tid_30519.html