Rauchervorschriften
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Jeder soll doch seine Meinung haben. Ich hab meine u. dabei bleibe ich auch. Fakt ist: Rauch ist für Nichtraucher gefährdent, das ist unumstritten. Somit also auch für nichtrauchende Bedienstete. Gibt es dann eigentlich dann noch irgendetwas zu diskutieren? Für mich nicht. Geht etwas zu Lasten der Gesundheit anderer wegen mir, dann muß ich zurückstecken. Wird dann ersthaft erwartet, daß Nichtraucher sich dem gefählrichen Passivrauchen aussetzen. Wie ich schon tausend mal erwähnt habe, selbst als Raucher habe ich eine solche egoistische Meinung nicht vertreten können. Dann wäre auch der Vergleich denkbar, daß alkoholisierte Autofahrer dies unstrafbar weiterbetreiben wollen.
LG -
@carsten, darf Deine Frau eigentlich noch rauchen?

In Italien ist in den Restaurants auch rauchverbot. Und dort stand ich und alle Bedienungen der Kneipe und rauchten eine. Die sprachen alle sehr gut deutsch. Ich hab dann eine der Bedienungen gefragt, "rauchts ihr eigentlich alle?"
Rate mal?

Ich behaupte mal, dass 90% aller Bedienungen rauchen. Und beim Hintereingang zu den Küchen, da stehen die Köche und paffen heimlich.
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So isses, Brigitte,
das ist auch in Rom sehr schön zu beobachten: ob Kneipen, Restaurants, Lebensmittel- oder Klamottengeschäfte: alle Mitarbeiter stehen vor dem Laden auf der Straße und rauchen.
Da gefällt mir das weniger restriktive Vorgehen in Spanien doch besser, obwohl es da - wie ich jetzt gesehen habe - Unterschiede gibt.
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@brigitte
ja meine Frau raucht noch, daraufhin möchte ich auch keinen Einfluß nehmen wollen, aber mit der selben rücksichtsvollen Einstellung wie ich. Aber sie will versuchen diese Woche aufzuhören. 10 Jahre Rauchen sind Ihr wohl genug, genauso wie die summierenden Kosten. Zusammen haben wir früher eine große Packung geraucht am Tag (4,50 Euro). Dies mal 365 ergibt ein jährlichen Betrag von über 1645 Euro. Das ist ein dicker Urlaub für eine Person. Das ist ne Menge Geld zum negativen für die Gesundheit. Ich sitze direkt an der gesundheitlichen medizinischen Quelle. 3 Patienten hatten wir letztes Jahr die an Lungen CA gestorben sind. Ihr letzte Aussage war: "Hätte ich vor einigen Jahren doch mal auf meinen Hausarzt gehört. Ich habe Geld ausgegeben um mich gesundheitlich umzubringen."
Auch ich war letzte Woche zur Feuerwehruntersuchung. Seit fast 4 Monaten rauche ich nicht mehr. Jedoch merkte der Arzt sofort, daß ich geraucht habe, alleine bei der Lungenuntersuchung. Sein Fazit: Es wird noch Jahre dauern bis Ihre Lunge wieder ok ist, jedoch Ihre Flimmerhärchen im oberen Atmunstrakt sind hinüber. Das reicht mir. Weiter muß es nicht gehen. Das sollte jeder irgendwann mal selbst merken. Ansonsten wenn es sich auch recht heftig anhört: Eine Pistole mit einer Kugel kommt günstiger.
LG -
"Harzer" wrote:
@sommersunIch tippe eher drauf, das den Nichtrauchern ohne die rauchenden Stimmungsmachern eher in den leeren aber rauchfreien Kneipen langweilig wird.
lang nicht so gelacht! das ist nicht dein ernst oder???
ja, wir Nichtraucher sind alle soooo langweilige Zeitgenossen und Spaßbremsen! das wird ein Trauerspiel in den Kneipen! traurig, traurig! -
ich möchte gerne noch was zur gefährdung der angestellten sagen: (entspricht jetzt nur meiner persönlichen beobachtung!!!!! aber als eingefleischter nachtschwärmer hab ich schon viel beobachtet):
in bars, kneipen, discos..... (restaurants ausgenommen) hab ich, glaub ich, noch NIE einen angestellten gesehen, der nichtraucher war!!!!!
die kellner und bardamen/-männer übertreffen meistens die gäste bei weitem in der menge des zigarettenkonsums.....und wieviele barmänner oder kellner sich bei mir in meinen noch-raucher-zeiten schon zigaretten geschnorrt haben, das kann ich gar nicht mehr zählen....zumal das personal in diesen lokalen ja oft z.b. aus studenten besteht, die sich was dazuverdienen wollen und nicht aus leuten, die dies hauptberuflich machen...ich meine, wenn ich eingefleischter nichtraucher bin und mich gefährdet fühle, dan muß ich ja auch nicht grad in einer bar arbeiten, oder?
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cw:
Am 28.3. hast Du geschrieben, dass Du bis vor 2 Monaten noch geraucht hast.
Am 10.4. warst Du fast schon 4 Monate Nichtraucher!!
Ich denke, bevor Du anderen gute Ratschläge erteilst, solltest Du erst mal lernen, einen Kalender zu lesen.
Und Hand aufs Herz: Dir geht es doch gar nicht um die armen leidenden Angestellten der Lokalitäten. -
Es ist tatsächlich so, dass ich auch noch keine Kellnerin/ Kellner, Zapfer usw in Kneipen, Diskos oder Bars gesehen habe, die nicht geraucht haben.
Auch in dem Pub bei uns um die Ecke raucht die Besitzerin und alle 4 Bedienungen, die sie abwechslungsweise hat. Von den Gästen rauchen 90 %.
Sollte man da drin weiter rauchen dürfen, würden auch die Nichtraucher weiterhin kommen. Die hat das qualmen noch nie gestört, sonst wären sie ja nicht so oft in dieser "Räucherkammer".
Eines ist amtlich. Gerade dieses Pup wird den Bach runter gehen, da es bei uns im Ort andere Kneipen gibt, die Raucher und Nichtraucher räumlich trennen können. Die Wirtin hat auch schon Angst davor, ebenso die Bedienungen, da sie dann ihren Job verlieren.Dann haben wir noch eine kleine Wirtschaft. Der Wirt selbst raucht nicht. Er verdient aber mit den ( rauchenden ) Leuten, die einfach so an der Theke oder dem Stammtisch was trinken genauso, als an den Leuten, die nur zum essen kommen.
Er befürchtet auch schon, dass er einbußen hat, da er auch keine Möglichkeit hat, seine Kneipe zu teilen.Jeder Gastwirt sollte selbst entscheiden, ob geraucht oder nicht geraucht werden darf. Jeder Gast kann sich dann überlegen, ob er zur Konkurrenz geht oder doch dort rein geht. Fertig
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@herzing
ohhh entschuldige, daß ich mich um einen Monat vertan habe in der Zahl. Hoffe Du bist fehlerfrei. Kalender lesen kann ich. Vieleicht solltest Du erst einmal Anstand lernen bevor Du maßregelst. Es geht mir ums Prinzip wie ich geschrieben habe. Wenn Du meine Berichte verfolgt hättest, wüßtest Du, daß ich diese Meinung schon vertreten habe als ich noch geraucht habe!!! Einfach mal nachlesen. Um wen soll es mir denn Deiner Meinung nach sonst gehen? -
@sommersun schrieb:
"lang nicht so gelacht! das ist nicht dein ernst oder???
ja, wir Nichtraucher sind alle soooo langweilige Zeitgenossen und Spaßbremsen! das wird ein Trauerspiel in den Kneipen! traurig, traurig!"Also ich als Nichtraucher stufe mich jedenfalls nicht als so langweiliger Zeitgenosse bzw. Spaßbremse ein!
Wenn du dich selber als Spaßbremse bezeichnest, bitte schön, kann ich nicht beurteilen.
Allerdings sehe ich als Nichtraucher nicht ein, warum ich jedenfalls auf das gesellige Zusammmensein mit meinen rauchenden Freunden verzichten sollte?
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cw schrieb:
"...In anderen Ländern, wo dies eingeführt wurde, hat man genau das Gegenteil verzeichnet, nämlich einen Zuwachs...."
Wenn deine Vermutung stimmen würde und dieses auch in D. funtionieren würde (was aber nicht übertragbar ist, da im Ausland ganz andere Verhältnisse sind als in D.), dann frag ich mich allen ernstes, wofür dann ein Gesetz?
Ob du es glaubts oder nicht, Gastronomen haben nämlich keine Lokalitäten um die vereinzelt nichtrauchenden Bedienungen zu dransalieren, sondern die verdienen damit Ihren lebensunterhalt, die Angestellten erhalten Lohn und Steuern zahlen die auch noch vom Umsatz.
Also wenn man mit reinen Nichtraucherkneipen mehr Umsatz machen würde, was ich persönlich nicht glaube, warum gibt es dann keine reinen Nichtraucherkneipen in jeder Stadt?
Das ist doch deiner Meinung nach eine Marktlücke, warum eröffnest du nicht eine Kette Nichtraucherkneipen in jeder Stadt, du verdinest ja deiner meinung nach dir damit eine golden Nase?
Und ehe du es probierst, lass es, du würdest dein geld nur zum fenster rauschmeißen. Es haben schon mehrer Kneipiers in Großstädten aus Testzwecken zwei Wochen reine Nichtraucherkneipen aus Ihren bis dato gut laufenden Kneipen gemacht. Ergebnis es haben alle abgebrochen, weil die Umsatzeinbußen eindeutug zu hoch waren und Sie auf dauer nicht existieren könnten!
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Hier ein Auszug aus einem Artikel in der heutigen Frankfurter Rundschau.
Interessante Frage, ob das Rauchverbot in Kneipen überhaupt verfassungsgemäß ist.
"75 Prozent der Gäste sind Raucher"
Nach Ansicht des Ministeriumssprechers wird es beim Nichtraucherschutz in Hessen keine Ausnahmen geben. "Die Linie ist klar." Anders sieht es der Präsident der hessischen Wirte: "Noch ist alles offen." Seit Wochen bemühe er sich um einen Gesprächstermin bei der Ministerin, um für mehr Freizügigkeit zu werben. Nicht für Hotels und Speisegaststätten. "Dort gibt es viele Gastronomen, die das Rauchverbot sogar begrüßen." Schreek sorgt sich um die Existenz der Wirte kleinerer Lokale mit nur einem Schankraum. "Deren Gäste sind zu 75 Prozent Raucher." Doch es sind nicht nur wirtschaftliche Argumente, mit denen der Hoga-Präsident die Ministerin überzeugen will. Er hat auch rechtliche Bedenken. "Wir fragen uns, ob ein solches Verbot verfassungsgemäß ist." Immerhin handele es sich um einen "Einschnitt in das Unternehmertum". Zudem habe jeder Hausbesitzer das Recht, selbst zu entscheiden, was auf seinem Grund und Boden erlaubt ist und was nicht.
Hier der vollständige Artikel.
Es mag in Ordnung sein, das Rauchen in Räumlichkeiten, in denen Raucher und Nichtraucher zwangsläufig zusammentreffen, wegen des Raucherschutzes zu verbieten.
Es ist aber nicht in Ordnung, das Rauchen dort zu verbieten, wo sich die Leute freiwillig aufhalten. Jedem sollte es freigestellt sein, ob er ein Raucher- oder ein Nichtraucherlokal besucht.
Daß ich der Meinung bin, daß Wirte selbst entscheiden sollen, habe ich anderer Stelle bereits geschrieben...
... so wie eigentlich schon alles zu diesem Thema mehrfach wiedergekäut wurde.
Bürgern, die ständig nach dem Gesetzgeber rufen, sollte bewußt sein, daß auch sie betroffen sein können, wenn ihre eigenen Interessen eingeschränkt werden.
Schrecklich, dieses ständige Rufen nach neuen Gesetzen - als ob wir nicht schon mehr als genug davon hätten!
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Doch es sind nicht nur wirtschaftliche Argumente, mit denen der Hoga-Präsident die Ministerin überzeugen will. Er hat auch rechtliche Bedenken. "Wir fragen uns, ob ein solches Verbot verfassungsgemäß ist."
...ja sicher ist es verfassungsgemäß, denn die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland schützt Minderheiten gleich welcher Fasson.
Deshalb steht ja z.B. auch die Ehe (vorsorglich) unter staatlichem Schutz.
"Erika1" wrote:
Es ist aber nicht in Ordnung, das Rauchen dort zu verbieten, wo sich die Leute freiwillig aufhalten. Jedem sollte es freigestellt sein, ob er ein Raucher- oder ein Nichtraucherlokal besucht.Was aber, wenn es kein Nichtraucherlokal im Ort gibt? Damit würden ja Nichtraucher in ihrer Freiheit eingeschränkt und obiges Beispiel würde wieder greifen.

Daher ein einfacher (nicht ganz ernst gemeinter) Vorschlag:
Entweder wird das Rauchen in Deutschland per Gesetz verpflichtend oder aber als Drogendelikt eingestuft und damit strafbar.
Aber wie ich bereits zum Thema schrieb, ich bin weder für schwarz, noch für weiß. Mit abgestuften Grautönen sollte eigentlich jeder leben und leben lassen können...

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"Was aber, wenn es kein Nichtraucherlokal im Ort gibt? Damit würden ja Nichtraucher in ihrer Freiheit eingeschränkt und obiges Beispiel würde wieder greifen."
Sicherlich sollen Minderheiten auch geschützt werden, das Problem wird aber sein, das die Gastronomen sich es finanziell nicht leisten können und nur von Minderheiten zu leben.
Beispiel: Selbst wenn es geregelt wird, das es Nichtraucherlokale und Raucherlokale gibt, d.h. in das Raucherlokal gehen dann die 75% Raucher und in das Nichraucherlokal die 25% Nichraucher, vorher war es aber fifty fifty.
Wer kommt dann etwa für den Umsatzverlust vom Nichtraucherwirt auf, nur weil der verpflichtet ist, sich um die Minderheiten zu kümmern? Kriegt der eine finanzielle Unterstützung vom Staat, wohl nicht wirklich?
Ab einer gewissen Größe sollte man, vor allem in Speiselokale den Wirten empfehlen, Nichtraucherbereiche einzurichten, aber allerdings alles auf freier Basis.
Ich finde, der Gesetzgeber macht es sich mal wieder einfach, da werden einfach mal wieder irgendwelche Gesetze entworfen ohne drüber nachzudenken, was für folgen damit ausgelöst werden. Und wenn dann soundsoviele Gastronomen zu machen, das interesssiert die ja nicht, weil die düren ja weiter rauchen.
Warum gibts denn daa konsequenterweise kein Rauchverbot in der Politik? Ganz einfach, weil durch den Zigarretnqualm soll der Anschein erweckt werden, das den Politiker Ihre Köpfe durchs viele denken qualmen, was ja defakto nicht so ist.
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Das Problem ist doch, es gibt erstens viel zu viele reglementierungen und die meisten sind davon auch noch überflüssig.
Und zweitens sind doch dem kleinen Sachbearbeiter vor Ort die Hände gebunden, der muss sich doch strickt an diese Gesetze halten, anstatt das er individuelle und nach Sachlage für den Betroffenen entscheidet. Dann gebe es wahrscheinlich nicht mehr so viele Schildbürgerstreiche, wo im Nachhinein der zuständige sachbearbeiter sagt, "Tut mir ja leid für Familie xy, aber die Gesetzeslage sieht es nun mal so vor und da kann man keine Ausnahme machen."
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"Harzer" wrote:
Also ich als Nichtraucher stufe mich jedenfalls nicht als so langweiliger Zeitgenosse bzw. Spaßbremse ein!Wenn du dich selber als Spaßbremse bezeichnest, bitte schön, kann ich nicht beurteilen.
Allerdings sehe ich als Nichtraucher nicht ein, warum ich jedenfalls auf das gesellige Zusammmensein mit meinen rauchenden Freunden verzichten sollte?
@Harzer:
du scheinst die Ironie in dem Beitrag nicht so ganz verstanden zu haben... macht aber nix!
Schließlich hast DU es ja so dargestellt als ob die "Minderheit" = die Nichtraucher (deine Wortwahl) ohne die Raucher keinen Spaß haben können :?
Aber ich will mit dir da jetzt nicht weiter drüber rumdiskutieren da es absoluter Blödsinn ist!Bei einer Sache muss ich dir aber voll und ganz zustimmen: ich finde es auch nicht in Ordnung, dass im Bundestag weiterhin geraucht werden darf! Wenn dann sollen die Gesetzte auch für die gelten, die sie gemacht haben!
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"Erika1" wrote:
Zur Verfassung:sie schützt nicht nur die Minderheiten, sie schützt auch das Eigentum (hier meine ich das der Wirte) und die Freiheit, auch die der Andersdenkenden.
Per Gesetz werden Freiheiten genommen...
Gesetze greifen grundsätzlich in deine Freiheiten ein!

