Mit Elke Gran Canaria kennenlernen: Ausflugtipps, Bilder, spannende Geschichten... Info-Thread
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Nach den spannenden Events geht es jetzt weiter mit der Natur und zwar mit dem Biospärenreservat Gran Canaria. Damit wird die Insel als Minikontinent bestätigt. Im Jahre 2005 wurde das Biosphärenreservat Gran Canaria von der UNESCO erklärt, es umfasst ca. 43 % der Insel. Was ist denn nun ein Biosphärenreservat? Die beiden Wörter Biospäre (Lebensraum) und reservat (bewahren) drücken aus, dass es darum geht, besonders wichtige und schützenswerte Lebensräume zu bewahren. Um ein Biosphärenreservat zu werden, muss das entsprechende Gebiet Formen der traditionellen Bewirtschaftung und intakte Ökosysteme aufweisen.
Auf Gran Canaria handelt es sich um drei Zonen:
Das Zentrum, das auch Kernzone heiße, beinhaltet die folgenden Gebiete:
- Naturpark Tamadaba.
- Naturpark Pilancones.
- Integrales Naturschutzgebiet Inagua.
- Besonderes Naturschutzgebiet Güi-Güi.
- Naturdenkmal Risco de Tirajana.Die Kernzone ist von der Pufferzone umgeben, die folgende Regionen umfasst:
- Landschaftpark Nublo.
- Naturdenkmal Roque Nublo
- Naturdenkmal Tauro.
- Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (LIC) Amurga.Als drittes und letztes kommt als Übergangsgebiet die Entwicklungszone mit
- dem Landschaftsschutzgebiet Los Cumbres de Gran Canaria.
- dem Gebiet um den Naturpark Pilancones.
- dem Meeres- und Küstenbereich im Westen der Insel zwischen dem Strand von Mogán und dem Strand von La Aldea.In all diesen Gebieten werden die Ressourcen der Natur geschützt und es wird ein nachhaltiger Tourismus angestrebt. Der Ökotourismus bietet schöne Erlebnisse in der Natur und darüber hinaus Möglichkeiten, die lokale Kultur zu entdecken. Urlauber können Wanderungen unternehmen, traditionelle Käsereien besuchen oder in einer typischen Bodega an einer Weinprobe teilnehmen.

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Als ich im Radio hörte, dass die spanische Tennisspielerin Carla Suárez Navarro zur Kapitänin des spanischen Billie Jean King Cup-Teams für die Jahre 2025 und 2026 ernannt, kam mir die Idee, sie hier mal vorzustellen. Sie stammt aus Las Palmas und wurde dort am 03. September 1988 geboren. Sie gewann in ihrer Karriere zwei Titel auf der WTA Tour und erreichte als beste Position auf der Weltrangliste den sechsten Platz. Das Amt übernimmt sie von Anabel Medina und sie freut sich auf die neue Herausforderung in dieser Führungsrolle. Dabei kann sie ihre Erfahrung einsetzten, um das Team international voran zu bringen.
Carla Suárez Navarro begann als Neunjährige mit dem Tennisspielen. Auf Gran Canaria gewann sie ihr erstes Turnier. 2007 zog sie nach Barcelona, um an einer Tennisakademie zu trainieren. Ein Jahr später gab sie beim 3:2-Viertelfinalerfolg über Italien ihren Einstand für die spanische Fed-Cup-Mannschaft. Sie hat 29 Partien im Einzel und Doppel für Spanien bestritten, von denen sie 18 gewinnen konnte
In der Saison 2019 nahm Carla Suárez Navarro nur noch an größeren Turnieren teil. Ende des Jahres verkündete sie ihren Rücktritt vom Leistungssport für das Saisonende 2020. Am 01. September 2020 gab sie ihre Krebserkrankung bekannt. Sie hatte einen bösartigen Tumor des Lymphsystems, das Hodgkin-Lymphom. Sie musste sich einer sechsmonatigen Chemotherapie unterziehen und gab am 22. April 2021 bekannt, dass sie die Krankheit besiegt hatte und sie feierte bei den den French Open ihr Comeback. Nach dem Ausscheiden aus dem Billie-Jean-King Cup verabschiedete sie sich am 03. November 2021 vom Tennissport.
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Du möchtest Deinen Urlaub in einem Ferienort mit luxuriösem Ambiente verbringen? Dann schau Dir Meloneras im Süden von Gran Canaria an. Es handelt sich um den jüngsten Ortsteil von Maspalomas und er gehört zu den elegantesten und exklusivsten Orten der Insel. Er bietet eine gute Auswahl an 4-und 5-Sternehotels. Besonders auffallend sind die Themenhotels Villa del Conde im Stil eines kanarischen Dorfes und das afrikanisch anmutende Hotel Baobab. Auf die Freunde des Golfsports wartet der Lopesan Meloneras Golf, ein anspruchsvoller 18-Loch Championship-Golfplatz.
Meloneras wird im Westen vom Faro de Maspalomas, dem berühmten Leuchtturm, begrenzt. In der Nähe befinden sich die Dünen von Maspalomas, die – ebenso wie der Faro – zu den Wahrzeichen der Insel gehören. Direkt am Atlantik verläuft die Promenade, an der sich hochwertige Restaurants und Bars sowie Designerboutiquen, Juweliere und andere exklusive Geschäfte befinden. Außerdem gibt es dort eine kleine archäologische Stätte, dabei handelt es sich um Überreste eines altkanarischen Gebäudes. Die Promenade beginnt beim Leuchtturm und verläuft bis zur Playa de Meloneras, einem ruhigen Strand, der sich unterhalb des kleinen Shoppingcenters Meloneras befindet. Hier kann man den Strandtag beim Sonnenuntergang mit einem kühlen Drink ausklingen lassen.
Außerdem gibt es noch den Boulevard Oasis Beach, der gegenüber vom Busbahnhof beginnt. Auch dort gibt es Designerboutiquen, Juweliere, Parfümerien und eine hochwertige Gastronomie. An seinem Ende befindet sich das Gran Casino Costa Meloneras, das am Abend ein beliebter Ort zum Ausgehen ist. Etwas weiter lädt das Shoppingcenter Varadero zu einem weiteren Einkaufserlebnis ein. Ich finde es sehr schön, es ist modern und hat eine gute Auswahl an Geschäften.


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Gran Canaria ist nicht nur eine faszinierende Insel für Urlauber, sondern auch für Filmemacher. Sie haben auf der Insel mit ihren vielfältigen Landschaften spektakuläre Drehorte gefunden. Die berühmten Dünen von Maspalomas beeindrucken viele Urlauber als erstes an der Südspitze von Gran Canaria. Die bis zu 30m hohen Sandhügel bilden einen tollen Kontrast zum blauen Atlantik. So ist es nicht verwunderlich, dass sie auch bei Filmemachern beliebt sind. Der Regisseur Andy Tennant nutze sie als eindrucksvolle Kulisse in „Wild Oats“, um Demi Moore, Jessica Lange und Shirley MacLaine in Szene zu setzen.
Einen spektakulären Anblick bietet der Roque Nublo in der Nähe des Bergdorfes Tejeda. Der knapp 80m hohe markante Basaltmonolit gilt als ein magischer Ort der Ureinwohner. Er spielte eine Rolle als „afghanische Felswüste“ in „Kundschafter des Friedens“ bei dem Robert Thalheim Regie führte. Die felsige Küste in Playa Arinaga und der dortige Leuchtturm sind nicht nur beliebte Fotomotive. Sie wurde auch von Regisseuren wie Lennart Ruffs als Kulisse für den Science-Fiction-Thriller „Titan – Evolve or die“ mit Sam Worthington, Taylor Schilling und Tom Wilkinson genutzt. Gran Canarias Strände sind vielfältig und sind ein Hauptanziehungspunkt für viele Urlauber. Sogar die Inselhauptstadt Las Palmas bietet einen herrlichen langen Sandstrand, die Playa de las Canteras. Er begeistert Badefans und Surfer gleichermaßen. Auch Hollywood hat ihn entdeckt, dort wurden 1956 Teile von Moby Dick gedreht.
Aber nicht nur der Strand, auch die Architektur der Inselhauptstadt begeistert viele Filmemacher. Die schöne Altstadt mit der imposanten Kathedrale Santa Ana ist für viele Urlauber eine beliebte Sehenswürdigkeit. Das gilt auch für das Kolumbus-Haus und die historischen Häuser mit den typischen Holzbalkonen. Dieses besondere Flair machte Las Palmas zu einem Schauplatz im Spionage-Dramas „Allied – Vertraute Fremde“, der im Casablanca der 1940er Jahre spielt. Ein paar Szenen des 2016 gedrehten Films mit Brad Pitt und Marion Cotillard wurden dort gedreht. Zu den schönsten Dörfern der Kanaren gehört Tejeda. Das malerische Bergdorf mit seinen engen Gassen und den traditionellen Häusern ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen. Tejedas liegt am Fuße des Roque Bentayga und war im Jahr 2016 Drehort der Science-Fiction-Serie „Black Mirror“.
Zum Abschluss noch ein Hoteltipp für Filmfans. In Meloneras, im Süden von Gran Canaria. In der Nähe der berühmten Dünen befindet sich das luxuriöse Lopesan Costa Meloneras, das besonders für seine Poolanlage mit Meerblick berühmt ist. Mit seiner edlen Innenausstattung wurde es von verschiedenen Regisseuren für Filmaufnahmen genutzt. Zuletzt standen hier Ana de Armas und Penélope Cruz für den Spionagefilm „Wasp Network“ vor der Kamera. Das Hotel begeisterte aber nicht nur als Drehort, sondern es wurde auch von vielen internationalen Stars zum Übernachten genutzt. So war Penélope Cruz dort drei Wochen zu Gast.

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Wer schon mal hier auf der Insel war, kennt sie vielleicht schon, die Chinaläden, die man überall auf den Kanaren findet. Die Größeren dieser Gemischtwarenläden sind fast schon wie ein kleines Kaufhaus, man findet dort allerhand vom Elektrogerät über Strandartikel bis hin zu Haushaltswaren wie Töpfe, Pfannen und Geschirr. Und das alles zu sehr günstigen Preisen! Nicht nur Menschen wie ich, die hier wohnen, schätzen diese Läden, auch für Urlauber sind sie sehr praktisch. Egal, ob ein Wasserkocher im Apartment fehlt oder man hat ein Strandlaken vergessen – dann geht man in den Chinaladen. Ich habe mich aber mal gefragt, warum gibt es hier so viele Chinaläden?
Bei meinen Recherchen stellte ich zunächst fest, dass es diese Läden überall in Spanien gibt. Warum das so ist, erfahren wir durch die Geschichte. Die ersten Einwanderer aus China kamen im frühen 20. Jahrhundert. Es waren die Kinder wohlhabender Menschen, die zum Studium nach Madrid oder Barcelona kamen. Später kamen in den 1950er und 1960er Jahren Taiwan-Chinesen nach Spanien. Sie eröffneten zunächst Restaurants und später auch Handelsgeschäfte. Ende der 1980er öffnete sich China nach dem Tod Maos. Viele in Spanien lebende Chinesen, die mittlerweile im Rentenalter waren, flogen in ihre Heimat, um dort Nachwuchs für ihre Restaurants und Geschäfte zu suchen. Als es Anfang der1990er in Spanien eine Möglichkeit der Legalisierung für illegal eingereiste Personen gab, zog es viele Chinesen aus anderen Ländern Europas nach Spanien.
Arbeitsmäßig hatten die chinesischen Einwanderer ihren Schwerpunkt bis in die1990er Jahre als Restaurantbetreiber. Nachdem dieser Markt gesättigt war, wurden andere Geschäftsmöglichkeiten erschlossen. Neben den ersten Textilbetrieben, die Bekleidung herstellten, eröffneten auch die ersten Billigläden mit Importware aus China. Beides wurde ein großer Erfolg und breitete sich überall in Spanien aus. Auch auf Gran Canaria gibt es zahlreiche Chinaläden, auch hier im Süden. Ich kaufe gerne bei Shanghai auf der Avendia de Galdar in San Fernando. Die Auswahl ist groß und die Qualität bei vielen Artikeln erstaunlich gut. Noch größer und mit einer riesigen Auswahl, besonders auch bei Haushaltswaren, ist My Hogar an der GC-500 hinter der Polizei in Richtung San Agustin.
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Traditionen haben auf den Kanaren einen hohen Stellenwert und dazu gehört auch die Tracht. Wer schon mal ein typisches Fest auf Gran Canaria besucht hat, konnte diese besondere Bekleidung bewundern. Trachten werden nicht nur bei den traditionellen Festen – den Romerias – die in jedem Dorf veranstaltet werden, getragen, sondern auch bei verschiedenen folkloristischen und kulturellen Events. Die Kanaren bilden zusammen mit den Kapverden sowie Madeira und den Azoren die die geografische Region Makaronesien. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Trachten dieser Inseln eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen.
Aber bleiben wir bei den Kanaren und beschäftigen wir uns zunächst mit den Materialien, aus denen die Trachten bestehen. Leinen wird wegen seiner guten Haltbarkeit geschätzt und daher für spezielle Bekleidung verwendet. Auch Wolle ist ein beliebtes Material, manchmal wird sie in Kombination mit Baumwolle oder Leinen benutzt. Typisch sind die leuchtenden Farben. Aus Seide wird glatter, karierter oder gestreifter Taft gewebt. Daraus werden Unterröcke und Mieder sowie Accessoires wie Schals und Strümpfe hergestellt.
Die Trachten der einzelnen Kanareninseln ähneln sich, trotzdem gibt es einige Merkmale und Besonderheiten. Bei der typischen Tracht Gran Canarias für Frauen dominieren die Farben Weiß und Rot. Der Rock ist üblicherweise gestreift und hat eine kleine bestickte Schürze. Auf den Kopf gehört ein langes Tuch und dazu der typische Hut. Die Männer tragen überwiegend die Farben Schwarz, Weiß und Grau. Das Hemd hat oft Streifen, darüber wird eine schwarze oder graue Weste getragen. An der Taille befindet sich eine Schärpe, komplett wird das Gaze durch eine kegelförmigen Hut.
Das Foto habe ich im Hotel Parque Tropical gemacht, dort gibt es Sonntags Paella und Folklore.
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Dieser Beitrag wurde gelöscht!
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Wir wollen es weiter so halten, dass hier ausschließlich unsere Elke schreibt. Nur so bleibt das auch durchgängig Elkes Thread. *
Mit inzwischen 53.366 Aufrufen.Dickes Kompliment, Elke.
Die meisten Aufrufe/Views hier kommen von außerhalb unseres Forums- das sind keine angemeldeten User ---dies wiederum hängt mit der Reichweite dieses Forums zusammen
*Ich habe gerade einen begeisterten Beitrag herausgenommen.
Meiner fliegt in Kürze ebenfalls wieder hier raus....
Danke für's Verständnis -
Was muss man unbedingt auf Gran Canaria sehen oder erleben? Diese Frage höre ich oft von Menschen, die zum ersten Mal hier Urlaub machen. Wer nicht nur in der Hotelanlage bleiben oder an den bekannten Stränden Playa del Ingles und Playa de Maspalomas die Sonne genießen will, hat verschiedene Möglichkeiten. Es sind natürlich Vorschläge aus meiner Sicht und meiner Erfahrung.
Beginnen wir mit dem Highlight im Süden, hier gibt es neben bekannten Urlaubsorten auch eine Top-Sehenswürdigkeit, das sind die Dünen von Maspalomas. Sie breiten sich an der Südspitze von Gran Canaria aus und gehören zu den Wahrzeichen der Insel. Entstanden sind sie in tausenden Jahren, der Sand ist mit zerriebenen Korallen vermischt. Sie verbreiten ein wüstenhaftes Flair und bilden mit den Stränden Playa de Maspalomas und Playa del Ingles eine eindrucksvolle Landschaft Die Dünen von Maspalomas stehen unter Naturschutz und dürfen nur auf markierten Wegen betreten werden. Ein schöner Aussichtspunkt ist der Mirador de las Dunas am Hotel Riu Palace Maspalomas.

Meine nächste Empfehlung für Neulinge auf der Insel ist der malerische Hafenort Puerto de Mogan. Charakteristisch für den Ort sind die weißen Häuser mit ihrem Dekor in Pastelltönen. Die Gassen sind von Bögen mit bunten Blumen überspannt, Kanäle mit Brücken sorgen für weitere Akzente. Am Hafen, der aus einem Jachthafen und einem Fischereihafen besteht, zieht sich eine Promenade mit Geschäften, Cafés und Restaurants entlang. Hier kann man fangfrischen Fisch und schöne Ausblicke genießen. Es gibt auch eine Mole, an der Ihr zu Touren mit dem Glasbodenboot oder U-Boot starten könnt.

Bei Eurem ersten Urlaub auf Gran Canaria sollt Ihr keinesfalls die Hauptstadt Las Palmas verpassen. Sie bietet eine Fülle an Sehenswürdigkeiten wie die Altstadt La Vegueta mit der Kathedrale Santa Ana, dem Kolumbushaus, der alten Markthalle sowie vielen Gassen mit traditionellen Häusern. Für einen Einkaufsbummel bietet sich die Calle Triana mit ihren schönen Häusern im Jugendstil an. Eine weitere Attraktion in Las Palmas bildet der Canteras-Strand, ein kilometerlanger Sandstrand mit besten Bedingungen zum Baden, Surfen und Schnorcheln. Seine Promenade bietet zahlreiche Restaurants und Geschäfte. Am Hafen könnt Ihr Kreuzfahrtschiffe bewundern, sehr interessant ist auch das Aquarium Polema de Mar.

Als weiteres Highlight für Euren ersten Urlaub auf Gran Canaria empfehle ich den Roque Nublo. Dieser markante Felsen galt bei den Ureinwohnern als Kultstätte. Er befindet sich im Zentrum der Insel in der herrlichen Berglandschaft. Ihr könnt ihn schon von weitem erkennen, denn seine Spitze besteht aus einer ca. 70m hohen Bergnadel. Der Roque Nublo ist von Kiefernwäldern umgeben, die Region ist beliebt zum Wandern.

Sehr viel Sehenswertes bietet auch der Barranco de Guayadeque. Diese beeindruckende Schlucht liegt im Südosten der Insel etwa 30 Autominuten von Maspalomas entfernt. An den seitlichen Hängen wachsen viele endemische Pflanzen. Neben der schönen Landschaft gibt es auch noch Höhlenwohnungen zu sehen. Einige sind sogar noch bewohnt, außerdem gibt es eine Höhlenkirche und ein Höhlenrestaurant. Es gibt ein Museum, das Centro de Interpretación del Barranco de Guayadeque. Es befindet sich zum Teil in einer Höhle und bietet einen guten Überblick zur Geschichte der Schlucht.

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Ihr wollt als Gran Canaria Neulinge Fisch genießen und dabei eine ursprüngliche Atmosphäre erleben? Dann empfehle ich Euch einen Ausflug nach Puerto de las Nieves. Das ist der vorgelagerte Hafenort von Agaete im Nordwesten der Insel. Agaete besitzt einen schönen Ortskern mit traditionellen Häusern und einer auffallenden Kuppelkirche. Für Pflanzenfreunde gibt es einen kleinen botanischen Garten. Rund 1km entfernt liegt das Fischerörtchen Puerto de las Nieves. Dort gibt es an der Hafenpromenade gute Fischrestaurants, dazwischen findet Ihr Läden mit Kunsthandwerk und Souvenirs. Zum fangfrischen Fisch gibt es einen schönen Blick auf das Meer. Je nach Lage erblickt man das Panorama der Westküste mit ihren Klippen. Im Hafen liegen nicht nur Fischerboote, dort starten auch die Fähren zur Nachbarinsel Teneriffa. Der kleine Kieselstrand ist besonders bei Einheimischen beliebt.

Wer einen schönen Sandstrand abseits der Touristenströme sucht, sollte sich mal Playa Melenara anschauen. Er liegt im Norden der Insel und gehört zur Gemeinde Telde. Das Meer ist hier ziemlich flach und meistens ruhig, der Strand besteht aus dunklem Sand. Es gibt einen Picknickplatz und einen großen Spielplatz. Es sind auch Sanitäreinrichtungen vorhanden, allerdings gibt es keine Liegen und Sonnenschirme zu mieten. Im Wasser fällt die mehr als 4m hohe Skulptur des Neptun auf, sie ist ein Wahrzeichen des Ortes. Für eine Pause bieten sich zahlreiche Cafés und Restaurants an, die Atmosphäre ist entspannt. Ich habe mal mit Freunden einen Ausflug im Auto nach Playa Melenara gemacht, mit dem Bus ist es hier aus dem Süden nicht so gut zu erreichen. Es war ein schönes Erlebnis, dort das typisch spanische Ambiente zu erleben.
Beim ersten Urlaub auf Gran Canaria sollte auch der Besuch eines typischen Bergdorfes nicht fehlen. Bei solch einem Ausflug könnt ihr in das ländliche Leben der Insel eintauchen. Meine Empfehlung ist das Dorf Tejeda, das den Mittelpunkt der Insel bildet und von herrlichen Landschaften umgeben ist. Bei einem Spaziergang durch den Ort könnt ihr traditionelle Häuser mit geschnitzten Holzbalkonen bewundern. Den Mittelpunkt bildet die Pfarrkirche Nuestra Señora del Socorro. Ihr könnt ein Kräutermuseum und ein Ethnografisches Museum besichtigen. Tejeda ist das Zentrum den Mandelanbaus auf Gran Canaria. Wer Süßes mag, sollte die Dulceria Nublo besuchen. Diese Konditorei bietet eine Fülle an Mandelspezialdiäten. Außerdem ist Tejeda ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen.
Mein nächster Tipp für den ersten Urlaub auf Gran Canaria ist der Botanische Garten von Maspalomas. Hier bekommt Ihr mit einen guten Überblick über die Pflanzenwelt der Kanaren. Darüber hinaus bietet er auch Pflanzen aus aller Welt, insgesamt sind es mehr als 500 Pflanzenarten. Die Vielfalt ist groß, der Garten zeigt Palmen, Kakteen, Sukkulenten, Sträucher, Kletter- und Wasserpflanzen sowie zahlreiche blühende Pflanzen. Durch den Park führt ein Rundweg, an dem man auch ein paar Sitzplätze findet. Der Botanische Garten von Maspalomas ist nicht so sehr bekannt, aber ich finde, der Besuch lohnt sich. Er befindet sich an der Avenida Touroperador Neckermann 2. Eine Bushaltestelle ist nur wenige Schritte entfernt, der Eintritt ist kostenlos.
Märkte sind im Urlaub immer ein schönes Erlebnis, mein Tipp für Gran Canaria Neulinge ist ein Bauernmarkt. Dort werden heimische Produkte angeboten und es gibt auch in Maspalomas einen Bauernmarkt. Er findet im Ortsteil San Fernando statt, der eigentliche Standort ist der Plaza de Timanfaya hinter dem Fußballstadion, seit Juli 2024 wurde er an das Colegio Marchial Franco verlegt. Der Bauernmarkt in San Fernando ist bei Urlaubern und Einwohnern gleichermaßen geliebt. Er findet jeden zweiten Sonntag statt. Verkauft wird direkt vom Hersteller. Es gibt Bananen, Zitronen, Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln und vieles mehr an Obst und Gemüse. Darüber hinaus werden Brot, Honig, Eier, Marmelade und Olivenöl angeboten. Hier findet man sicherlich ein schönes Mitbringsel für die Daheimgebliebenen, für Selbstversorger im Apartment ist es eine gute Gelegenheit, frische Produkte von der Insel zu erwerben.

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Du suchst einen Urlaubsort im sonnigen Süden von Gran Canaria, der sich für einen erholsamen und ruhigen Urlaub anbietet? Dann schau Dir mal Playa del Aguila an. Der kleine Ort grenzt an San Agustin und ist bei Windsurfern sehr beliebt. Er ist von Apartmentanlagen geprägt. Größere Hotels gibt es im nahe gelegenen Bahia Feliz. Es gibt ein paar Lokale und einen Supermarkt, mehr Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten findet man in San Agustin. Der Strand besteht zum größten Teil aus Steinen, bei Ebbe findet man ein paar Stellen mit Sand. Auffallend ist der kleine Leuchtturm am Strand. Strandfans sollten beachten, dass es dort keine Liegen und Sonnenschirme sowie Rettungsschwimmer oder Sanitäranlagen gibt. Aber wer Ruhe sucht, ist dort genau richtig.
In Playa del Aguila ist es oft sehr windig, deshalb wird dieser Strand besonders von Windsurfern geschätzt. Je nach Windstärke können sich auch Anfänger auf dem Brett versuchen. Das gilt besonders für den Sommer, wenn der Nordost-Passat den Strand nicht erreicht. Im Winter kommen erfahrene Surfer auf ihre Kosten, dann kommt der Passat aus dem Osten und kann sich am Strand von Playa del Aguila frei entfalten. Ein weiterer Pluspunkt für Playa del Aguila als Surfspot ist die dort ansässige Windsurfschule Dunkerbeck.

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Den Windsurfer Bjørn Dunkerbeck, der insgesamt 42 Weltmeistertitel gewonnen hat, habe ich hier schon vorgestellt. Heute geht es um seinen Sohn Liam Dunkerbeck, der auch schon beachtliche Erfolge vorzuweisen hat. Er wurde am 11. Februar 2004 auf Gran Canaria geboren und lebt in Maspalomas, wo er auch trainiert. Er sieht sich als Allround-Wassersportler, zu seinen bevorzugten Sportarten gehören Surfen und SUP.
Liam Dunkerbeck sagt von sich selbst, dass er sich nicht „als Sohn von...“Er hat bei der Kanarischen Surfmeisterschaft den 1. Platz U16 Surfing belegt, beim Windsurfen war er 2019 PWA Wave Weltmeister U17, Vizeweltmeister 2021 U20. Beim SUP hat er die folgenden Ergebnisse vorzuweisen: Podium APP Junior Las Palmas Wave Sup sowie Podium Gran Canaria SUP Challenge Mogan.
Er ist seit diesem Jahr kein Junior mehr und sein Ziel ist nun der Weltmeistertitel als Profi. Als bisher größten Erfolg seiner Karriere bezeichnet er den dritten Platz beim Aloha Classic auf Maui in der vorigen Saison. Dies war sein erstes Profi-Podium.
Wer sich für den Surfsport interessiert, findet in Playa del Aguila am Strand das Dunkerbeck Windsurf Center und in Playa del Ingles den BD Surf School & Shop im CC Atlantic Beach Club -
Olivenöl ist ein wichtiger Bestandteil der kanarischen Küche. Der Anbau von Oliven hat auf Gran Canaria eine lange Tradition. Ein wichtiges Anbaugebiet befindet sich in der Gemeinde Agüimes. Hier im Südosten der Insel wurden schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts nach der Eroberung Gran Canarias durch die spanische Krone die ersten Olivenbäume angepflanzt. Es gibt Hinweise auf Ölmühlen in diesem Gebiet schon aus dem 16. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert waren in der Gemeinde Agüimes 6 Ölmühlen in Betrieb. Die spanischen Siedler von der Halbinsel hatten Oliven der Sorte Verdial de Huevar mitgebracht. Die Olivenbäume akklimatisierten sich schnell. Heute sind die Oliven aus dieser Gegend als aceitunas del país, die Oliven unserer Erde, bekannt.
Der Qualitätsanspruch an ein Olivenöl ist mittlerweile recht hoch. Es ist im Trend, das liegt zum Teil am Ruf der „gesunden Mittelmeerkost“, aber auch an den Ansprüchen der kanarischen Küchenchefs. Daher kam aus der Gemeinde Agüimes die Initiative, natives Olivenöl herzustellen,. Es sollte natürlich das Beste sein und es wurden moderne Ölmühlen in Betrieb genommen. So wird aus den hervorragenden grünen Früchten ein exquisites natives Olivenöl gepresst. Außerdem werden sie auch gerne eingelegt verspeist, dazu gibt es verschiedene Rezepte. Olivenöl oder eingelegte Oliven sind ein schönes Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Typische kanarische Gerichte mit Olivenöl sind Mojosoßen und Garnelen in Knoblauchöl. -
Was wird denn außer den Oliven noch auf Gran Canaria angebaut und warum hat die Landwirtschaft hier eine lange Tradition? Schon die Ureinwohner waren aufgrund der isolierten Lage Selbstversorger mit Ackerbau und Viehzucht. Vieles änderte sich nach der spanischen Eroberung im 15. Jahrhundert. In den ersten 100 Jahren der Kolonialherrschaft hatte der Anbau von Zuckerrohr eine hohe Bedeutung. Dies änderte sich allerdings durch Christoph Kolumbus, der bei seiner zweiten Reise Zuckerrohrstecklinge in die Karibik brachte und danach entwickelte sich dort eine Hauptanbauregion. Daher verlor der Anbau von Zuckerohr auf Gran Canaria an Bedeutung. Heute wird es noch für die Herstellung des Rums von Arucas angebaut.
So ergab sich eine Umstellung in der Landwirtschaft und im 19. Jahrhundert wurde sich auf die Züchtung der Schildlaus, auch als Cochenille bekannt, konzentriert. Daraus wurde roter Farbstoff erzeugt, der später synthetisch hergestellt wurde, sodass auch dieser Produktionszweig in der Landwirtschaft unbedeutend wurde. Ein weiterer Schwerpunkt wurde der Anbau von Bananen. Es wurde eine spezielle indochinesische Sorte angebaut, die kleiner war als die herkömmlichen Banane. Die Plátano de Canarias hat für mich einen ganz besonderen Geschmack. Der Anbau von Bananen ist heute noch von großer Bedeutung, die Frucht ist nicht nur ein beleibter Snack, sie wird auch für die Herstellung von Bananenlikör verwendet.
Im Südwesten und Südosten werden Tomaten angebaut, die für den europäischen Markt wichtig sind. Zusammen mit den Bananen sind sie wichtige Exportartikel. In höheren Lagen ab 400m werden Kartoffeln, Mais, Kohl, Getreide und Feigen angebaut. Im Tal von Agaete gedeihen Kaffee und verschiedene Früchte wie Orangen, Papayas und Mangos. Die Viehzucht spielte auf Gran Canaria noch nie eine große Rolle. Es werden überwiegend Ziegen gehalten, deren Milch für die Herstellung von Käse verwendet wird.

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Eine weit verbreitete – und für mich eine der schönsten Pflanzen der Kanaren – ist der Flamboyant oder Flammenbaum. Er stammt ursprünglich von Madagaskar, dort ist er aber vom Aussterben bedroht. Mittlerweile ist er aber in vielen Ländern der Erde zu sehen und er wächst auch hier auf den Kanaren. Ich wohne in der Nähe vom alten Shoppingcenter Faro II, der Parkplatz dort ist reihenweise mit Flamboyantbäumen bewachsen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich nach und nach alle erblühen.
Was ist denn das Besondere am Flamboyant? Er wird etwa 12 bis 17 Meter hoch und hat eine ausladende Baumkrone, seine Blüten sind leuchtend rot. Seine Laubblätter sind doppelt gefiedert, anfangs sind sie 20 bis 40cm lang, später bis zu 50cm. Sie bestehen aus zahlreichen runden Fiederblättchen und ihre Unterseite ist heller als die obere Seite. Wenn der Flammenbaum 6 bis 8 Jahre alt ist, bildet er Blüten. Sie sind leuchtend rot und stehen in dichten Blütenständen zusammen. Fünf spatelförmige Blütenblätter bilden jeweils eine Einzelblüte. Die Samen des Flamboyant bilden sich in etwa 40cm langen Hülsenfrüchten, die sich während der Reife schwarz-braun verfärben. Als Besonderheit gibt es noch den gelben Flammenbaum.

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Bei Ausflügen auf Gran Canaria kann man sehr viel über die Architektur der Insel erfahren. Was ist denn daran so besonders? Blicken wir erst mal in die Vergangenheit. Die traditionelle Architektur der Insel hat ihre Wurzeln in Andalusien und Portugal. Das ist bei vielen Gebäuden vom einfachen Bauernhaus bis zu den prachtvollen Herrenhäusern zu erkennen. Spezielle Eigenheiten haben sich im Laufe der Zeit gebildet wie die typischen Holzbalkone und die wunderschönen bepflanzten Innenhöfe. Die Balkone dienten nicht nur der Belüftung, sondern sie waren auch ein Statussymbol. Je größer und prachtvoller ein Balkon war, um so wohlhabender galten die Eigentümer des Hauses.
Beginnen wir bei den Ureinwohnern, die in primitiven Höhlen lebten und von der Außenwelt weitgehend abgeschnitten waren. Im 15. Jahrhundert begann mit der Eroberung der Kanarischen Inseln durch die Spanier die gotische Epoche. Beispiele für die Architektur der Gotik gibt es reichlich auf Gran Canaria. Besonders beeindruckend finde ich die Kathedrale Santa Ana in Las Palmas. Sie zeigt nicht nur Merkmale der Gotik, sondern auch Einflüsse der Renaissance und Neoklassik, die auf die Gotik folgten, denn sie hatte eine fast 400 Jahre lange Bauzeit. Mit ihren zwei Glockentürmen dominiert sie in der Altstadt von Las Palmas. Die sakrale Architektur der Insel wurde durch verschiedene stilistische Einflüsse geprägt. Im Stil der Mudejar-Gotik des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche San Juan Bautista von Telde erbaut. Weitere sehenswerte Sakralbauten sind die Kirchen Santo Domingo und San Telmo in Las Palmas, die zur Blütezeit des Barock im 17. und 18. Jahrhundert entstanden und auch Elemente im Mudejar-Stil aufweisen. Durch liberales Gedankengut im 19. Jahrhundert erhielt die Architektur neue Impulse. Es kam die Glanzzeit des Jugendstils. Viele Jugendstilgebäude entstanden in Las Palmas zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sehr schöne Häuser könnt ihr in der Einkaufsstraße Calle Triana bewundern. Der Architekt Miguel Martín Fernández de la Torre schuf eindrucksvolle Werke wie beispielsweise den Parador von Tejeda im Zentrum der Insel. Zum Abschluss kommen wir zur modernen Architektur des späten 20. Jahrhunderts. Ein typisches Beispiel ist das Auditorium Alfredo Kraus von Oscar Tusquets.

Kathedrale Santa Ana
Auditorium Alfredo Kraus -
Las Palmas ist immer ein lohnendes Ausflugsziel. Besonders in der Altstadt gibt es viel zu sehen, der Mittelpunkt ist die imposante Kathedrale Santa Ana. Aber auch davor, auf der Plaza Santa Ana gibt es sehenswertes. Eine Besonderheit sind für mich die 8 Hundestatuen, die sich an einem Ende des Platzes gegenüber der Fassade der Kathedrale befinden. Sie sind bekannt als die Hunde von Santa Ana. Sie stehen seit 1895 dort und sind Werke des französischen Bildhauers Alfred Jacquemar,
Es gibt verschiedene Geschichten zu den Hunden. Eine Version besagt, dass Bürgermeister Felipe Massieu sie von der Besatzung eines französischen Schiffes als Geschenk bekam. Es machte einen Zwischenstopp in Las Palmas auf dem Weg nach Südafrika, um unterwegs aufgetretene Probleme zu lösen. Die Statuen waren aus der französischen Werkstatt Vald'Osne auf dem Weg nach Südafrika. Aus Dankbarkeit für die Hilfe erhielt sie der Bürgermeister von Las Palmas. Es wird aber auch vermutet, dass die Statuen eine Spende eines der Söhne von Thomas Miller waren, einem bekannten britischen Geschäftsmann in Las Palmas.
Der Schriftsteller Víctor Doreste sorgte im Jahre 1944 dafür, dass die Hunde Namen erhielten. Seine Fabel „Faycán „ handelt von einem Hund, der diesen Namen trägt. Er ist ein Streuner, der mit seiner Meute in der Stadt umherstreift und seine Freiheit liebt. Der Autor benennt auch die sieben anderen Hunde mit Namen: Aterura, Mogano, Doramas, Tindaya, Bentayga, Tenoya und Tirajano.

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Das Thema Hunde möchte ich noch etwas vertiefen. Dass Hunde eine besondere Bedeutung für Gran Canaria haben, erkennt man schon im Wappen der Insel. Es zeigt im unteren Teil eine Palme mit zwei springenden Hunden. Außerdem ist ein ganz besonderer Hund ein Natursymbol von Gran Canaria. Schon seit dem Mittelalter kennt man den Dogo Canario - die kanarische Dogge. Mittlerweile ist er eine von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannte spanische Hunderasse.
Über die Geschichte der Insel habe ich schon einiges geschrieben. Doch wie ist eigentlich der Name Gran Canaria entstanden? Dazu blicken wir zurück in die Vergangenheit. Der mauretanische König Juba II hat zu einer Forschungsexpedition nach 25 v. Chr. einen Text geschrieben, in der der Begriff Canaria erstmalig vorkommt. Es soll auf das lateinische Wort für Hund – Canis – zurückzuführen sein. Die Entdecker haben auf Gran Canaria viele große Hunde gesehen, daher soll es zu dieser Namensgebung gekommen sein. Mittlerweile wird dies bezweifelt ebenso der Zusammenhang mit dem Wappen, das zwei Hunde zeigt. Es könnte ein Volksstamm aus dem Nordosten Afrikas gewesen sein mit dem Namen Canarii, nachdem die Insel benannt wurde.
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Mittlerweile lebe ich schon seit 9 Jahren auf Gran Canaria. Da bekomme ich auch oft Fragen zum Leben und zum Alltag hier, besonders natürlich von Menschen, die einen Langzeiturlaub planen oder sogar über eine Auswanderung nachdenken. Schwierig finde ich immer die Frage zu den Lebenshaltungskosten, denn da spielen die Ansprüche eine große Rolle. Beginnen wir mit der wichtigsten Überlegung, dem Wohnen auf Gran Canaria. Die wichtigste Entscheidung ist sicherlich mieten oder kaufen. Das hängt wohl grundsätzlich von den finanziellen Verhältnissen ab. Ich wohne zur Miete und finde, dass man damit flexibler ist. Es geht ja auch erst mal darum, den passenden Wohnort zu finden. Ich sage immer, Urlaub machen und dauerhaft wohnen ist etwas anderes. So fand ich als Urlaubsort Playa del Ingles passend, aber wohnen wollte ich dort nicht. Ich wohne seit 4 Jahren in Campo Internacional und fühle mich sehr wohl. Das muss aber jeder für sich herausfinden. Steigende Mieten gibt es hier wie in Deutschland, aber es sind als Nebenkosten Strom und Wasser in der Miete normalerweise enthalten, Heizkosten gibt es nicht. Außerdem werden die Wohnungen normalerweise möbliert vermietet. Das erleichtert auch einen Umzug.
Dann kommen wir mal zum Thema Fortbewegung. In Deutschland hatte ich immer ein Auto, aber hier habe ich mir damals die Frage gestellt, ob es unbedingt sein muss. Ich habe es erst mal ohne Auto ausprobiert und als ich nach ein paar Monaten von Sonnenland nach San Agustin gezogen bin, war mir klar, dass es gut ohne Auto geht. Ich habe gegenüber vom Shoppingcenter gewohnt und eine Bushaltestelle war nur wenige Schritte von meiner Apartmentanlage entfernt. Für größere Einkäufe habe ich ein Taxi genommen oder vom Supermarkt liefern lassen. Wenn man etwas abgelegen wohnt, kann ein Auto schon notwendig sein. Mit dem Bus kann ich als Residentin hier kostenlos fahren. Es gibt aber auch eine aufladbare Buskarten, sie ist auch für Urlauber erhältlich. Bei dieser Karte gibt es noch einen Bonus zum Aufladebetrag. Ich habe auch fast alle Ausflüge mit den Linienbussen gemacht, das klappt sehr gut.
Einkaufen ist ein wichtiger Bereich des Alltags. In der allerersten Zeit habe ich mich mal gewundert, als eine Nachbarin sagte, Lebensmittel wären hier teuer. Dann merkte ich aber, dass sie deutsche Produkte meinte. Das geht natürlich schnell ins Geld, wenn man überwiegend deutsche Lebensmittel kauft. Anfangs habe ich noch einiges im Spar oder Lidl gekauft. Ich habe mich dann aber schnell an spanische Produkte, sei es bei Lebensmitteln, Wasch- und Reinigungsmitteln, Körperpflege usw. gewöhnt. Fleisch beim Metzger ist nun mal teuer als im Supermarkt wie bei Mercadona, wo ich schon seit Jahren fast alles einkaufe. Wie sieht es denn bei anderen Waren wie beispielsweise Kleidung aus? Ich finde, da steht man sich hier aufgrund der Temperaturen schon günstiger. Man braucht keine teuren Wintermäntel und -jacken oder Stiefel, das ganze Jahr über reichen kurze und dreiviertellange Hosen, Tops und T-Shirts. Im Winter braucht man abends schon mal eine lange Hose und einen Pullover, evtl. auch eine wärmere Jacke. Preislich hängt natürlich alles von den Ansprüchen ab, in Meloneras gibt es schicke, aber auch teure Läden. Ich gehe immer gerne bei Desnudos in San Fernando stöbern. Desnudos ist eine Filialkette auf den Kanaren mit preiswerter Kleidung, Wäsche, Taschen, Schuhen und mehr. Die Qualität ist erstaunlich gut, schaut es euch im Urlaub mal an, ist in San Fernando auf der Avenida de Galdar.

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Jetzt im Sommer spüre ich immer besonders gut, wie angenehm das Klima hier auf Gran Canaria ist. Das wird mir auch immer klar durch Nachrichten von Freunden, die in Deutschland in verschiedenen Orten von Nord bis Süd verteilt sind. Ich kann mich auch noch gut an Köln erinnern, wie wechselhaft das Wetter dort im Sommer war. Ähnliches bekomme ich jetzt von den Freunden zu hören. Hier ist das Wetter aktuell gleichbleibend bei ca. 26 bis 28 Grad und wenn es mal etwas mehr wird ist es durch die fast stetige leichte Brise gut auszuhalten.
Hier auf Gran Canaria ist die Hauptsaison im Winter, dann wollen viele Menschen dem kalten Winter in Deutschland und anderen Ländern entfliehen. Doch wie sieht es im Sommer aus? Anders als im Winter, das gilt besonders für die Strände im Süden. Wenn ihr dann hier Urlaub machen wollt, erlebt ihr ein buntes Treiben. Dann sind viele spanische Urlauber vom Festland hier. Das kenne ich auch von der Bungalowanlage, in der ich wohne. Oft sind es auch Familienbesuche, auch von den Nachbarinseln. Hier auf Gran Canaria sind die Schulferien von Ende Juni bis Anfang September. Viele Familien kommen tagsüber von Las Palmas und anderen Städten im Norden nach Maspalomas, um Sonne, Strand und Meer zu genießen. Da werden Strandmöbel, Kühltaschen und Spielzeug herbeigeschleppt, um einen schönen Strandtag zu verbringen. Komfortabler ist es natürlich für diejenigen die eine eigene Immobilie im Süden besitzen. Diese werden normalerweise im Winter an Langzeiturlauber vermietet und im Sommer selbst genutzt.
An den Stränden ist es also voll, aber wie sieht es sonst im Sommer aus? Die Strandlokale sind auch im Sommer gut besucht, egal ob in Playa del Ingles oder Meloneras. Ansonsten ist es doch ruhig, viele Lokale und Geschäfte haben Sommerferien, manche schließen für mehrere Monate. Das kenne ich noch von San Agustin, wo ich vier Jahre gewohnt habe. Dort haben die meisten größeren Restaurants im Shoppingcenter von Mai bis September geschlossen. Andere Lokale oder Geschäfte machen einige Wochen Betriebsferien. Auch in Playa del Ingles gibt es Sommerpause, das gilt hier besonders für die deutschen Lokale in den Shoppingcentern Cita und La Sandia, die haben in den Wintermonaten ihr Stammpublikum. Die Urlauber, die im Sommer hier sind, bevorzugen andere Lokale.