Insolvenz Thomas Cook Gruppe (Neckermann, Öger Tours, Bucher Reisen)
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@Neckarschwabe,
80 Millionen Steuerzahler fragen sich aber auch warum sie z.B. für die Polizeipräsenz bei Bundesligaspielen aufkommen sollen, zumal die Vereine Einnahmen in Milliarden Euro haben, oder warum die Vereine keine oder weniger Mwst. zahlen dürfen? Nicht Alle sind Fussballfans. Oder warum sollen Alle z.B. Opern mitfinanzieren? Ect.pp. -
Wie würde das denn ablaufen wenn jetzt der Staat die Differenz übernimmt?
In der Pressekonferenz sprach man davon das, dass über eine Abtretungserklärung umgesetzt wird.
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Jaja - ich hatte die Zahl nicht parat. Es ging ja aber um die Relation

Wie gesagt, die Volksseele außerhalb der Reiseforen ist am überkochen. Dinge wie "der Staat als Reparaturbetrieb des Kapitalismus" oder "aber andererseits frage ich mich, warum ausgerechnet hier der Staat einspringt. Die Thomas-Cook-Pleite ist schließlich keine Naturkatastrophe oder ein ähnliches Desaster, das die betroffenen Leute in eine existenzbedrohende Lage bringt. So mancher Häuslebauer steht dagegen wirklich vor dem Nichts, wenn die Baufirma pleite geht." (ähnliches war hier auch schon zu lesen) gehören da noch zu den harmloseren.
Das kriegen auch Politiker mit.Wenn es ein EU Gesetz geben würde, welches automatisch Häuslebauer absichert bei etwaiger Insolvenz der Baufirma und BRD dieses bei Summe x deckelt. Nun ist der Bauboom riesig und Firma xy (einer der BIG 5) ist nun überraschend insolvent, würden diese Häuslebauer auch analog ihr Geld wieder bekommen. Was spricht dagegen, wenn es gesetzlich so geschrieben steht?
Die Schuldigen sind hier weder die Häuslebauer noch die Urlauber, sondern die Regierung mit der fehlerhaften Umsetzung.
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@Candecor,
ich halte den Vorschlag, daß Kaera die ganze Transaktion auch für die Staatshaftung übernimmt für das Beste und Einfachste, sowie für die kostengünstige Art, da Kaera die notwendigen Daten vorrätig hat. -
Folgende Schlussfolgerung ist mir eingefallen: wenn der Staat einspringt und alle Pauschalurlaber entschädigt, dann ist die Insolvenzmasse, aus der alle anderen Geschädigten (z.B. Kunden, die Einzelleistungen gebucht haben) schöpfen können, größer. Sehe ich das richtig? Also haben diese Kunden dadurch mehr Chancen, ihre Zahlungen ganz oder teilweise vom Insolvenzverwalter zu bekommen...
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Dass sich die Betroffenen hier freuen ist klar - auch wenn einige meinen motzen zu müssen dass sie jetzt teurer neu gebucht haben ...
Wegen Bürgerfreundlichkeit hab ich aber so ein paar Bedenken. Es ist dahingehend freundlich, um ein gewisses Vertrauen in einen Teil der Wirtschaftsordnung wieder herzustellen, das ja, aber gleichzeitig fragen sich 80 Millionen Steuerzahler, weshalb sie für 200.000 oder wieviel auch immer privatrechtlich Geschädigte bezahlen sollen.
Hinzu kommt, dass der Haushalt bereits verabschiedet ist - die Bundesregierung kann nicht einfach mal "so eben" hunderte Millionen irgendwo hernehmen und ohne das Parlament schon gleich dreimal nicht. Warten wir die PK ab!
Übrigens - man schaue mal in die Foren der Presse, z.B. des SPIEGEL oder der ZEIT - da findet sich unter hunderten Beiträgen fast keiner der das toll findet.
Also, so ganz in trockenen Tüchern sehe ich das politisch noch nicht.@neckarschwabe sagte:
Dass sich die Betroffenen hier freuen ist klar - auch wenn einige meinen motzen zu müssen dass sie jetzt teurer neu gebucht haben ...
"Jetzt" hat niemand gebucht, sondern Ende September nach der Insolvenz.
Warum du jetzt motzen musst, weiß ich auch nicht.Es ging darum, dass der wirkliche Schaden deutlich größer ist, als nur die Anzahlung. Obwohl beim Schadenausgleich der Zustand hergestellt werden soll, der ohne das Eintreten des Schadenereignisses (Insolvenz) zustande gekommen wäre.
Zum "warum soll der Steuerzahler zahlen" wurde schon zig Mal was gesagt und die Bundesregierung auch erklärt. Vielleicht solltest du es nochmal lesen.
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@AnnabellaDonna
Leider gibt es viel mehr Geschädigte, die auf Insolvenzmasse Anspruch haben, als nur Urlauber. Es wird also nach Abzug der vorrangigen Gläubiger (oder wie sie genau heißen) nicht arg viel bleiben. Die Quote wird also nur ganz minimal besser. -
@AnnabellaDonna
Leider gibt es viel mehr Geschädigte, die auf Insolvenzmasse Anspruch haben, als nur Urlauber. Es wird also nach Abzug der vorrangigen Gläubiger (oder wie sie genau heißen) nicht arg viel bleiben. Die Quote wird also nur ganz minimal besser.@SonneStrand, du hast dich dafür entschieden, zu den dann geltenden Preisen neu zu buchen. Niemand - außer du selbst - hat dich dazu gezwungen. Warum sollten jetzt deine Mehrkosten auch entschädigt werden? Es gibt kein Recht auf Urlaub (im Sinne von reisen). Man könnte den Gedanken dann ja auch weiterspinnen dahingehend, dass jemand, der nicht die Mittel zur Neubuchung hatte, dann vielleicht einen Anspruch auf Schmerzensgeld hätte.
Also bitte Kirche >> Dorf ! -
In ein paar Tagen sind die 60 Tage Wartezeit in Sachen Chargeback Mastercard bei mir erreicht. Bislang habe ich keine Info von der Kera in Sachen Erstattungshöhe. Die Bundesregierung hat sich (logischer Weise) bislang auch nicht bei mir gemeldet. Insofern müsste doch nun Chargeback möglich sein, oder?
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@SonneStrand, du hast dich dafür entschieden, zu den dann geltenden Preisen neu zu buchen. Niemand - außer du selbst - hat dich dazu gezwungen. Warum sollten jetzt deine Mehrkosten auch entschädigt werden? Es gibt kein Recht auf Urlaub (im Sinne von reisen). Man könnte den Gedanken dann ja auch weiterspinnen dahingehend, dass jemand, der nicht die Mittel zur Neubuchung hatte, dann vielleicht einen Anspruch auf Schmerzensgeld hätte.
Also bitte Kirche >> Dorf !@bienekind sagte:
@SonneStrand, du hast dich dafür entschieden, zu den dann geltenden Preisen neu zu buchen. Niemand - außer du selbst - hat dich dazu gezwungen. Warum sollten jetzt deine Mehrkosten auch entschädigt werden?
Den Grund habe ich schon geschrieben. Weil beim Schadenausgleich der Zustand ohne Schadensereignis hergestellt werden soll. Aber das ist dir wahrscheinlich zu hoch.
Abgesehen davon war es eine ERWÄHNUNG und keine Forderung.
Ich hatte ja auch nur Glück, weil wir Lastschriftverfahren hatten. Sonst wäre der Schaden deutlich größer gewesen.
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Dass sich die Betroffenen hier freuen ist klar - auch wenn einige meinen motzen zu müssen dass sie jetzt teurer neu gebucht haben ...
Wegen Bürgerfreundlichkeit hab ich aber so ein paar Bedenken. Es ist dahingehend freundlich, um ein gewisses Vertrauen in einen Teil der Wirtschaftsordnung wieder herzustellen, das ja, aber gleichzeitig fragen sich 80 Millionen Steuerzahler, weshalb sie für 200.000 oder wieviel auch immer privatrechtlich Geschädigte bezahlen sollen.
Hinzu kommt, dass der Haushalt bereits verabschiedet ist - die Bundesregierung kann nicht einfach mal "so eben" hunderte Millionen irgendwo hernehmen und ohne das Parlament schon gleich dreimal nicht. Warten wir die PK ab!
Übrigens - man schaue mal in die Foren der Presse, z.B. des SPIEGEL oder der ZEIT - da findet sich unter hunderten Beiträgen fast keiner der das toll findet.
Also, so ganz in trockenen Tüchern sehe ich das politisch noch nicht.@neckarschwabe sagte:
Wegen Bürgerfreundlichkeit hab ich aber so ein paar Bedenken. Es ist dahingehend freundlich, um ein gewisses Vertrauen in einen Teil der Wirtschaftsordnung wieder herzustellen, das ja, aber gleichzeitig fragen sich 80 Millionen Steuerzahler, weshalb sie für 200.000 oder wieviel auch immer privatrechtlich Geschädigte bezahlen sollen.
Es gibt keine 80 Millionen Steuerzahler, ich glaube nicht das Kinder und (alle) Rentner Steuern bezahlen

Es werden über 60 Milliarden Euro im Jahr bezahlt für **** z.b. und die zahlen nicht mal Steuern, bekommen aber Geld ohne Ende (ich kenne da auch sehr viele die das nicht wollen, werden aber auch nicht gefragt). Daher verstehe ich die Aussage nicht und das Unverständnis, das hier vielleicht 300 bis 400 Millionen an die wirklichen Steuerzahler zurück gezahlt wird, die daran keine Schuld tragen zudem es ein Gesetz dazu gibt...
Die Leute lehnen das so lange ab, wie es Sie selber nicht betrifft. Sobald Sie mit im Boot sind wechselt die Meinung... also alles wie immer... selbst wenn ich nicht betroffen wäre, würde ich es jedem gönnen. Ebenso jegliche Arbeitskollegen und Freundeskreis... (es sind mehr als 2 ;-))
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Die Maßnahme ist auch insofern zu begrüßen, als dadurch eine langwierige prozessuale Entscheidungsfindung obsolet wird.
Das hätte weitere horrende Kosten verursacht und die Frau M´s dieser Welt können sich jetzt die goldene Nase anderswo erstreiten.
@SonneStrand75
Es handelt sich hier eben nicht um eine Entschädigung, aber vielleicht ist dir das zu hoch?
Jedenfalls geht deine Argumentation gründlich ins Leere, oder glaubst du etwa bei bisherigen Insolvenzen gab´s einen Mehrkostenausgleich?
In gewissen Teilen ist der §651r BGB nun wirklich eindeutig ... auch für weniger sachkundige Personen.
@AnnabellaDonna
In welcher Höhe dein Anspruch als Insolvenzgläubiger liegt wirst du in frühestens 5 Jahren erfahren. -
Gerade bei N - TV gesehen und gehört: Reiseexperte Ralph Benkö hat die Absicht der Bundesregierung begrüsst und für die Zukunft eine bessere Absicherung des Reisepreises gefordert.
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Ich habe heute die erfreulichen Nachrichten gehört und wollte nur schnell schauen ob es hier im Forum schon aktuell ist.
Im Grunde bin ich ja eher der stille Hintergrundleser.
Habe hier von Anfang an mitgelesen- mitgefühlt und mitgelitten.Da wir auch schon eine Insolvenz (Mediwelt) hinter uns haben, bei der aber alles reibungslos ablief,
wir unser Geld 100% zurück bekamen.Auch waren wir von der Insolvenz TC betroffen.
Leider konnten wir eine Ersatzreise nicht finanzieren.Nun bin ich gerade ziemlich fassungslos und auch sauer, das es Leute gibt, die auch jetzt noch rummosern....
das 100% nicht genug sind....
Anstatt sich zu freuen, das die kompletten Zahlungen zurück erstattet werden und nicht nur die
10-20% die in Aussicht standen...Ich habe da noch einige Vorschläge...
....sich die unzählig geweinten Kindertränen in Gold aufwiegen zu lassen, wegen seelischer Grausamkeit Schadensersatz einklagen...
oder Zusatzkosten für Essen Strom Benzin usw, die man ja nicht gehabt hätte, da man im Urlaub war, einzufordern....
(vorsicht Ironie)so nun verschwinde ich wieder kopfschütteln in den Hintergrund...
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xxx Zimmerlautstärke eingestellt xxx
Irgendwie scheinen hier viele nicht des Lesens mächtig sein.
Ich habe es erstens nicht gefordert, zweitens nicht gesagt, dass es juristisch in diesem konkreten Fall zu 100% richtig wäre.Ich habe es lediglich erwähnt, dass die Anzahlung zwar nett ist, aber die wirklichen Kosten eben nicht erstattet werden.
Und ja, ich freue mich über den Drittel der Summe, ist besser als nichts.
Würde es nach anderen Gesetzen gehen, wie es bei normalem Schadenersatz geht, dann würden auch alle damit verbundenen Kosten entschädigt werden. Aber ja, ich weiß, dass es nur eine nette Geste der Bundesregierung ist. -
Du hast es immer noch nicht begriffen, das es um die Absicherung von Pauschalreisen bei insolventen Veranstaltern geht, die die Regierung nicht im vollen Umfang nach EU Richtlinien umgesetzt hat und deswegen jetzt eine Lösung auf den Tisch legt ohne vom EUGH dazu verurteilt zu werden.
Das du die selbe Reise ein zweites mal zu einem höheren Preis gebucht hast hat mit dieser Richtlinie nichts zu tun und was soll das mit dem Drittel der Summe über die du dich freust? -
xxx Zimmerlautstärke eingestellt xxx
Irgendwie scheinen hier viele nicht des Lesens mächtig sein.
Ich habe es erstens nicht gefordert, zweitens nicht gesagt, dass es juristisch in diesem konkreten Fall zu 100% richtig wäre.Ich habe es lediglich erwähnt, dass die Anzahlung zwar nett ist, aber die wirklichen Kosten eben nicht erstattet werden.
Und ja, ich freue mich über den Drittel der Summe, ist besser als nichts.
Würde es nach anderen Gesetzen gehen, wie es bei normalem Schadenersatz geht, dann würden auch alle damit verbundenen Kosten entschädigt werden. Aber ja, ich weiß, dass es nur eine nette Geste der Bundesregierung ist.@sonnestrand75 sagte:
Irgendwie scheinen hier viele nicht des Lesens mächtig sein.
Du beispielsweise. Du hast eine Schadenersatz Grundlage herangezogen, die für den Fall überhaupt nicht heranzuziehen ist.
Ich habe es erstens nicht gefordert, zweitens nicht gesagt, dass es juristisch in diesem konkreten Fall zu 100% richtig wäre.
Das wäre auch noch schöner ... Schuster bleib bei deinem Leisten!
Ich habe es lediglich ERWÄHNT, dass die Anzahlung zwar nett ist, aber die wirklichen Kosten eben nicht erstattet werden.
Es war unnötig, das zu erwähnen.
Würde es nach anderen Gesetzen gehen, wie es bei normalem Schadenersatz geht, dann würden auch alle damit verbundenen Kosten entschädigt werden.
Ginge es nach den üblichen Regeln privatwirtschaftlicher Insolvenzschäden würdest du komplett mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen.
Klar soweit?
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In ein paar Tagen sind die 60 Tage Wartezeit in Sachen Chargeback Mastercard bei mir erreicht. Bislang habe ich keine Info von der Kera in Sachen Erstattungshöhe. Die Bundesregierung hat sich (logischer Weise) bislang auch nicht bei mir gemeldet. Insofern müsste doch nun Chargeback möglich sein, oder?
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Gerade bei N - TV gesehen und gehört: Reiseexperte Ralph Benkö hat die Absicht der Bundesregierung begrüsst und für die Zukunft eine bessere Absicherung des Reisepreises gefordert.
@reisemutiger sagte:
Reiseexperte Ralph Benkö hat die Absicht der Bundesregierung begrüsst und für die Zukunft eine bessere Absicherung des Reisepreises gefordert.
Omg - ohne diese Expertise wäre vermutlich die Welt dunkel geblieben ...

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Neues zur Schadenhöhe und zum Eintreten der Bundesregierung:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/thomas-cook-bundesregierung-entschaedigung-101.html
http://www.newsroom.zurich.de/news/information-zum-insolvenzantrag-von-thomas-cook-gmbh-382555
xxx Beitrag angepasst, bitte beachtet die Forenregeln zu Zitaten fremder Quellen! xxx