Typisch Ossi, Bayer,Hesse, Schwabe oder wie??
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"colonia64" wrote:
Ich bin in Köln geboren, bin aber noch nie auf die Idee gekommen im Hotel meinen Dialekt zu sprechen.
Für mich ist ganz klar das ich außerhalb von Köln Hocheutsch spreche.Ich stelle mir gerade Wolfgang Niedecken an der Rezeption vor

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"Metrostar" wrote:
... oder Wolfgang Fierek
schlechtes Beispiel.
dem seine Serien sind extreme Selbstläufer. Wenn man den nicht gut verstehen würde, dann wäre er nicht soooo erfolgreich.Also ich komme auch aus Bayern. Aus einer Kleinstadt mit gut 10000 EW und die Kinder sprechen "leider" nur noch ein Kauderwelsch aus Hoch- und Jugenddeutsch.
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Das Schwäbische hat eine Eigenart, die es m.E. einzigartig unter den deutschen Dialekten macht:
Wart´ mal gschwind!!

(Der Rheinländer würde sagen: Waaadens! wobei es ruhig noch ein paar A-s mehr sein könnten.)
Das ist mir vor einiger Zeit im TV in der Daily-Soap über die Wilhelma in Stuttgart aufgefallen, als dies einer der Tierpfleger zum anderen sagte.
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"flipundflop" wrote:
Das ist doch endlich mal ein lustiges Thema. Wenn selbst die Badener nicht wissen, dass sie Badenser heißen. Ich habe mal versucht einen sogenannten Ureinwohner ausfindig zu machen. Das war nicht einfach, weil zur Zeit alle auf der Ilwetrische-Jagd sind. Trotzdem haben die daheim gebliebenen Exemplare einstimmig erklärt, dass sie sich selbst Badenser nennen.
Im Urlaub extrem aufgefallen sind mir eigentlich nur die Kölner. Die hatten immer gute Laune, waren bei jedem Spass mit dabei und können vor allem auch über sich selbst lachen.Sag ich doch!

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Ich,eigentlich Ossi,aber schon 17 Jahre im Rheinland lebend finde es immer wieder lustig wenn wir im Urlaub Leute kennenlernen die noch nie im Osten waren bzw.keinen Bezug zum früheren Osten haben.Die sind immer sehr erstaunt das man ganz normal ist und wollen dann auch immer sehr viel über unser früheres Leben wissen.Der beste Spruch war mal,sieht man euch aber nicht an das ihr aus dem Osten stammt(ca.anno1998)oder ihr sprecht ja gar nicht sächsisch.
Uns ist jeder Urlauber recht,nur nett sollten sie sein

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"Brigitte" wrote:
"Metrostar" wrote:
... oder Wolfgang Fierek
schlechtes Beispiel.
dem seine Serien sind extreme Selbstläufer. Wenn man den nicht gut verstehen würde, dann wäre er nicht soooo erfolgreich.In den Serien bekommt er mit Sicherheit Regieanweisungen, wenn er zu stark nuschelt, deutlicher zu sprechen, damit ihn auch die "Fischköppe" verstehen. Schau dir mal seinen ersten Film "Idole" (mein absoluter Lieblingsfilm) an, oder wenn er sich in Interviews einen in den Bart murmelt.
Zurück zum Thema:
Wie schon vorher gesagt, sollte man sich Mühe geben, hochdeutsch mit Hotelangestellten im Ausland zu sprechen."Rhenische Frohnaturen", die nur aufgeschlossen sein können, wenn sie etwas getrunken haben, brauche ich nicht im Urlaub.
Bei meinen Urlauben habe ich sehr nette, aufgeschlossene ( nicht aufdringliche oder proletenhafte) Leute aus Bayern, Berlin, Hamburg, Ossis, dem Rheinland und auch aus dem Schwabenländle kennengelernt - also querbeet.
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@ Happy Holiday
mach Dir nichts draus! Du bist ja noch ganz gut dran, denn ich wurde in Gumbinnen im äußersten Osten damaligen Deutschlands geboren. Also bin ich ein äußerster "Erz-Ossi". Stell Dir vor, es ist unglaublich aber wahr; als ich 1974 heiraten wollte in Weidenberg, einem kleinen Marktflecken in der Nähe von Bayreuth, da mußte ich einen amtlich beglaubigten "DEUTSCHSTÄMMIGKEITSNACHWEIS" erbringen. Bis ins dritte Glied , Generation vor mir !!!!!!!!!!!!!!!!
Fällt Dir da noch was ein?
Ich enthalte mich jeden Kommentares dazu.Nimm's locker. Es gibt Schlimmeres wie es hier zu lesen steht.
Grüße Dieter
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Fröhliche, lustige und zufriedene Deutsche....????
Sorry, aber auch Aliens und Ausserirdische haben wir nicht gesehen....!!!

Korrektur war notwendig, nachdem ich gehört habe, dass der Ausdruck "aufgestellt" bei unseren nördlichen Nachbarn nicht geläufig ist....!!!
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Jetzt müssen wir uns aber schleunigst mal mit Blues' spitzen Bemerkungen über den Gemütszustand der Deutschen beschäftigen.

Ich finde, er hat Recht! Im Seelenleben der Deutschen sind eine pessimistische Grundstimmung, eine gewisse Melancholie und Depressionsanfälligkeit tief verwurzelt. Sie machen auch vor eigentlich erfreulichen, grundsätzlich positiven Geschehnissen nicht halt. Nichts kann für den Deutschen so schön sein, daß nicht auch den negativen Begleiterscheinungen Raum eingeräumt werden müßte.
Da sitzt der Düsseldorfer Dichter Heinrich Heine an den Gestaden des Rheins, guckt nach oben, sieht die Lorelei, erfreut sich an ihrem Anblick ("Ihr gold'nes Geschmeide blitzet, sie kämmt ihr goldenes Haar. Sie kämmt es mit goldenem Kamme und singt ein Lied dabei. Das hat eine wundersame, gewaltige Melodei" ). Wie schön? Wie romantisch? Von wegen, wer weiterliest, wird prompt enttäuscht! Da kommt dann ein Schiffer gefahren, schaut in die Höh' und ist von der Schönheit der Lorelei so fasziniert, daß er die Gewalt über sein Schiffchen verliert und die Wellen beide verschlingen.
Da wird dann endgültig klar, warum die erste Zeile des Gedichtes lautet: "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, daß ich so traurig bin".
Man sollte auch nicht krampfhaft versuchen, die Deutschen ändern zu wollen. Et es wie et es!
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Ja, LEIDER - man kann und muß jedoch versuchen, sich selbst so weit wie möglich davon loszusagen und mit einem gewissen Optimismus durch den Tag zu gehen. Sonst steht man sich irgendwann selbst im Weg mit seinem ganzen "Wenn" und "Aber"...
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"Blues" wrote:
Fröhliche, lustige und zufriedene Deutsche....????Sorry, aber auch Aliens und Ausserirdische haben wir nicht gesehen....!!!
@ Blues
Über die hinlänglich bekannten melancholisch-depressiven Seiten der Deutschen habe ich mich schon ausgelassen. Es geht auch hierbei natürlich nur um Tendenzen.
Wenn es eine Korrelation zwischen Lebensfreude/-zufriedenheit und Suizid geben sollte, wäre die Betrachtung entsprechender Statistiken nicht uninteressant. Mir fielen vor einiger Zeit ein paar davon im Internet auf, leider habe ich nicht mehr alle gefunden.
Nur so viel: Für mich überraschend liegt Deutschland (14,4 pro 100.000 Einwohner) im unteren Drittel der Suizid-Tabelle. Selbst die Schweiz hat eine wesentlich höhere Rate (20,4) zu bieten, obschon man meinen sollte, daß die Zufriedenheit der Bürger dort wesentlich höher ist. Die Zahlen stammen aus einer Veröffentlichung der WHO aus 2002. Eine andere Untersuchung der TU Berlin aus 1990 bestätigt tendenziell diese Zahlen: mit
CH 22,2 / D 17,5 liegen sie allerdings absolut etwas höher.Hättest Du das gedacht? Ich ehrlich gesagt nicht. Wahrscheinlich gehört die dauernde Meckerei der Deutschen in allen Lebenslagen doch zum Volkscharakter der Deutschen, wenn sie sie nicht hätten, wären sie vermutlich wirklich unglücklich.
Weit abgeschlagen am unteren Ende der Tabelle liegen übrigens die Mittelmeerländer Spanien, Italien, Portugal und Griechenland, was wiederun durchaus nachvollziehbar ist.
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"salvamor41" wrote:
....selbst die Schweiz hat eine wesentlich höhere Rate (20,4) zu bieten, obschon man meinen sollte, daß die Zufriedenheit der Bürger dort wesentlich höher ist.....ich hab auch keine fröhlichen Schweizer getroffen. Hat zuviele Deutsche gehabt.....!
Nein, Spass -sofern man bei Salva's Suizidstatistik von Spass reden kann- wir haben sehr,sehr nette Leute aus Schwäbisch Gmünd als auch aus Nürnberg getroffen. Und auf unseren Reisen in Deutschland lustige Münchner und weltoffene Hamburger. Und im Geschäftsleben fröhliche Leute aus allen Regionen Deutschlands.......!
Also, sooooo schlecht seit ihr dann doch nicht. Und zumindest wart ihr so freundlich, den Italos an der WM den Vortritt zu lassen. Das spricht ja schon für Euch.....
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mein Mann ist Ossi (Sachsen-Anhalt) und ich bin Franke!
Wer behauptet, das sind alles nur Klischees, den lache ich aus! Im gesamten betrachtet hat das alles seinen Grund! Selbst mein Mann wollte einiges nicht wahrhaben....bis ich ihn gefragt habe, wieso seine beiden Söhne aus erster Ehe eigentlich Steve und Andy lt. Paß heißen und nicht Stefan und Andreas......Man muss nicht immer nur Dialekte hören, um Leute zuordnen zu können! Und dass wir Franken Grantler sind....ist eben so
und können aber auch gut und oft anders, wenn wir wollen, hat Blues ja schon bemerkt! -
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich gleich wieder unbeliebt mache, weise ich hiermit nochmal auf meine persönliche "Beliebheisscala der Bundesländer im Urlaub" hin, denn ich habe diesen Thread ja eröffnet, allerdings erst, nachdem mich Salvamor dazu ermuntert hat; ich wollte erst garnicht

Habe ja in vorherigen Postings schon, für mich selber wohlgemerkt, aufgezeigt, dass für mich die Rheinländer auf Platz 1 und die Norddeutschen auf Platz 3 sind. Dazwischen ordne ich aber zu gleichen Teilen die Bayern u. Franken auf Platz 2 ein

auf Platz 4 kommen aber für mich, man glaubt es kaum, die "Ossi's", jahaaa!
Und nochmal, ich spreche hier n u r von den Erfahrungen in meinem diesjährigen Urlaub, alles andere wäre echt zu pauschalisiert und dass die Schwaben hier so schlecht wegkommen ist einfach so!
Allerdings sei noch zu erwähnen, dass wir auch viele Österreicher im Hotel hatten, mit denen man auch wunderbar auskommen konnte, außer als das Fußballspiel : Deutschland-.......(habe ich schon vergessen) stattfand, was alle gemeinsam ansahen.
Da gabs fast Krieg, weil wir immer nur abfällig über die "Deitschen"(die deutsche Mannschaft war hoffentlich nur gemeint) hörten
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Ich freue mich natürlich, daß die Rheinländer hier bisher ganz gut weg gekommen sind. Als jemand, der der eigenen "Spezies" auch kritisch gegenübersteht, sind mir allerdings die durchaus auch vorhandenen "problematischen Zonen" der Rheinländer durchaus geläufig. Einiges ist ja hier auch schon angeklungen. Der größte Vorteil hier im Rheinland scheint mir die durchaus positive Einstellung zum Leben zu sein, im Gegensatz zu einigen anderen Gegenden Deutschlands. Man geht vor allem sehr tolerant mit Fremden um, egal ob mit Deutschen oder Ausländern. Hier werden alle, wenn sie mitmachen, ganz schnell adaptiert.
Es gibt allerdings durchaus feine Unterschiede zwischen den verschiedenen Rheinlanden, Aachener sind anders als Kölner, diese wieder anders als Düsseldorfer. Die Rheinländer unter uns wissen, wovon ich rede. Aber das sind solche Feinheiten, die Fremde kaum wahrnehmen.
Jetzt möchte ich aber hier mal eine Lanze für die Schwaben brechen. Die scheinen mir hier nicht gut weggekommen zu sein, indem man sie meist so in die Ecke der Verschrobenheit gestellt hat.
Als langjähriger Mitarbeiter einer schwäbischen Firma mit Zweigwerk im Rheinland habe ich andere, positivere Erfahrungen gemacht, auch wenn Schwaben und Rheinländer mentalitätsmäßig wenig miteinander harmonieren. Aber vielleicht sind es die Gegensätze, die einen anziehen. Mir haben immer die klaren Gedanken, die Kreativität und die Akkuratesse bei der Arbeit imponiert. Wo der Rheinländer sagt, jetzt ist es gut, jetzt wird mir das zu viel, fangen die Schwaben erst richtig an. Ihre Arbeitsamkeit ist dabei ihre Triebfeder, was man von den Rheinländern nun nicht unbedingt behaupten kann.Ich habe allerdings auch mitbekommen, daß es unterschiedliche Schwaben gibt. Die württembergischen Schwaben (sie werden von den anderen Schwaben "Blitz-Schwaben" genannt, wie ich soeben erfahren habe), sind wieder ganz anders wie die bayrischen Schwaben. Ich kenne selber viele urgemütliche Schwaben aus der Stuttgarter Gegend, da spielt auch der Wein eine Rolle. Allerdings sind mir auch schon sehr schneidige, akribische, zynische Schwaben untergekommen. Im bayrischen Schwaben wird Bier getrunken, das merkt man schon. Die Leut' dort sind grummeliger, ernster, akzeptieren Fremde nicht so ohne weiteres.
Insgesamt weiß ich die Schwaben zu nehmen, wie sie sind, und schätze sie unter dem Strich sehr.
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das läuft runter wie Spitzenolivenöl (in Goldfolie gepackt)

Am WE werd ich mal schauen, was die bayr.Schwaben so treiben (Wiesn)!
Gestern in der Münchner Runde hat man mal wieder gesehen, wie in Bayern die Traditionen gepflegt werden. (besonders zur Wiesn Zeit)
