Reklamation beim Reiseveranstalter
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DomRepperin wrote:
Es gibt wohl keinen Urlauber, der mit dem Vorsatz in Urlaub geht, sich dort jede Menge Ärger einzuhandeln, in dem er sich grundlos mit seinem Reiseveranstalter anlegt.LG DomRepperin
Hallo,
deinen Glauben an die Menschheit in allen Ehren, aber das ist nachweislich falsch! Es gibt durchaus die Kunden, die schon mit der fertig getippten Reismängelliste beim Informationscocktail erscheinen und auch hier im Forum und den Hotelkritiken gibt es immer wieder Berichte über solche "Menschen".
jetzt zu dexiUbine
Grundsätzlich hast Du ja mit dem meisten recht, doch ein paar Anmerkungen seien mir erlaubt:
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Das Thema Frankfurter Tabelle wurde hier in vielen Threads schon öfters durchgekaut. Daher vielleicht auch hier nicht mehr die explizite Erwähnung.
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Die Telefonnummern erhalte ich in der Regel immer mit meinen Reiseunterlagen und es sollte klar sein, daß diese selbstverständlich mitgenommen werden. Meistens lassen sich diese ohnehin nicht trennen.
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Was mache ich bei einem Reisemangel ist hier völlig falsch! Das erste was ich mache ist, daß ich den Mangel beim Hotel reklamiere und erst danach, wenn das nichts nützt, den Reiseleiter Informiere. Natürlich geht es auch anders herum, aber Vorteile wirst Du keine erzielen. Du machst Dich aber garantiert beim Hotelier beliebt.
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Keine Gutscheine annehmen: Zum Einen kann mir der Gutschein ja das Wert sein und zum anderen ist nach der aktuellen Rechtssprechung das Thema überholt. Es gibt schon Gerichtsurteile (ebenfalls hier im Forum gepostet) die besagen, daß ein Urlauber vor Ort gar nicht immer einschätzen kann, ob der Gegenwert stimmt und darum eine nachträgliche Reklamation / Klage weiterhin möglich ist.
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Beschwerdeprotokoll: Glaubst Du ernsthaft, daß ein Reiseleiter, der nicht bereit ist ein Beschwerdeprotokoll auszufüllen, bereit ist ein solches (mitgebrchtes) zu unterschreiben?
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Ein anderes Hotel gleicher Kategorie muß ich nicht zwingend annehmen. Falls dies von der Lage her anders ist, oder andere Nachteile zu bieten hat, muß ich nicht umziehen um meine Ansprüche zu wahren.
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Reklamation per Einschreiben: Das kann man sich sparen, wenn man schnell genug ist. Schickt man seine Reklamation frühzeitig ab, dann erhält man innerhalb weniger Tage eine Bestätigung des Veranstalters, daß die Reklamation eingegangen ist. Sollte diese fehlen, dann kann ich immer nochmals die Reklamation per Einschreiben schicken.
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Frist: 4 Wochen nach der Rückkehr, von der Reise! (Der Hinweis fehlt)
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Betrifft eventuell geschlossenes Hotel: Warum muß ich mich vorher damit beschäftigen, was ich naher fordern könnte, falls ein befürchteter Mangel tatsächlich eintritt?
Sorry wenn ich das so zusammenfassen muß: In sehr vielem richtig, aber wie so oft im Rechtssystem fehlt der praktische Ansatz und die Praxisbezogenheit. Daher gut studiert; aber was bringt's, wenn in der Praxis vieles wesentlich einfacher funktioniert?
Gruß
Berthold
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@ Schneewittchen81
Hallo!
Ist bei euch was rausgekommen bei der Reklamation?
Mich interessiert das weil wir das gleiche Problem letztes Jahr in der Türkei hatten mit dem selben Reiseveranstalter.
Wir haben 100 EUR bekommen haben dann aufgehört.
Urlaubsbekanntschaft ist weiter gegangen und weit mehr zurückbekommen.
Aus dem 3 Sterne Hotel ist jetzt nur noch 1 Stern zu sehen und buchen kann man es auch nicht mehr. -
Hallo ADEgi,
also wenn es solche Urlauber, die mit gespitztem Bleistift und vorbereiteter Mängelliste in Urlaub fahren, wirklich gibt (was ich mir irgendwie nicht wirklich vorstellen kann), dann müssen das ganz extreme Ausnahmen sein. Erfolg könnten solche Leute ja dann auch tatsächlich nur haben, wenn es vor Ort wirklich etwas zu bemängeln gibt.
Mir gehts hauptsächlich darum, dass User sich hilfesuchend nach entgangener Urlaubsfreude und einer Menge Ärger ans Forum wenden, um Rat und Hilfe zu bekommen (nicht um ihren Veranstalter böswillig abzuzocken) und von einigen anderen Usern sofort als übertreibende, Unwahrheiten verbreitende, überempfindliche und geldgierige Ober-Nörgler (direkt oder indirekt) abgekanzelt werden. Ich finde, wenn man irgendwelchen Posts keinen Glauben schenken kann oder möchte oder keine sachliche Antwort geben kann, wäre doch schweigen viel einfacher.
LG DomRepperin
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Den oben beschriebenen Kundentypus gibt´s tatsächlich und wie schon erwähnt er ist ( leider ) überaus häufig anzutreffen.
Ich hatte vor einigen Jahren mal einen Kunden der einige Tage im Burj al Arab verbracht hat ( immerhin 6+/7 Sterne Hotel ) und anschließend eine Reklamation an seinen Reiseveranstalter geschickt hat, weil der Champagner zum Frühstück 2 Grad zu kalt serviert worden ist.
Jetzt fragt man sich ( mal abgesehen davon, dass man einfach nur ein paar Minuten hätte warten müssen, bis der Champagner die "ideale" Temperatur erreicht hat ) natürlich woher wußte er bis auf das Grad genau wie warm/kalt der Champagner ist.
Im Gespräch mit mir hat er dann erzählt, dass er sich auf jeden Urlaub tagelang vorbereitet und auch diverse "Test"-Gegenstände mit in den Urlaub nimmt.
Er hatte in diesem Fall also extra ein Weinthermometer von Deutschland aus bis nach Dubai geschleppt, um damit ggf. einen "Mangel" zu finden und aufzudecken. Ich will gar nicht wissen, was der sonst noch mitschleppt. Sowas ist doch krankhaft!Ach ja, eine Entschädigung hat er natürlich ( Gott sei Dank ) nicht bekommen. Und natürlich ist er dann "noch nie so herablassend behandelt worden" und hat "noch nie eine Reise mit einem so schlechten Reiseveranstalter" machen müssen und natürlich wird er "diesen Veranstalter nie wieder buchen" und bla bla bla ...
( Mittlerweile ist er aber genau so natürlich längst wieder mit exakt dem gleichen Veranstalter in der Welt unterwegs gewesen. )Menschen gibt´s, die gibt´s gar nicht!
Viele Grüße.
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Ich kann Captain Jarek nur zustimmen! Nach drei Jahren in einem ägyptischen 5* AI-Hotel muss ich sagen, daß die Spezialisten mit den vorbereiteten Mängellisten leider KEINE Ausnahme mehr darstellen.
Ohne in die Details gehen zu wollen: da wurde die Pooltemperatur mit dem mitgebrachten Thermometer gemessen, um beweisen zu können, dass das Wasser zu kalt war - da wurde beim RV reklamiert, daß der Fugenabstand zwischen den Badezimemrfliesen zu groß war und ich traf von Zeit zu Teit deutsche Pärchen, die über sas Hotelgelände huschten, sie mit dem Klemmbrett, um Papas Stichworte zu norieren, er mit der Digikam bewaffnet, um die Beweisfotos zu sammeln.
Kommentar eines dieser Pärchen, als ich sie auf ihr Tun ansprach: Ja, wat meinen sie denn, wie wir den Urlaub hier finanziert? Mit der Kohle, die wir für die Rekla von unserem vorherigen Dom Repurlaub rausgeklagt haben!

Drum ein Schelm, wer Böses denkt, aber so der eine oder andere Punkt, den Schneewittchen aufgeführt hat - mmmh, na ja wirft halt Fragen auf.
Gruß
Shiva -
Mit Thermometer "bewaffnete" Hotelgäste, die ihren Champagner als zu kalt empfinden, sind doch einfach nur einen Lacher wert! Klar, dass für so etwas niemand Entschädigung bekommt.
Bei einem angeblich beheizten Pool, der sich dann aber als eiskalt erweist, sieht die Sache schon anders aus. Ich könnte mir vorstellen, dass die geschilderten Personen vielleicht schon mal entsprechende Erfahrungen machen mussten, und wie will man dann die Temperatur deklarieren, wenn einem vielleicht jemand unterstellt, einfach nur zu empfindlich zu sein?Kann es sein, dass das Paar, das sich angeblich seinen Urlaub mit Entschädigungen finanziert, Dich vielleicht einfach nur etwas auf den Arm genommen hat? Da wäre das Risiko vor Ort vielleicht keinen Kritikpunkt zu entdecken und folglich auch keinen Grund für die Leistung einer Rechtschutzversicherung zu haben, viel zu groß.
Andersherum sollte man aber auch nicht vergessen, dass es immer wieder Reiseleiter und -veranstalter gibt, die berechtigte Kritik abweisen oder herunterspielen. Ich habe es mir auch zur Angewohnheit gemacht, die Katalogseite mit in den Urlaub zu nehmen, weil es doch ein paar Mal vorkam, dass dort versprochene Leistungen nicht vor Ort vorhanden waren. Mein Hinweis auf den Katalog brachte auch nur ein müdes Lächeln und ein: "Haben Sie dafür Beweise?" hervor. Dabei sollte jeder Reiseleiter diesen Katalog kennen und hat ihn mit Sicherheit auch im Besitz. Alles andere wäre unprofessionell. Aber dann Fairness walten zu lassen und mit dem Gast zusammen zu schauen, was zutrifft und was eventuell nicht, ist mir leider nicht untergekommen. Da wird die Beweislast kalt lächelnd auf den Gast abgewälzt. Da muss es nicht wundern, wenn die Kunden dann auch entsprechend zurückschießen.
Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch meist heraus.LG DomRepperin
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Thorben-Hendrik wrote:
Fakt ist jedoch, dass selbst wenn alles stimmt, finanziell nix bei rum kommt....also kann man es auch in diesem Fall lassen!Eigentlich kommt schon was rum.
Der Betroffene wird aus dieser negativen Erfahrung etwas daraus lernen und bei der Auswahl von zukünftigen Hotels mit aller Wahrscheinlichkeit anders vorgehen.
lg
holzwurmGanz einfach: NIE WIEDER HOLIDAY CHECK
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Wobei neben allem anderen auch noch die Frage offen bleibt, ob HolidayCheck der Veranstalter war und warum gebrüllt werden muss?
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Ganz einfach: NIE WIEDER HOLIDAY CHECK
@weltenbummler1und1 sagte:
Ganz einfach: NIE WIEDER HOLIDAY CHECK
Ganze Sätze bitte
Könntest Du das auch begründen mit mehr als drei Worten? -
Sind soweit nur zwei "Ganz" + "einfach" ...

Ich finde auch "ganz" so "einfach" sollte man es sich nicht machen wenn man eine Wirkung erzielen möchte.

