Trinkgeld für Putzpersonal nicht vergessen!!!
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@marie7777, eine Bekannte von mir hat dies auch mal erzählt. War aber in Spanien.
Andererseits mach ich das auch, wenn mir jemand was schenkt, das ich überhaupt nicht brauchen kann und ich denjenigen nicht vor den Kopf stoßen möchte.
Ich verschenks weiter, gib es in den Kleidersack oder auch mal in die Mülltonne.
Auf der andern Seite kann ich, in diesem Fall die Putzfrauen verstehen. Wie viele Seifenreste, Sandspielförmchen, gebrauchte T- shirts usw braucht man schon.
Zu den Zigaretten. Wir sind zwar hier im Ägypten- Forum und ich war noch nie in Ägypten. Dafür aber schon in Tunesien und in Marrokko. Mein Mann raucht nicht, aber ich.
und es ist schon krass, wie oft ich in diesen arabisch- afrikanischen Ländern angeschnurrt wurde. Ergo sind Zigaretten sehr beliebt. -
"Vievien40w" wrote:
@all
Wenn man so gut im Urlaub versorgt wird, durch all diese schaffenden Menschen, dann gibt man gerne was aus reinstem Herzen.Sofort waren Kinder um unser Auto und sahen die Lunchpakete. Da wir keinen Gebrauch dafür hatten, haben wir die Pakete den Kindern gegeben. - Achtung, in den Paketen war auch Süßes drin---
Mir ist es doch lieber, ich gebe diese Essenssachen den Kindern dort, als sie im Hotel in den Mülleimer zu schmeißen.Denkt mal darüber nach, die Leute dort freuen sich über Präsente, egal in welcher Form auch immer. Und eben drum, auch Gummibären können einen Menschen erfreuen...in diesem Sinne
Mal ne Frage: Wer von Euch würde eine halbbenutzte Shampoo-Flasche oder Cremedose von jemand fremden benutzen mögen?
Ja, die Leute dort nehmen das, weil sie wenig verdienen, und das dann nicht kaufen müssen.
Aber warum dann nicht gleich ein Trinkgeld geben, wie man es ja in Deutschland einem deutschen Zimmermädchen, Kellner etc auch geben würde? Ich glaube kaum, dass jemand einem deutschen Kellner Gummibären als Aufmerksamkeit anbieten würde?
Es ist ja nicht so, dass es in Ägypten kein Shampoo oder keine Sonnencreme zu kaufen gäbe, es gibt alles von den internationalen Marken im Supermarkt oder Apotheke zu kaufen.
Ich gebe lieber Trinkgeld und versuche selbst einzuschätzen, was angemessen ist.
Ich habe auch einmal den Fehler gemacht, Beduinenkindern was aus meinem Lunchpaket zu geben.
Nie wieder!
Es kam zu einer absolut unangenehmen Szene, bei der sich mehrere Kinder regelrecht um die Joghurts prügelten.
Die Erwachsenen standen pikiert daneben.
Mir war das unendlich peinlich.
Die Beduinen sind ein stolzes Volk, und die, die im Tourismusbusiness arbeiten sind nicht so arm, dass ihre Kinder hungern und betteln müssten.
Aber die Kinder sind durch das Verhalten der Touristen, den niedlichen Gören unbedingt was zustecken zu müssen, regelrecht dazu erzogen worden.
Da ich tagsüber immer wenig Hunger habe, sage ich seitdem im Hotel gleich, dass ich kein Lunchpaket möchte.In Gummibären kann übrigens Gelatine aus Schweinefleisch drin sein, deswegen würde ich die lieber gar nicht erst mitnehmen.
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"Alexa33" wrote:
Mal ne Frage: Wer von Euch würde eine halbbenutzte Shampoo-Flasche oder Cremedose von jemand fremden benutzen mögen?O.k., bei cremedosen ist der/die Vorgänger/in mit den Fingern drin gewesen. Da kann ich deine Bedenken nachvollziehen.
Aber wo liegt bei Shampoo-Flaschen das Problem? Wenn ich in der Sporthalle unter der Dusche stehe und bemerke dass ich versehentlich mein Shampoo bzw. Duschgel vergessen habe, frage ich doch auch einen Sportskollegen ob er mir mal seine Flasche Shampoo/Duschgel leihen kann.
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"Alexa33" wrote:
Die Beduinen sind ein stolzes Volk, und die, die im Tourismusbusiness arbeiten sind nicht so arm, dass ihre Kinder hungern und betteln müssten.
Aber die Kinder sind durch das Verhalten der Touristen, den niedlichen Gören unbedingt was zustecken zu müssen, regelrecht dazu erzogen worden.@Alexa33, Zustimmung zu Deinem Posting mit einer kleinen Einschränkung.
Es gibt sehr wohl Eltern die ihre Kinder zum betteln schicken. Unsere Reiseleiterin hat uns sogar eindringlich gebeten, kein Geld zu verschenken. Ihr Argument: Die Kinder sollen in die Schule gehn und was lernen. Wenn sie auf der Strasse ihr Geld durchs betteln verdienen, dann sind ihre Zukunftsaussichten gleich null. Wenn sie unbedingt was verschenken wollen, dann Bonbons, Kugelschreiber oder meinetwegen "Schusser" (bunte Kugeln).
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Sabah el cher, hallo zusammen
Wir kommen immer weiter vom Thema "Trinkgelder" ab, aber ich hätte nun doch noch einmal eine Frage:
Wer von Euch hat schon mal einen original ägyptischen Kaugummi probiert?
Ich meine nicht die, die uns aus Deutschland bekannt sind und die man in den Touristen-Läden in Hurghada ect. kaufen kann, sondern diese kleinen, beige-braunen Plättchen, die wie Autoreifen schmecken und selbst für ägyptische Verhältnisse immer noch zu teuer sind.Ich kann es -trotz aller Warnungen- in Ägypten immer nicht lassen und probiere gern einheimische Erzeugnisse, auch direkt auf der Strasse aus. Vor allem, wenn ich etwas geschenkt bekomme (z.B. geröstete Kerne), reiße ich nicht gleich entsetzt die Augen auf, bedanke mich höflich und koste es einfach. Die Einheimischen freuen sich darüber, man wird äußerst freundlich behandelt und kann dabei viel über Land und Leute erfahren. Bisher (5x) ist mir auch noch kein gesundheitlicher Schaden dadurch entstanden.
Aber ich habe gelernt einzuschätzen, wie gut es uns (Touristen) doch geht und das man den Einheimischen mit ein paar Kleinigkeiten, wie z.B. Kaugummis oder Gummibärchen oder auch den alt bekannten Kugelschreibern doch eine Freude machen kann.
Dabei sollte man aber eines beachten: auch die Ägypter haben ihren Stolz- und das nicht zu knapp.
Wenn ich mich aufführe, wie die reiche, gönnerhafte Tante aus Europa, für jede kleine Packung Kaugummi oder einer angebrochenen Shampooflasche eine extra-Leistung verlange, die Leute dadurch bestechen will und erwarte, dass sich die Menschen dafür vor mir in den Sand werfen, habe ich das Land nicht begriffen.Natürlich gibt es in Hurghada, Luxor, Assuan ect. mittlerweile Geschäfte, in denen man von Ariel über Snickers bis hin zum Sönnenoel alles kaufen kann, was das Europäische Herz begehrt. Das Privileg, dort einzukaufen, ist aber überwiegend uns Touristen und/oder der "höheren Schicht" Ägyptens vorbehalten.
Dazu mögen auch die Hotelangestellten gehören, aber die Leute von der Strasse gehen an diesen Geschäften überwiegend mit großen Augen vorbei.
Es gibt wohl Hotels, in denen überprüft wird, was die Angestellten mit nach draußen "schmuggeln", selbst erlebt habe ich das allerdings noch nicht.Jeder Gast in Ägypten soll es doch machen, wie er es für richtig hält.
Jedem seine Erfahrung und Meinung.
Wenn ich weiß, dass ich dieses Land demnächst besuche, verzichte ich lieber auf ein paar Zigeretten und den Restaurantbesuch am Wochenende, um dafür etwas mehr in Ägypten teilen zu können.
Bisher bin ich damit ganz gut klargekommen, habe viele Freunde gefunden und werde das auch weiterhin so halten.Euch allen einen schönen Tag!
Lapis -
Mit erstaunen hab ich die Threads über das Thema Trinkgeld gelesen ,
ich war der Meinung wenn ich den Zimmerboy für die Topreinigung etwas gebe dann darf er es auch behalten.
und im Restaurant den Kellner,sofern nicht wo eine Tipbox steht
Mit Kaugummi,GUmmibärli oder Kugelschreiber mich zu bedanken ,nein auf diese Idee würde ich nicht kommen
Im Carols Makadi Resort war es auf jeden Fall so das der Zimmerboy so wie der Kellner uns ersuchten die Euros in Scheine umzutauschenLG MIMI
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Hallo Lapis,
auch ich möchte mich voll und ganz dieser Meinung anschließen!
Habe diese Erfahrung auch in Marokko bei einer Interrail-Tour gemacht!lg
maldamaldort -
Danke losi und all ihr anderen!
Aber noch lieber wäre es mir, wenn dies hier recht viele Leute vor ihrem Ägyptenurlaub lesen würden.
Nicht, weil ich Jemanden meine Meinung aufdrängeln möchte, sondern, weil ich letzte Woche wieder einmal erlebt habe, wie sich Touristen in Ägypten daneben benehmen können.Ich habe Verständnis, dass es manch einem Besucher in Ägypten, bei den anhänglichen Verkäufern, kleinen "Halunken" und den hygienischen Umständen, unheimlich werden kann, wenn er durch die Strassen zieht. Ich habe auch Verständnis dafür, dass sich nicht jeder so für das Land interessiert wie ich.
Was ich aber niemals begreifen werde, ist die Arroganz und fehlende Rücksichtnahme, mit denen einige Urlauber in Ägypten unterwegs sind und die leider auch von vielen Reiseleitern geschürt wird. Das alte Thema: stur, den Blick geradeaus an den Händlern und Einheimischen vorbei gehen und ignorieren. Warum? Ein klares, bestimmtes "la Shukran" und ein "please, don´t touch me" reicht meißt völlig aus.
Ich möchte einmal erleben, was in Deutschland los wäre, wenn uns Touristen im eigenen Land so behandeln würden.Und auch "oben ohne" am Strand, mit Miniröckchen und einem Hauch von Oberteil über den Bazar, mit Bakschisch um sich schmeissende Großmäuler, weil das Leben in Ägypten doch so billig ist (endlich mal richtig auf den Putz hauen, daheim gehts ja nicht!).
Mann oh Mann... Die Krönung war diesmal ein erwachsener, deutscher Mann, der sich lauthals auf der Strasse (!) beklagte, was die Ägypter doch für "SCHWEINE" wären, "wegen dem ganzen Müll und so...".
Ich hätte am liebsten zugeschlagen.Vielleicht liegt es daran, dass ich in Ägypten schon fast zu Hause bin, keine Berührungsängste habe und ein wenig Arabisch spreche-
ich bin schon kreuz und quer durch Ägypten getourt, auch als alleinreisende (blonde) Frau- und ich kann mich nicht erinnern, mal irgendwo Schwierigkeiten gehabt zu haben.
Sicher hat mich mal der ein oder andere "Tempelwächter" in eine stille Ecke gezogen, um mich irgendeine Klamotte streicheln zu lassen (weil das Glück bringt ;)) und um mir anschließend ein Backschisch abzukassieren. Aber da lach ich drüber und das wenige Geld tut mir nicht weh.
Ansonsten werde ich immer mit Respekt und Freundlichkeit behandelt, vielleicht weil ich den Leuten auch so gegenüber trete...?Lapis
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"Lapislazuli" wrote:
Ansonsten werde ich immer mit Respekt und Freundlichkeit behandelt, vielleicht weil ich den Leuten auch so gegenüber trete...?...und Respekt wird sicher nicht durch Shampooflaschen o.ä. ausgedrückt, sondern eher durch ein herzliches "schukran" (Danke) und "min fadlak/-ik" (Bitte) sowie bei Dienstleistungen eben durch bakschisch (Trinkgeld).
Aber vielleicht verteilen genau solche Urlauber in Deutschland im Restaurant an die Angestellten ja auch Kaugummis oder Seifendöschen...

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@ Curiosus, welche Urlauber meinst Du?
ICH verteile nicht- ich teile...
Und eben nicht wie die gönnerhafte, reiche Tante aus Europa.
Wenn ich eine Kette/Ring/Skarabäus geschenkt bekomme und dafür meine Wimperntusche hergebe, habe ich kein schlechtes Gewissen deswegen.
Und mal abgesehen davon- wenn ich im Sommerurlaub in Deutschland unterwegs bin, habe ich auch keine Probleme damit, mal eine Schachtel "Merci" oder ein paar Schoko-Bons auf den Thresen zu legen. Auch in Deutschland hat sich darüber noch niemand beschwert.
Andersherum freue ich mich auch, wenn mal ein Kunde von mir auf die Idee kommt, uns ein "Leckerli" oder eine Flasche Wein auf den Tisch zu stellen. Für mich heißt das, dass er mit meiner geleisteten Arbeit zufrieden ist- nicht mehr und nicht weniger.Grüssle
Lapis -
"Lapislazuli" wrote:
@ Curiosus, welche Urlauber meinst Du?
ICH verteile nicht- ich teile......entschuldige, da habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt.

Nicht Du warst mit meinem Beitrag gemeint, es ging hier um andere, die "gönnerhaft" ihre Reste zum "Wohle" der Angestellten entsorgten.
Auch ich zeige mich - wie Du auch - gegenüber Freundlichkeiten anderer mit einer Kleinigkeit erkenntlich, aber es ging ja um bakschisch und wenn ich eine Dienstleistung - kein Geschenk! - honorieren will, gebe ich eben Trinkgeld und zwar im Ausland genauso wie hier.
Es ist eben für mich ein Unterschied, ob ich mit einer Kleinigkeit bedacht werde und diese auch ebenso erwidere, oder ob ich von jemandem (hier z.B. ein Hotelangestellter) eine Leistung wünsche/erwarte und diesem dann entsprechend mit Trinkgeld die Anerkennung seines Tuns zolle.
So denke und handle ich zumindest...

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@ curiosus
na, dann sind wir uns ja wieder einmal einig

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@ curiosus
immer wieder gern!
