Reisen und Umwelt
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Hm, zu denken ich kann selbst wenig tun weil es sowieso nichts nützt, bedeutet sich in eine Passivität zu ergeben. Das beängstigt mich irgendwie und ich denke, das ist es auch was Antje meint. Aus dem Gedanken heraus, egal was ich für die Umwelt tue, es wird im Großen nichts ändern, sollte man natürlich nicht zum Umweltsünder werden und z.B. plötzlich anfangen, seinen Müll überall zu hinterlassen....weil es ja eh egal ist.
Logisch.Aber natürlich habt ihr Recht mit dem was ihr sagt.
Ich habe Teile der Reihe über China verfolgt, die unlängst im TV lief. Dort wird die Industrialisierung auf Biegen und Brechen vorangepeitscht. Land wird mit Fabriken zugebaut, die ihre Abwässer in die Flüße leiten und das Land unbrauchbar für die agronomische Nutzung machen. Die Bauern haben keine Chance mehr, die Fische sterben, der angrenzende Boden ist verseucht.
Da frage ich mich dann schon, ob ich mir Vorwürfe machen muß, wenn ich mir einmal im Jahr ein Deospray statt einen Deoroller kaufe.Umweltschutz müßte dringend auch dort ermöglicht werden und stattfinden, wo er aus globaler Sicht effektiv ist. An dieser Stelle empört mich die Weigerung der USA, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren. Wundert mich aber nicht, denn anscheinend sind Macht und Geld wichtiger als die Erhaltung einer intakten Umwelt und somit die Sicherung des Lebens auf unserem Planeten für die Zukunft.
LG, schafine
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schafine hat einige Aspekte der politischen Versäumnisse genannt.
Seinen Müll im großen Stil hinterläßt doch inzwischen niemand mehr. Was sind die kleinen läßlichen Müllsünden der Leute gegen die riesigen Versäumnisse der Politik??
Ich wehre mich ganz heftig dagegen, daß immer wieder den Bürgern der "schwarze Peter" zugeschoben wird, wenn die Politik versagt hat. Wozu haben wir überhaupt noch Politiker, wenn sie die Bedürfnisse der Bürger nicht umsetzen, sondern diesen sogar noch Knüppel zwischen die Beine werfen, wenn sie unverschuldet in Not geraten sind.
Du beklagst Dich über die globalen Versäumnisse der Politik bei der Gestaltung der Umwelt? Beklage Dich nicht über den Staat, sondern fang' mal lieber bei Dir selber an und wirf' Deine Kippen und Dein Butterbrotpapier nicht einfach achtlos weg! Und nimm' lieber einen Deoroller als ein Deospray!
Du beklagst Dich darüber, daß Du arbeitslos geworden bist und die Agentur für Arbeit Dir nicht helfen kann und Dir die staatliche Unterstützung obendrein auch noch gekürzt wird? Der Staat hat kein Geld, Dich zu unterstützen, Du bist für Dich selber verantwortlich! Sieh' zu, wie Du zurecht kommst!
Du, Bürger, darfst uns zwar gerne wählen, damit wir in Amt und Würden kommen und unsere Pfründe ausschöpfen können, aber belästige uns doch nicht mit Deinen Sorgen und Nöten! Löse Deine Probleme gefälligst selber! Laß' uns in Ruh'!
Das alles sind pure Ablenkungsmanöver der Politik von der eigenen Unfähigkeit!
Was hat das mit "Reisen und Umwelt" zu tuen? Eine ganze Menge, wie ich finde. WEnn Politik will, daß Urlauber sorgsam mit der Umwelt umgehen, dann sollte sie selber erst einmal ihrer Vorbildfunktion genügen!
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@ salvamor
wie recht du doch hast!!!!
Allerdings frage ich mich was wir von "berufspolitikern" erwarten ?
Diese Leute kennen das "richtige" Leben doch gar nicht mehr.
Nur Beamte, Lehrer oder ähnliche Gruppen werden Politiker, warum?
Es ist auch so gewollt. Seiteneinsteiger aus normalen Berufen sind doch in der Politik nicht gewünscht. Denn diese Leute würden, unverdorben wie sie sind Klartext reden.Nachher, wenn gewünscht, mehr.
Gruß
Wolfgang -
.... nach dem Motto dieses Threads: Wir - die Politiker - reisen, sollen sich doch die (unmündigen) Bürger um die Umwelt kümmern!
Sprach's und erhöhte sich die Diäten, immer zwischen Weihnachten und dem Neuen Jahr, und einstimmig wie nie zuvor.
Gruß
Dieter
P.S. Dieser Thread macht Spaß. Und ich habe auch noch was auf Lager. Arbeite daran, aber das wird reichlich ironiebehaftet sein!
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Im Wahren Sinne: Große Koaliation!!!!!
Wenigstens wurde etwas einstimmig und ohne Trouble beschlossen.
Aber Hartz IV wird gesenkt !
Müll wird getrennt, wenn nicht wird Strafe gezahlt.
Wir sind auf dem besten Weg zur "Bananenrepublik" oder wenn hier Bananen wachsen würden, schon da!!! -
Wir alle Bürger könnten doch auch Politiker werden?! Warum sind wir es nicht geworden?
Aber bei mir hat es immer an der Erziehung gehapert! Mir wurde immer eingetrichtert: Du darfst nicht vorsätzlich und bewusst die Unwahrheit sagen! Ebenso wenig durfte ich nicht aus Eigennutz anderen Mitmenschen in die Tasche greifen! Das sei verboten, - hat man mir immer und immer wieder gesagt. Und versprich nichts, was du nicht halten kannst.
Und nun stellt sich alles das als Erziehungsfehler heraus.
Unsere Politiker müssen – für sie – bessere Eltern gehabt haben. Jedenfalls kannten sie die einschlägigen §§ BGB und StGB noch nicht. Aber was soll’s: würden wir als unmündige Bürger gleiches tun, in der Annahme wir sollten unsere Geschicke selbst in die Hand nehmen, ohne die gewählten ‚Großkopferten’, dann würden wir, wenn wir so verfahren würden, doch früher oder später dort landen was das Strafgesetzbuch vorschreibt! Das wäre eine Katastrophe. Wie wollte man denn zig-Millionen „eigenverantwortliche Bürger“ wegsperren, und von wem? Nein, es ist schon besser so, dass nur eine „Minderheit“ großen Mist baut! Auch braucht man ja nicht so viele „StGB-Unterkünfte“!
Erst nun, nach vielen Jahren des Erlebens, ist mit eines klar geworden, nämlich der Mahnspruch meiner Erziehungsberechtigten: Lügen habe kurze Beine.
Aus dieser Weisheit folgt doch logisch und konsequent die Erkenntnis, warum sich diese Spezies (Politiker und Manager) so beharrlich und ausdauernd an ihren Sessel klammern?! Sie können vor ihren eigenen „Taten“ nicht mehr weglaufen, wegen zu kurzer Beinchen.Die Umwelt – ein Problem?
Würde jeder mitverantwortliche Bürger sich in seinem eigenen Umfeld um die Probleme mit der Umwelt befassen und sie zu reduzieren versuchen, so wäre das doch flächendeckend ein Riesenerfolg, bei der Bevölkerungsdichte in unserem Staat!Vor einer Wahl wird alles versprochen (postuliert). Aber wenn sich dann nach der Wahl ein Widerspruch im Beweis ergibt, hat niemand mehr etwas gesagt oder gar noch versprochen. Womit wir wieder beim obigen Absatz wären!
Aber ihr geduldeten Politik-Handwerker, stopft Euch die Taschen nur voll. Wir sorgen schon dafür, dass genügend Nachschub kommt. Nur eines solltet ihr wissen: Das letzte Hemd hat keine Taschen! Selbst wenn es denn ein Staatsbegräbnis werden sollte!
Wohl dem, der zwischen den Zeilen lesen kann!
Wohlauf
Dieter (noki)
Geht da hier noch Admins? Sonst verschiebt das ins Fun-Forum.
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Politik hin oder her, auch wenn es mittlerweile vom Thema etwas abweicht, wird unsere Politik auch größtenteils von unserer inszinierten Bürokratie mitgesteuert.
Auch ist es immer einfacher mit dem Geld anderer umzugehen ;). Nicht nur bei großen Angelegenheiten der Politik, das fängt schon auf Gemeinde bzw. Stadtebene an. Kenne zu genüge nicht nur Einzelfälle. Aber zurück zum Thema Reisen und Umwelt. Sich Gedanken zu machen ob Flug, Schiffs oder Autoreise ist meines Erachtens ein akribisches Thema. Wie hier schon erwähnt, kommt es letztendlich auf die Gesamtzahl der Reisenden an. Ein einzelner fällt da nicht ins Gewicht. Zumal sich wirklich über andere Dinge größere Gedanken gemacht werden müßten. Wieviel Schiffsfrachter laden heute illegal Müll ab bzw. verunglücken auf Grund der mangelhaften Sicherheit zu lasten der Umwelt? Rußpartikelthema bei Autos auch ein Thema. Wie hier schon erwähnt Treibgas in Dosen und und und........ -
@ carsten wismar
.. ich bin mir ziemlich sicher, von meinem Beruf her, dass schon seit Jahren Patente und wirkliche Verbesserungsvorschläge in den Safe's der Industrie lagern, bzw. schlummern. Sie werden nicht realisiert, weil in deren Augen kein hinreichender Bedarf besteht.
Eine Kuh, die noch Milch gibt, soll man nicht schlachten!
Erst wenn die Verkaufszahlen drastisch in den Keller gehen, holt man sie aus der Schublade hervor und deklariert sie als DIE große Neuerung, natürlich von denen entwickelt, weil sie das Patent aufgekauft haben.
Schon heute könnten Motoren viel treibstoffärmer und rußfreier betrieben werden. Egal um welche Antriebsarten es sich handelt.
Mit den Gefahrguttransporten auf See ist das noch etwas anders. Da mußt Du schon die Reedereien befragen, die das alles schweigend dulden. Denn eine kräftige Strafe ist doch ein Klacks gegen den Gewinn von vielen anderen illegalen Transporten!
Das ist noch nicht ins Bewußtsein dieser Leute vorgedrungen.
Jedenfalls enthalten heute die allermeisten Spraydosen kein FCKW-Treibmittel mehr, und wenn doch, dann würde ich sie nicht kaufen!
Leider muß jeder die Abkürzung kennen: FCKW = Fluor-Chlor- Kohlenwasserstoff. Leider steht heute oft eine chemische Bezeichnung für die Treibmittel auf den Dosen, ähnlich wie bei Pharmazeutika, womit kaum jemand etwas anfangen kann, so er nicht vom Fach ist.
Das, FCKW, macht bewiesenermaßen die Ozonschicht kaputt.Dieter
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Dieter, stimme Dir in allen Punten vollstens zu. Viele Deiner Angaben (schlummende Verbesserungsvorschläge der Industrie) sind mir auch bekannt. Aber bei den Reedereien müßten Kontrollen und Konzequenz folgen. Auch unsere Umwelt ist nur begrenzt belastbar, so wie auch nur in einen 10 Liter Eimer nur 10 Liter an Flüssigkeit hineinpassen. Wenn es überläuft läuft es, ohne halt.
lG -
Dein Vergleich mit dem Eimer ist zwar gut gemeint und spricht auch das Thema an, nur wenn ich die Zufuhr des Eimers stoppe, habe ich erreicht was ich wollte nämlich keine weiteren Verschmutzungen mehr! So gut, so schön, nur sind die verursachten Schäden meistens nicht reversibel. Das ist die Tragik daran.
Diese unsere Erde hat Milliarden von Jahren gebraucht um so zu werden dass wir sie bewohnen können, wobei wir erst einige Millionen Jahre alt sind! Und wir haben nichts besseres mit ihr vor als sie auf dem schnellstmöglichen Wege zu zerstören und unbewohnbar zu machen!
Das ist leider kein Paradoxon!
Sorry, es ist nicht Unmut wovon ich mich befreie, sondern eher ein Plädoyer an alle für unsere schützenswerte Umwelt, die uns (noch) erlaubt zu leben!
Sie, unsere Umwelt und Natur, kommen ohne uns aus, aber wir nicht ohne sie! Stimmt's oder hab ich Recht?Dieter
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@noki
Genau richtig. Um das zu erwähnen hätte ich noch weiter ausholen müssen, jedoch bin ich voll und ganz Deiner Meinung. Jedoch habe ich das Gefühl, daß sich Dein erwähntes Stoppen der Zufuhr nicht umsetzten läßt, da irgendwie überall die Hebel klemmen oder irgendwelche kleinen Plagegeister diese nicht zudrehen wollen. Selbstverständlich spechen wdir hier nicht von Paradoxon, zumindest wir nicht. Jedoch sehen dies sehr leider einige Menschen höchstwahrscheinlich anders.
LG -
Jaja, diese ewige Laier auf Stammtischniveau von vielen in D.
Schuld sind immer nur die anderen und wenn keiner gerade parat steht, dann müssen halt die Politiker herhalten als Sündenbock.Ich verhalte mich genauso umweltbewußt und umweltschädlich wie zu Hause auch.
Und der Spruch, dass die kleinen Leute was bewegen können, der ist wirklich niedlich.
was bringt es denn, dass z.B. D., was ja nun mal flächenmäßig nur ein Fliegenschieß auf dem Globus ist, alle notwendigen Umweltmaßnahmen einkeitet. Wenn gleichzeitig z.B. die USA noch nicht mal das Kioto-Protokoll mit unterzeichnet oder täglich soundsoviel Fußballfelder großen Flächen des Waldes in Südamerika abgeholzt werden. Es gibt Untersuchungen, das bei der weiter anhaltenden Erderwärmung und aus diesem Gund der abschmelzenden Polare, das der Polarstrom von seiner bisherigen Route entweder abgetrieben oder sogar zum Rückfluss zurück gedrängt wird. Man sieht ja jetzt schon diesen Klimawandel und was er bewirkt an Naturkatastrophen und da ist es wohl schnurpiepegal, ob ich zu Hause den Müll trenne oder nicht. Er wird ja sowieso auf der Müllkippe wieder zusammengeschmießen, also warum sich vorhe die Mühe machen.
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@ Harzer
Ich sehe einen gewissen Widerspruch in Deinem Beitrag. Einerseits beklagst Du dich über die Diskussionen "auf Stammtischniveau", die die Poltiker zu Sündenböcken machen, wenn kein anderer parat steht, anderersseits ist Dein Beitrag eine glühende Anklage gegen eben jene Politiker.
Stammtischparolen sind mir auch suspekt, vor allem, wenn sie sich dauernd mit den selben AAA-Themen (Arbeitslose, Asylbewerber, Ausländer) beschäftigen. Aber wo sie Recht haben, haben sie Recht! Ach würden sich die deutschen Stammtische doch mehr mit solch seriösen Themen beschäftigen!
Fest steht, daß den Menschen auch bezüglich Umwelt Vorbilder fehlen. Du hast eindrucksvoll einige Versäumnisse der Politik genannt. Der "kleine Mann" sagt sich doch: Wenn die Politik da keine Linie reinbringt, dann fühle ich mich in meinem persönlichen Verhalten auch nicht besonders motiviert. Wenn die Politik nichts tut, dann scheinen die Probleme auch nicht so groß zu sein.
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@Salvamor41
Genau Deiner Meinung.Ich möchte auch keine Politiker vorverurteilen. Jedoch ist allgemein bekannt, daß unser Land mehr als geringfügige finanzielle Defizite aufweißt. Auch wenn dies jetzt etwas von dem Umweltthema abweicht, jedoch wer hat es denn soweit getrieben? Wohl die Bürokratie und die in Verbindung hängenden Politiker. Daraufhin war auch meine Aussage bezogen, daß mit dem Geld anderer Leute (in diesem Falle die Steuerzahler) sehr leicht umgegangen wird. Wäre es das eigene, würde 5 mal überlegt werden. Da werden die Müllgebühren erhöht (welche die Trennung fördern soll) aber die Großen werden gelassen. Naja, die Natur fängt ja schon kräftig an sich zu wehren und dies wird noch schlimmer. Und wir Menschen sind so dumm u. egoistisch um es nicht zu merken.
LG -
Da wir das Thema "Der internationale Flugverkehr und der Klimawandel" derzeit in der Schule behandeln bin ich doch sehr daran interessiert.
Es ist wirklich erstaunlich, dass beispielsweise ein Flug von Europa in die Karibik dem CO2-Haushalt von 8o Menschen in Tansania entspricht! Auch die Folgen des Flugverkehrs sind nicht ohne...
~> Zunahme der globalen Erderwärmung (Abschmelzen des polaren Eisschildes)
~> Veränderung des gesamten Klimas
~> Anstieg des Meeresspiegels (durch Abschmelzen des polaren Eisschildes)
~> Überschwemmungen
~> gefährdungen von Urlaubs-/Küstenregionen
~> dauerhafter Landverlust
~> usw.Allerdings haben wir auch über mögliche Lösungsansätze nachgedacht und haben "herrausgefunden", dass es eine Initiative/Firma namens ATMOSFAIR gibt, auf deren Konto man auf freiwilliger Basis 15€ pro Tonne CO2 (die auf dem geplanten Flug verbraucht wird) überweisen kann. Dieses Geld kommt dann Umweltprojekten auf der Erde zugute (Bsp. Biogasanlagen in Brasilien oder Solarküchen in Indien).
Das verhindert zwar nicht direkt den CO2-Ausstoß beim Fliegen, aber ich denke man kann mit ein wenig Geld andere Umweltprojekte unterstützen (und ein wenig sein schlechtes Gewissen -falls vorhanden- beruhigen). -
Es ist wirklich erstaunlich, dass beispielsweise ein Flug von Europa in die Karibik dem CO2-Haushalt von 8o Menschen in Tansania entspricht!
Und da sind die Kühe nicht einmal mitberechnet

Wie war das nochmal?
Saufen für den Regenwald

und da hat sich Günter ... für stark gemacht. Wurde aber eingestellt, war wohl doch nicht so gut?
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Also, liebe Sonne, nichts für ungut. Aber ich bin immer hellwach und sehr, sehr skeptisch, wenn schon wieder jemand beginnt, für irgendetwas Geld einzusammeln. So lange ich nicht genau weiß, wer da sammelt und wieviel definitiv davon auch dem Zweck zugute kommt, gibt es von mir keinen Cent. Ich beruhige mein Gewissen eher, wenn ich vor Ort einem armen Wicht was zustecke und ihm vielleicht für die nächsten Tage das Überleben sichere.
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"noki" wrote:
Jedenfalls enthalten heute die allermeisten Spraydosen kein FCKW-Treibmittel mehr, und wenn doch, dann würde ich sie nicht kaufen**!** Leider muß jeder die Abkürzung kennen: FCKW = Fluor-Chlor- Kohlenwasserstoff. Leider steht heute oft eine chemische Bezeichnung für die Treibmittel auf den Dosen, ähnlich wie bei Pharmazeutika, womit kaum jemand etwas anfangen kann, so er nicht vom Fach ist. Das, FCKW, macht bewiesenermaßen die Ozonschicht kaputt.
Ist das jetzt persönlich gemeint?Das..."Da frage ich mich dann schon, ob ich mir Vorwürfe machen muß, wenn ich mir einmal im Jahr ein Deospray statt einen Deoroller kaufe."...war symbolisch gemeint. Ich hätte genauso gut sagen können, daß ich wohl schon irgendwann einmal eine Dose trotz Dosenpfand unterwegs in einen herkömmlichen Abfall geworfen habe. Schlimm?
Es ist mir bekannt, dass früher in allen/nahezu allen (irgendwann begann man einen Übergang zu Ersatzstoffen, in welchem Jahr das war, weiß ich nicht mehr) Deosprays FCKW war.
Die Abkürzung FCKW = Fluor-Chlor- Kohlen-Wasserstoff ist mir geläufig, ich hätte FCKW jedoch flugs mit Fluor Kohlenwasserstoff übersetzt und glatt das Chlor vergessen. Ich nehme an, du hältst mich deswegen jetzt nicht für stupide. Und wenn doch, ist es mir egal.
Meine Mutter hat früher immer zu mir gesagt, die Sprays kaufen wir nicht, die machen die Ozonschicht kaputt. Dennoch ist vielleicht einmal im Jahr, eher einmal in 2 Jahren oder 3 Jahren (geschätzt, betreibe hierüber keine Buchführung) oder seltener eine Spraydose bei uns in den Einkaufswagen gerutscht (Haarspray öfter). Wir benutzten aber zu 99% Deoroller, vielleicht auch zu 98%, 97%, 99, 4%, ich habe es nicht statistisch erhoben.
Ich werde sicherlich nicht behaupten, wir hätten nie ein Deospray gekauft, weil mir „Nie“-Sager suspekt sind.
Beim Wandern oder beim Skifahren wurde der Müll brav in den Rucksack gepackt und umweltgerecht entsorgt, während andere, die vielleicht nie Deosprays kauften, ihre Dosen aus dem offenen Autofenster warfen. Aber die waren für mich noch nie ein Maßstab. Deshalb der Satz „Zu denken ich kann selbst wenig tun weil es sowieso nichts nützt, bedeutet sich in eine Passivität zu ergeben. Das beängstigt mich irgendwie...". Ich denke keinesfalls, wenn andere die Umwelt belasten, kann ich es auch tun!
Aber ab wann ist man selbst ein Umweltsünder?Auch wenn nun in den meisten Deosprays kein FCKW mehr ist, hat sich dadurch mein Einkaufsverhalten nicht verändert. Denn wie du selbst sagtest, oft steht eine chemische Bezeichnung für die Treibmittel auf den Dosen, die man als Laie nicht entschlüsseln kann. Ich bin leider nicht vom Fach. Und außerdem wird bei vielen Produkten und überhaupt viel um den heißen Brei deklariert und geredet (oft mit gutem Grund – für die Hersteller). Ich kann mir also nicht sicher sein, was denn nun genau in den Dosen ist. Außerdem guck ich nicht bei allem was ich kaufe (Cremes, Haarspray, Deospray, Lebensmittel etc…) auf die genauen Packungsangaben, weil dann der Einkauf wohl 3 Stunden dauern würde und ich am Ende nur noch Bahnhof verstehe.
Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit heute eine FCKW Dose zu erwischen geringer ist als früher, bin ich also weiterhin nur mit Rollern auf der absolut sicheren Seite und benutze diese auch fast nur (zu 99% - geschätzt).
Ich rauche (will hier keine neue Raucherdiskussion starten, besseres Bsp. gibt es sicher, fällt mir aber gerade nicht ein) und die Kippen kommen in den ganz normalen Abfall, wohin auch sonst. Ich hoffe, das ist jetzt nicht verkehrt und nicht schädlicher für die Umwelt als einmal im Jahr (eher seltener, wie gesagt fast nur Roller) eine eventuell FCKW-haltige Dose zu erwischen. Sonst bin ich wohl ein Umweltsünder.Was ich sagen will, ich denke schon, daß ich einigermaßen umweltbewußt bin, aber eben nicht perfekt.
Das kannst du als Kritik nehmen, wenn auch deine Aussage als Kritik gemeint war. Sonst bitte nicht.
Bezüglich der anderen Aussagen (kommerzielle Maschinerie, Korruption,…), besonders auch hier: „Sie, unsere Umwelt und Natur, kommen ohne uns aus, aber wir nicht ohne sie! Stimmt's oder hab ich Recht?“ stimme ich dir völlig zu.
Das ist hoffentlich jetzt kein Paradoxon zum äußert seltenen Spraydosenkauf und zum Rauchen. Aber der Rauch-Thread ist ja zu.
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@ Sonne, da bin ich aber auch sehr skeptisch mit dieser Initiative/Firma. Bei mir kommt dann immer die Frage hoch: Wer oder was will sich hier bereichern? Wo wird dieses Projekt dargelegt und bilanziert?
Dass ihr euch mit dem Thema in der Schule auseinandersetzt, finde ausgezeichnet und wichtig. Nur leider hinken solche Hochrechnungen auf die 80 Menschen in Tansania meistens irgendwo. Was nicht bedeuten soll, dass sie nicht beachtenswert sind! Sie dienen halt nur als Vergleichs- Orientierungsmaßstab. Nicht mehr und nicht weniger! Mein PKW-Motor hat nach Herstellerangaben eine CO2-Emission von ca. 200 gr/Km. Das wäre noch alles nicht gar so schlimm, wenn das Verhältnis CO2 zu der Menge der Grünpflanzen ausgewogen wäre. Denn diese benötigen und verwerten es wieder für ihre Existenz und unseren Sauerstoffbedarf. (Assimilation)
In großen Höhen produziert wirkt es allerdings wie eine "Käseglocke", die dann die Wärmeabstrahlung der Erde behindert. Das ist dann der Treibhauseffekt mit seinen Folgen.@schafine
Heutzutage sind FCKW's als Kühl- und Treibmittel längst verboten. Sowohl in Sprays, meist sind es heute nur noch Zerstäuber, als auch in Kühlaggregaten (Frigene, Freone). Außerdem ging von ihnen eine erhebliche Brand- und Explosionsgefahr aus. Alle diese FCKW-Verbindungen, jedenfalls die meisten, spalten sich unter UV-Licht auf. Und in sehr großen Höhen zerstören sie die uns vor intensiver UV-Strahlung schützende Ozonschicht. Das ist ein komplizierter physikalisch-chemischer Prozess, denn Ozon ist ein Abkömmling (Isotop) des Sauerstoffes und chemisch sehr reaktionsträge und riecht etwas süßlich, außerdem ist es auch noch giftig. Wenn diese intensive UV-Strahlung nicht da wäre, durch die uns das Ozon weitgehenst schützt, würden wir sie nicht benötigen Ihre Existenz ist jedoch für uns von allergrößter Wichtigkeit. Jeder Schweißer kennt den Geruch von Ozon, das durch den intensiven Lichtbogen entsteht. Auf Dauer würde er dann zunächst seinen Geruchs- und Geschmackssinn verlieren.Ich hoffe nicht allzu ausschweifend gewesen zu sein!
Admins, ich mußte einfach etwas weiter ausholen!Gruß Dieter (noki)
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Reisen und Umwelt...
Eine etwas provozierende Frage:
Würden ab sofort alle Österreicher, Schweizer und Deutschen ihre Ferien zu Hause verbringen, würde das tatsächlich Auswirkungen auf die Umwelt haben?
Wirtschaftsgüter aller Art würden nach wie vor per Flugzeug, Schiff, Bahn und LkW rund um den Globus transportiert, Reisen aus beruflichen Gründen können nicht vermieden werden...
Die Urlauber, die am Heimatort bleiben, würden nicht den ganzen Tag in der Wohnung verbringen, sie würden vermutlich Ausflüge mit dem Pkw unternehmen, evtl. mit auf dem Dach verzurrten Booten oder Fahrrädern.
Während der Zuhause-Urlauber am Baggersee schwimmt, werden die Krabben von der Nordseeküste nach Spanien zum Pulen geflogen und danach wieder zurück nach Deutschland. Der berühmte Joghurt-Becher legt nach wie vor seine 100.000 Kilometer zurück, meist per Lkw.
Nein, ich wähle mein Ferienziel nicht nach ökologischen Gesichtspunkten aus und verhalte mich im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten überall umweltbewußt.
Aus ökologischen Gründen würde ich niemals auf eine Reise verzichten.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß überhaupt irgend jemand aus Umweltgründen auf eine Reise verzichtet.