Mit Elke Gran Canaria kennenlernen: Ausflugtipps, Bilder, spannende Geschichten... Info-Thread
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Wer zum ersten Mal auf Gran Canaria ist, wundert sich vielleicht, dass viele Leute Wasserkanister schleppen. Dafür gibt es eine einfache Erklärung. Das Leitungswasser hier ist stark gechlort und schmeckt deshalb nicht so gut. Es hat Trinkwasserqualität und wird auch regelmäßig überwacht. Ich wurde schon oft gefragt, ob es zum Zähneputzen schädlich ist. Dafür kann man es unbesorgt benutzen. Zum Kaffeekochen nehme ich Wasser aus dem Kanister. Ansonsten halte ich es beim Kochen so, dass ich für alles, was abgegossen wird wie Nudeln oder Kartoffeln, Leitungswasser verwende. Für Suppen oder Soßen verwende ich das Wasser aus dem Kanister. Man kann hier in den Supermärkten Wasser im 5 oder 8 l Kanister kaufen.
Woher kommt unser Leitungswasser? Es handelt sich bei ca. 85 % um entsalzenes Meerwasser. Dazu werfen wir mal einen Blick in die Vergangenheit. Die Kanaren hatten – bis auf Fuerteventura – bis in die 1960er Jahre ausreichend Wasser. Es gab rund 1.500 Wasserstollen, die zum Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden, davon werden einige heute noch genutzt. Im Jahre 1964 wurde auf Lanzarote die erste Meerwasser-Entsalzungsanlage Europas eingeweiht. Mittlerweile existieren auf den Kanaren 22 solcher Anlagen, damit haben sie sich weltweit zu einem Vorbild entwickelt.
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Auf Gran Canaria gibt es neben den bekannten Feiertagen auch die Patronatsfeste. Sie werden in den Gemeinden zu Ehren der jeweiligen Schutzheiligen gefeiert. Es handelt sich um eine Mischung aus religiösen Feierlichkeiten und kulturellen Veranstaltungen. Am 24. August werden Feste zu Ehren des Heiligen Bartholomäus veranstaltet. Das gilt besonders für die Gemeinde San Bartolomé de Tirajana, zu der auch Maspalomas gehört. Wer zu dieser Zeit hier auf der Insel ist, sollte die Gelegenheit nutzen und bei solch einem Fest die kanarische Kultur und Gastfreundschaft zu erleben.
Das Dorf San Bartolomé de Tirajana ist die Gemeindehauptstadt und auch zu anderen Zeiten ein interessantes Ausflugsziel. Die Fahrt dorthin ist schon reizvoll, sie führt durch das sogenannte Tal der Tausend Palmen. Wer kein Auto hat, kann mit dem 18er Bus fahren. Er liegt auf einer Höhe von 890m in der Schlucht Barranco de Tirajana am Fuß der Morros del Pinar.
Ich habe diesen Ausflug mal mit dem Linienbus gemacht und fand, dass es viel zu entdecken gab. Von der Bushaltestelle waren es nur ein paar Schritte bis zur Kirche, die im Jahre 1922 im typischen Mudejar-Stil erbaut wurde. Geweiht wurde sie dem Heiligen Bartholomäus. In der Nähe ist das Rathaus mit einem schönen Innenhof und dem typischen Holzbalkon. Zwischen beiden Gebäuden erstreckt sich der Dorfplatz, der für die Bewohner den Mittelpunkt des Ortes bildet.
Das ethnografischen Museum Casa los Yánez ist in einem ehemaligen Herrenhaus untergebracht. Es bietet einen guten Überblick, wie die Menschen früher gelebt und gearbeitet haben. Als eine der schönsten Gassen im Dorf gilt die Gasse Princesa Guayarmina. Sie hat viele traditionelle Gebäude, die sich als Fotomotive anbieten. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Brunnen und Waschplatz El Rosal. Der Name stammt von einem Rosenstock, der neben dem Wasserbecken wuchs. Diese traditionellen Waschplätze waren auch ein wichtiger Treffpunkt, um Neuigkeiten auszutauschen oder einfach nur ein Schwätzchen zu halten.


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Wer war denn die Prinzessin Guayarmina, nach der die Gasse in San Bartolome de Tirajana, benannt wurde? Die Archive berichten von zwei Frauen mit diesem Namen aus der Zeit der Ureinwohner. Die meisten Dokumente stammen von der Tochter von Tenesor Semidán, dem Guanchen-König Guanarteme von Gáldar. Ihr genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt, man vermutet, dass sie in der Zeit um 1470 geboren wurde. Über ihre frühen Jahre ist nicht viel bekannt. Nach der Gefangennahme ihres Vaters im Jahre 1482 wurde sie zusammen mit ihrer Cousine von Eingeborenen ins Innere der Insel umgesiedelt.
Nach mehreren Gefechten belagerten die kastilischen Eroberer unter Pedro de Vera in Begleitung von Tenesor Semidan die Eingeborenen in Ansite. Durch die Vermittlung von Guanarteme ergaben sich am 29. April 1483 die Eingeborenen und übergaben die beiden Prinzessinnen, somit war die Eroberung der Insel abgeschlossen. Nach der Eroberung unternahm der Tenesor Semidán mehrere Reisen auf die Halbinsel. Bei seiner dritten Reise wurde er von seiner Tochter Guayarmina begleitet. Sie wurde christianisiert und auf den Namen Margarita getauft. Sie heiratete den Adligen Miguel de Trejo Carvajal aus der Extremadura und bekam vier Kinder. Es wird überliefert, dass sie in in den 1540er Jahren in Las Palmas starb.
Die andere Guayarmina wird in einigen Schriften als Guayarmina de Güimar bezeichnet. Über sie ist allerdings nicht viel bekannt. Nach dem Historiker Juan Bethencourt Alfonso war sie die Tochter des Mencey von Güimar, Añaterve. Sie wurde von König Bencomo, einem Feind ihres Vaters, entführt. In einem anderen Text steht, dass der Sohn des Mencey von Taoro, Ruyman in Guayarmina verliebt war.
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Die herrliche Bergwelt Gran Canarias zieht immer wieder die Menschen in ihren Bann. Heute geht es um den Roque Nublo, den berühmten Berg im Zentrum der Insel. Seine markante Form erinnert an einen Finger, er hatte schon bei den Ureinwohnern eine große Bedeutung. Sie nannten ihn Wolkenfelsen oder Heiliger Berg und sprachen ihm magische Kräfte zu. An seinem Fuße vollführten sie Kulthandlungen. Archäologen fanden heraus, dass dort sogar eine der bedeutendsten Opferstätten der Altkanarier zu Ehren des Sonnengottes war. Eine große Bedeutung hat er heute noch in Volksliedern wie dem vom Sombra del Nublo (Schatten des Wolkenfelsens).
Mit seinen 1.813 m ist der Roque Nublo der dritthöchste Berg der Insel. Besonders auffallend ist die 70m hohe Felsnadel, die von weitem sichtbar ist. Umgeben ist er vom 451,8ha großen Naturschutzgebiet Monumento natural del roque nublo, das sich um den gesamten Berg erstreckt. Die Flora dieses Gebietes ist von Kiefernwälder geprägt. Des weiteren wachsen hier Ginster, Salbei und Wolfsmilch.
Der Roque Nublo ist bei Wanderern sehr beliebt, deshalb wurde im Februar 2025 aus Naturschutzgründen der Zugang neu geregelt. Die tägliche Anzahl der Besucher wurde limitiert. Den Zugang muss man vorher hier reservieren. reservasroquenublo.com. Der Parkplatz am Roque Nublo wurde gesperrt. Es wurden zwei neue in Cruz de Los Llanos und in Tejeda errichtet, von dort gelangen die Besucher mit Shuttle-Bussen zum Roque Nublo.

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Wer einen ruhigen Urlaubsort im sonnigen Süden sucht, sollte sich mal Bahia Feliz anschauen. Der Name heißt „glückliche Bucht“ und das klingt doch vielversprechend. Er liegt direkt am Meer hinter den Orten Playa de Aguila und San Agustin. Der beschauliche Ort besteht aus ansprechend gestalteten Bungalow- und Apartmentanlagen sowie einigen Hotels. Eine Promenade führt am Meer entlang, der Naturstrand besteht aus einem Gemisch aus dunklem Sand und Steinen. Dort gibt es eine kleine Strandbar.
Bei Familien mit Kindern ist der Ort beliebt, er zieht aber auch mit dem dort ansässigen Club Mistral die Surfer an. Der stetige Wind sorgt das ganze Jahr über für die perfekte Welle. Bahia Feliz liegt an der GC-500, es gibt aber auch zahlreiche Busverbindungen. Es gibt ein Shoppingcenter mit Supermarkt und anderen Geschäften sowie verschiedenen gastronomischen Angeboten. .Auch Dienstleister wie Friseure und Autovermietungen sowie eine Apotheke sind dort vorhanden. Am Ortsrand befindet sich eine Go-Karting-Bahn. Bahia Feliz ist ein ruhiger Ort mit einigen Annehmlichkeiten. Wer mehr Unterhaltung sucht, erreicht mit dem Bus oder Taxi schnell den bekannten Ferienort Playa del Ingles.


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Du suchst ein Ausflugsziel auf Gran Canaria mit Geschichte und interessanter Architektur? Dann empfehle ich Agüimes im Südosten der Insel. Der Ort ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde, zu der auch weitere Sehenswürdigkeiten wie der Barranco de Guayadeque und der Ort Playa de Arinaga gehören. Agüimes bietet einen schönen Ortskern mit traditionellen Gebäuden und eine spannende Geschichte. Schon vor der Eroberung durch die Spanier war Agüimes dicht besiedelt. Der Ort wurde von den Ureinwohnern Argonez oder Ariganez genannt. Zeugnisse aus dieser Zeit sind die verschiedenen Höhlen im Barranco von Guayadeque, dazu gehören auch die bekannten Höhlenwohnungen. Nach der Eroberung Gran Canarias erhielt die Kirche im Jahre 1487 das Gemeindegebiet von Agüimes. Es war ein Ausgleich für Zahlungen, aber auch für den Einsatz des Bischofs Juan de Frias bei der Eroberung. Agüimes blieb bis 1837 im Besitz der Kirche. Sie hatte das alleinige Sagen einschließlich der Rechtsprechung, die brachte oft Probleme mit der Inselregierung.
Heute steht Agüimes für den ländlichen Tourismus. Schon seit vielen Jahrhunderten lebte man dort von der Landwirtschaft. Im 16. Jahrhundert waren es Zuckerrohr, Gerste, Weizen und etwas Gemüse. In den beiden folgenden Jahrhunderten wurden Kartoffeln und Mais aus Amerika eingeführt. Im 19. Jahrhundert kamen Olivenbäume sowie Orangen, Zitronen Feigen und Aprikosen hinzu. Später wurde der Tomatenanbau verstärkt, zunächst unter freiem Himmel, dann wurden riesige Gewächshäuser gebaut. Heute arbeiten noch rund 10 % der Einwohner der Gemeinde Agüimes in der Landwirtschaft.Bei einem Spaziergang durch die Altstadt von Agüimes kann man viele Zeugnisse der Vergangenheit entdecken. Den Mittelpunkt bildet die imposante Kirche San Sebastian. Sie wurde aus einer Mischung aus gotischem, neoklassischem und barockem Stil erbaut. Ihr Bau wurde 1796 begonnen und erst 1940 fertiggestellt. Sie zählt zu den schönsten Kirchen der Insel und wurde 1981 zum kunsthistorischen Denkmal erklärt. An der Kirche befindet sich die Plaza del Rosario. Dort kann man verschiedene Bronzeskulpturen bewundern, die u.a. Szenen aus dem Alltag darstellen. Weitere Skulpturen kann man in den traditionellen Gassen entdecken. Die bekannteste findet man in der Gasse Caleton de la Vegueta. Dort gibt es nicht nur sehenswerte Häuser, sondern auch die Statue eines Dromedars. Kamele hatten früher eine große Bedeutung auf Gran Canaria. Es gibt in Aguimes sogar ein Hotel mit dem Namen Casa de los Camellos. Das Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert, es gab dort früher Ställe, in denen Kamele für die Landarbeit gehalten wurden. Es lohnt sich, durch weitere Gassen in der Altstadt zu bummeln. Es gibt viele bunte Häuser, einige davon mit Lavasteinen. Zwischendurch findet man immer wieder traditionelle Handwerksbetrieben sowie Cafés und Restaurants für eine Pause. Agüimes war rund vier Jahrhunderte ein Bischofssitz. Davon gibt der Bischofspalast ein Zeugnis, in dem ein Geschichtsmuseum untergebracht ist. Das Gebäude wurde schon 1764 erwähnt, es beinhaltet eine Ausstellung über die Geschichte des Ortes in den vergangenen 500 Jahren.



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Heute geht es um die Gemeinde Agüimes, die – ebenso wie die Stadt - viel Sehenswertes zu bieten hat. Das Gebiet besteht aus drei Landschaftszonen. Es gibt eine Berg- und Weidezone in ca. 300m Höhe, etwa 275m hoch liegt die landwirtschaftliche Zone mit der Stadt Agüimes und dann gibt es noch die Küste mit dem Fischerdorf Playa de Arinaga. Hier gibt es eine lange Promenade am Meer entlang, an dem sich Naturschwimmbecken mit Stein- und Kieselstränden abwechseln. Weiter nördlich befindet sich der Leuchtturm von Arinaga, der nächste Strand heißt Playa del Cabrón und ist bei Tauchern und Schnorchlern beliebt. Nördlich davon liegt die Playa de Vargas mit besten Bedingungen für Windsurfer.
Knapp 10km vom Ort Agüimes findet man die schöne Landschaft Temisas, die von der kanarischen Regierung zu einem "Repräsentativen Kanarischen Dorf" erklärt wurde. Die Landschaft ist von typischen Palmenhainen und großen Olivengärten geprägt. Sehenswert ist die Eremitage San Miguel aus dem 18. Jahrhundert. Eindrucksvoll ist auch die Berglandschaft mit dem Roque Aguayro. In seiner Nähe befindet sich mit dem Krokodilpark eine weitere Sehenswürdigkeit der Gemeinde Agüimes. Dort leben nicht nur Krokodile, sondern auch viele andere Tiere wie Papageien, Affen, Schildkröten, Schlangen und Wildschweine. Es handelt sich um keinen Tierpark im herkömmlichen Sinn, sondern er dient der Tierrettung. Es sind beispielsweise Tier aus privater Haltung, deren Besitzer überfordert sind, oder Tiere, die vom Zoll beschlagnahmt wurden, die dort leben. Es ist ein lohnenswertes Ausflugsziel, bei dem ihr auch interessante Tiershows erleben könnt.
Wir kommen nun zum Barranco de Guayadeque, dort gibt es noch viele Höhlen aus der Zeit der Altkanarier. Die Schlucht wurde zum Naturdenkmal erklärt, an ihrem Rand erhebt sich der Montaña de Agüimes. Dort gibt es Wohnhöhlen der Ureinwohner, die mit Felszeichnungen geschmückt sind. Es gibt weitere Höhlenwohnungen im Barranco de Guaydeque sowie eine Höhlenkirche und ein Höhlenrestaurant. Ein Interpretationszentrum bietet zahlreiche Informationen zur Schlucht. Es gibt auch Höhlenwohnungen, die besichtigt werden können. Sehenswert ist aber auch die Natur, denn im Barranco wachsen viele endemische Pflanzen. Im Januar/Februar könnt ihr dort die Mandelblüte erleben.



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Die Paella ist ein traditionelles spanisches Gericht, das auch auf Gran Canaria sehr beliebt ist. Ihren Ursprung hat die Paella in Valencia. Sie war ein „Arme-Leute-Essen“ als Resteverwertung. Die dortigen Reisbauern verwendeten alles, was sie zur Verfügung hatten, um es mit Reis zu kochen. Dies geschah auf einem Lagerfeuer in einer großen Pfanne. So entstand auch der Name „Paella“, der vom lateinischen Wort für Pfanne „Patella“ abgeleitet wird.
Die Paella Valenciana unterscheidet sich von den heutigen Versionen mit Fisch oder Meeresfrüchten. Bei dieser ursprünglichen Variante wurde der Reis mit Hühner-, Kaninchen- und Entenfleisch sowie Bohnen und Knoblauch zubereitet. Das wichtigste Gewürz ist der Safran. Die Paella verbreitete sich im ganzen Land und kam auch auf die Kanaren. Es entstanden verschiedene Variationen wie beispielsweise die Paella Mixta, die mit Fleisch und Meeresfrüchten zubereitete wird. Auch der Tourismus spielte ein Rolle bei der Verbreitung der Paella, denn die internationalen Urlauber wollten die traditionelle Küche Spaniens entdecken.
Die Paella-Pfannen sind rund, flach und haben keinen Deckel. Für die traditionelle Zubereitung auf dem Holzfeuer werden Pfannen aus Schmiede- oder Gusseisen benutzt. Es gibt aber auch Paella-Pfannen aus Edelstahl, emailliertem Stahl oder Aluminium, das mit Teflon beschichtet ist. Die Paella wird traditionell auf einem offenen Mandel- oder Pinienholzfeuer im Freien zubereitet. Dabei liegt die Pfanne auf einem eisernen Dreifuß. Diese Tradition ist besonders in der Region Valencia beliebt.
Wichtig für die Zubereitung der Paella ist der Reis. Der Arroz bomba - der Paellareis – wird in der Umgebung von Valencia angebaut. Ein möglicher Ersatz wäre Langkornreis, Risottoreis eignet sich allerdings nicht für eine Paella. Er hat einen höheren Stärkegehalt und wird beim Kochen leicht klebrig. In einer Paella sollen die Reiskörner nicht zusammenkleben, sie müssen körnig sein.Zum Thema Paella gibt es sogar einen Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde. In Valencia wurde am 08.031992 eine Paella für 100.000 Personen zubereitet. Es wurde eine Pfanne mit einem Durchmesser von 20m verwendet. Die Grundlage der Paella bildeten 5.000 kg Reis. Hinzu kamen 6.800 kg Hähnchen, 5.000 kg Kaninchen, 400 kg Ente, 1.000 kg Tomaten und weitere Zutaten. Die Paella-Pfannen befand sich auf 90 Stützpfeilern, sie hatte mit dem Inhalt ein Gewicht von ca. 60.000kg.
Zum Abschluss habe ich noch einen Tipp für Paella-Freunde. Im Hotel Parque Tropical in Playa del Ingles wird Sonntag mittags Paella in einer großen Pfanne zubereitet. Man sitzt in dem wunderschönen Garten und kann die frisch zubereitete Paella genießen. Dazu gibt es typisch kanarische Folklore und Modenschauen.
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Über Christoph Kolumbus und seine Beziehung zu Gran Canaria habe ich in diesem Thread schon geschrieben. Heute geht es um ein besonderes Gebäude in Las Palmas, um die Casa de Colón - das Kolumbushaus. Es bietet viele Informationen über den berühmtes Seefahrer, aber auch über die Geschichte und die Beziehung zwischen den Kanaren und Amerika, die fast zeitgleich mit der Entdeckung der Neuen Welt entstand. Kolumbus legte auf seinen ersten Reisen einen Zwischenstopp auf den Kanaren ein, auch auf Gran Canaria. Die Beziehung zu Amerika wurde im Laufe der Zeit immer wichtiger, später wanderten auch viele Menschen von den Kanaren in die Neue Welt aus.
Kommen wir nun zum Kolumbushaus, das sich der Geschichte der Kanaren und ihrer Beziehungen zu Amerika gewidmet hat. Es verfügt über 15 Räume mit Dauer- und Wechselausstellungen und zwei Innenhöfe. Das Gebäude wurde in früheren Zeiten als Haus des Gouverneurs genutzt. Kolumbus besuchte im Jahre 1492 bei seiner Reise nach Amerika dieses Haus, denn er musste einen Zwischenstopp einlegen, um ein Schiff zu reparieren. Das Gebäude wurde im Laufe der Zeit immer wieder verändert, deshalb ist es schwierig, einem einzigen Baustil zuzuordnen. Es besitzt neben Elementen der Renaissance und des Neoklassizismus auch solche der traditionellen kanarischen Architektur. In den 1950er Jahren wurde das Gebäude saniert und bekam seine heutige Form. Im Inneren wurden Elemente aus dem 16. Jahrhundert bewahrt. In dem größeren Innenhof befindet sich ein gotischer Brunnen, außerdem gibt es ein Bogenwerk im Renaissancestil. In den Ausstellungssälen kann man typisch kanarische Kassettendecken aus Holz bewundern.
Den Schwerpunkt des Museums bildet Kolumbus und seine Reisen. Das Erdgeschoss zeigt eine Ausstellung zu seiner Person sowie den Kanarischen Inseln. Außerdem sind Navigationsinstrumente und historische Karten zu sehen. Im ersten Stockwerk sind Gemälde und Exponate zur Geschichte Gran Canarias zu betrachten. Das untere Geschoss präsentiert eine Sammlung der präkolumbianischen Völker Lateinamerikas. Zwei Räume geben einen geschichtlichen Überblick zu den Reisen von Kolumbus. Dort gibt es u.a. die Nachbildung seiner Kapitänskajüte.
Die Kanaren waren für Kolumbus eine Zwischenstation auf dem Weg in die Neue Welt. Deshalb gibt es eine Ausstellung mit Ausrüstungsgegenständen für die lange Reise. Wir setzen unseren Rundgang fort mit der Ausstellung zu Amerika vor der Entdeckung. Hier gibt es rund 160 Originale, überwiegend Grabbeigaben, die auf die Kultur der Esmeraldas hinweisen. Bei den übrigen Exponaten handelt es sich oft um Reproduktionen, es sind Gegenstände der Mayas, Azteken und Zapoteken. Auch die Kultur Amazoniens wird ausgestellt. Ansonsten gibt es historische Karten, die auf die Geschichte von Las Palmas in der Zeit vom 15. bis 19. Jahrhundert verweisen. Gemälde des 16. bis 20. Jahrhunderts sind ebenso vertreten wie eine Amerika-Bibliothek.
Das Kolumbushaus ist ein empfehlenswertes Ausflugsziel, denn es ist ein bedeutender Teil der kanarischen Kultur, besonders wichtig sind die Informationen über die Beziehungen zwischen den Kanaren und Amerika. Aber auch die Bereiche Kunst und Forschung kommen nicht zu kurz. Es gehört somit zu einem der wichtigsten Museen der Kanarischen Inseln.


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Der malerische Hafenort Puerto de Mogan gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen auf Gran Canaria. Puerto de Mogan befindet sich an der Südwestküste von Gran Canaria, es handelt sich um den Hafenort des gleichnamigen Dorfes Mogan, das sich 12km landeinwärts befindet. Auf Grund seiner Kanäle und Brücken wird Puerto de Mogan gerne als Klein-Venedig bezeichnet. Über dem Hafen erstreckt sich die Altstadt. Es gibt dort oberhalb einen Aussichtspunkt, der Weg dorthin beginnt bei der Post, von dort führen steile Treppen hinauf. Aber die Mühe lohnt sich, der 'Blick von dort oben über den Ort bis zum Hafen und Strand ist herrlich.
Das heutige Puerto de Mogan entstand in den 1980er Jahren, als der Künstler und Architekt Rafael Neville die Idee hatte, aus dem kleinen Fischerdorf einen besonderen Ferienort zu entwickeln. Er schuf die neue Marina, die malerischen Gebäude und die Kanäle, die den Ort zu etwas Besonderem machen. Beim Bau wurde Wert auf eine postmoderne Architektur gelegt. Die Gemeinde erließ ein Verbot für Gebäude mit mehr als zwei Stockwerken. Es wurde eine gute Verbindung vom Fischerhafen und dem alten Ortsteil zu den neuen Häusern und dem schicken Jachthafen geschaffen.
Vor dem Hafen liegt der Strand, die Playa de Mogan. Er liegt in einer Bucht und besteht aus goldbraunem Sand. Das Meer ist hier durch die Molen ziemlich ruhig, das Wasser ist klar. Es gibt Liegen und Sonnenschirme sowie eine Promenade mit Restaurants. Dann kommt der moderne Jachthafen, dort könnt ihr schicke Boote aus aller Welt bewundern. Dahinter befindet sich der traditionelle Fischereihafen. Hier kann man zuschauen, wie die Fischer ihre Netze flicken. Im hinteren Bereich gibt es eine Bootswerft. Am Hafen entlang zieht sich eine Promenade, an der man Fischlokale und andere Restaurants findet. Den Abschluss bilden die Anbieter für verschiedene Bootstouren, dazu gehört auch eine Fahrt mit dem U-Boot Yellow Submarine. Der Rückweg vom Hafen führt uns zu den malerischen Gassen.
Auffallend sind die weißen Häuser mit ihrem pastellfarbenen Dekor. Die Gassen sind von Bögen überspannt, an denen reichlich blühende Pflanzen auffallen. Es gibt Cafés und Geschäfte, jeden Freitag finden in den Gassen und am Hafen ein Markt statt, eine weitere Attraktion von Puerto de Mogan. Auf dem Markt findet man kanarisches Kunsthandwerk und andere Souvenirs, Blumen, Kleidung und vieles mehr.


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Neben den Sehenswürdigkeiten von Puerto de Mogan gibt es aber auch kulinarische Entdeckungen. So bringen die Fischer Fisch und Meeresfrüchte, dabei wird der Thunfisch besonders geschätzt. Es gibt sogar eine alljährlich stattfindende Thunfischmesse auf der Plaza Pérez Galdós in Arguineguín, einem Ort in der Gemeinde Mogan. In den Restaurants am Hafen von Puerto de Mogan könnt ihr den frischen Fisch und die Meeresfrüchte genießen.
Die Umgebung des Ortes ist für ihre Plantagen mit tropischen Früchten bekannt. Hier reifen Papaya, Mango und Avocado. Blicken wir mal in die Geschichte. Noch im 20. Jahrhundert wurde auf den Feldern unter harten Bedingungen gearbeitet. Statt Obst wurden damals Tomaten angebaut. Sie wurden damals in Körben geerntet und per Esel transportiert. Die Körbe wurden aus Palmblättern geflochten und mussten etwa einen Zentner fassen. Die Tomaten wurden mit dem Schiff nach England und Kontinental-Europa gebracht. Die Früchte aus Mogan wurden auf den Märkten von Las Palmas verkauft. Sie wurden in einer fünfstündiger Wanderung mit den Eseln über Pfade nach San Mateo gebracht. Eine Landstraße führte von dort nach Las Palmas. Hart waren auch die Arbeitsbedingungen der Fischer. Aber auch heute, wo sie ihre Arbeit mit Hilfe von Motoren ausführen, ist es ein anstrengender Beruf. Sie kennen ihre Fangreviere ganz genau. In den Fangrevieren Marisco de Felipe oder Marisco de la Morena fischen sie Meerbrassen, weiter hinaus gibt es den Echten Bonito. Die Boote müssen nach dem Fang entladen werden und auch gereinigt oder repariert.

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Für die meisten Menschen bedeutet der 11. November den Beginn des Karnevals. Für mich hat er eine ganz besondere Bedeutung. Ich bin am 11.November 2015 nach Gran Canaria geflogen und lebe seitdem dauerhaft hier. Es sind jetzt 10 Jahre! Ich kann mich noch gut erinnern, als ich hier am Flughafen ankam und am Schalter auf die Hundebox gewartet habe. Aber es hat alles gut geklappt und ich hatte für die ersten Monate einen Bungalow in Sonnenland gemietet. So konnte ich mich in Ruhe nach einer langfristigen Bleibe umschauen. In Sonnenland leben viele Residenten, es gibt aber auch im Winter viele Langzeiturlauber. So habe ich schnell Kontakt gefunden.
In der ersten Zeit gab es für mich viel einzukaufen, Lebensmittel, Hausrat und sehr viel sommerliche Kleidung, die man hier das ganze Jahr über trägt. Ich habe meine Umgebung erkundet und auch viele Geschäfte entdeckt. Auch sonst habe ich viel unternommen, in der Vorweihnachtszeit war ich zum Weihnachtsmarkt im Maritim Playa und zu den Sandkrippen in Las Palmas. Für mich war es erst mal wie ein endlos langer Urlaub. Ich kannte von der Insel nicht viel, ich hatte vier Urlaube dort verbracht.
Im Frühjahr 2016 bin ich nach San Agustin gezogen, mittlerweile hatte mich auch der Alltag eingeholt. Es gab einige Behördengänge, ich habe ein spanisches Bankkonto eröffnet und mich in meinem Apartment eingerichtet. Die Wohnungen sind hier möbliert, aber Kleinigkeiten wie wie Vorhänge oder Kissen will man doch nach eigenem Geschmack. Ich habe gegenüber vom CC San Agustin gewohnt und schnell Leute kennengelernt. Ansonsten kannte ich mich mittlerweile mit vielem ganz gut aus, wie Busfahren oder auch Einkaufen. Mittlerweile kannte ich mich auch mit den spanischen Produkten aus. Anfangs habe ich das meiste bei Lidl gekauft, dann habe ich aber auch Mercadona und Hiperdino für mich entdeckt.
Ansonsten wollte ich die Insel kennenlernen. Also war ich viel mit den Linienbussen unterwegs und habe mir Sehenswürdigkeiten, Märkte, Shoppingcenter angeschaut. Ansonsten kam auch irgendwann der Wunsch nach „Tapetenwechsel“. Wir sind gerne und viel gereist, aber ich hatte mit dem Umzug nach Gran Canaria mit dem Thema Reisen abgeschlossen. Dann hatte ich zu meinem Geburtstag im September die Idee, ein paar Tage auf Fuerteventura zu verbringen. Mit der Fähre war das einfach und sehr interessant. Dann hat mich doch das Reisefieber wieder ein wenig gepackt. Als nächsten bin ich nach Lanzarote, das war seit langem eine unserer Lieblingsinseln. Ich hatte auch noch nie eine Kreuzfahrt gemacht und dann habe ich die Kanarenkreuzfahrt mit Madeira gemacht. Freunde von mir sind an die Algarve ausgewandert, dort war ich dann auch zweimal. Weil ich vom Festland kaum etwas kannte, habe ich dann auch eine Andalusien-Rundreise unternommen. Vieles ist hier einfach wie Touren zu den Nachbarinseln, auf Teneriffa war ich einmal mit der Fähre und einmal mit dem Flieger.
Aber das lässt alles irgendwann mal nach, auch die Ausflüge hier auf der Insel. Ich lebe seit einigen Jahren in Campo Internacional, habe einen tollen Freundeskreis, lese gerne, schreibe gerne, wie ihr wisst. Oft fragen Leute, die hier im Urlaub sind „Was machst du denn so den ganzen Tag“. Ich sage dann immer, „Wahrscheinlich das, was ich auch in Deutschland machen würde, nur bei schönem Wetter“. Das „bisschen Haushalt“ will gemacht werden und ich koche auch für mich allein ganz gerne. Man hat diverse Termine wie Friseur, Arzt, Massage usw. Ab und zu braucht man auch einen Handwerker. Ich mache hier vieles digital vom Onlinebanking bis Ebooks ausleihen. Außerdem schreibe ich mit Begeisterung meine Texte hier fürs Forum. Durch die ganzen Recherchen lerne ich auch immer wieder etwas Interessanten zur Insel kennen.
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Melenara ist ein kleiner Ort in der Gemeinde Telde und hat einen schönen, ursprünglichen Strand, der gerne von Einheimischen besucht wird. Ich kann ihn euch als Ausflugsziel empfehlen, denn es gibt neben der besonderen Atmosphäre und den guten Fischrestaurants auch eine Sehenswürdigkeit: die Neptuno-Statue, auch als ."El Puntón" bekannt. Sie steht im nördlichen Bereich der Playa Melenara. Die Bronze-Figur steht auf einem Felssockel im Wasser und es wirkt so, als ob Neptuno hier aus dem Meer steigt. Neptun gilt als der Gott des Meeres. Die Statue wurde erschaffen, um die Verbundenheit der Stadt Telde mit dem Meer zu symbolisieren. Sie stammt von dem Künstler Luis Arencibia Betancort . Die Skulptur ist etwa 4,20m hoch und wurde am 01. September 2001 eingeweiht. Im November 2010 wurde sie bei einem Unwetter beschädigt. Der Arm mit dem Dreizack wurde abgerissen und später von einem Schwimmer gefunden. Die Arbeiten zur Wiederherstellung verzögerten sich bis in das Jahr 2017. die Kosten dafür betrugen ca. 23.000,- €.

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Heute möchte ich euch in interessantes Ausflugsziel vorstellen, das nicht so sehr bekannt ist: die Stadt Ingenio. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde, die sich zwischen dem Barranco del Draguillo im Norden und dem Barranco de Guayadeque im Süden erstreckt. Schon frühzeitig – es war kurz nach der Eroberung Gran Canarias – hatte sich die Gemeinde zu einem Zentrum des Zuckerrohranbaus und der Zuckerindustrie entwickelt. Den früheren Wohlstand Ingenios erkennt man heute an den Gebäuden der historischen Altstadt. Ein besonderes Zeugnis dieser Zeit gibt eine nachgebildete Zuckerrohrpresse am Ortsrand.
Die Altstadt steht unter Denkmalschutz. Ihren Mittelpunkt bildet die Kirche La Candelaria. Sie steht auf der Plaza de la Calendaria, an der sich auch das Rathaus befindet. Der Platz und seine Umgebung sind mit Skulpturen und Wasserspielen geschmückt. Die Kirche wurde auf den Resten einer alten Kapelle aufgebaut und im Jahre 1901 vollendet. Mit ihrer weißen Kuppel und den beiden Kirchtürmen bildet sie einen Blickfang im Ort. Wer sich für Kunsthandwerk interessiert, sollte das Museo de Piedra y Artesanía - Stein- und Handwerkskunstmuseum – besuchen. In der Stickereischule kann man zuschauen, wie die traditionellen Stickarbeiten hergestellt werden.



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Heute möchte ich euch eine wichtige kulturelle Einrichtung in Las Palmas vorstellen: das Pérez-Galdós-Theater .Es befindet sich in der Nähe der Altstadt nur wenige Schritte von der Markthalle Vegueta entfernt. Es gehört zu den wichtigsten Gebäuden der Inselhauptstadt. Blicken wir in die Geschichte des Theaters. Kultur hatte schon früher einen hohen Stellenwert in Las Palmas. Für Theateraufführungen gab es in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Teatro Cairasco auf dem gleichnamigen Platz. Aufgrund der begrenzten Mittel für den Bau wies das Gebäude erhebliche bauliche Mängel auf. Hinzu kam, dass der Platz für Konzerte und Theateraufführungen ausreichte, aber nicht für Opern. Eine Gruppe finanziell gut gestellter Kulturfreunde beschloss, Geld für die Errichtung eines entsprechenden Gebäudes zu sammeln. Der Standort wurde gefunden und der Architekt Francisco Jareño y Alarcón mit dem Bau beauftragt. Eröffnet wurde es im Jahre 1890 mit Verdis Oper La Traviata. Leider wurde es 1918 bis auf die Grundmauern durch einen Großbrand zerstört. Für den Neuaufbau wurden städtische Mittel verwendet. Beauftragt wurden die städtischen Architekten Fernando Navarro y Navarro und Rafael Massanet. Es gab bei den beiden allerdings Streitigkeiten, sodass der Architekt Miguel Martín Fernández de la Torre die Bauarbeiten vollendete. Die Inneneinrichtung gestaltete sein Bruder Néstor Martín Fernández de La Torre, ein Maler. Die Eröffnung fand 1928 mit Verdis Aida statt. Umbauten und Modernisierungen fanden in der Zeit von 2004 bis 2007 statt. Seitdem gilt es als eines der modernsten Theater Spaniens. Der Hauptsaal hat 1085 Sitzplätze und liegt auf vier Ebenen. Im ersten Stock befindet sich auch der Saint-Saëns-Saal mit seinen Buntglasfenstern. Es gibt drei weitere Säle, eine Terrasse und eine Cafeteria.
