Insolvenz Thomas Cook Gruppe (Neckermann, Öger Tours, Bucher Reisen)
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@vonschmeling sagte:
Auf die (prognostizierte) Lücke schließlich zwischen der Auszahlungsquote und den tatsächlich erbrachten Zahlungen glauben einige Juristen den Staat in Anspruch nehmen zu können, wegen unzureichender Umsetzung der EU Richtlinien.
Soweit die Ist-Situation ...Hoffentlich bleibts beim "Glauben", wär ja noch schöner wenn der Steuerzahler jetzt sogar Pauschalreisen finanzieren soll !
@wiener-michi sagte:
Hoffentlich bleibts beim "Glauben", wär ja noch schöner wenn der Steuerzahler jetzt sogar Pauschalreisen finanzieren soll !
Genau das wird bzw. wurde in Österreich aber zugesichert (Staatshaftung sofern Versicherung nicht reicht für TC-Österreich-Kunden). Will ein Ö hier nur mal stänkern ?
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Unabhängig davon was in Österreich - von wem auch immer - "zugesichert" wurde - eine Staatshaftung für Pauschalreisen ist ja wohl das allerletzte. D.h. der Steuerzahler soll dafür aufkommen wenn eine einzelne Wirtschaftsbranche Schwierigkeiten hat? In dem Wissen dass sich ebendiese Branche mit Händen und Füßen gegen eine Erhöhung des Sicherungsrahmens gewehrt hat? Damit Tante Hilde noch "günstig" in den "wohlverdienten" Urlaub kommt?
Wer zahlt denn den Air Berlin oder Germania Kunden, die direkt gebucht haben, irgendwas zurück? Wer dem Hausbesitzer, dessen Handwerker pleite geht und die Anzahlung futsch ist? Wer dem Anleihezeichner in Windparks, wenn der Betreiber insolvent wird?
Also bitte. Kirche ==> Dorf
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Genau so schaut's aus!
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Ah , jetzt kommen wieder die ganz besonders hilfreichen Infos .
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Fehlt nur noch TF, aber der ist ja unterwegs in den Urlaub.
Bitte lasst doch das gegenseitige Gezwicke sein. -
Fehlt nur noch TF, aber der ist ja unterwegs in den Urlaub.
Bitte lasst doch das gegenseitige Gezwicke sein.Na, zum Thema "zwicken" gibt's ja ein überaus erbauliches Lied von W. Ambros - "zwickts mi - i man i dram" oder so (sorry für die freie Übersetzung, bin kein Österreicher) - aber das passt ganz gut zum Thema "Staatshaftung".
Es wird keine geben. Falls jemals, in nicht absehbaren Jahren, der EuGH zum Entschluss kommen sollte dass eine Richtlinie nicht richtig umgesetzt wurde wird dies nur für die Zukunft bindend sein. Ich halte es für fahrlässig, wenn in einem Reiseforum unwidersprochen behauptet wird dass mit Zahlungen an Geschädigte aus der Cook-Pleite aus staatlichen Quellen zu rechnen sei. Dem ist zu 99,9 % nicht so.
Und das auch zum Thema "hilfreiche Info".
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Na, zum Thema "zwicken" gibt's ja ein überaus erbauliches Lied von W. Ambros - "zwickts mi - i man i dram" oder so (sorry für die freie Übersetzung, bin kein Österreicher) - aber das passt ganz gut zum Thema "Staatshaftung".
Es wird keine geben. Falls jemals, in nicht absehbaren Jahren, der EuGH zum Entschluss kommen sollte dass eine Richtlinie nicht richtig umgesetzt wurde wird dies nur für die Zukunft bindend sein. Ich halte es für fahrlässig, wenn in einem Reiseforum unwidersprochen behauptet wird dass mit Zahlungen an Geschädigte aus der Cook-Pleite aus staatlichen Quellen zu rechnen sei. Dem ist zu 99,9 % nicht so.
Und das auch zum Thema "hilfreiche Info".
Über Staats-/Amtshaftungsklagen entscheiden in Deutschland in erster Linie Landgerichte, und zwar bzw. insbesondere auch retrospektiv.
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@NeckarSchwalbe
Es geht nicht um "Staatshaftung für Pauschalreisen". Es geht um Staatshaftung für schlecht umgesetzte EU-Richtlinie. Es ist nämlich ein meilenweiter Unterschied, auch wenn es in diesem Fall im Ergebnis das gleich wäre.Wenn der Gesetzgeber die EU-Richtlinien mangelhaft in Gesetze umsetzt, dann haftet er natürlich dafür, wer denn sonst?
Da braucht keiner mit polemischem "Steuerzahler" zu kommen, darum geht es nämlich nicht. Sondern um die Verantwortung.
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@NeckarSchwalbe
Es geht nicht um "Staatshaftung für Pauschalreisen". Es geht um Staatshaftung für schlecht umgesetzte EU-Richtlinie. Es ist nämlich ein meilenweiter Unterschied, auch wenn es in diesem Fall im Ergebnis das gleich wäre.Wenn der Gesetzgeber die EU-Richtlinien mangelhaft in Gesetze umsetzt, dann haftet er natürlich dafür, wer denn sonst?
Da braucht keiner mit polemischem "Steuerzahler" zu kommen, darum geht es nämlich nicht. Sondern um die Verantwortung.
@sonnestrand75 sagte:
... Da braucht keiner mit polemischem "Steuerzahler" zu kommen, darum geht es nämlich nicht. Sondern um die Verantwortung.
Meinst Du so: Der Steuerzahler hatte die Möglichkeit, einen Gesetzgeber zu wählen, der in der Lage ist, geltendem Recht zur Geltung zu verhelfen. Da er diese Möglichkeit ungenutzt verstreichen ließ, muss er nun mit den Folgen leben. Das gilt auch für den Fall, dass er persönlich einen anderen Gesetzgeber präferiert hätte, er jedoch wegen denen, die sich anderweitig entschieden haben, nun in die Röhre guckt.
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@NeckarSchwalbe
Es geht nicht um "Staatshaftung für Pauschalreisen". Es geht um Staatshaftung für schlecht umgesetzte EU-Richtlinie. Es ist nämlich ein meilenweiter Unterschied, auch wenn es in diesem Fall im Ergebnis das gleich wäre.Wenn der Gesetzgeber die EU-Richtlinien mangelhaft in Gesetze umsetzt, dann haftet er natürlich dafür, wer denn sonst?
Da braucht keiner mit polemischem "Steuerzahler" zu kommen, darum geht es nämlich nicht. Sondern um die Verantwortung.
xxx Nickansprache repariert! xxx
@sonnestrand75 sagte:
@NeckarSchwabe
Es geht nicht um "Staatshaftung für Pauschalreisen". Es geht um Staatshaftung für schlecht umgesetzte EU-Richtlinie. Es ist nämlich ein meilenweiter Unterschied, auch wenn es in diesem Fall im Ergebnis das gleich wäre.Wenn der Gesetzgeber die EU-Richtlinien mangelhaft in Gesetze umsetzt, dann haftet er natürlich dafür, wer denn sonst?
Da braucht keiner mit polemischem "Steuerzahler" zu kommen, darum geht es nämlich nicht. Sondern um die Verantwortung.
Sag mal- glaubst du denn wirklich was du da schreibst ?
Die Leute wollen ihre Kohle zurück, egal wie, diese Eu-Richtlinie ist doch nur ein Vorwand.
Und was soll an Steuerzahler polemisch sein ? Staatsausgaben/Haftungen werden nun mal von "unseren Steuern" bezahlt, du zahlst-ich zahle- wir alle zahlen. Und wie komme ich dazu einen TC-Pleitegeier zu unterstützen, da hackts wohl
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@wiener-michi
Dir steht es jederzeit frei, einen Staat für dich zu wählen, bei dem "der Steuerzahler" ausschließlich sinnvolle, von ihm vorher genehmigte Ausgaben finanzieren muss.Die Verantwortung liegt beim Staat als Gesetzegeber. Dass der Steuerzahler die finanzielle Folgen davon zu tragen hat, ist nichts Neues. Wie bei jeder Entscheidung des Staates, Ausgaben zu tätigen.
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Über Staats-/Amtshaftungsklagen entscheiden in Deutschland in erster Linie Landgerichte, und zwar bzw. insbesondere auch retrospektiv.
@cccidabbleyuh sagte:
Über Staats-/Amtshaftungsklagen entscheiden in Deutschland in erster Linie Landgerichte, und zwar bzw. insbesondere auch retrospektiv.
Vielleicht nicht gleich das erstschlechteste Googleergebnis nehmen und hier hinterlassen CW ...
Im Kontext ist diese Aussage nämlich so viel wert wie die TC Aktie.
Es geht hier um eine EU Richtlinie und deren gesetzgeberische Umsetzung, ferner frage ich mich, ob dir der Begriff retrospektiv überhaupt etwas sagt?
Kurz und gut: leider Mumpitz - manchmal muss man es einfach unumwunden aussprechen. -
@wiener-michi
Dir steht es jederzeit frei, einen Staat für dich zu wählen, bei dem "der Steuerzahler" ausschließlich sinnvolle, von ihm vorher genehmigte Ausgaben finanzieren muss.Die Verantwortung liegt beim Staat als Gesetzegeber. Dass der Steuerzahler die finanzielle Folgen davon zu tragen hat, ist nichts Neues. Wie bei jeder Entscheidung des Staates, Ausgaben zu tätigen.
@sonnestrand75 sagte:
@wiener-michi
Dir steht es jederzeit frei, einen Staat für dich zu wählen, bei dem "der Steuerzahler" ausschließlich sinnvolle, von ihm vorher genehmigte Ausgaben finanzieren muss.Die Verantwortung liegt beim Staat als Gesetzegeber. Dass der Steuerzahler die finanzielle Folgen davon zu tragen hat, ist nichts Neues. Wie bei jeder Entscheidung des Staates, Ausgaben zu tätigen.
Dreist und unverfroren, alle Eu-Richtlinien sind einem Schnuppe, aber wenn Kohle in Aussicht ist schreit man nach der Staatshaftung, einfach nur assozial.
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@towi1802
Sehr schön formuliert ...
Wobei SonneStrand75 natürlich nicht ganz unrecht hat mit der Quintenssenz, dass der steuerzahlende Wähler nur in einem verschwindend geringen Ausmaß darauf Einfluss nehmen kann, wofür seine Penunsen zum Fenster rausgeworfen werden. -
@wiener-michi
Asozial sind für mich bisher nur deine Beiträge. -
Mit dem Versuch einer Versachlichung jenseits des Quatsches von Landgerichten, die eine Staatshaftung vorschreiben etc,:
- TC ist insolvent
- Die Versicherung deckelt bei 110 Mio. €
- Dafür verantwortlich ist nicht die Bundesregierung - der ist das völlig Banane, die hätte auch 5 Mrd. reingeschrieben
- Verantwortlich ist die Reisebranche die billige Preise wollte
- Der Verbraucher trägt wie überall sonst auch das Restrisriko
- Der Verbraucher bleibt auf Kosten sitzen
Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.
