Airbus A380 und kein Ende....
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war ne Pressemeldung.
Klar, aus der Sicht der AN völlig konform zu Deinem Posting, keine Frage.
Die müssen doch immer herhalten und es ist immer leichter darüber zu urteilen, wenn man selbst nicht betroffen ist.Unterhalte mich regelmäßig mit einem Freund, da er bei Eurocopter arbeitet. Als es vor Jahren, darum ging, Belegschaftsaktien zu kaufen, haben wir uns über den Gesamtkonzern unterhalten und recherchiert.
Wir kamen zu dem Ergebnis, dass diese Konstellation unter keinem guten Stern steht, da beide Regierungen zu viel Einfluß im Unternehmen haben und nationale Interessen in den Vordergrund rücken könnten.
Nun sind wir an diesem Punkt und dem Frieden willen, wird es die Lösung mit der Bundesregierung geben.
Es sei denn, ein Privatinvestor, bzw. eine Gruppe derer, springt ein!
PS: Bei Eurocopter das gleiche Spiel und nur eine Frage der Zeit!
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"salvamor41" wrote:
Mein lieber meinungsfreiheit, über das Schicksal von über 20.000 Mitarbeitern kann keine Bundesregierung gleichgültig hinwegsehen.Doch und sollten sie auch. Die haben sich dort nicht einzumischen.
Aber irgendwie off-topic gerade -
@ noeler
Glaubst Du, daß sich die Probleme mit deutscher Ignoranz in Luft auflösen? Die französische Regierung hat sich ihre massive Einflußnahme auf die Geschäftspolitik von EADS schon seit langem gesichert.
Würdest Du uns mal Deine etwas detaillierteren Gründe darlegen, warum Dir das Schicksal von 20.000 deutschen Arbeitnehmern schnuppe ist?!
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EADS stürzt immer tiefer in die Krise.
Der Absatz bricht ein, und nur 3 Monate nach der Amtsübernahme
wirft Chr. Streiff, Chef von Airbus, die Brocken hin.Der Manager soll die geplante Anbindung an die Muttergesellschaft abgelehnt haben. EADS Co Chef Gallois hat das Ruder übernommen
und erst jetzt haben die Deutschen die Hosen voll.Mein Börsenblättle schreibt:
Angesichts der desaströsen Informationspolitik sollten Anleger über kurz oder lang die Reißleine ziehen.
Derzeit ist völlig offen, inwieweit der Flugzeugbauer die Probleme meistern kann.Wenn ich jetzt behaupte, an der Börse wird Zukunft gehandelt, dann käme ich zum Schluß:
Warum Geld reinpumpen, wenn beim A380 die Gewinnschwelle eh nie erreicht wird!
Aus der Sicht eines AN bei Airbus in Deutschland sieht die Lage natürlich anders aus, da gehe ich mit Salvamor völlig konform.
Wir haben halt versch. Betrachtungsweisen.
Salvamor, ich wollte dies nochmals anführen, nicht dass wir uns missverstehen

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@ an alle!
Ich wurde und werde den Verdacht nicht los, dass diese Misere schon vor Jahren von langer Hand geplant worden ist, und zwar von Toulouse und dem franz. Staat. Das Image soll einfach in Frankreich bleiben. Was sich da im Unter-Hintergrund abspielt ist schmutzige Wäsche waschen. Der Neid stand immer auf Hamburg -denke ich mal?! Auch die ganzen Probleme mit der Erweiterung Finkenwerders, der Startbahn usw. sind meiner Meinung nach ganz anderswo angesiedelt. - Eben von Frankreich! Hamburg wird so zu einem "psychisch kranken Kind " gestempelt. Da stecken nicht nur die Konzerne mit ihren Bossen dahinter, das geht auf höchster internationaler Ebene ab. - Laßt die Deutschen doch die Suppe halb auslöffeln und zahlen! Ebenso denke ich, dass auch Boing seinen Untergrundanteil dazu beigetragen hat?!
Und ich denke es kommt für Hamburg noch viel schlimmer! Der Presse- Hochjubel ist vorbei! Nun kommen so langsam die nackten Tatsachen auf den Tisch. - Schuß mit lustig! Mal sehen wie groß die Buchstaben in der einschlägigen Presse jetzt werden?!
Ist es nicht vielmehr so: Wir, die Frazosen, gebrauchen gerne die Technologie Deutschlands, aber verkaufen wollen wir!
War das nicht mit der Concord das gleiche Spiel zwischen England und Frankreich?Das ist meine Empfindung!
Nunmehr ist der Konsens doch nur noch SCHADENSBEGRENZUNG und hier bei den "Verantwortlichen" abschöpefen was noch zu kriegen ist, bevor der Topf leer ist.
Grüße
Dieter -
@ noki
Ich sehe es ähnlich.
Auch wenn Monsieur Gallois, der neue französische Oberfritze der EADS, jetzt in Hamburg war und bei einem Schwätzchen Ole von Beust versichert hat, daß alles gut wird, sehe ich noch längst keinen Konsens. Fest steht, daß der deutschen Seite erst jetzt klar geworden ist, daß sie bisher tief und fest gepennt hat. Welche politischen Einfluß- und Rücksichtnahmen da eine Rolle gespielt haben, würde man wirklich gerne wissen.
Teamarbeit? Gerne! Aber nur unter Führung der Grand Nation. Diese Einstellung ist tief und fest im Bewußtsein der Franzosen verankert. Wer je mit ihnen geschäftlich verbandelt war, weiß das.
Du schreibst, daß die Franzosen gerne die deutsche Technologie in Anspruch nehmen, aber selber (und zu eigenem Nutzen, unterstelle ich!) verkaufen möchten, ist offensichtlich. Jedenfalls haben sie von Anfang an darauf geachtet, daß ihr Einfluß auf die Geschäftspolitik von niemandem geschmälert wurde.
Die Franzosen haben die Früchte vom Baum gerne als Erste geerntet. Und gerade deshalb sollten sie jetzt, wo ernste Störungen auftreten, auch als Erste zur Verantwortung gezogen werden.
Aber, wie bei solchen politisch beeinflußten Konstrukten üblich, werden die beiden Regierungen wohl miteinander auskungeln, wer den Schaden in welcher Höhe zu tragen hat. Und wie in der Politik üblich, spielen dabei logische Überlegungen nur am Rande mit.
Ich fürchte, daß Du Recht behältst. Deutsche Standorte, nicht einmal in erster Linie Finkenwerder, werden am Ende die Arschkarte gezogen haben.
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A380 und kein Ende.......
Gallois sagt: "Airbus steht auf dem Spiel"
Enders warnt vor Hysterie.Mal eine Zahl zum Nachdenken:
Ein Geschäft wird der A380 wohl am Sankt-Nimmerleins-Tag!
Der Break-Even lag bei 270 verk. Flugzeugen und nun bei 420 Stück.
Die nächste Misere ist im Anlauf. Der A350. Wie soll er gebaut werden, wenn es jetzt schon hint und vorn klemmt. Gallois will das Flugzeug auf jeden Fall, denn die alten A330, A340 haben gegen Boeings 787 keine Chance mehr.
Wenn EADS dieses Segment aufgibt, das 40% des Markts ausmacht, fallen sie langfristig hinter Boeing zurück.Wenn nur alles so laufen würde, wie beim Erfolgsmodell A320. Das Nachfolgemodell ist aber erst auf 2015 geplant.
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HALLO Salvamor41
Teamarbeit? Gerne! Aber nur unter Führung der Grand Nation. Diese Einstellung ist tief und fest im Bewußtsein der Franzosen verankert. Wer je mit ihnen geschäftlich verbandelt war, weiß das.
Die Franzosen haben die Früchte vom Baum gerne als Erste geerntet. Und gerade deshalb sollten sie jetzt, wo ernste Störungen auftreten, auch als Erste zur Verantwortung gezogen werden...... ich zitierte Dich jetzt einfach mal in einigen
Passagenl!Vor vielen Jahren hat man die Spezialisten im Flugzeugbau, egal aus welchem Fachgebiet, nach Toulouse gelockt; ihnen hat man viel Geld angeboten, nebst soziale Sicherheit. Viel mehr Einkommen als man derzeit in Deutschland verdienen konnte!
Teamarbeit: Nur unter den kaum fähigen "Spezialisten" der Grande Nation.
Mit den Früchten ist das etwas anderes: Wir, die Franzosen, schauen wie die Früchte wachsen, aber verkaufen wollen sie wir!Du wirst keinen Verantwortlichen finden für dieses Disaster, denn es gibt keinen im eigentlichen Sinne, der verantwortlich sein könnte!
Die Bankkonten derer sind doch schon voll, und nach uns die Sintflut! Ist das nicht in allen Konzernen so? Eigentlich sind sie ja clever, aber, wie unsere Volksvertreter: Sind sie sich auch bewußt ihrer Aufgabe und Verantwortung?
Sonst verdienen sie das Geld nicht, das sie sich nehmen!
Einige Gedanken - mehr nicht.Gruß Dieter
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@ noki
Es ist weitgehend so, wie Du schreibst. Die Verantwortlichen für das Desaster sind allerdings schon klar, das sind diejenigen, die die Auslieferungstermine für den A380 fahrlässig viel zu früh angesetzt haben. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Die Kunden drücken, und um den Auftrag zu bekommen und sich darin sonnen zu können, werden vom Vertrieb dem Abnehmer viel zu kurze Termine genannt nach dem Motto "Wir werden innerbetrieblich schon den Druck so erhöhen, daß das klappt."
Es sind Streiks der deutschen Airbus-Belegschaften für den Fall angekündigt worden, daß die deutschen Unternehmen die Suppe auslöffeln sollen und größere Entlassungen angekündigt werden. Damit würden die Auslieferungstermine der Maschinen noch weiter nach hinten verschoben werden müssen, was womöglich sogar Auftragsannullierungen größeren Umfangs nach sich ziehen würde.
Das Gesamtprojekt A380 stünde dann auf der Kippe, aber die deutschen Arbeitnehmer hätten sich in diesem Falle womöglich ihre Arbeitsplätze endgültig selber unter dem Hintern weggestreikt. Ein Parforce-Ritt!Mir schwant Übles! Hoffen wir, daß es nicht so schlimm kommt!
Zuerst einmal muß die deutsche Verhandlungsposition gestärkt werden. -
Mir schwant auch Übles! Nur diejenigen, die das alles vom Projektmanagement "vermasselt" haben, derer wird man nicht mehr habhaft werden. Das Schlimmste wäre jetzt wenn man auf Biegen und Brechen die Ausliefertermine halten wollte. Das könnte sich auf die Qualität und damit die technische Sicherheit und Zuverlässigkeit dieser Produkte auswirken. Das wäre fatal!
Wie klug, dass Hamburg die Auslieferung überlassen wurde, - warum wohl? Der schwarze Peter ist jetzt hier in Deutschland und nicht in Toulouse!
Habe vor vielen Jahren mal ein Projekt eines deutschen Auftragsgebers in einem großen Konzern südlich von Paris begleitet. Mir fehlten damals schon die Worte: Norm? (DIN =Das Ist Nonsens) Was ist das, wir haben nur die fanzösische! Was geht es uns an, wenn die Schrauben in Deutschland nicht passen. Usw. usf. .....In Frankreisch ist alles außer Norm, bis auf den Wein! Und den halten sie auch für den besten aller Besten.
Nationalstolz ist eine positive Sache, solange er nicht übertrieben wird! -
"noki" wrote:
In Frankreisch ist alles außer Norm, bis auf den Wein! Und den halten sie auch für den besten aller Besten.
Nationalstolz ist eine positive Sache, solange er nicht übertrieben wird!Ist er auch (der Wein) und uns würde dieser Patriotismus manchmal auch nicht schaden!
Bei den Autobauern schneiden die Franzosen regelmäßig gut ab. So schlecht kann die Norm nicht sein!Noki, Du hast kürzlich die Concorde angesprochen. Die Technik war veraltet und weiterentwickeln hätte zu viel Geld gekostet. Da ist es doch manchmal besser abzuschreiben und gut iss.
Die deutschen Banken machen das regelmäßig und manche verbuchen sogar unter Peanuts!Wenn man aber, wie beim Bau vom A380, ein Bündnis eingeht, darf man hinterher nicht jammern, so meine Meinung.
Ich prüfe meine Geschäftspartner, und wenn es nicht paßt, lasse ich es bleiben.Aus Bankensicht:
Goldman Sachs rechnet vor, dass EADS trotz A380 Krise in diesem Jahr 803 Mio. EUR und im nächsten Jahr 870 Mio EUR Überschuss ausweisen könnte. Da wäre sogar weiter eine Dividende drin. Den Liquiditätsengpass könnten die Finanzmärkte beseitigen.
Diese Milchmädchenrechnung ist allerdings ohne die, in meinem vorigen Posting, gemachten Folgeprogramme erstellt.Alles immmer eine Sache, wie es am Markt verkauft wird!
Arbeitsplätze werden wegfallen, ob mit Beteiligung der Regierung, oder ohne. Die Kosten müssen reingeholt werden und leider, wie immer, auf Kosten der AN.
Wenn ein dt. Manager nur 3 Monate bei Airbus durchhält, zeugt dies nicht gerade von hoher Kompetenz und Durchsetzungsvermögen. -
"meinungsfreiheit" wrote:
Wenn man aber, wie beim Bau vom A380, ein Bündnis eingeht, darf man hinterher nicht jammern, so meine Meinung.
Ich prüfe meine Geschäftspartner, und wenn es nicht paßt, lasse ich es bleiben.......Arbeitsplätze werden wegfallen, ob mit Beteiligung der Regierung, oder ohne. Die Kosten müssen reingeholt werden und leider, wie immer, auf Kosten der AN.
Wenn ein dt. Manager nur 3 Monate bei Airbus durchhält, zeugt dies nicht gerade von hoher Kompetenz und Durchsetzungsvermögen.@ meinungsfreiheit
EADS und damit auch Airbus sind politische Konstrukte.
Die Versäumnisse der deutschen Politik, sich entsprechend im Konzern zu positionieren, sind offensichtlich, da hast Du völlig Recht. Das ist aber jetzt kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen und die deutschen AN den besser positionierten Franzosen zum Fraß vorzuwerfen. Und deshalb halte ich es für dringend geboten, daß es eine entsprechende Beteiligung, entweder über Privatinvestoren oder mit Bankenbeteiligung, der deutschen Seite gibt. Erst dann besteht zumindest die Möglichkeit, daß die Folgen der Krise nicht ausschließlich den Deutschen ans Bein gebunden werden. Denn daß es Arbeitsplatzverluste im Konzern geben wird, dürfte außer Frage stehen. Das hast Du richtig dargestellt. -
"meinungsfreiheit" wrote:
Aus Bankensicht:Goldman Sachs rechnet vor, dass EADS trotz A380 Krise in diesem Jahr 803 Mio. EUR und im nächsten Jahr 870 Mio EUR Überschuss ausweisen könnte. Da wäre sogar weiter eine Dividende drin. Den Liquiditätsengpass könnten die Finanzmärkte beseitigen.
Diese Milchmädchenrechnung ist allerdings ohne die, in meinem vorigen Posting, gemachten Folgeprogramme erstellt.@ meinungsfreiheit
Die "Krise" wird sich richtig erst in den Jahren ab '08 niederschlagen, wenn die entsprechenden Poenalen fällig werden und weitere Auftragsannullierungen die Produktivität negativ beeinflussen. Und wenn der Break Even dann erst, wie Du schreibst, bei fast 500 Einheiten eintritt und die von Dir aufgeführten Probleme bei den Nachfolgeprogrammen eskalieren, dann bin ich mal gespannt, ob man den A380 überhaupt weiter verfolgen wird. Manchmal ist es besser, früh genug ein Ei über etwas zu schlagen und die Sache abzuhaken.
Die Gelackmeierten würden mal wieder die Arbeitnehmer sein. Die Vorturner bei EADS haben die Taschen eh schon voll, wie noki richtig erwähnt, erscheinen aber dann prompt wieder als Spitzenmanager bei einem anderen Konzern. Die kleinen AN werden der Bundesanstalt für Arbeit anheim fallen, und zumindest die etwas älteren, schon so ab 45, dürfen sich dann in die lange Schlange der Hartz IV-Bezieher einreihen.
Der Steuerzahler wird die Zeche bezahlen, so oder so!
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eigentlich sollte man den A380 abschreiben.
Nur diese Blöße wird man sich nicht geben, weder noch.Das wird (bzw. ist es schon) m.E. ein Milliardengrab!
In jeglicher Hinsicht!
Die sollen sich auf ihren A320 konzentrieren, evtl. den A350 dazu, um Boeing die Stirn zu bieten.
Der A380 wird ähnlich der Concorde in 30 Jahren als gescheitertes Konstrukt im Museum stehen (Zukunftspekulation).
Die Scheichs werden dann noch ein Paar besitzen, um mit ihrem ganzen Hausstand durch die Gegend fliegen zu können.
Das Fliegen in diesem Vogel könnte dann ein Event sein, so wie es das bei der Concorde war!Beide Regierungen werden sich dann rühmen, eine solche Sensation entwickelt und produziert zu haben! Supi, echt!
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Einer dpa-Meldung ("Welt am Sonntag" von heute) zufolge haben sich die französischen Airbus-Hauptaktionäre auf die Eckpunkte eines drastischen Kürzungsplans namens "Energie 8" verständigt. Dies berichtet der "Focus" unter Berufung auf Pariser Regierungskreise. Der Plan sehe vor, bis 2010 zehn Prozent der weltweit 110.000 Arbeitsplätze bei Airbus und den Zulieferern abzubauen. Hamburg könne dem Plan zufolge die A 380-Fertigung behalten, werde dafür aber in den kommenden vier Jahren mehrere Tausend stellen verlieren.
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hab ich auch gelesen. Bei meiner Meldung steht "Power 8".
Ob nun Energie oder verangliziert.(Was für ein Wort) Die Verlierer stehen fest, wie immer!

Wünsch Dir einen schönen Sonntag!
LG
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Kenne mich mit dem Thema nich gut genug aus, jedoch merke ich, daß aufgrund der entstehenden hohen Kosten Arbeitsplätze in Gefahr sind, was aber anscheinend nur wieder die kleinen trifft. Auch verstehe ich nicht, daß man eine Produktion zeitlich so kalkuliert, daß es so eng wird. Dieses Problem war schon mal.
lg -
Fällt mir nur ein: Jeans-Management, an den wichtigen Stellen Nieten
